Politikwissenschaftliche These für Anspruchsvolle:
Durch die medial befeuerte #Rechtsmimesis von demokratischen Parteien der Mitte werden sowohl Rechts- wie dann auch #Linksparteien gestärkt.
Was meinst Du?
Politikwissenschaftliche These für Anspruchsvolle:
Durch die medial befeuerte #Rechtsmimesis von demokratischen Parteien der Mitte werden sowohl Rechts- wie dann auch #Linksparteien gestärkt.
Was meinst Du?
@BlumeEvolution Bei Linken Parteien weiß ich es nicht. Die Stärke der Linkspartei sehe ich eher darüber, dass Wagenknecht endlich draußen ist. Die hat vorher die Linke konsequent sabotiert.
Dass durch #Rechtsmimesis von gemäßigten Parteien Rechtsextreme gestärkt werden halte ich für erwiesen.
Ja, die Stärkung von #Rechtsparteien durch die #Rechtsmimesis halte ich für politikwissenschaftlich eindeutig erwiesen.
Darüber hinaus sehe ich jedoch auch in #Frankreich , den #USA usw. sehr starke Hinweise, dass auf den #Rechtsruck auch ein Erstarken der #Linken folgt, die #Mitte geschwächt wird.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/
@BlumeEvolution Dass Leute die Mitte verlassen, wenn die Mitte die Mitte verlässt, halte ich auch für plausibel.
Die These, dass die Linke durch Rechtsmimesis so wie die Rechte gestärkt wird, müsste aber noch mehr belegen: dass die Gesellschaftliche Stimmung auch nach links stärker wird.
Also nicht nur, dass Leute das Vertrauen in die Rechtsmimetische Partei verlieren, sondern auch, dass Linke Positionen bei Leuten aus der Mitte verstärkt werden.
Nicht nur Parteiwechsel, sondern Denkwechsel.
@BlumeEvolution ⇒ Rechtsmimetische Parteien legitimieren Rechte Positionen und delegitimieren sich selbst. Linke Positionen legitimieren sie aber nicht.
Das heißt, wer nach links wechselt, macht das möglicherweise nicht, weil deren Position legitimiert wurde, sondern weil in einer Rechtsmimetischen Partei kein Platz mehr für ihn/*/sie ist.
Danke, @ArneBab - genau so verstehe ich das auch! 😌👍
#Rechtsmimesis bedeutet ja gerade nicht, dass nur Verhalten imitiert wird, sondern dass #Ziele & also #Werte nachgeahmt werden.
Mit meinem Eintreten für eine soziale & ökologische #Marktwirtschaft stand ich einst solide in der #Mitte, das war sogar im #Grundsatzprogramm der #CDU.
Heute positionieren sich jedoch die meisten #Parteien weit rechts davon & mancher Millionär meint kalt, „wir“ könnten uns den #Sozialstaat „nicht mehr leisten.“
@BlumeEvolution @ArneBab
Also keiner findet sich mehr in keiner Partei so richtig wieder, ist das eine halbwegs zutreffende Kurzfassung dessen, was ihr meint?
Ja, und was machen wir jetzt?
Was immer mehr von uns versuchen: Auch innerhalb der demokratischen #Parteien gegen die fortschreitende #Rechtsmimesis kämpfen. So trat ich nach dem #BlumeundInce - Trialog mit Monica #Wüllner vom Bundesvorstand der #CDU auch der #CDA bei. Wir sollten unsere #Demokratie nicht wieder kampflos Rechtslibertären & #Fossilismus überlassen! Finde ich. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-37-monica-wuellner-von-cda-cdu-und-die-konkordanzregierung/

@AC2N @BlumeEvolution @ArneBab
Das liegt wohl auch daran, dass das Anspruchsdenken des/der Einzelnen an die Parteien immer größer wird. Wer vor 20, 30 Jahren in CDU oder SPD eingetreten ist, hat akzeptiert, dass es verschiedene Flügel gab. Heute scheint mir das eher ein Hindernis zu sein. Hinzu kommt, dass vor allem die Medien mehr Profil von den Parteien verlangt haben. So hieß es, dass die CDU unter Merkel kaum noch von der SPD unterschieden werden könne.
@AC2N Ich finde mich bei den Grünen ganz gut wieder, doch.
