@SheDrivesMobility Ja, jedenfalls. Stell dir mal vor, wie dörflich es aufm Dorf wäre, wenn nicht jedes Haus seine 2 bis 4 SUVs davorstehen und bis in den Flur fahren hätte.
Wär ja fast idyllisch 🙃
@elgue @SheDrivesMobility
Hasen und Eichhörnchen würden durch die Straßen hoppeln und gelegentlich würde ein Reh im Garten stehen 😂 .
Aber im Ernst: die meisten Mobilitätskonzepte funktionieren nur in Ballungsräumen, wo Arbeit und Grundversorgung zu Fuß zu erreichen ist und alle 10 Minuten ein Bus/U-Bahn fährt.
Ideen für den ländlichen Raum nehmen in der Diskussion kaum Platz ein. Warum?
@DerEros @elgue @SheDrivesMobility Landbewohner werden schon dafür benötigt die Verkehrswende zu blockieren. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir dort richtige Konzepte zulassen würden? Dann müssten wir ja am Ende wirklich noch eine echte Verkehrswende machen...
@JustABoringUser @elgue @SheDrivesMobility
1500 Einwohner, der einzige Einzelhändler im Ort ist ein kleiner Bäcker, der nächste Supermarkt im Nachbarort 3km entfernt und 60m tiefer ist ein kleiner Discounter, Samstags fährt der Bus 1x pro Stunde und ist meistens fast leer. Aber klar, hier geht es nur darum, etwas zu blockieren. 🙄
@DerEros @elgue @SheDrivesMobility ich reiche dir die Hand und du schlägst sie aus? Schlag doch einfach mal was vor für diese 1500 Einwohner Situation :)
@JustABoringUser @elgue @SheDrivesMobility
Dann hab ich dich falsch verstanden. Die "Statistik" in dem Bild sagt, dass viele nur angeblich auf dem Land leben, um nichts ändern zu müssen.
Ehrlich gesagt, fällt mir zu der Situation hier nicht viel ein. Mehr Busse ist nicht sinnvoll, wenn die immer leer sind. Autonome Shuttles on-demand seh ich als eine Idee und ein Ausbau des Carsharings. Wobei auch das Probleme mit der Wirtschaftlichkeit haben könnte.
@DerEros @elgue @SheDrivesMobility Das bezog sich darauf, dass viele Politiker die Landbevölkerung gerne vorschieben, um keine Verkehrswende machen zu müssen.
Du hast recht damit, dass es schwer ist auf dem Land. An einigen Stellen könnte man P & R ausbauen, klappt aber auch nicht überall. Man könnte die Leute zu mehr Fahrgemeinschaften anregen.
Aber da es so schwer ist auf dem Land vernünftige Lösungen zu finden, sollte man es vielleicht erst mal in den Städten anfangen, wo es einfacher ist.
@JustABoringUser @elgue @SheDrivesMobility Ich denke, in den Städten werden sich Investitionen am schnellsten auszahlen. Bissel schade, dass wir auf dem Land dadurch erst einmal nur Zuschauer sind. Aber ein wenig Bewegung gibt es auch hier. Z.B. wird mehr über Fahrradwege nachgedacht, damit man nicht mehr auf dem Landstraßen fahren muss.
tootᵉphant (@[email protected])

Angehängt: 1 Bild @[email protected] Wir brauchen eine Zulassungssteuer wie in Dänemark! Das reguliert die Größe der zugelassenen PKW nach unten und die gesamtzahl der Fahrzeuge an sich. https://skat.dk/data.aspx?oid=2244599&lang=de

