Wegen ihrer Blockade von Lindners Plänen steckt Paus viel Kritik ein. Dabei war es höchste Zeit, dass die Grünen der FDP die Stirn bieten, findet unsere Autorin. → https://taz.de/!5950281/
Reaktionen auf das Veto von Lisa Paus: Unberechtigte Prügel

Wegen ihrer Blockade von Lindners Plänen steckt Paus viel Kritik ein. Dabei war es höchste Zeit, dass die Grünen der FDP die Stirn bieten.

@tazgetroete

Ich tue mich wirklich schwer damit, hier ganz viele Steuerentlastungen für Unternehmen zu erkennen. Die im verlinkten Artikel erwähnte Verlustverrechnungsbeschränkungen hat - bei unterstelltem gleichen Steuersatz - nur einen temporären Liquiditätseffekt. Wenn die Verluste jetzt verrechnet werden, müssen entsprechend auch früher Gewinne wieder versteuert werden. Könnte man ja mal den Lesern erklären, passt aber nicht mehr in's gewollte Bild.

@DerAsket @tazgetroete Das Problem ist, dass am Ende insgesamt dann doch sechs Milliarden Einnahmenverlust für den Staat dabei herauskommen. Ich kann halt als Finanzminister nicht sagen: es kann nur ausgegeben werden was reinkommt und dann die Einnahmen reduzieren. Insbesondere wenn tatsächlich die einzelnen Firmen so gut wie nix davon haben, außer Mehrarbeit weil sie mal wieder ihre Prozesse anpassen müssen.

@agitatra

Manche Sachen werden die Unternehmen freuen, andere werden sie ärgern.

Zukünftig werden zB die Unternehmen an andere Unternehmen Rechnungen elektronisch übermitteln müssen (kein Papier), das ist jetzt ein erheblicher Umstellungsaufwand, wird sich aber irgendwann positiv bemerkbar machen. Mit weiteren Informationspflichten kann man hoffentlich auch Umsatzsteuerbetrug schneller aufdecken. Das freut mich als Steuerbürger sehr.

@tazgetroete

@DerAsket @tazgetroete Ich glaube elektronische Rechnungen sind nicht das Problem, abgesehen von paar einsamen Allgäuer Bergbauernhöfen benutzt inzwischen fast jedes Unternehmen Computer für die Buchhaltung. Ein größeres Problem dürften die Anpassungen für die verschiedenen absetzbaren Posten sein. Diese müssen im Zuge von Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Bei großen Firmen ist das im Wartungsvertrag, bei kleinen langen die Anbieter kräftig zu. Insofern frage ich nach dem Sinn des Gesetzes.

@agitatra

Für grenzüberschreitende Sachverhalte würde das auf EU-Ebene sowieso kommen (VIDA-Vorschlag), insofern erscheint es mir folgerichtig, dass auch für inländische Sachverhalte zu machen (im Rahmen dieses Gesetzes).

Aber Du hast recht, für kleine Unternehmen ist das nicht schön. Ich würde erwarten, dass bei der Rechnungsverarbeitung (auch im Eingangsbereich) Effizienzen hebt....wobei das für Finanzbuchhaltungs-Mitarbeitenden nicht von Vorteil sein muss.

@tazgetroete

@DerAsket @tazgetroete Das Problem ist halt, dass bei der sprunghaften Politik meist schon die nächste Anpassung ansteht, noch bevor sich eventuell irgendwann der Nutzen der vorherigen finanziell manifestiert.

@agitatra

Ja, denkbar. So, jetzt aber genug diskutiert. Muss jetzt mal Urlaub machen 🤭

@tazgetroete