Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Das Austrocknen des #Aralsee bedrückt mich immer wieder und unterstreicht das fossile Versagen auch des #Sozialismus. Der Zerfall des einstmals großen Binnengewässers hat Zentralasien in den letzten 30 Jahren um sieben Prozent staubiger gemacht. Zwischen 1985 und 2015 haben sich die Staubemissionen aus der wachsenden Wüste von 14 auf 27 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. #Wasserkrise #Raubbau #Baumwolle #Klimakatastrophe https://www.euwid-wasser.de/news/international/austrocknen-des-aralsees-kann-wasserkrise-in-der-region-verstaerken-180424/

Austrocknen des Aralsees kann Wasserkrise in der Region verstärken

Das Austrocknen des Aralsees hat Zentralasien in den letzten 30 Jahren um sieben Prozent staubiger gemacht. Zwischen 1985 und 2015 haben sich die Staubemissionen aus der wachsenden Wüste von 14 auf 27 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) und der Freien Universität Berlin hervor. Die Staubmengen seien bisher wahrscheinlich unterschätzt worden, weil zwei Drittel bei bewölktem Himmel aufgewirbelt werden und deshalb von traditionellen Satellitenbeobachtungen unbemerkt bleiben, berichten die Forschenden....

@BlumeEvolution

Die ungeheuren Gewinne der #Fossilindustrie weltweit sind das Haupthindernis einer #Energiewende und begründen das fossile Versagen des #Kapitalismus.

@BlumeEvolution Einen wunderschönen guten Morgen und einen angenehmen Start in den achtzehnten Dienstag des Jahres.

Ceterum censeo Alternativam pro Germania esse delendam!

@BlumeEvolution Guten Morgen. In der aktuellen #SPIEGELONLINE Kolumne von #Stöcker werden die unvorstellbar großen Gewinne mit den staatlichen Subventionen dargestellt.
Es läuft wohl grundsätzlich etwas falsch. Und leider habe ich keine Idee, wie man das nur über Einsicht und Vernunft erreichen will.
@SafetyG @BlumeEvolution
Kannst auch nicht, entweder rollen da Köpfe oder das wars für uns. Da keine Köpfe rollen werden, brace for impact.
@BlumeEvolution
Guten Morgen! Vom See zur Staubschüssel. Da fällt mir die Bemerkung von @afelia ein, dass in der UdSSR Menschen Staub gewesen wären - was sicher nicht nur Folge des Marxismus war, denn im Russland Putins ist es nicht viel anders: Der Mensch als Individuum zählt nichts, die Geschichte funktioniert nach zwangsläufigen Gesetzen, die Pläne der Machthaber sind unfehlbar. Nur die "Gesetze der Geschichte" waren im "real existierenden Sozialismus" andere.

@BlumeEvolution.

Kein Wasser für eine Tasse Kaffee
Kein Wasser zum drauf Fahren oder Fischen
Kein Wasser mit Fisch zum Essen

Dafür Staub und Wüste und noch mehr Staub KEIN Ort zum Bleiben

@BlumeEvolution diese Arroganz der see sei so risig der Waserverbrauch sei ja nicht so extrem.
Die Natur schüttelt den Menschen ab.
@BlumeEvolution Aber ist der See nicht wieder etwas gewachsen in den letzten Jahren?
@einfachnurmark Leider ist es nicht ganz so einfach: Ein nördlicher Teil wird durch einen #Stausee wieder gestärkt, allerdings auf Kosten der südlichen Teile… https://seos-project.eu/landuse/landuse-c03-s04-p01.de.html
Landnutzung und Landnutzungswandel

@BlumeEvolution @einfachnurmark Ich glaube, dass der traditionelle Sozialismus – sehr grob gesagt – auf nahezu derselben Vorstellung von Wirtschaft beruht wie der Wirtschaftsliberalismus. Es geht beiden um maximale Nutzung von Ressourcen. Der Unterschied besteht darin, wie die Ergebnisse kontrolliert und verteilt werden. Die soziale und die ökologische Dimension werden voneinander getrennt.