Nicht alles ist perfekt, aber vieles ist richtig.
@BlumeEvolution
@AC2N Du hattest ja nur gefragt, ob deine ursprüngliche Beschreibung für uns passt.
Und für mich passt die Beschreibung nicht.
Was für dich eine neue Perspektive zu sein scheint.
@BlumeEvolution
@AC2N Es irritiert mich, wenn du was fragst, und wenn die Antwort nicht ist, was du erwartet hast, darüber hinweggehst und sagst „aber andere finden das“.
Wieso hast du gefragt, wenn dich die Antwort eigentlich nicht interessiert?
@ArneBab @BlumeEvolution
Vielleicht kannst Du Deine Gedanken noch einmal ausführen, weil ich offensichtlich etwa kurz gegriffen habe, als ich gelesen habe, dass Du im Großen und Ganzen zufrieden bist, Grüne zu wählen, was ich persönlich gut verstehe, weil ich bisher auch meist dort mein Kreuz in der Wahlkabine gesetzt habe, einfach aus inhaltlichen Überlegungen heraus.
Also wenn ich im nächsten Trööt schreibe, was mich motiviert, sieh es bitte nicht als Desinteresse an Deiner Position.
Ich will niemandem seine Motive und Gründe absprechen, ein Parteiprogramm gut zu finden. Jeder hat sehr berechtigte Gründe, die ich wirklich schätze und respektiere.
Meine Frage ist nur: Falls unser System nicht trägt, wann fangen wir an, gemeinsam zu überlegen, wie wir es besser gestalten?
Wo wollen wir hin?
@AC2N So wie jetzt gerade würde ich über sowas nicht sprechen wollen.
Du hast das mit dem "es irritiert mich" entweder nicht verstanden oder du ignorierst es.
@AC2N @ArneBab @BlumeEvolution
Zu mehr Engagement und weniger Gelaber?
Ja, aber dann schau dir doch an, wer tatsächlich bei Grünen und Linkspartei eintritt.
Wieviele haben vorher auch nur ansatzweise mit dem Gedanken gespielt, in die CDU einzutreten? Kaum wer. Vielleicht ein paar wenige in Bayern und BaWü, keine Ahnung.
Was ich bei den Neumitgliedern mitbekomme ist eher, dass Menschen, die sich eh schon als links und pluralistisch sehen, jetzt den Drang sehen sich politisch zu positionieren und einzubringen. Eben auch als Gegengewicht.
@billiglarper Das schon, ich sehe aber auch den "Realoflügel" stärker werden.
Da werden teils doch sehr CDU-nahe Positionen vertreten:
https://www.gruene-realos.de/
Aber was hat das mit dem zu tun, was die CDU tut?
(Meiner persönlichen Einschätzung nach sind die Grünen doch schon seit Fischer dabei, pragmatischer zu werden. Und der Wechsel einiger Grünen zur WASG hat damals diese Entwicklung noch beschleunigt.)
@billiglarper ob das zusammenhängt -- also ob konservativere Leute in die Grünen eintreden, weil sie sich bei der CDU nicht mehr abgeholt fühlen -- kann ich dir nicht sagen, dazu fehlen mir die Informationen *warum* Leute eintreten und was sie vorher gemacht haben.
Auch wenn ich da nur Stichproben hab: Das ist nicht das, was ich hier in Frankfurt mitbekomme. Ich wüßte jetzt keine Neumitglieder, für die die CDU ne ernsthafte Option gewesen wären.
Liegt vielleicht auch daran, dass die CDU hier auch sehr stark Auto-Populismus betreibt.
Was halt immer wieder als Grund genannt wird ist was gegen die AfD und andere Rassisten und Antidemokraten zu tun. Die Grünen sind da ja der Gegenpol zu.
Ich würd mir ja wünschen, dass Menschen die sich sonst eher "CDU-nah" verordnen deswegen bei den Grünen engagieren.
Aber ich seh bisher recht wenige Fakten, dass dem so ist.
Auch bei der letzten Bundestagswahl gab es wohl trotz Merz ziemlich wenig Wechselwähler von der Union zu den Grünen.
Mein Eindruck ist da schon, dass wer in nem CDU-nahen Umfeld groß wird, mit ständigem Lästern über Grüne Spinner, oder eben die Welt liest, nicht mal eben die Grünen gut findet.