@bildungsluecken ich glaube kaum, dass man eine Aufgabe so komplex stellen könnte, dass sie nicht von einer Maschine, die das gesamte Internet zur Recherche hat, lösen könnte.
Was sollen denn Schüler:innen noch alles können im Fächern, die sie vielleicht 0 interessieren, die sie aber wegen der Noten beherrschen müssen?
Und selbst wenn es keine Noten sind, muss es ja wiederholbar sein, also lern- und abrufbar - das kann eine AI mit Links!
@bildungsluecken und auch wenn ich noch so komplex lernen, wie man in einem Dschungel überlebt, echte Erfahrungen, wie es ist, dort zu leben, wird man auch mit mehr Komplexität nicht bekommen.
Also bleibt es Theorie und Theorie kann jede AI irgendwo abrufen
@bildungsluecken verstehe ich in vielen Bereichen, Handlungsorientierung ist super.
Eine Textanalyse eine Interpretation kann man aber schlecht so machen… und das sind eben die Stärken der KI
@bildungsluecken @DerSteh da bin ich komplett bei dir, das ist genau der Punkt.
Im Durchschnitt interessieren den gewöhnlichen S 2-3 Fächer (natürlich gibt es Ausnahmen).
Wenn ich da anfange komplexe Aufgabe zu stellen, wird das ganze „es müssen möglichst alle Abi machen“ unfassbar vor die Wand fahren.
Sollte das passieren, fänd ich es als Schüler tatsächlich auch extrem besch…eiden.
@DerSteh @bildungsluecken in Reli, Philo, Englisch und Französisch war es mit Klausuren unserer Q1 bei den Erwartungshorizonten 3-4, französisch eher 5.
Aber klar, lange dauert es nicht mehr
@bildungsluecken Was ChatGPT und zu erwartende stärkere AIs für Bildung bedeuten, ist DIE fundamentale Frage. AIs können (vor-) lesen, schreiben, übersetzen, rechnen. Wollen wir uns noch anstrengen, das zu lernen? Jetzt sehen wir, dass AIs komplexere Aufgaben lösen können. Wollen wir uns noch anstrengen, das zu lernen? Die Aufgabenkultur an Universitäten (z. B. bei mir in Übungen und Klausuren) lässt ebenfalls (oft oder hin und wieder - da bin ich nicht sicher) Lösungen mit ChatGPT zu. Ist das schlecht?
Ich verstehe die von mir gestellten (Übungs-) Aufgaben als Training für den Muskel Gehirn: Änderungen der Proteinstrukturen erfordern Übung und Wiederholung - beim Muskel Bizeps ist das allen klar. Nun liefert ChatGPT bei den von mir getesteten informatiknahen Aufgaben ausreichende bis sehr gute Ergebnisse. Da liegt es doch nahe, bei nahender Abgabefrist oder allgemeinem Zeitmangel auf die anstrengende Übung zu verzichten und stattdessen eine GPT-Antwort abzugeben, oder? Mündigkeit?
@bildungsluecken Bei mir gibt es viele unbeaufsichtigt zu lösende Aufgaben. Solange ich nicht kontrollieren kann, ob #chatGPT eingesetzt wurde, erübrigt sich die Frage, ob das unerlaubt ist.
Gibt es Wege, um mentale Muskeln zu identifizieren, die wir angesichts von KI wie #chatGPT verstärkt oder gar nicht mehr benötigen? Für Lernmotivation wäre das hilfreich.
Ich glaube (!), dass in meinem Studium die Vorbereitungen zu (mündlichen) Mathematikprüfungen mein Denken nachhaltig positiv beeinflusst haben, auch wenn ich das Gelernte längst vergessen habe. In den Prüfungen ging es übrigens im Wesentlichen (nur) um Reproduktion. (Dazu passt Werner Heisenberg: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.“)
Das kann ich aber keinen Studierenden erklären, die meine Aufgaben zu anstrengend finden und „Praxisrelevanz“ vermissen...
#Bildung #Lernen
@bildungsluecken
Genau das erlebe ich als Lerntherapeut täglich. Die SuS können kaum noch kreativ und selbstständig denken. Bei manchen Arbeitsblättern der Schule fehlen nur noch Anweisungen wie "Nimm einen Stift in die Hand" damit die Schritt für Schritt Anleitung perfekt ist...
@blume_bob