Dem stimme ich ausdrücklich zu, @heinz

Linke verweisen gerne auf das fossile Versagen Rechter und Libertärer, Rechte umgekehrt. Aber ein ehrlicher Blick zeigt, dass weder #Smith noch #Marx ein echtes Konzept von #Mitweltschutz vermittelten. Daher mein lautes Plädoyer für die neuere Ökonomin Elinor #Ostrom.

@einfachnurmark

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wer-traegt-die-fossile-schuld-doppelrezension-von-christian-stoecker-peter-sloterdijk/

Wer trägt die fossile Schuld? Doppelrezension von Christian Stöcker & Peter Sloterdijk

Seit 2015 wies ich mit “Öl- und Glaubenskriege” auf unsere inzwischen insbesondere für die Ukraine und Israel tödliche Finanzierung fossiler Erdgas- und Erdöl-Regime wie Russland (mit Wagner), Iran (mit Hisbollah) und Katar (mit Hamas) hin. …

Natur des Glaubens
@BlumeEvolution @einfachnurmark Das freut mich zu lesen :) Ich bin immer wieder auf Elinor #Ostrom gestoßen, z.B. auf https://www.science.org/doi/10.1126/science.284.5412.278. Mich interessiert, ob es eine Brücke von ihrem Denken zu den „working anarchies“ im Sinne Yochai Benklers gibt (dazu z.B.: https://dash.harvard.edu/bitstream/handle/1/37078574/Degrees_of_Freedom_Dimensions_of_Power_Final.pdf) . Danke für das Link!

@BlumeEvolution @heinz @einfachnurmark Elinor #Ostrom musste ja mit ihrer sorgfältigen wissenschaftlichen Arbeit über gemeinschaftliche Ressourcenverwaltung den enormen Schaden reparieren, den Garrett #Hardin 1968 mit seiner "Tragedy of the #Commons" angerichtet hatte.

Hardin's irreführender Artikel wurde einer der meistzitierten der Wissenschaftsgeschichte. Dabei beruht er auf keinerlei empirischer Arbeit, enthält keinerlei Belege für seine Behauptungen.

https://de.slideshare.net/amenning/tragedy-commons

Tragedy of the Commons

Tragedy of the Commons - Als PDF herunterladen oder kostenlos online ansehen

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@BlumeEvolution @heinz @einfachnurmark

Das Ganze hat weder mit #Marx noch mit #Smith oder #Kapitalismus bzw. #Sozialismus irgend etwas zu tun. Weder tote Ökonomen noch tote Weltanschauungen können für heutige Probleme verantwortlich gemacht werden. Im #liberalen Rechtsstaat sind es die Verantwortungsträger in Parlament und Regierung, die die Ihnen übertragene Aufgabe, das Gemeinwohl zu wahren, schlicht nicht wahrnehmen. Im #Sozialismus haben die herrschenden Cliquen sowieso andere Probleme.

@heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Er stammt ja auch vor allem aus der Bergarbeiter-Szene. Der Raubbau an der Natur war denen damals recht egal, sie lebten ja davon. Sie wollten vor allem, dass sie für ihre harte Arbeit gescheit bezahlt werden und eine Absicherung, falls ihnen was passiert oder sie aus Altersgründen nicht mehr arbeitsfähig sind.
Allerdings hat sich das ja recht früh mit den Hippies und später Grünen vermischt.

