Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Das Austrocknen des #Aralsee bedrückt mich immer wieder und unterstreicht das fossile Versagen auch des #Sozialismus. Der Zerfall des einstmals großen Binnengewässers hat Zentralasien in den letzten 30 Jahren um sieben Prozent staubiger gemacht. Zwischen 1985 und 2015 haben sich die Staubemissionen aus der wachsenden Wüste von 14 auf 27 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. #Wasserkrise #Raubbau #Baumwolle #Klimakatastrophe https://www.euwid-wasser.de/news/international/austrocknen-des-aralsees-kann-wasserkrise-in-der-region-verstaerken-180424/

Austrocknen des Aralsees kann Wasserkrise in der Region verstärken

Das Austrocknen des Aralsees hat Zentralasien in den letzten 30 Jahren um sieben Prozent staubiger gemacht. Zwischen 1985 und 2015 haben sich die Staubemissionen aus der wachsenden Wüste von 14 auf 27 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) und der Freien Universität Berlin hervor. Die Staubmengen seien bisher wahrscheinlich unterschätzt worden, weil zwei Drittel bei bewölktem Himmel aufgewirbelt werden und deshalb von traditionellen Satellitenbeobachtungen unbemerkt bleiben, berichten die Forschenden....

@BlumeEvolution Aber ist der See nicht wieder etwas gewachsen in den letzten Jahren?
@einfachnurmark Leider ist es nicht ganz so einfach: Ein nördlicher Teil wird durch einen #Stausee wieder gestärkt, allerdings auf Kosten der südlichen Teile… https://seos-project.eu/landuse/landuse-c03-s04-p01.de.html
Landnutzung und Landnutzungswandel

@BlumeEvolution @einfachnurmark Ich glaube, dass der traditionelle Sozialismus – sehr grob gesagt – auf nahezu derselben Vorstellung von Wirtschaft beruht wie der Wirtschaftsliberalismus. Es geht beiden um maximale Nutzung von Ressourcen. Der Unterschied besteht darin, wie die Ergebnisse kontrolliert und verteilt werden. Die soziale und die ökologische Dimension werden voneinander getrennt.
@heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Er stammt ja auch vor allem aus der Bergarbeiter-Szene. Der Raubbau an der Natur war denen damals recht egal, sie lebten ja davon. Sie wollten vor allem, dass sie für ihre harte Arbeit gescheit bezahlt werden und eine Absicherung, falls ihnen was passiert oder sie aus Altersgründen nicht mehr arbeitsfähig sind.
Allerdings hat sich das ja recht früh mit den Hippies und später Grünen vermischt.

Seltsam aber eigentlich, dass sich eher rechte bis rechtsextreme "Öko"-Themen wie z.B. der "deutsche Wald" im 3. Reich nicht stärker bei den Konservativen gehalten haben. Eher wurden fragwürdige Narrative etwa aus der Reformbewegung ins linke Spektrum getragen.
@mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Auch seltsam, dass es in der Linken bisher keine Aufarbeitung der Ignoranz und katastrophalen ökologischen Bilanz des „real existierenden“ Sozialismus gibt, während auf Klimademos „systems change not climate change“ gerufen wurde, ohne das auszubuchstabieren. Eine Autorin wie Annette Schlemm verbreitet aktuell sogar, der Sozialismus sei gar nicht technokratisch gewesen und nur der Kapitalismus schuld an der Klimakrise…

@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ich finde das eigentlich nicht so "seltsam". Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Menschen grundsätzlich nicht gut im Aufarbeiten sind, erst Recht, wenn es keine klar nachvollziehbare Verantwortungskette und keinen externen Druck gibt.

Warum (utilitaristisch betrachtet) sollten sich Vertreter:innen "der Linken" mit Öko-Aufarbeitung befassen, angesichts der jeweils aktuellen Lage und des zu erwartenden Feedbacks?

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@christianschwaegerl @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark

Eine Chance das zu ändern, wäre vielleicht, dass es einen publizistischen Aufschlag von ""nicht-Linker"-Seite gibt, der dann eine Reaktion und damit eine kritische Selbstreflektion triggert. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Diskurs redlich geführt wird.

Mich würde btw wirklich mal eine Attributionsstudie interessieren, welcher Anteil der Klimakatastrophe dem Sozialismus und welcher dem Kapitalismus zuzuordnen ist.

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@cark @mort @heinz @BlumeEvolution @einfachnurmark Kann man relativ gut mit Drop der Emissionen und ihrer Verrechnung in CO2-Bilanzen zwischen 1989 und 1995 bestimmen.
@christianschwaegerl @cark @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Aber muss man dann nicht dazusagen, wie sehr die Emissionen danach gestiegen sind. Und wie sie sich in China entwickelt haben?
@heinz @cark @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Ja klar - mir geht es nur um das kleine Zeitfenster des Kollapses von Industrien im Ostblock. Wenn man China als „real sozialistisch“ kategorisiert und in die Bilanz einbezieht, dann sieht es für den Sozialismus noch schlechter aus, als es die irre hohen Emissionen/Einheit Wertschöpfung und die allgemein brutale Umweltzerstörung im Ostblock ohnehin schon zeigen. Gemein könnte man sagen, Kapitalismus zerstört Erde effizienter.

@christianschwaegerl @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ich halte Emissionen/Kopf die bessere Bezugsgröße, weil "Wertschöpfung" im Vergleich wirtschaftlicher Systeme ein sehr schwer fassbares Konzept ist.
Besonders, wenn das behauptete wesentliche Merkmal des einen Systems ist, gesellschaftliche Wohlfahrt auch außerhalb monetär vermittelter Marktmechanismen bereitzustellen.

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@christianschwaegerl @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark

Ähnliches Argument (vor ner Weile von der Autolobby vorgebracht):

SUVs sind pro bewegter Tonne Fahrzeuggewicht auch effizienter als Kleinwagen..

Relevant sind aber die absoluten Werte.

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@cark @heinz @mort @BlumeEvolution @einfachnurmark Das letzte Satz war ironisch gemeint, in der Tat kommt es auf absolute Werte an. Wären die absoluten Werte von heute aber mit der Effizienz des Ostblock-Sozialismus erzeugt worden, hätten wir heute wahrscheinlich schon 500+ ppm. China trägt ja ordentlich zu aktuellen 420ppm bei und wird auch in absehbarer Zeit bei historischen Emissionen führen.