@lovinurbanism
Mahlzeit!
Das greift zu kurz.
Wer erzieht unsere Kinder?
Nach welchen Normen?
Das Problem sitzt tief und hat sicher auch transgenerationale Aspekte.
Auch mit viel Schmerz im Hintergrund hilft Freund/Feind nicht weiter.
Falscher Kommentar zum falschen Zeitpunkt.
Wir sind alle in einer sexistischen Gesellschaft großgeworden und haben einiges internalisiert. Unter einem Posting, das - schon wieder aktuellem Anlass - ein klare Haltung und Handlung von Männer einfordert, ist ein "Aber Frauen auch!" so wenig angebracht wie "Aber nicht alle Männer!". Es ist eher symptomatisch.
Aber zu relativieren ist auch nicht immer hilfreich. In diesem Zusammenhang halte ich es auch für unangebracht.
Ja nicht "alle" Männer machen sowas, aber doch erschreckend viele. Die meiste Gewalt findet unter Männern statt, ein großer Teil der häuslichen Gewalt geht von Männern aus, noch größer ist der bei Partnerschaftsgewalt, noch größer bei sexualisierter Gewalt. Der absolut überwiegende Anteil Gewalt geht von Männern aus!
In der Schnittstelle von Gewalt- und Geschlechterforschung wird das Problem zumeist an Männlichkeit festgemacht. Die damit verbundenen Ideen, Werte und Handlungen stellen Gewalt als eine Option dar, um Männlichkeit (wieder-)herzustellen. Das sind letztlich kulturelle Muster, die von allen Geschlechtern genutzt werden können, aber in der Masse und am stärksten identifiizieren sich damit nunmal Männer