Ein Krimi, der auf der Zunge kitzelt

«Ver­häng­nis­vol­ler Cham­pag­ner» ist der achte Teil von Tom Hil­len­brands Reihe zum er­mit­teln­dem Chefkoch Xavier Kieffer. Der Fall um den Tod eines Schaum­wein­pro­du­zen­ten be­lebt und er­frischt,

Clickomania

Guten Mittag! Leider kam die heutige Folge etwas verspätet, aber „besser spät als nie”! Heute habe ich das Buch „Thanatopia” von Tom Hillenbrand für dich mitgebracht. In seinem neuesten Werk geht es um KI, Klone, eine Verschwörung und vieles mehr! Ein wirklich spannendes Buch! (Suchtgefahr, d. h. du kriegst wenig Schlaf. ;-)

Alle Links findest Du hier: https://wonderl.ink/@dailyklappentext

#podcast #tomhillenbrand #empfehlung #fedibuch #book #thriller

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„Dailyklappentext“ ist der Mini-Podcast, der dir regelmäßig frische Inspiration aus der Welt der Bücher und Hörspiele liefert. Perfekt für alle, die ständig auf der Suche nach neuen Geschichten sind. Starte deinen Tag mit einem spannenden Tipp – ideal bei einer Tasse Kaffee oder Tee! 🎧✨

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#VerhängnisvollerChampagner? Die aktuelle Anspielung dazu spare ich mir und weise nüchtern darauf hin, dass das der Titel des neuen Krimis von #TomHillenbrand um den kochenden Ermittler #XavierKieffer ist: perfekt für Eskapismus ohne Kater.
https://blog.clickomania.ch/2026/01/06/tom-hillenbrand-verhaengnisvoller-champagner-xavier-kieffer-review/ #clickomaniach
Ein Krimi, der auf der Zunge kitzelt

«Ver­häng­nis­vol­ler Cham­pag­ner» ist der achte Teil von Tom Hil­len­brands Reihe zum er­mit­teln­dem Chefkoch Xavier Kieffer. Der Fall um den Tod eines Schaum­wein­pro­du­zen­ten be­lebt und er­frischt,

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Ein Krimi, der auf der Zunge kitzelt

2025 war ein ausgezeichnetes Tom-Hillenbrand-Jahr: «Lieferdienst» als «Snow Crahs»-Parodie lieferte im Januar einen gelungenen Auftakt. Mit «Thana­topia» bin ich im Sommer nicht richtig warm geworden, doch andere mochten das Buch aufrichtig. Und auch am Anfang des neuen Jahrs noch höchst bekömmlich ist Verhängnisvoller Champagner: der achten Folge aus der Reihe mit dem ermittelnden Starkoch aus Luxembourg, Xavier Kieffer.

Die Rezension dieses Buchs war ursprünglich für die Feiertage und nicht für den Dry January geplant.

Und ja: Die Geschichte prickelt, sie geht in den Kopf und hebt die Stimmung. Das liegt an den richtigen Zutaten. Es gibt einen glaubwürdigen Plot, der schön mit der Biografie der Hauptfigur verwoben ist. Er hat genügend Facetten für abwechslungsreiche Ermittlungen, und der sozialkritische Aspekt des modernen Taglöhnertums gibt ihm genügend Tiefe.

Die motorradfahrende Kommissarin bleibt hinter den Erwartungen zurück

Und wir treffen unsere Lieblings-Nebenfiguren wieder: Valérie Gabin, die Freundin von Xavier, den trinkfesten Finnen Pekka Vatanen und den «Küchen-Leonardo», den argentinischen Koch Leo Gutiérrez-Esteban mit dem losen Mundwerk, der sich in dieser Geschichte mal wieder selbstständig macht. Auch Commissaire Joana Lobato hat einen kurzen Auftritt, wobei sich die Stimmung zwischen ihr und Kieffer merklich abgekühlt hat – wo doch bei Band fünf (Gefährliche Empfehlungen) eine Affäre in der Luft lag. Das ist verzeihlich – vor allem, weil das Hörbuch (zum Glück) vom angestammten Sprecher Gregor Weber gelesen wird – wie gewohnt grossartig.

