Zwei Drittel der Energie eines Verbrennungsmotors geht als Wärme verloren. Beim neuesten Elektromotor sind es nicht einmal zwei Prozent. Trotzdem will die konservative Politik am Verbrenner festhalten. Ein technologischer Irrweg

@derfreitag

https://www.freitag.de/autoren/nick-reimer/elektromotor-bringt-es-auf-einen-rekord-wirkungsgrad-von-98-2-prozent

Rekord-Wirkungsgrad bei Elektromotor: Die Zeit des Verbrenners ist vorbei

Zwei Drittel der Energie eines Verbrennungsmotors geht als Wärme verloren. Beim neuesten Elektromotor sind es nicht einmal zwei Prozent. Trotzdem will die konservative Politik am Verbrenner festhalten. Ein technologischer Irrweg

@SheDrivesMobility @derfreitag keine Zweifel!
Es gibt keine Zukunft für Verbrenner

und ich finde es lohnt sich immer zu bedenken, wie viel effektiver und schneller ÖPNV ist im Vergleich zu ähnlich gut ausgebauter Autoinfrastruktur ist. Das E-Auto dient primär dazu, die Autoindustrie zu retten und nicht das Klima oder so.
Deshalb lohnt es sich nicht aus den Augen zu verlieren, dass Autos im Allgemeinen keine prominente Rolle in unserer Mobilität darstellen sollten, wenn dann aber elektrisch

@saxnot In einer Stadt mag das zutreffen wo es 10 Minuten Takte gibt. Hier auf dem Land habe ich keinen Lust mein Leben nach dem Stundenlangen Takten des ÖPNV auszurichten. @SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net lol, 10-Minuten-Takte, ich wäre schon froh um einen 60-Minuten-Takt, denn hier (Kleinstadt) gibt es überhaupt keinen ÖPNV. Trotzdem gehöre ich zu den wenigen hier, die nicht drei, nicht zwei, nicht ein, sondern gar kein Auto haben.

@SheDrivesMobility @derfreitag

@hannes99 Ich wohne ja auch in einem ländlich geprägten Landkreis. Wir haben immerhin einen Bahnhof. Aber die Takte dort sind halt Stunden Takte, daran richten sich dann auch die Busverbindungen hier. Ich werde also immer auf ein Auto hier in der Gegend angewiesen sein. Noch ist es ein Verbrenner. Als Laternenparker hat man leider keine Möglichkeit am mehr Parteien Mietshaus zu laden. Drei öffentliche Ladensäulen sind mit nur 22kw zu langsam und nicht attraktiv. @SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net einen Bahnhof (einer Nebenstrecke der Bahn) in fahrbarer Nähe gibt's hier auch, allerdings keine Busse. Gar keine. Der Stadtrat ist dagegen, lieber noch eine Autobahn mehr!

Ich arrangiere mich mit E-Scooter und Deutschlandticket, damit geht's. Ein Auto (egal welches) wäre mir auch schlicht viel zu teuer, zumal auch hier, der unattraktiven Lage zum Trotz, Mieten und Immobilienpreise sehr teuer geworden sind (auf dem Niveau von München vor 20 Jahren).

@SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net und ja, natürlich wäre man mit einem Auto mobiler und flexibler. Und ja, natürlich nervt es mich, wenn man schon am Bahnhof sitzt und dann fallen auf der eingleisigen Strecke mal wieder Züge aus und dann kommt zwei Stunden lang gar keiner. Oder nach 20 Uhr generell nur noch einer um 22 Uhr und dann bis 5 Uhr morgens gar keiner mehr. Oder am Wochenende morgens weniger, als unter der Woche. Ganz zu schweigen von den Umsteigezeiten an den Anschluss-Bahnhöfen.

@SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net und wenn das D-Ticket nicht wäre, würde ich durch Zugfahr(t)en fast genauso arm, wie durch ein Auto und der Schluss läge nahe, mir notgedrungen doch wieder eins zuzulegen.

Nun bin ich aber bereits viele Jahre ohne, selbst einen Leihwagen bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Stattdessen überlege ich mir, mir zusätzlich zum "letzte Meile" E-Scooter noch einen 45er-Roller (natürlich E, brauchbare Modelle gibt's ab 1k) zuzulegen, v.a. als Bahn-Backup.

@SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net
Das ist aber ein Infrastruktur Problem und kein Antriebsproblem.

