@lerk

Was vor allem nervt sind Scheinargumente.

Wenn Kurzstreckenflüge überflüssig sind, warum werden sie genutzt? Und auch eine gut finanzierte Bahn erreicht keine Reisezeiten, die gegen Kurzstreckenflüge bestehen können.

Jeder der etwas neues auf den Markt bringt, ist zunächst "der einzige, realistische Anbieter", man kann damit also alles neue ablehnen, womit wir wieder bei der Eisenbahn im 19. Jh wären.

@schnurrito

@lejapproach @schnurrito

#Kurzstreckenflüge werden genutzt, weil:

1. Sie stark subventioniert sind

2. Die #Bahn kaputtgespart wurde

3. Sie bei gewissen Leute immer noch als schick gelten

Gerade im kleinen DE spielen Maximalgeschwindigkeiten von Verkehrsmitteln eine viel kleinere Rolle als die Frage von Anschlüssen und Frequenzen.

Die #Magnetschwebebahn finde ich als #Elektroingenieur großartig und faszinierend. Aber als Bürger dieses Landes derzeit(!) überflüssig wie #Flugtaxi, #Seilbahn durch die Innenstadt oder #Hyperloop.

Einen Beitrag zur #Verkehrwende kann sie zur Zeit realistischerweise nicht leisen. Im Gegenteil.

@lerk

Ach so. Na wenn das so einfach und eindeutig ist, hast Du ja sicher auch ein paar überzeugende Quellen, die Deine Behauptungen untermauern.

Übrigens: Ich sprach von Reisezeiten, nicht von Maximalgeschwindigkeiten.

@schnurrito

@lejapproach @lerk @schnurrito
Zu 1.) ist bekannt, das Kerosin nicht besteuert wird, zum Vergleich wie andere Kraftstoffe besteuert
Diesel 55,98 Cent/Liter inkl MwSt
Benzin 77,89 Cent/Liter inkl MwSt

@Kommentator @lejapproach @schnurrito

Die Subvention von #Kurzstreckenflügen erfolgt über mindestens drei Wege:

1. Keine Kerosinbesteuerung

2. Bei grenzüberschreitenden Flügen keine Mehrwertsteuer (z.B. für 120 km München-Salzburg)

3. Hochsubventionierte Regionalflughäfen, hier eine Studie von #BUND und #FÖS:

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/mobilitaet/mobilitaet_regionalflughaefen_studie.pdf

Die Studie schlägt vor, bundesweit acht #Flughäfen zu behalten. Ich halte das für übertrieben. FRA reicht aus. Der ist auch gut an die #Bahn angebunden.

#AmBodenBleiben #StayGrounded

@Kommentator @lejapproach @schnurrito

Würden also bis auf FRA alle Verkehrsflughäfen geschlossen, löste sich das Problem des innerdeutschen Flugverkehrs ganz von allein, mit oder ohne #Magnetschwebebahnersatzverkehr.

Um die #Arbeitsplätze im #Flugverkehr bräuchte man sich keine Sorgen machen:

Die #Bahn hatte noch vor 40 Jahren etwa 320000 Beschäftigte (nur BRD, ohne DDR!), heute sind es nur noch 220000 (ganz DE!). Daß der Bahn das Personal schmerzhaft fehlt, merkt man jeden Tag. Dort könnten mehr Arbeitsplätze entstehen als bei den Flughäfen entfielen.

#AmBodenBleiben #StayGrounded

@lerk

Ach echt? Wie viele Arbeitsplätze entfielen denn an den Flughäfen?

@Kommentator @schnurrito

@lejapproach @Kommentator @schnurrito

Ziemlich genau 100.0 %.

@lerk

Oder in anderen Worten: auch hier wurde ein möglicherweise unbequemer Wert durch Wunschdenken ersetzt, um zu einem Ergebnis zu kommen, das ins eigene Bild passt.