Seltsam aber eigentlich, dass sich eher rechte bis rechtsextreme "Öko"-Themen wie z.B. der "deutsche Wald" im 3. Reich nicht stärker bei den Konservativen gehalten haben. Eher wurden fragwürdige Narrative etwa aus der Reformbewegung ins linke Spektrum getragen.
@mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Auch seltsam, dass es in der Linken bisher keine Aufarbeitung der Ignoranz und katastrophalen ökologischen Bilanz des „real existierenden“ Sozialismus gibt, während auf Klimademos „systems change not climate change“ gerufen wurde, ohne das auszubuchstabieren. Eine Autorin wie Annette Schlemm verbreitet aktuell sogar, der Sozialismus sei gar nicht technokratisch gewesen und nur der Kapitalismus schuld an der Klimakrise…
@christianschwaegerl @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark
Der "real existierende Sozialismus" macht es aber halt auch beiden Seiten leicht, alles auf die andere Seite zu schieben, weil er so ziemlich überall ein Bastard aus sozialistischen Ideen und Diktatur mit Kapitalismus (zumindest an der Spitze) war.

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ich finde das eigentlich nicht so "seltsam". Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Menschen grundsätzlich nicht gut im Aufarbeiten sind, erst Recht, wenn es keine klar nachvollziehbare Verantwortungskette und keinen externen Druck gibt.

Warum (utilitaristisch betrachtet) sollten sich Vertreter:innen "der Linken" mit Öko-Aufarbeitung befassen, angesichts der jeweils aktuellen Lage und des zu erwartenden Feedbacks?

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@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Eine Chance das zu ändern, wäre vielleicht, dass es einen publizistischen Aufschlag von ""nicht-Linker"-Seite gibt, der dann eine Reaktion und damit eine kritische Selbstreflektion triggert. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Diskurs redlich geführt wird.

Mich würde btw wirklich mal eine Attributionsstudie interessieren, welcher Anteil der Klimakatastrophe dem Sozialismus und welcher dem Kapitalismus zuzuordnen ist.

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@cark @christianschwaegerl @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Ich würde eher nach der Rolle des Staates und auch der Nationalstaaten (und der Geopolitik) fragen. Staatliche Akteure und staatliche Firmen verursachen auch heute viel mehr Emissionen als die Firmen in Privatbesitz: https://influencemap.org/EN/briefing/The-Carbon-Majors-Database-26913
The Carbon Majors Database: Launch Report

The Carbon Majors database traces 1,421 GtCO2e of cumulative historical emissions from 1854 through 2022 to 122 industrial producers, the CO2 portion of which is equivalent to 72% of global fossil fuel and cement CO2 emissions since 1751. Over 70% of these global CO2 emissions historically can be attributed to just 78 corporate and state producing entities.

@heinz @cark @christianschwaegerl @BlumeEvolution @einfachnurmark
Ein Staatsmonopol ist allerdings generell auch deutlich größer als private Oligopole. Und wenn z.B. eine Deutsche Bahn viele Emissionen hat, ist das besser als zigtausende Fahrzeuge auf den Straßen. Dazu kommt dann noch, dass sie gern genutzt werden, um die Staatsfinanzen (und mitunter auch die Konten der Regierung) zu füllen - siehe Gazprom...
Richtig ist allerdings, dass es da bestimmt oft ungenutztes Verbesserungspotential gibt.
@cark @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Kann man relativ gut mit Drop der Emissionen und ihrer Verrechnung in CO2-Bilanzen zwischen 1989 und 1995 bestimmen.
@christianschwaegerl @cark @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Aber muss man dann nicht dazusagen, wie sehr die Emissionen danach gestiegen sind. Und wie sie sich in China entwickelt haben?
@heinz @cark @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Ja klar - mir geht es nur um das kleine Zeitfenster des Kollapses von Industrien im Ostblock. Wenn man China als „real sozialistisch“ kategorisiert und in die Bilanz einbezieht, dann sieht es für den Sozialismus noch schlechter aus, als es die irre hohen Emissionen/Einheit Wertschöpfung und die allgemein brutale Umweltzerstörung im Ostblock ohnehin schon zeigen. Gemein könnte man sagen, Kapitalismus zerstört Erde effizienter.

@christianschwaegerl @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ich halte Emissionen/Kopf die bessere Bezugsgröße, weil "Wertschöpfung" im Vergleich wirtschaftlicher Systeme ein sehr schwer fassbares Konzept ist.
Besonders, wenn das behauptete wesentliche Merkmal des einen Systems ist, gesellschaftliche Wohlfahrt auch außerhalb monetär vermittelter Marktmechanismen bereitzustellen.

