Ein bisschen ausführlicher habe ich mich dazu auf LinkedIn geäußert, weil ich's dort für nötiger halte:

Wütend? Nein. Ich bin nicht wütend. Ich bin komplett außer mir. Denn Pelicot, Epstein und Ulmen sind nur die Spitze des Eisbergs von Frauenverachtung und sexualisierter Gewalt. Und dieser Eisberg wird getragen durch ein Fundament aus Männern, die immer noch schweigen und nicht handeln. - Männer, die nicht widersprechen, wenn der Chef sich sexistisch äußert und offen Frauen diskriminiert. - Männer, die zusehen, wenn Frauen auf offener Straße von ihresgleichen belästigt werden. - Männer, die weggucken, wenn Frauen im Bus in den Ausschnitt oder unter den Rock gefilmt werden. - Männer, die Betroffenen nicht glauben, Täter in den Schutz nehmen und ihre Übergriffe verharmlosen. Ihr seid nicht nur Teil des Problems. IHR SEID DAS PROBLEM. Denn ihr könntet auch die Lösung sein. (Die Beispiele habe ich übrigens alle selbst erlebt. Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen.)
Ich bin übrigens einer der seinen Mund deutlich auf macht, allerdings bin ich auch wegen der logischen Zunahme solcher Ausfälle ziemlich deprimiert, denn das kommt ja nicht von ungefähr.
@lovinurbanism Vielen Dank für die Erinnerung daran, warum ich eigentlich nur hier im #Fediverse unterwegs bin.
Die Meinungen anderer Männer, denen man unter deinem Beitrag begegnet, sind nur zum fremdschämen.
@lovinurbanism
okay, okay. Was #Mastodon nicht gut kann ist Übersichtlichkeit. Habe mittlerweile auch die Antworten auf den Rest des Threats gelesen.
Da gibt's auch genug zum Fremdschämen. 😩
@lovinurbanism Boah!
Linkedin hat's echt dringend nötig.
Die Diskussion und das offenbarte Desinteresse nicht an dem Fall alleine sondern dem kompletten systemischen Versagen lässt tief blicken.
Dazu fällt mir das Lied von Danger Dan ein: Sand in die Augen

@lovinurbanism
Mahlzeit!
Das greift zu kurz.
Wer erzieht unsere Kinder?
Nach welchen Normen?
Das Problem sitzt tief und hat sicher auch transgenerationale Aspekte.
Auch mit viel Schmerz im Hintergrund hilft Freund/Feind nicht weiter.
Falscher Kommentar zum falschen Zeitpunkt.
Wir sind alle in einer sexistischen Gesellschaft großgeworden und haben einiges internalisiert. Unter einem Posting, das - schon wieder aktuellem Anlass - ein klare Haltung und Handlung von Männer einfordert, ist ein "Aber Frauen auch!" so wenig angebracht wie "Aber nicht alle Männer!". Es ist eher symptomatisch.
Der Sexismus erwächst aus der systemrationalen Pflege der gleichermaßen unverarbeitet-instinktiven Bewusstseinsschwäche von Angst, Gewalt und egozentriertem "Individualbewusstsein", für die wettbewerbsbedingt-konfuse Symptomatik im Verhältnis von 1:5 (Wohlstand : Tittytainment) der Weltbevölkerung, also ...⁉️
@NuliusH @ewyn @lovinurbanism dies ist wohlgemerkt keine allgemeine, pauschale Aussage, sondern bezog sich speziell auf den Kommentar von @elsa, "die Damen machen sich schon ein Stückchen zum Mittäter. Die leben es vor, sie 'dulden durch unterlassen'.
Natürlich ist richtig, dass sie Kinder in der beschriebenen Situation negativ geprägt werden. Dass Mütter Verantwortung gegenüber Kindern haben. Ja, jeder kann den Zyklus von Gewalt bei sich selbst durchbrechen.
Täter sind sie dadurch nicht, auch nicht Mittäter. Nur halt nicht so stark, wie man es sich für die Kinder wünschen würde. Aber kein Held zu sein macht einen nicht zum Täter.
Würde ich, mit dem Bewusstsein welches ich schon als Kind hatte, heute aufwachsen, würde ich sicher auch Totalverweigerer sein.
Aber zu relativieren ist auch nicht immer hilfreich. In diesem Zusammenhang halte ich es auch für unangebracht.
Ja nicht "alle" Männer machen sowas, aber doch erschreckend viele. Die meiste Gewalt findet unter Männern statt, ein großer Teil der häuslichen Gewalt geht von Männern aus, noch größer ist der bei Partnerschaftsgewalt, noch größer bei sexualisierter Gewalt. Der absolut überwiegende Anteil Gewalt geht von Männern aus!
In der Schnittstelle von Gewalt- und Geschlechterforschung wird das Problem zumeist an Männlichkeit festgemacht. Die damit verbundenen Ideen, Werte und Handlungen stellen Gewalt als eine Option dar, um Männlichkeit (wieder-)herzustellen. Das sind letztlich kulturelle Muster, die von allen Geschlechtern genutzt werden können, aber in der Masse und am stärksten identifiizieren sich damit nunmal Männer
Und für alle Nicht-Männer besteht allein statistisch ein Risiko sich mit einem Mann einzulassen, weil sie ja nicht wissen können wie der konkrete Gegenüber denkt und fühlt. Und wie häufig und heftig und wiederlich allein diese öffentlich gewordenen Fälle im letzten Jahr sind .. und die sind nur ein Bruchteil der Scheiße die jeden Tag passiert
@NuliusH "Wer erzieht unsere Kinder?"
⚠️Das ist blödsinnige Schuld- und Sündenbocksuche, wenn es nicht heuchlerisch-verlogene ist.
😎👍Diese Welt ist ein Dorf geworden, so daß wir wirklich-wahrhaftige Aufklärung, Demokratie und Zivilisation könnten, OHNE wettbewerbsbedingt-konfuse Symptomatik.
@NuliusH "Das Problem sitzt tief und hat sicher auch transgenerationale Aspekte."
Die Probleme unseres symptomatisch-konfusen "Zusammenlebens", sind im zeitgeistlich-reformistischen Kreislauf des stets und überall gleichermaßenen imperialistisch-faschistischen Erbensystem des nun "freiheitlichen" Wettbewerbs zu verorten, es hat sich quasi nichts wirklich-wahrhaftig verändert, seit Mensch erstem und bisher einzigen GEISTIGEN Evolutionssprung.
Unsere gleichermaßen unverarbeitet-instinktive Bewusstseinsschwäche von Angst, Gewalt und "Individualbewusstsein", ist über Häuptlinge, Könige zum Geldadel immer die selbe im geistigen Stillstand geblieben.
@NuliusH @lovinurbanism
Ich würde das Wort "perfekt" eher gegen "einfach", vielleicht sogar "bequem", austauschen. Denn letztendlich sind die noch aktiven Rollenbilder nur für die perfekt, die nicht durch sie eingeschränkt werden. Und das sind eben vorrangig weiße, heteronormative, cis Männer. Und da sind wir dann wieder beim Ausgangspost.
Mit dem letzten Satz gehe ich mit.