troet.cafe - Mastodon
@Troetifant @DerEros @elgue Das ist natürlich auch ein guter Punkt. Auch auf dem Land brauchen sehr viele keine fetten SUVs und könnten stattdessen viel kleinere und leichtere Autos fahren. Auch der Trend zum Drittwagen ist komplett unnötig.
@DerEros @SheDrivesMobility Warum? Ich fürchte, weil die Dörfer keine Mini-Ballungszentren mehr sind, wie sie einmal waren. Wo arbeiten denn die Menschen in den 'Dörfern', und wo wollen Sie was kaufen und sich vergnügen? Von solchen funktionierenden Ministrukturen -voneinander abhängigen Nachbarschaften(?) sind wir doch leider(?) äonenweit entfernt. Früher gings nicht anders, heute müssten es alle Beteiligten wollen... Hier in der Gegend sehe ich nach wie vor die umgekehrte Entwicklung:
1/2
@DerEros @SheDrivesMobility 2/2: Dorfkerne mit schönen alten, großen Häusern/Höfen stehen leer, drumherum wuchern gesichtslose Geschwüre in anthrazit-weiß & DoppelstabRollrasenGarage2m²Solarpanel🤮
Die haben natürlich auch keine Läden, erst recht keine mit wiedererkennbaren Menschen drin, nur den immer gleichen Supermarkt + großem Parkplatz, alle 5 Jahre Neu gebaut am äußersten Rand. In den Ortsgeschwüren werden Schachtelhäuser dicht an dicht (aber ganz *individuell* *eigenes*🤡 ) aufgestellt.
@elgue @SheDrivesMobility
Die Uhr um 100 Jahre zurückzudrehen kann nicht die Lösung sein. Von dem ökologischen Fußabdruck der damaligen Heizform und Abwasserentsorgung gar nicht anzufangen.

@DerEros @elgue @SheDrivesMobility

Katja führt ja immer mal wieder Lösungen für den ländlichen Raum auf:

Ride-Sharing mit Kleinbussen, Landbusse die abseits der Hauptverkehrszeiten Ladung transportieren und damit eine bessere Auslastung erreichen, Radschnellwege um flott die Entfernungen zwischen Dörfern zu überbrücken, CoWorking zur Vermeidung von Pendelfahrten.

Einiges ist in meiner Gemeinde in der Region Hannover bereits angedacht / in Planung.

@DerEros @elgue @SheDrivesMobility

Die Entfernung zum nächsten Nahversorgszentrum dürfte in den Ortschaften meiner Gemeinde bei 5-7 km und damit durchaus in Fahrrad-Reichweite liegen.

Ich denke uns allen fehlt häufig die Vorstellungskraft wie unsere Mobilität und unser Leben anders aussehen könnte und die Experimentierfreude vom gewohnten Pfad abzuweichen und neue Wege zu probieren.

Es wird anders ohne ständige Autonutzung, aber IMHO nicht schlechter.

@Sucher @elgue @SheDrivesMobility
Ich hab mir auch schon einen Lastenrucksack gekauft, um kleinere Einkäufe mit dem Fahrrad zu machen. Aber für den Familien-Wocheneinkauf mit drei Klappboxen plus Getränke fehlt mir noch die Phantasie. Vor allem bei -9 Grad 🥶

@DerEros @elgue @SheDrivesMobility

O.k. bei dem Transportvolumen von 3 Klappkisten plus Getränke wird es mit dem normalen Fahrrad schwierig.

Mein einfacher Anhänger fasst 2 Klappkisten und den Inhalt der dritten dann in Packtaschen. Getränke wären dann aktuell eine zweite Fahrt.

Aber mit einem passenden Lastenrad sollte man auch solche Anforderungen schaffen können. Mit einem Carla Cargo Fahrrad-Anhänger ganz bestimmt.

@DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility wie oft am Stück hat es denn -9 Grad?
M kann nicht aufs Rad umsteigen u dann erwarten, dass alles genauso handhabbar ist, wie mit dem Auto.
Ich habe Packtaschen für mein Rad u gehe öfters (vor/nach der Arbeit) einkaufen.
Grössere Einkäufe mit Getränkekisten finden max. alle 4 Wochen m d Lastenrad statt.
D Wetter wird gecheckt, um nicht im Regen loszumüssen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist es auch nicht schlimm, den Einkauf zeitlich variabler zu halten.
@Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility
Ich finde es super, dass es für dich passt. Ich komme jede Woche mit drei vollen Klappboxen heim und einem Sixpack Getränke, das schon Montag leer ist. Wasser gibt es nur noch aus dem Hahn.
Schlussendlich passiert die Wende nur, wenn es Lösungen gibt, die für einen breite Masse funktionieren. "Fahrradwetter" gibt es in D vielleicht zu 50-60%. Der Rest kostet Überwindung. Die meisten sind nicht zeitlich flexibel, um auf gutes Wetter zu warten.
@DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility definiere "Radelwetter" bitte einmal
@Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility
Das ist stark subjektiv. Für mich persönlich heißt es trocken und über 0 Grad. Wer Probleme mit den Gelenken hat, wird wahrscheinlich unter 15 Grad nicht mehr aufs Rad steigen. Und ein paar Hartgesottene fahren auch bei Eisregen und -10 Grad.

@DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility Ich bin aktuell noch am Radeln (-8 Grad, trocken, nicht glatt), und bin sehr erfreut, wieviele andere tatsächlich auch noch radeln. Da sind Menschen Ü70, mit Dreirad, Grundschüler, und alle Altersgruppen dazwischen 😍

Jeder Liter Benzin, der mit dem Auto verfahren wird, wurde mit Hilfe von Gas hergestellt . Gas, das andere vielleicht gerne im Januar oder Februar zum Heizen hätten, wenn die Speicher leer werden.

@DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility Mit so 1 Denkansatz (Energiekrise) fällt es viell leichter, anstatt "Verzicht" zu üben,d Sache etw pos abzugew.
Bewegung, Wahrnehmung Umwelt
Stolz auf s selbst,dass m s traut,auch bei Minustemp aufs Rad z steigen.
Wenn m "Sommerradler" ist, länger pausiert hat, ist es nat schwieriger, dem Radeln mom etw abzugew. Wird jed auch i Herbst gefahren sollte sich d Body (i Schweinehund) schon an tiefere Temperaturen gewöhnt haben u m steigt leichter aufs Rad

@Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility

Bin gestern auch mit dem Fahrrad zum Supermarkt. War für mich ok, ich hab grobe Stollenreifen und viele km Erfahrung, auch im Winter. Aber hier waren Nebenstrecken nicht geräumt, Schnee und Schneematsch überall, einmal leicht ins Rutschen gekommen. Meine Frau hätte sich da schon nicht mehr auf dem Rad raus getraut.

In dem Hinblick machts einen großen Unterschied ob man fordert, "fahr öfter mal Rad" oder "tausch dein Auto gegen ein Fahrrad ein".

@DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility man kann auch die Gemeinde zum besseren Räumen auffordern, um Notfall mehrmals
@Tausendschoen @DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility Fahre auch bei jedem Wetter Rad. Auto läuft - wenn es läuft - mit LPG. Wird aber nur im Notfall (Hund zum TA/kranker Mensch zum Arzt) oder (selten) für große Transporte genutzt. Man kommt hier mit dem Rad eh zig mal besser durch den Verkehr, als mit dem PKW.
@Einfachich @Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility
Das ist gut. Würde ich mir hier auch wünschen. Hier kannst du froh sein, wenn du mit dem Fahrrad lebendig ankommst. Es gibt zwar Nebenstrecken/Feldwege. Die decken aber nicht den ganzen Weg in die Stadt ab. Besonders schlimm ist ein Stück auf der Durchfahrtsstraße, wo einseitig Autos parken und auf der restlichen Fläche sich beide Richtungen aneinander vorbei quetschen.

@DerEros @Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility Unterschätz den Klimawandel und die Dürre nicht. In 2022 gab es laut dieser Wetterstation in Brandenburg [1] gerade mal 23% Tage mit mehr als 5mm/m², und gerade mal 3 Tage an denen es mehr als 20mm/m² geregnet hat. Und unter 0°C haben wir bisher auch erst wenige Tage gehabt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass in 2022 bisher so gut wie jeder Tag "Radelwetter" gewesen ist (südliches Niedersachsen).

http://www.grasehein.de/Wetterdaten/regen.html

Regen Tage

@cybso @Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility

Der Klimawandel regelt? 😆
Ja, es wird wohl in Zukunft öfter Fahrradwetter geben. Leider zu dem Preis, dass unsere Lieferketten nach und nach zusammenbrechen.