@hannes99 @SheDrivesMobility @derfreitag

@PhoebeEule Nein auf keinen Fall ist das ein Antriebsproblem. Ich würde gerne ein E-Auto fahren, macht hier bei mir aber leider noch keinen Sinn. Nichtmal unsere Einkaufläden im Ort haben Ladesäulen. Es gibt aktuell nur 3. Zwei am Bahnhof und eine bei einem Autohändler. Alle nur 22 kW. Es gab bis vor 2 Jahren noch zwei von der Stadt betriebene Säulen auf einem öffentlichen Parkplatz. Die wurden wieder zurück gebaut, weil sie sich nicht lohnten. @hannes99 @SheDrivesMobility @derfreitag

@ip6net
Weil es eben versäumt wurde das Netz an Ladesäulen auszubauen.
Hätte man das konsequent verfolgt, dann würde es heute anders aussehen.
Aber Innovation und zukunftsweisende Entwicklung sind in Deutschland ja schon lange Fremdwörter.

@hannes99 @SheDrivesMobility @derfreitag

@PhoebeEule Des weiteren lohnt sich bisher nur für Eigenheim Besitzer ein E-Auto, weil sie dann ggf. über ihren Hausstrom oder sogar mit Hilfe ihrer PV Anlage auf dem Dach günstig laden können. Mieter wie ich sind dann auf die deutlich teureren Ladesäulen angewiesen, falls es sie denn gibt. @hannes99 @SheDrivesMobility @derfreitag

@saxnot @SheDrivesMobility @derfreitag

was macht man mit den fahrern nach und vor der rushhour?

@saxnot
Primär sind e-Autos mobile Speicher für erneuerbare Energien.
Ich weiß die Technik dahinter funktioniert in Deutschland genauso wenig wie Wärmepumpen.
Die Frage, wo wir individual Verkehr brauchen ist davon unabhängig zu betrachten.

@SheDrivesMobility @derfreitag

@SheDrivesMobility @derfreitag Beim Festhalten am Verbrennermotor geht es m.E. nicht um Effizienz, sondern um Gefühle. Wenn man sieht, welche Beziehung manche meistens männlich gelesene Personen zu ihrem Fahrzeug haben, kann man sich vorstellen, dass da Vernunft und Logik nicht verfängt. Die Mechanik ist ja auch faszinierend.

Manch einer (gendern nicht nötig) nutzt vor allem den Lärm des Autos zum Posen. Auch hier ist eine Diskussion über Vernunft mehr als schwierig.

@Momobab @SheDrivesMobility @derfreitag

Die Sache mit der Männlichkeit mag ihre Richtigkeit haben. Aber es gibt halt noch die finanzielle Komponente. Eine alleinerziehende Mutter am unteren Ende der Einkommensschicht (oder ähnliche Personen) tun sich eher schwer ein E-Auto anzuschaffen. Mit müh und not ist ein Auto um wenige tausend Euro drinnen. Solang E-Mobilität dieses Problem nicht löst, ist ein Verbrennerverbot wohl nicht umsetzbar.
Und rein Öffis ist nicht für jeden eine brauchbare Lösung.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Das geht alles in die richtige Richtung, wobei hier nicht die gesamte Energiebilanz betrachtet wird; wir verlieren immernoch viel Energie durch Energietransport und die Speicherung in der Batterie; aber jetzt schon deutlich besser als Verbrenner.

@primigenius @SheDrivesMobility @derfreitag

Deutlich besser ist eine ziemliche Untertreibung.

Die Zahlen sind zwar von 2017, aber der Verbrenner ist an seinen physikalischen Grenzen angekommen. Beim E-Motor und dem Akku gibt es noch etwas Potential. Evtl weiß @agoraverkehr von aktuelleren Zahlen?

@SheDrivesMobility @derfreitag Die unter 40% sind übrigens das theoretische, hocheffiziente Maximum. Gilt auch für alle thermischen Kraftwerke von Braunkohle bis Kernfusion: eigentlich sind das Flussheizungen mit Strom im Nebeneffekt - blöd bei warmen Niedrigwasser. Erneuerbar tut not!
@SheDrivesMobility @derfreitag
Denen, die es besser wissen, die Ingenieur*innen, aber aber trotzdem noch am Verbrenner festhalten, sollte der Abschluss wegen Unwürdigkeit wieder aberkannt werden.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Das Ende des Verbrenners wird kommen, nur leider viel zu spät. Zumindest hier bei uns, nicht überall ist die Gesellschaft so ignorant.