Wie der Titel des Buchs verrät, dreht sich die Geschichte um den Schaumwein, sowie die Marketing- und Manipulationsmöglichkeiten, die dieses edle Getränk bereithält. Wie bei den früheren Büchern hat Hillenbrand keine Skrupel, uns allfällige Illusionen zu rauben, was die Herstellung dieses Produkts angeht: Auch beim Champagner, Crémant und Konsorten wird gepanscht und getrickst, wie es das Gesetz und die Geschmacksnerven der Kundschaft zulassen. Der Ausgangspunkt ist der Todesfall eines alten Freundes, mit dem Kieffer eben noch verabredet war, und mit dessen Freundin Fabienne der Held der Geschichte vor Jahren kurz liiert war. Nun kommt der ehemalige Weggefährte in den Kellern seiner Winzerei unter einem riesigen Regal ums Leben. War es ein Unfall oder Mord? Die Entlarvung der Täterschaft war – für einmal – kein riesiges Geheimnis; ich hatte schon so etwas geahnt. Das tat dem Vergnügen keinen Abbruch, und ich ziehe Whodunit-Konstellationen mit einem plausiblen, aber nicht völlig überraschenden Ausgang den waghalsigen Konstruktionen vor, auf die man niemals gekommen wäre – aber denen man die Absicht des Autors, die Leserschaft in die Irre zu führen, deswegen deutlich anmerkt.

Der niederländische Gangster bleibt etwas blass

Fazit: Santé! Eine Leseempfehlung für Leute, die auf Krimis mit Lokalkolorit stehen. Wie immer gilt: Leute, die mit der Reihe nicht vertraut sind, fangen besser vorn an. Vorwissen aus früheren Büchern ist fürs Verständnis nicht zwingend notwendig, aber es erhöht das Lesevergnügen. Wenn etwas kritisiert werden müsste, dann die Wendung, bei der Kieffer vor seinem Lokal angegriffen und zusammengeschlagen wird. Diese Unbekannten – Achtung, jetzt folgt ein kleiner Spoiler – spielen im weiteren Verlauf keine wesentliche Rolle. Und obwohl sie eine Drohung gegen Valérie ausstossen, führen sie keine Spannungssteigerung herbei. Ja, nicht einmal Kieffer fühlt sich sonderlich bedroht.

Beitragsbild: Es gibt Leute, die dafür morden (Alexander Naglestad, Unsplash-Lizenz).

#TomHillenbrand

🍾 Neues aus der Welt der Genusskrimis:
Tom Hillenbrands „Verhängnisvoller Champagner – Xavier Kieffer ermittelt 08“ führt in die komplexe und teils dubiose Welt der Champagnerproduktion. Spannend, atmosphärisch und hervorragend recherchiert.

✍️ Rezension: Sabine Ertz
🔗 https://schreiblust-leselust.de

#Buchtipp #Krimi #TomHillenbrand #XavierKieffer #Champagner #Genusskrimi #Rezension

Mein 256. Buchtipp: «Thanatopia» von Tom Hillenbrand

Tom Hillenbrand: Thanatopia. Thriller. Kiepenheuer & Witsch, 384 Seiten, 26.50 Franken; ISBN 978-3-462-00872-2

#Thanatopia #TomHillenbrand #ScienceFiction #Zukunftsroman #KI #KünstlicheIntelligenz #Descartes #Philosophie #Lesetipp #BuchDerWoche #MatthiasZehnder

Text: https://www.matthiaszehnder.ch/video-buchtipp/thanatopia/
Video: https://youtu.be/7oo4Dfg8EII