@DerEros @Tausendschoen @Sucher @elgue @SheDrivesMobility Es wird eher mehr Tage geben an denen es viel zu heiß oder zu stürmisch zum Radfahren ist. Das werden wir auch nicht mehr verhindern können, deswegen wäre es jetzt umso wichtiger wenigstens die düsteresten Klimaszenarien zu stoppen.
@cybso @DerEros @Sucher @elgue @SheDrivesMobility da kann ich mich für Schleswig Holstein anschließen. Hier hatten wir nur zu Beginn des Jahres einige Stürme zu erdulden. Aber insgesamt viel zu trocken. Noch nicht Mal der berüchtigte Nieselregen kam im Herbst
@Sucher @elgue @SheDrivesMobility
Das kam bisher noch nicht in meine Timeline. Ihr Buch will ich mir auf jeden Fall noch kaufen.

@DerEros @elgue @SheDrivesMobility

Hör mal in ihre Podcasts. Da gibt es auch immer mal wieder etwas mit dem Fokus auf den ländlichen Raum.

https://katja-diehl.de/sdmpodcast/

Podcast She Drives Mobility – Katja Diehl

@DerEros @elgue @SheDrivesMobility
Jahrzehntelang dachte man:
-"Bus, zu weit und nicht zu meinen Zeiten."
-"Lokaler Einkauf, zu teuer. Discounter ist billiger."
-"Das Auto steht doch vor der Tür und ist immer verfügbar."

Folgen: Die Läden machen dicht und der ÖPNV wird reduziert.
Wenn dann plötzlich die Kosten für das Auto steigen, dann fehlen die Alternativen und man ist wieder unzufrieden.

@Maik73 @DerEros @SheDrivesMobility das ist wohl wahr...
das war/ ist aber auch so gewollt, nicht nur vom einzelnen Menschen aus (beworbener) Bequemlichkeit etc. sondern auch von 'oben'... immer größere Strukturen in Industrie, Handel, Landwirtschaft... sind mMn nicht zuende durchdacht bzw haben immer Nachteile wenn lebendige Strukturen so behandelt/ verwaltet werden Vielleicht wegen individuellem Verantwortungsverlust- von jemand *und* für Menschen, Tiere, Felder, Postpakete, Werkzeuge...
@elgue @DerEros @SheDrivesMobility
Das Auto ist im Unterhalt auch zu billig in Deutschland, eine lächerlich niedrige Kfz-Steuer, billige Parkplätze und Straßen en Masse.
https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/kostenwahrheit-im-verkehr
Kostenwahrheit im Verkehr

Verkehr verursacht Kosten – von denen manche auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind! Jeder, der mobil ist, weiß, dass dadurch für ihn oder sie private Kosten entstehen.

@Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility Hier in #Bürstadt machen die kleinen Läden langsam einer nach dem Anderen zu und die Stadt lässt sich von einem Lidl-Dienstleister ein Einzelhandelskonzept schreiben nach dem die Situation zwar immer schlimmer wird, aber dennoch nichts dagegen spricht, den Auto-Orientierten Discountern noch mehr Fläche zur Verfügung zu stellen. Die Stadt lädt zur Diskussion ein und es kommen gerade mal 5 Bürger:innen.

@Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility Es gab z.B. im Ortsteil Rodstücke einen Tante-Emma-Laden und einen Friseur. Aber obwohl daneben ein riesiges Baugebiet erschlossen wurde und heute 4 mal so viele Leute in der Nähe wohnen, kann man dort nicht mehr einkaufen.

Natürlich brauchen die Leute dann ein Auto. Und je Familie nicht nur eines.

@herdsoft @Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility Irrtum. DIe Leute brauchen erreichbare Einkaufsmöglichkeit. Nur, weil so viele Leute glaubten, sie bräuchten ein AUto, gibt es diese nicht mehr ohne Auto.

@jakob_thoboell @Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility Du sagt es! Der IPCC WG III Bericht sagt, wir brauchen die fußläufige Stadt und die ganzen Einkaufszentren am Stadtrand werden in einer klimaneutralen Zukunft "Stranded Assets".

