"Reiche braucht niemand"
Früher wurde im #Ruhrgebiet - von #Dinslaken im Westen bis #Hamm im Osten - #Steinkohle gefördert. Der kürzeste Weg führte in die nahegelegenen Großöfen, #Kraftwerke genannt. Die weitesten Wege gingen in alle Welt, wo man ebenfalls #Kohle zum Verfeuern in Wohnungen und Kraftwerken brauchte.
Eine andere Kohleart, die #Braunkohle, wird immer noch in West- und Ost-Deutschland abgebaut https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Umwelt-Energie/Braunkohle.html und auf kurzem Weg zum nächsten #Braunkohlekraftwerk befördert.
Es stank früher ganz schön im Ruhrgebiet und an dessen Rand, wenn im kalten Winter die #Braunkohlebriketts und die 'Eierkohle' aus Steinkohle in Wohnungsöfen zu Asche wurden, ein Teil der Asche durch den Schornstein ins Freie entwich, Fenster färbte, Augen und Rachen reizte.
Erst später war zu erfahren, daß feiner #Saharasand den #Amazonas-#Regenwald düngt https://amazonas.de/sahara-sand-duengt-dschungel/ und Kohlekraftwerksstaub sogar um die Erde reist https://worldoceanreview.com/de/wor-6/die-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-polarregionen/die-pfade-der-waerme/auf-der-wind-autobahn-in-die-arktis-staub-und-russpartikel/ . Die psychologische Idee hinter den hohen Schornsteinen ist ja: Die Menschen in der Umgebung nicht stören; was weiter weg passiert, ist egal.
"Veredelt" als elektrischer Strom, dachte man sowieso nicht mehr an den Staub und Gestank.
Insofern könnte der Umstieg auf #Gaskraftwerke eine wesentliche Verbesserung darstellen: Nur noch sehr wenig Staub.
Wäre da nicht die Sache mit dem menschengemachten #Klimawandel!
Der industriell geprägte Mensch nutzt jedes leicht erreichbare Mittel, um es sich gutgehen zu lassen.
Nicht erst Klumpen aus purem #Kohlenstoff oder reines #Methan aus Kohlenstoff und #Wasserstoff herstellen und dann mengenweise in den Ofen stecken - sozusagen selbst hergestellte Dinge vernichten -, das wäre ja schön doof. Schlauer ist doch, Produkte Millionen Jahre alter Naturprozesse aus der Erde zu holen und zu verfeuern. DAS ist die höchste Stufe der menschlichen Intelligenz.
Nachdem bis ins hinterste Dorf durchgedrungen ist, daß der Klimawandel nicht am Horizont eines Kraftwerks endet und wirklich klügere Methoden zur Erzeugung von Wärme und Elektrizität vorhanden sind, kam nun eine Ministerin an eine Schaltstelle, wo sie die Entwicklung hin zu klimaschonender #Lebensweise ausbremsen und auf der Stufe von fossilem Erdgas neu aufsetzen kann.
#Umweltorganisationen hatten zu einer #Demonstration aufgerufen. Der Ort war ziemlich gut gewählt:
Auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlekraftwerks #HammUentrop https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Westfalen soll nach dem Willen von #KatherinaReiche ein größeres #Gaskraftwerk entstehen.
Hier wurde einst ein nuklearer #Kugelhaufenreaktor https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300 in und bald wieder außer Betrieb genommen.
Außer einem noch kleinen Gaskraftwerk steht hier ein #Großbatteriespeicher, der noch ausgebaut werden soll https://www.pv-magazine.de/2025/03/14/rwe-baut-12-gigawattstunden-speicher-in-hamm-fuer-spitzenlastkappung-und-momentanreserve/ .
Der erste Bericht der #taz von dieser Demonstration in Hamm kam gestern abend heraus https://taz.de/Neue-Klimaproteste/!6182929/
"Vor Ort waren auch Klimaaktivist:innen etwa aus Namibia, Kolumbien und Uganda – und die Klimaikone Greta Thunberg."
#GretaThunberg hat sich auch in anerer Weise als Aktivistin betätigt https://www.spiegel.de/thema/greta_thunberg/ .
Über die genannten Länder und ihr Verhältnis zur Kohle wollte ich aber Näheres wissen, zum Brennstoff, mit dem in Uentrop alles begann.
In #Namibia wird Kohle nicht gefördert, nur verbraucht - in recht geringen Mengen.
https://www.worldometers.info/de/kohle/namibia-kohle/ .
#Kolumbien hat große Kohlereseserven, nutzt selbst aber nicht einmal 5% des deuschen Verbrauchs.
https://www.worldometers.info/de/kohle/kohleverbrauch-pro-land/ . Dafür lebt das Land von seinem Kohleexport, dem allergrößten Anteil seiner Förderung.
#Uganda ist groß im #Holzkohle-Geschäft aktiv. https://charcoalmachines.com/de/export-charcoal-projects-for-uganda-a-booming-industry/
Außer zum Grillen kann Holzkohle auch als " #Aktivkohle" zum Filtern genutzt werden, um Giftstoffe und Bakterien zu binden (Entgiftung).
Diese Kohleart ist grundsätzlich ein nachhaltiges und erneuerbares Produkt. Entscheidend für die #Nachhaltigkeit ist die Auswahl des Holzes. Einfach Wälder abholzen sollte man nicht. Alt- und Restholz wären geeignet.
https://holzkohle-paletten.de/blogs/holzkohle-magazin/holzkohle-ein-natuerlicher-schatz
In #Deutschland rechnen viele die Verantwortung für den Klimawandel mit der Redewendung "Anteil Deutschlands von NUR 2%" klein.
Wenn schon jemand mit einem kleinen #CO2-Anteil argumentieren will, dann sind es Länder wie Namibia und Uganda -/Kolumbien, wenn man nur den Verbrauch betrachtet.
Eine besondere Nutzung von Holzkohle ist die als Dünger.
https://terra-preta.de/terra-preta-anwenden/bioholzkohle-als-dunger/
https://www.landw.uni-halle.de/professuren_arbeitsgruppen/bodenbiogeochemie/forschung/191384_3257612/
Und dann lese ich gerade noch von der "Ewigkeitschemikale" #TFA https://de.wikipedia.org/wiki/Trifluoressigs%C3%A4ure , die man, auch mithilfe von Aktivkohle, aus der Umwelt entfernen will https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/787/ausstieg-geht-nicht-gibts-nicht-10862.html .
Und wie klappt das so?