Thanatopia - matthiaszehnder.ch

Was sagen Ihnen Namen wie Isaac Asimov, Arthur C. Clarke oder Stanislaw Lem? Sie alle haben Science-Fiction-Romane geschrieben. Keine irrwitzigen Zukunftsvorstellungen, sondern ernsthafte Auseinandersetzungen mit der Technik und ihrer möglichen Entwicklung. Asimov hat mit seinen Büchern über Roboter viele Fragen vorweggenommen, die uns heute beschäftigen. Von Arthur C. Clarke kennen Sie sicher «2001: A Space Odyssey» – wenn nicht das Buch, dann doch den Film. Bordcomputer HAL 9000 wird zum emotionalen Computerwesen. In «Solaris» erzählt Stanislaw Lem von einer fremdartigen, unfassbaren

matthiaszehnder.ch
Die #Top5 diese Woche im Blog:
5️⃣ #Thanatoia von #TomHillenbrand – zu weit nach oben hochgeladen: https://blog.clickomania.ch/2025/05/06/tom-hillenbrand-thanatopia-review/
4️⃣ #Peertube – die Youtube-Alternative, die keine ist: https://blog.clickomania.ch/2025/05/07/peertube-review/
3️⃣ #SiliconValley – hätte die Schweiz bloss auf Herrn Obrecht gehört! https://blog.clickomania.ch/2025/05/08/die-anfaenge-des-silicon-valley/
2️⃣ Wie gut sind die alten #Objektive an meiner neuen #Nikon-Kamera? https://blog.clickomania.ch/2025/05/09/nikon-ftz-ii-vergleichstest/
1️⃣ Ein Strauss weisser Nelken für #Skype: https://blog.clickomania.ch/2025/05/05/verabschiedung-von-skype/ #clickomaniach
Zu weit nach oben hochgeladen – Clickomania

In «Thana­topia» treibt Tom Hillen­brand Science-Fiction-Ideen rund um die künst­liche In­tel­li­genz und die vir­tuel­le Rea­li­tät auf die Spitze – manche Les­erin­nen (wie ich) mögen sich über­for­dert fühlen.

Zu weit nach oben hochgeladen

Dieses Buch überforderte mich. Am Ende fühle ich mich enttäuscht – ohne, dass ich mit Sicherheit sagen könnte, dass es die Schuld des Autors ist. Nein, vermutlich liegt es an mir, weil ich den Zugang zu dieser Geschichte nicht fand. Denn wie es so ist in Beziehungen: Man muss es schaffen, sich aufeinander einzulassen. Und da in dem Fall einer literarischen Beziehung der eine Part gedruckt bzw. als Hörbuch aufgezeichnet vorliegt, muss der andere Part fähig sein, sich den Gegebenheiten auszuliefern.

Es geht um Thanatopia von Tom Hillenbrand. Die Handlung findet Ende des 21. Jahrhunderts statt. In dieser Ära erlaubt es der technische Fortschritt, den Verstand, das Cogit vom Körper zu lösen: Das digitalisierte Ich kann in andere «Gefässe» «hochgeladen» werden und eine Existenz führen, die in ihren Möglichkeiten weit über das hinausgeht, was wir analogen Menschen gewohnt sind. Alter, Geschlecht und Aussehen werden von Konstanten zu Variablen. Die Realität ist viel weniger als heute mit den Sinnen erfassbar. Zu diesem Umstand trägt auch die holografische Hochtechnologie bei. Sie ist allgegenwärtig, und sie wird dazu genutzt, die Umwelt zu verschönern, von unliebsamen Dingen zu befreien oder gewissen Bedürfnissen anzupassen.

Die drei Eskalationsstufen der virtuellen Zukunft

Tom Hillenbrand lotet in bislang drei Büchern aus, welche Grenzerfahrungen im Schnittbereich zwischen virtueller und realer Welt möglich sind. Im Auftakt der Reihe, Hologrammatica, tut er das im Stil eines Kriminalromans: Galahad Singh ist Quästor, d.h. Privatdetektiv, und er muss die verschwundene Computerexpertin Juliette Perotte aufspüren.