Aber im Einzelhandelskonzept der Stadt wird ihnen noch mehr Platz gegeben, statt eine zukunftsorientierte Stadtplanung der fußläufigen Stadt zu betreiben.

@jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @DerEros @elgue @SheDrivesMobility

Beim Tante-Emma-Laden war halt nur alles ein paar Pfennige teurer und das Sortiment klein. Da ist man dann halt lieber 20km weit in den nächsten Supermarkt gefahren. Auto kostet ja nix. Und irgendwann waren Tante-Emma-Laden, Bäcker, Dorfkneipe usw. weg. Habe ich zumindest bei einigen Dörfern so erlebt.

Bleib ich lieber in der Stadt und habe fast alles fußläufig.

@echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility
Ich antworte jetzt stellvertretend hier. Der Thread ist ziemlich gewachsen 🙈 . Drehen wir die Frage mal um: nehmen wir an, durch ein Wunder täte sich ein gigantischer Geldtopf auf, mit dem wir in jedem Dorf einen Tante-Emma-Laden nach altem Muster betreiben könnten (zu Discounter-Preisen!). Meint ihr, auf dem Land würde dadurch die Autokorrektur einsetzen?
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility Dann hätte man noch immer das Arbeitsplatzproblem. Unser vorheriger Wohnort hatte schnelles Internet nur vorn an der Hauptstraße, die Seitenstraßen waren unversorgt. Dort hätte ich die letzten drei Jahre rein technisch nicht von zuhause aus arbeiten können. ->
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility Im näheren Umkreis liegen drei größere Ortschaften, im weiteren dann Ansbach, Fürth und Nürnberg. Die überwiegende Mehrheit arbeitet nicht vor Ort in der Landwirtschaft vor Ort oder beim jeweils einzigen Bäcker/Metzger/Gasthaus. ->
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility Also habe wir zahlreiche externe Ziele mit unterschiedlichem Arbeitsbeginn und mit Schichtdiensten je nach AG - und einen Schulbus zu einem davon, je morgens/mittags/nachmittags, und natürlich nur an Schultagen. In den 15 Jahren, die wir dort gewohnt haben, bin ich mit exakt zwei Leuten regelmäßig im selben Zug gesessen. 🤷🏼‍♀️ ->
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility Überflüssig zu erwähnen, daß es außer entlang der Hauptstraße und der Straße, in der ser Kindergarten liegt, keine Gehsteige gibt, und nirgends, auch nicht zur nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeit, Radwege. Wenn man den letzten Bus vom Bahnhof navh Hause wegen Verspätung nicht erwischt -
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility der Bus, direkt neben dem Gleis stehend, fährt notfalls leer los, wenn der Zug nicht rechtzeitig kommt, dessen Insassen die einzigen Fahrgäste sein werden - läuft man sechs Kilometer weit an der Grenze zwischen Straße und Wald, ohne Beleuchtung, denn es ist ja eine Landstraße. 😵‍💫
@lovesdaryl @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @elgue @SheDrivesMobility
Dinge wie Gehwege und Fahrradwege könnte man sogar noch verbessern. Aber wie du sagst, können halt viele nicht mehr im Dorf arbeiten. Und moderne Arbeitszeitkonzepte funktionieren auch nicht mehr mit dem "Werksbus", wie es ihn früher für große Industrieunternehmen gab. D.h. die alten "Dorflösungen" von früher funktionieren nicht mehr. Außer wir drehen die Zeit komplett zurück.
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility Ich glaube nicht, dass irgendeine Einzelmaßnahme *die Lösung* sei.
Persönlich hätte ich aktuell nicht ein Preis- sondern ein Sortimentsproblem, das Tante Emma mit einem ausgeklügelten Bestell- und Beliefersystem lösen müsste: Unser 'Dorf' hat 4 Discounter (direkt drumherum) für mindestens die Hälfte (Lebensmittel) fahren wir aber allsamstäglich 15 km zum Markt & Biodiscounter - und ich habe noch nicht gelernt, wie... 1/2
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility 2/2: und ob das komfortabel mit dem Fahrrad zu machen ist. Klaut 1 Klaus meine Markteinkäufe, wenn ich im Laden stecke? Ist die Pizza zu Hause aufgetaut? sind die Erdbeeren dann Marmelade?
mit dem Bus? geht das schneller? Wäre mir jedenfalls bei 9 bis zu 30 € im Monat bedenkenswert...
@elgue @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Das sind alles Fragen, die ich mir auch stelle. Ich hab schon nach abschließbaren Anhängern fürs Fahrrad geschaut. Die Auswahl in der Größe, dass ein Wocheneinkauf reinpasst, ist verschwindend gering. Wir haben zum Glück in 6km einen großen Edeka, der auch viel Auswahl im Bereich Bio und Vegan hat (bei Tante Emma nie ein Thema). Ich muss "nur" 2 Supermärkte anfahren. Aber dazwischen stehen die Sachen unbewacht herum.
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
1/x
Durch 1 Wunder täte sich ein Geld- und Willenstopf auf, und es würde viel weniger in Autoverkehr, sondern in ein schlaues ÖPNV-Netz subventioniert: Tempolimite 120/90/50(Ortsdurchfahrt)/30(alle anderen) generell.
Fahrradwege, die ungestört von Autos u.ä. in guter Qualität Orte *komplett* verbinden (Nein das braucht KEINE neuen Trassen!)
OD-Büsschen, die *koordieniert* mit menschlichen Fahrern (weil die zur Not auch...
@DerEros @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
2/x
...noch was anderes als fahren können- jemensch helfen...)
Zugverbindungen die dann auf einem flexiblen Netz laufen, so dass sich an jeder Station 2 Züge ausweichen können, mit einem Netz, dass passend zwischen ausreichend Anschlüssen und zügigem vorankommen abgestimmt ist.
Schnellfahrtstrecken, auf denen die Bahn dann tatsächlich schnell fahren kann
Ein 1€/Tag Ticket, eine BIS GANZ OBEN ungestaffelte Mobilitätssteuer
@elgue @echopapa @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility
Darauf wollte ich hinaus. Nicht der Discounter ist die Wurzel des Problems (und auch nicht die Lösung). Der gesteigerte Bedarf an Mobilität (auf dem Dorf) hat sich aus der Modernisierung des Lebenswandels ergeben (Diversifizierung beim Waren, Dienstleistungen und Arbeit). Beim Erfüllen dieses Bedarfs wurden die Fehler gemacht und falsche Anreize (sprich: Investition in Straßen statt ÖPNV, Carsharing, Radwege) gesetzt.