@SheDrivesMobility @derfreitag
Wie lange hat die Kirche an ihrer Astronomischen Sicht hängen geblieben,die CDU SU sieht sich doch als politischen Arm dieser Institution,mithin ist mit ähnlicher geistiger Flexibilität zu rechnen

@SheDrivesMobility @derfreitag

Diesen Motor mit einem Verbrenner zu vergleichen ist Irreführung, da er nur für sehr geringe Drehzahlen taugt. Der ist super für die Industrie, wenn es mit der Hochskalierung klappt und sollte dann auch die Stromgewinnung bei der Windkraft ein gutes Stück weiter bringen. Aber der magnetische Elektromotor ist ja auch mehr als doppelt so effektiv wie ein Verbrenner.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Der Verbrenner wird gehen. Und die jetzigen Spritpreuse begünstigen das noch.
In meiner Umgebung wollen Leute, die einmal elektrisch fahren nix anderes mehr.
Die Mehrheit sehen das Auto als Fortbewegungsmittel und da ist es uninteressant, ob es brumm brumm macht.
Es ist leise, entspannend und preiswert zu betreiben.
Wobei ich mir sicher bin, dass die fehlenden Steuereinnahmen aus der Spritsteuer irgendwann anders geholt werden.

@SheDrivesMobility @derfreitag Das heißt wir müssten, wenn wir eFuels synthetisieren wollten, 3x so viel CO2-freie Energie erzeugen wie für Elektromotoren. Ggf. mehr, falls bei der Synthetisierung auch Energie verloren geht. Uff.
@SheDrivesMobility @derfreitag So viel zum Thema Technologieoffenheit.
@SheDrivesMobility @derfreitag
das ist kein Irrweg. Da gehts ums Prinzip und um skrupellose Abzocke.
#ClankriminelleDemokratieverachtendeUntote
@SheDrivesMobility @derfreitag Wenn Söders Hocheffizienzverbrenner kommt sind es nur noch 60%.
@SheDrivesMobility @derfreitag Fakten + Politik = sinnlos, denn die Fakten bieten keine Pöstchen oder schwarze Köfferchen.

Ob ich sagen will, dass die ReGIERenden korrupt sind?? Aber unbedingt, anders kann man sich diesen Wahnsinn nicht erklären.
@SheDrivesMobility
Der Kutschenbau war auch einst groß in Deutschland. 🤷‍♂️
@derfreitag
@SheDrivesMobility @derfreitag Es ist Physik. Verbrenner, egal wie hoch sie entwickelt sind, haben eine Wirkungsgradsgrenze, die sie nie überschreiten können. Es ist der theoretische Grenzwirkungsgrad aus dem Carnotschen Kreisprozess. Es ist die Differenz aus Arbeits und Abgastemperatur geteilt durch die Arbeitstemperatur in Grad Kelvin. Das hängt mit dem 2. HS der Thermodynamik zusammen und weist auf die Unerreichbarkeit des absoluten Nullpunkts hin.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Und jetzt stellen wir uns mal vor, was wäre heute, wenn die Welt sich bereits zu Beginn der Automobilität nicht für den Verbrenner, sondern für E-Mobilität entschieden hätte!

Über ein Jahrhundert an Entwicklung und Chancen verbaselt …

@SheDrivesMobility @derfreitag i teach highschool physics and show the students a photo of cats warming on a hood of a car. I ask them if you spend 100€ on gas, how much of it would you accept to be used on heating for cats? There was one student that wanted to give all 100€ to cats, but most want to give most 10-15€ and are astonished to find out that most of the money one pays for gas in essence goes to warming cats.
@prof_T @derfreitag lovely story and I want to know the cat guy! :D
@SheDrivesMobility @derfreitag and here are the heroes of the story! Every student knows that my neighbour has cats🤓
@prof_T @derfreitag Thx for sharing. I am a cat lady but can´t live with one at the moment, so I need fluffy stuff from others <3

@prof_T @SheDrivesMobility @derfreitag
As a building physics we often need to consider the temperature in a garage below a building. Until now we always assumed temperatures between 5 - 10 C due to heating contribution of fossile cars.

As Norway now goes 100% electric for new cars I expect that we need to do a little more research in the future.

@prof_T @SheDrivesMobility @derfreitag in German this hits different: 'Für die Katz' (literally 'for the cat) means 'for nothing'.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Der Verbrenner ist im Prinzip eine fahrende Heizung.

Weltweit gesehen hatte die mobile Heizung den höchsten Anteil weltweit im Jahr 2017.

@SheDrivesMobility @derfreitag

Und wir können fest davon ausgehen, das insbesondere bei der regenerativen Energieerzeugung und ihrer Speicherung noch einiges passieren wird.

Das Verbrennen von egal was, wird sich deshalb in Zukunft gar nicht mehr wirtschaftlich rechnen.

Viele Staaten haben das schon erkannt.

Und wenn es wie in Pakistan, der Staat nicht erkennt, dann machen die Menschen es einfach selbst.

Das kann man versuchen mit Ideologie zu verhindern, aber ich sage mal vorher, in den nächsten Jahren werden die Verkaufszahlen von VerbrennerLKWs dramatisch einbrechen, egal ob eLKWs gefördert werden oder nicht.

Denn bei Logistik zählt nur der Preis, Ideologie kann sich da niemand leisten
🤷🏼‍♂️