Im Gruppenkontext mit Kleinkindern gibt es keine Demokratie, sondern Autokratie der Erwachsenen Führer*innen der Gruppe. Der Grund ist nicht die Gehirn- und Entwicklungsreife der Kinder sondern das Funktionieren auch des Betreuungssystems unter dem Primat ökonomischer Logik. Heißt wenn die Demokratie kapitalistisch, marktwirtschaftlich orientiert ist, dann gibt es in der Kleinkind Betreuung keinen Raum für Demokratie, weil Demokratie für Kleinkinder dann nicht leistbar und bezahlbar ist. Denn dafür braucht man Zeit. Es braucht mehr Begleitung. Alle Kleinkinder brauchen in der Demokratie-Ausübung assistierende Kräfte. In Systemen in denen aber Assistent*innen und Begleitkräfte Geld kosten und ein Sparzwang herrscht oder zumindest der Zwang der Wirtschaftlichkeit, macht die Führung der Gruppe ökonomisch, wirtschaftlich mehr Sinn, weil sie effizienter ist. Heißt sie braucht weniger Kräfte, um dieselbe Funktion einer Betreuung zu erfüllen. Der Unterschied ist normativ und moralisch-ethisch. Wenn man weder Demokratie noch Ethik der Wirtschaftlichkeit voran oder gleichsetzt, sind weder Demokratie noch Ethik der Wirtschaft oder dem Markt inhärent, sondern Effizienzgedanken. Industrielle Tötung ist auch wirtschaftlich effizient, ethisch und moralisch durchaus fragwürdig. Heißt unsere Demokratie verpasst es sich selbst zu schützen und zu bewahren dadurch, dass sie Wirtschaftlichkeit und Marktkonformität voranstellt und wird so Stück für Stück zur Autokratie umgebaut, denn die ist wirtschaftlich effizienter. Und das beginnt schon im ganz kleinen und banalen wie eben auch darin wieviel Geld ich in #Betreuung und #Bildung der Kinder investiere.
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