@DerEros @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility

Kollege von mir wohnte in München in einem Neubaugebiet, kleines Einkaufszentrum als Nahversorger. >90% der Leute kommen zu Fuß oder mit dem Rad zum Einkaufen bei ner Entfernung von ca. 1 km.

Jetzt ist er auf's Land gezogen. Ähnliches Einkaufszentrum am Dorfrand, d.h. kaum jemand hat mehr als 1 km dorthin. Kein Mensch aus seinem Dorf geht dort zu Fuß hin oder fährt mit dem Fahrrad hin, obwohl es gut erreichbar ist.

@DerEros @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility

Da fahren die Leute echt für keine 200m mit dem Auto. Und er wird von allen blöd angeglotzt weil er zum Einkaufen radelt.

@echopapa @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility

Ja, die Leute gibt's leider auch. Ich fürchte, manche wären selbst mit dem besten Angebot nicht mehr zu erreichen.
Bei 1km könnte ich mir vorstellen, fast täglich kleine Einkäufe mit dem Rad zu machen, statt 1x die Woche einen großen.

@echopapa @elgue @jakob_thoboell @herdsoft @Maik73 @SheDrivesMobility

Ist ein ähnliches Problem wie die Elterntaxis für die Grundschule im Ort. Die Entfernung rechtfertigt hier auch kein Auto. Allerdings ist hier die Infrastruktur (enge Straße, kein Parkplatz) kein Anreiz gewesen. 🤔