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@christianschwaegerl @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ähnliches Argument (vor ner Weile von der Autolobby vorgebracht):

SUVs sind pro bewegter Tonne Fahrzeuggewicht auch effizienter als Kleinwagen..

Relevant sind aber die absoluten Werte.

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@cark @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Das letzte Satz war ironisch gemeint, in der Tat kommt es auf absolute Werte an. Wären die absoluten Werte von heute aber mit der Effizienz des Ostblock-Sozialismus erzeugt worden, hätten wir heute wahrscheinlich schon 500+ ppm. China trägt ja ordentlich zu aktuellen 420ppm bei und wird auch in absehbarer Zeit bei historischen Emissionen führen.
@christianschwaegerl @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Ich kenne schon Linke, die sich mit diesem Thema beschäftigen, z.B. in der Degrowth-Bewegung (https://greattransition.org/commentary/giorgos-kallis-marxism-and-ecology-john-bellamy-foster) und in der anarchistischen Tradition. Aber es wird oft nicht verstanden, dass Marx von etwas ganz anderem ausging als einer ökologischen Ökonomik. Überspitzt: Der herkömmliche Marxismus und der herkömmliche Liberalismus verstehen die Klimakrise ideologisch ganz ähnlich als Fehler eines eigentlich richtigen Modells.

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark
Realität 2024: alle Rechtsparteien in Deutschland (AFD, CDU und Teile der FDP) und grösstenteils international bekämpfen den Klimaschutz, die meisten Linksparteien und ein (kleiner werdender) Teil der Mitte sind für Klimaschutz.

Talking Point: aber der 1990 untergegangene Realsozialismus!

Bisschen bizarr. Bisschen arg offensichtlich die Ablenkungsstrategie.

Es geht hier doch nicht um eine „Strategie“, sondern einen zwanglosen Plausch zwischen Unbekannten. @BlumeEvolution befasst sich wie z. B. ich sich seit vielen Jahren damit, wie gefährlich die Klimakrise ist. Also bitte nichts reininterpretieren. Aktuell ist das Thema aber deshalb, weil auch die Klimabewegung ja von „system change" spricht und man fragen kann, was damit gemeint ist. Zumindest diese Autorin eines aktuellen Buchs gibt eine fragwürdige Antwort: https://www.riffreporter.de/de/technikhttps://www.riffreporter.de/de/technik/klimawandel-co2-speicherung-geoengineering-kohlendioxid-klimapolitik

@christianschwaegerl @BlumeEvolution Gut, aber den jungen Klimaaktivist:innen vorzuhalten, sie sollten gefälligst den Realsozialismus, den sie gar nicht erlebt haben, aufarbeiten, ist schon charmant.

Was bedeutet System Change? Ich denke, da hat niemand aktuell eine gute Antwort drauf, höchstens Teilantworten. Aber es ist kaum zu leugnen, dass unser System mit Vollgas in den Abgrund rast.

@piglet @BlumeEvolution Wer von „Systemalternativen“ spricht, muss sich schon die Frage gefallen lassen, was genau damit gemeint sein soll. Wer dann auf Sozialismus rekurriert, wie das ja durchaus verbreitet ist, sollte die ökologische Bilanz des Ostblocks kennen und mit der ökologischen Blindheit, die die zugrundeliegenden Lehren mit dem heutigen Kapitalismus teilen, vertraut sein. Nur so kann man ja überhaupt Alternativen diskutieren. (undogmatischer Ausgangspunkt hier ist übrigens Aralsee).
@piglet @BlumeEvolution „Vorgehalten“ hab ich aber glaube ich niemand was.
@christianschwaegerl @BlumeEvolution Die Frage des System Change wird in der Regel nicht konkretisiert. Von Sozialismus oder gar Marx spricht eigentlich niemand, was schade ist, denn über Produktionsmittel und Klassengesellschaft müsste unbedingt gesprochen werden. Bestenfalls wird vereinzelt die Ungleichheit und die Macht der Konzerne thematisiert und eine Reichensteuer gefordert, was an sich nicht systemsprengend wäre, aber in unserem verarmten medialen Diskurs sofort niedergeschrien wird.
@piglet @BlumeEvolution Umso interessanter wäre ja, was system change heißen soll. Sonst ist es ja nur eine Phrase.
@christianschwaegerl @BlumeEvolution Das ist eine Schwäche, ja. Fällt aber auf uns alle zurück. Wir wissen im Grunde alle nicht, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen könnte.

