@tazgetroete Hoffen wir mal dass im Zuge dessen die Frage aller Fragen mal auf den Tisch kommt (um welche auch die @tagesschau eher einen Bogen macht)...
Warum muss in dieser Situation der Haushalt bitte so geschrumpft werden - welchen Sinn macht das bitte - gibt es da Referenzen / Beispiele, die über das Level Platitüde hinauskommen?
Über diese berechtigte Frage streiten sich die Volkswirtschaftslehre-Experten seit Jahrzehnten. Je nachdem, welcher "Schule" man da folgt, sollte man entweder in der Krise gerade nicht sparen, die anderen behaupten das genaue Gegenteil. Das lässt sich aber nicht in 500 Zeichen erläutern.
In D ist die Schuldenbremse für den Bund im GG festgelegt.
(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_(Deutschland))
Ein paar Links:
https://www.dgb.de/themen/++co++767e4f9e-2588-11eb-96ff-001a4a160123
Meine Antwort bezog sich nicht auf Lindners aktuelle Politik, sondern auf volkswirtschaftliche Theorien, die eine solche Sparpolitik eher stützen oder widersprechen.
Dass Du die Meinung hast, dass diese Sparpolitik quatsch ist, ist absolut okay und entspricht auch der Meinung vieler Ökönomen. Ich wollte nur deutlich machen, dass das Theoriegerüst hierzu weit über Lindners aktuelle Politik hinaus geht.
Ich tue mich wirklich schwer damit, hier ganz viele Steuerentlastungen für Unternehmen zu erkennen. Die im verlinkten Artikel erwähnte Verlustverrechnungsbeschränkungen hat - bei unterstelltem gleichen Steuersatz - nur einen temporären Liquiditätseffekt. Wenn die Verluste jetzt verrechnet werden, müssen entsprechend auch früher Gewinne wieder versteuert werden. Könnte man ja mal den Lesern erklären, passt aber nicht mehr in's gewollte Bild.
Der Verzicht auf Verlustverrechnungsbeschränkungen ist ja bei gleichen Steuersätzen nicht wirklich eine Steuerentlastung oder -erleichterung. Die Steuerzahlung wird dann quasi heute nur aufgeschoben und erfolgt zukünftig früher, als wenn das beschränkte Verrechnungspotenzial für das Unternehmen noch zur Verfügung steht und über mehrere Jahre noch genutzt werden kann.
Manche Sachen werden die Unternehmen freuen, andere werden sie ärgern.
Zukünftig werden zB die Unternehmen an andere Unternehmen Rechnungen elektronisch übermitteln müssen (kein Papier), das ist jetzt ein erheblicher Umstellungsaufwand, wird sich aber irgendwann positiv bemerkbar machen. Mit weiteren Informationspflichten kann man hoffentlich auch Umsatzsteuerbetrug schneller aufdecken. Das freut mich als Steuerbürger sehr.
Für grenzüberschreitende Sachverhalte würde das auf EU-Ebene sowieso kommen (VIDA-Vorschlag), insofern erscheint es mir folgerichtig, dass auch für inländische Sachverhalte zu machen (im Rahmen dieses Gesetzes).
Aber Du hast recht, für kleine Unternehmen ist das nicht schön. Ich würde erwarten, dass bei der Rechnungsverarbeitung (auch im Eingangsbereich) Effizienzen hebt....wobei das für Finanzbuchhaltungs-Mitarbeitenden nicht von Vorteil sein muss.