Ich habe mal ein wenig Zeit in einen Teil dessen investiert was hier Deine Aufgabe gewesen wäre, wenn es Dir um einen sachlichen Diskurs ginge anstatt um geistige Masturbation: Allein am Flughafen München entfielen durch Deinen Vorschlag schon 35.000 bis 40.000 Arbeitsplätze (https://www.munich-airport.de/beschaeftigtenerhebung-und-wertschoepfungsstudie-2024-5684185).

@Kommentator @schnurrito

Beschäftigtenerhebung und Wertschöpfungsstudie 2024

37.000 Beschäftigte arbeiten in 470 Unternehmen und Behörden am Flughafen München

@lejapproach @Kommentator @schnurrito

Gegenüber den 1980er Jahren sind bei der #Bahn (BRD+DDR) etwa 350000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Diese fehlen jetzt schmerzlich. Man könnte also etwa zehn #Flughäfen dieser Größe schließen und wieder weniger klimaschädliche Jobs schaffen.

Nebenbei könnten auf den umgewandelten Flächen auch neue Arbeitsplätze entstehen. Welche, die weniger CO₂ in die Atmosphäre pusten und nicht nur existieren, damit Menschen 120 km von #München nach #Salzburg fliegen können oder 35 km von #Düsseldorf nach #Köln 🤦

#Klima #Klimakatastrophe #Klimakrise #AmBodenBleiben #StayGrounded

@lerk

1/2

Dein Vergleich ist eine Milchmädchenrechnung, denn viele von Deinen 350.000 Arbeitsplätzen wurden nach der Wende bei der hoffnungslos veralteten Reichsbahn abgebaut und durch technische Lösungen ersetzt, die werden also schon mal nicht wiederkommen. Und auch von den anderen mögen einige fehlen, aber wäre man bereit dafür bezahlen, hätte man Jahrzehnte Zeit gehabt, sie wieder einzustellen.

@Kommentator @schnurrito

@lejapproach @Kommentator @schnurrito

Bekanntlich war "man" (= #CSU, #CDU, #SPD) nicht bereit dafür zu bezahlen, diese #Arbeitsplätze zu bewahren. Wie "man" auch nicht bereit war, ausreichend in die #Infrastruktur der #Bahn zu investieren oder in das #Rollmaterial. Denn die #DeutscheBahn sollte für die #Privatisierung sturmreif geschossen werden. Das ist genau das Problem, welches wir heute haben. Wie auch eine einseitige Fixierung auf auf #Hochgeschwindigkeitszüge zuungunsten der #Flächenbahn und der #Nachtzüge und #Schlafwagen. Von Geldverschwendungen durch Korruption wie #Stuttgart21 ganz abgesehen.

Neoliberale #Ideologie gegen verkehrspolitische #Vernunft: Derzeit leider 1:0.

#Verkehrswende

@lerk

Eben. Und so lange dem so ist, würden nur die Arbeitsplätze an den Flughäfen verloren gehen, bei der Bahn aber kaum welche entstehen.

@Kommentator @schnurrito

@lejapproach @Kommentator @schnurrito

Das bedeutet also, daß man auf keinen Fall eine #Magnetschwebebahn bauen sollte. Denn wie ich in diesem Thread gelernt habe, wäre die dazu in der Lage den innerdeutschen #Flugverkehr zu reduzieren. Das kann ja niemand wollen 🙂

Das Argument der Arbeitsplätze ist bei #klimaschädlichen oder anderweitig ethisch fragwürdigen Wirtschaftsbereichen (#Fliegen, #Autoindustrie, #Schlachthaus usw.) sowieso irrelevant.

@lerk

Und schon dreht sich's wieder einer wie er will 🙄 Die Magnetschwebebahn die die Kurzstreckenflüge ersetzte würde ja nicht die Flughäfen beseitigen, d. h. ca. 100.000 Arbeitsplätze dort würden im Gegensatz zu Deiner "Lösung" nicht verloren gehen.

Die alberne Provokation zur Relevanz der Arbeitsplätze ignoriere ich.

@Kommentator @schnurrito