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark "Eine Autorin wie Annette Schlemm verbreitet aktuell sogar, der Sozialismus sei gar nicht technokratisch gewesen und nur der Kapitalismus schuld an der Klimakrise…"

Klingt ungefähr so glaubwürdig wie unsere #FDJ/#STASI-Reiseführerin 1985, die uns Wessi-Schülern beim Besuch von #Buchenwald erklärte, es gäbe nur im Westen Nazis. 🙄

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Tatsächlich hatte die #DDR Ende der 1980er einen ziemlich gewaltigen CO2-Fußabdruck. Pro Kopf locker drei mal so viel wie die böse kapitalistische #BRD.

@dgfeist
Haben die so viele Flugreisen gemacht oder wie haben sie das geschafft?

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

@meta_physik @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Häufiger Denkfehler: Flugreisen tragen global etwa so viel zur globalen Erwärmung bei wie das Internet (jeweils ca. 3%). Beide gehören damit nicht zu den großen Emittenten.

Nein, die DDR hat riesige Mengen Braunkohle verbrannt. Und das dazu noch äußerst ineffizient. Und das hatte Folgen weit über CO2 hinaus. Auf die im Westen seit den 1980ern vorgeschriebene Abgas-Entschwefelung wurde verzichtet, mit üblen Folgen.

@dgfeist @meta_physik @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution oh ja, ich erinnere mich noch recht gut, wie der Wald im Erzgebirge an vielen Stellen in den 90ern aussah.
Und die Hinterlassenschaften im Chemiedreieck bei Bitterfeld hat man in 35 Jahren nicht in den Griff gekriegt…
@einfachnurmark @dgfeist @meta_physik @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution im Großraum Leipzig hatten die Kinder so viele Atemwegserkrankungen, dass fast jeder nach Rügen zur Kur musste.
@dgfeist @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark wir haben damals schon russisches Erdgas verbrannt. Die DDR wahrscheinlich halt ihre Braunkohle. Das gibt halt auch mehr CO2.

@dgfeist

Die Umweltverschmutzung in den Ostblockländern hatte natürlich sehr viel mit dem Fehlen demokratischer Rechte zu tun.

Ohne Bürgerinitiativen und der Möglichkeit in einem Rechtsstaat wegen Schäden zu klagen, hätte es auch im Westen nicht besser ausgesehen.

Die DDR und die anderen Ostblockstaaten waren Diktaturen der Parteibonzen, kein demokratischer Sozialismus.

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

@mina @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Sehr richtig. Da Umweltprobleme nicht angesprochen werden durften, wurden sie auch nicht gelöst. Sehr schön zu sehen an der Entwicklung der Schwefelemissionen aus Kraftwerken im Westen in den 80ern. Die wurden durch gesellschaftlichen Druck ("Waldsterben") massiv reduziert. In der DDR dagegen bis zur Wende gar nicht.

https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47350/umwelt/

Umwelt

Bereits zu DDR-Zeiten kritisierten viele Aktionsgruppen die starke Umweltverschmutzung. Umweltthemen spielten während der Mobilisierung im Herbst 1989 eine wichtige Rolle. Seit 1990 hat sich die Umweltsituation in Deutschland zwar verbessert, aber vi

bpb.de

Das ist ein Thema, das oft vergessen geht. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein paar Posts dazu geschrieben:

https://mastodon.social/@ucf/112036977955335103

Vor allem, da Tino C so ein abartig dystopisches Bild einer arischen Industrielandschaft gepostet hat (sollte sich in dem Thread finden).

