Ich bin verwundert, letzte Woche gleich über zwei Mythen zur #DDR in von mir geschätzten Medien gestolpert zu sein.
Mythos 1: "Musik aus dem #Westen war in der DDR verboten". Erzählt in "Marion: Die verbotene Musik - YOUNG & FREE Truestories übers Jungsein in der DDR und Heute"
- In Wirklicheit lief Westmusik in der DDR im #Radio, im Fernsehen und in der #Disko. Es gab #Schallplatten und #Kassetten mit Westmusik zu kaufen. Und es gab sogar eine 60/40 Regel nach der in Diskos nur zu 40% Musik aus dem westlichen Ausland gespielt werden durfte.
Mythos 2: "Es war verboten Westfernsehen zu sehen" - verbreitet in "Karambolage von ARTE"
- Das ist auch ziemlicher Quatsch. Sehr viele Menschen in der DDR haben #Westfernsehen gesehen. Manche Leute schlossen sich sogar offiziell zusammen, um gemeinsam Antennenanlagen aufzubauen, mit denen Westfernsehen auch in Gegenden geschaut werden konnte, die sendetechnisch nicht mehr so gut abgedeckt waren (z.B. Raum #Dresden)
Es gab genug Stuff, der für viele Menschen schlecht lief im #Osten. Blödsinn dazu zu erfinden macht die #Geschichte m.E. offen für weitere Verfälschungen in beide Richtungen.
Marion liebt Musik. Schon als Kind hat sie heimlich die “verbotenen” Platten ihrer Brüder gehört. Westmusik. Vor allem die Musik der Hippie-Ikonen aus den USA. Sie weiß schon früh: In der DDR muss man sich anpassen. Vorsichtig sein. Marions Vater ist ein treuer Sozialist, ihre Brüder dagegen wehren sich immer wieder gegen das rigide, diktatorische System der DDR. Als Marion Ende der 1980er Jahre die Möglichkeit bekommt, beim Jugendradio DT 64 zu arbeiten, muss auch sie sich irgendwann entscheiden: spielt sie nach den Regeln der DDR oder wehrt sie sich auch gegen den Staat?
Guten Morgen,
bei 8°C ☁️ und angesagtem 🌧️ nach einem Tag digitaler Abstinenz heute das #Kalenderblatt aus 1960.
Mit Karl-Eduart von Schnitzler ging der 1. "Der schwarze Kanal" auf Sendung.
#Sudel-Ede hat Montags nach in 1519 Folgen aus dem Kontext geschnittene Beiträge des #Westfernsehen sinnentstellend mit kommunistischen Kommentaren und Propagandaparolen verbreitet.
Am 30.10.89, noch vor dem #mauerfall war Schluß.
2006 Wurde Twitter gegründet. Nach 13 Jahren hat sich die Plattform überlebt.
Dass Fritz #Pleitgen gestorben ist, erinnert mich an den großen Einfluss des #ÖRR der BRD auf das Ende der #DDR.
Ohne westliche Beobachter wie den ARD-Korrespondenten Pleitgen in Ostdeutschland hätte die DDR-Führung bei der Bekämpfung der Opposition wahrscheinlicher zu chinesischen Methoden gegriffen (#Tiananmen).
Und natürlich setzte das #Westfernsehen uns Ossis auch Flausen in den Kopf.
Dass ich jetzt in Freiheit lebe, ist also nicht nur #Gorbatschow und der DDR-Opposition zu verdanken, sondern auch Menschen wie Pleitgen.
Natürlich wären auch westdeutsche Politiker zu nennen, aber wir sind hier beim Microblogging.
Der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes wähnt sich in einer DDR gefangen und schaut heimlich NZZ Westfernsehen.