Die Umweltproblematik war ein treibendes Element der Wendebewegung. Will jetzt niemand mehr wissen, es stört den Anti-Grün-AfD-Narrativ.

@dgfeist @mina @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

@ucf

Ganz klar war die Umweltbewegung eine der entscheidenden treibenden Kräfte der Wende in der DDR.

Und dann wurde ausgerechnet Angela Merkel Umweltministerin.

@dgfeist @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

@ucf @dgfeist @mina @christianschwaegerl @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark In der Ukraine war Tschernobyl der wichtigste Auslöser für die antisowjetische Bewegung in der Gorbatschow-Zeit. So weit ich weiß, waren Umweltprobleme auch in der Tschechoslowakei wichtig für die Opposition, ganz sich für Vaclav Havel.

@dgfeist @mina @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Das Umweltprobleme gar nicht angesprochen werden durften, dem kann ich nicht zustimmen. Nur die Ebene war entscheidend und der Zeitpunkt, wie weit vor 1989.

@dendroniker @mina @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Habe ich damals und im Nachhinein anders wahrgenommen. Der Umgang mit Tschernobyl 1986 und der Fall des Doku-Films "Bitteres aus Bitterfeld" von 1988 sprechen schon Bände. Auf der obersten Partei- und Staatsebene war hauptsächlich Ignorieren und Vertuschen angesagt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bitteres_aus_Bitterfeld

Bitteres aus Bitterfeld – Wikipedia

@dgfeist @mina @christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Und dieses "Grüne Band" sollte mahnen! Zu recht. Als Folgelandschaft des Aufeinandertreffens zweier fossil betriebener Macht- und Wirtschaftssysteme im Ergebnis der
vom (fossilen) Nationalsozialismus "kreierten" Katastrophe des 2. Weltkrieges.
Außerdem steckten da riesige materiell-technische und personelle Ressourcen der DDR-Wirtschaft drin, die so gesehen überall fehlten.

@mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Es gib genügend Rechte Öko-Esoteriker, Selbstversorger, Antroposophen usw. usf. Ich halte auch die 'klassische' Einteilung von 'Links' und 'Rechts', 'Konservative' und 'Progressive' für schwierig. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit findet man in allen 'Lagern'.
@EVduckR @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark
Gerade bei den rechten Öko-Esoterikern hat man ja auch ein ähnliches Problem wie beim "real existierenden Sozialismus": Beide Seiten behaupten, sie hätten damit nichts zu tun und hängen doch irgendwie auch mit drin...
@mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark
Dazu braucht es keine Nazis. Nur eben "konservativ" == "am Hergebrachten festhaltend".
Dazu würde ja auch eine intakte Umwelt gehören.
Ich kann es bis heute nicht begreifen, wie es der CDU passieren konnte, dass es Grüne brauchte. Die CDU hätte das Thema besetzen können, wollte aber nicht.
Zentralasien: Keine Zigaretten, kein Wodka, kein Internet

Unter härtesten Bedingungen sammeln Fischer im Aralsee die winzigen Zysten der Artemiakrebse, ein begehrtes Fischfutter. Sie machen damit ein gutes Geschäft. Aber wie lange noch?

@BlumeEvolution
Eine Katastrophe mit Ansage.
Schon in meiner Schulzeit vor 50 Jahren wurde im Unterricht das starke Schrumpfen aufgrund von zu hoher Wasserentnahme zum Anbau von Baumwolle thematisiert.
Trotz (oder weil) zentralistischer Regierung / Diktatur wurde es wissentlich hingenommen. "Weil", weil die Entscheider weitentfernt den Nutzen haben/hatten, aber nicht die Folgen zu tragen haben.
Ein starker Eingriff hat mehr Folgen, als man anfangs überblicken kann, wie nun die Staubentwicklung.