Der zweite Teil trägt den Titel Qube. In dem geht es um Calvary Doyle, der als investigativer Journalist sich in gefährliche Gefilde begibt, und um die UNO-Agentin Fran Bittner. Doyle bekommt es mit der UN-Organisation UNANPAI zu tun, die sich gegen die Bedrohung durch unkontrollierbare KIs einsetzt. Die Angst vor der künstlichen Intelligenz ist begründet, denn beim sogenannten «zweiten Turing-Vorfall» hat eine künstliche Intelligenz Æther, die eigentlich den Klimawandel aufhalten sollte, jedoch ein Bewusstsein entwickelt und sich verselbständigt.

Ganz so verwickelt wie die Linien auf dem Cover sind die Handlungsstränge zum Glück doch nicht.

Der dritte Teil ist nun «Thanatopia». Hillenbrand erhöht das Abstraktionslevel noch einmal kräftig. Denn wenn sich das menschliche Bewusstsein digitalisieren, übertragen, sichern und wiederherstellen lässt, wird auch der Tod zu einer relativen Grösse. Ausdruck davon sind die «Deather». Das ist eine Art Todeskult, deren Mitglieder mithilfe von Klonen ihrer selbst Suizid in Serie begehen, um herauszufinden, wie nahe sie der sogenannten «thin black line» kommen – und ob es möglich ist, sie zu überwinden. Stasja ist die Hauptfigur dieser Gruppe, und sie sieht Dinge, die noch keiner vor ihr gesehen hat und von denen er berichten konnte. Wobei auch sie nicht weiss, ob das Halluzinationen sind, während der Körper herunterfährt, oder ob sie vor einem Übergang steht, der ins Ungewisse führt.

Wo ist dieses verflixte Glossar?

Diese Frage ist indes nur einer der Handlungsstränge. In einem zweiten gerät die Nobelpreisträgerin Sahana Chandra Kapoor in einen seltsamen Unfall, und der Ermittler Carpentras begegnet Galahad Singh und stellt die Verbindung zu den zwei vorherigen Büchern her.

Damit sind wir bei meiner Kritik: Ohne gute Erinnerung an die ersten beiden Teile ist es schwierig, den Einstieg zu finden. Ich habe beide gelesen, hatte viele Details jedoch nicht mehr präsent. Ich hatte immerhin das Glück, auf meine Rezension von «Hologrammatica» Rückgriff nehmen zu können. Den zweiten Teil habe ich hier im Blog kurz erwähnt, aber leider nicht besprochen, was sich als Handicap erwies und mich dazu bringt, eine alte Forderung zu erneuern: Verlage sollten sich nicht zu fein sein, den Fortsetzungsbüchern eine «Was bisher geschah»-Zusammenfassung voranzustellen. Und ein unverzeihliches Versäumnis ist, dass das hier erwähnte Glossar im Hörbuch fehlt.

Bei «Thanatopia» hätten mich solche Verständnishilfen nicht gerettet. Mein Hauptproblem ist, dass es keine echte Identifikationsfigur gibt. Da sich das Buch auf keinen Protagonisten konzentriert, verzettelt es sich. Als sich die Handlung in den Kuipergürtel erstreckte und Von-Neumann-Sonden ins Spiel kamen, hatte der Autor für meinen Geschmack den Bogen überspannt. Ich verstand intellektuell seinen Drang, die Geschichte auf die Spitze zu treiben und die Konsequenzen seiner literarischen Erfindungen zu Ende zu denken, aber es fehlt der Kitt, der diesen Ausbund an Fantasie zusammenhält – der Humor wäre ein Anfang, hat aber in diesem Fall leider nicht ausgereicht.

Beitragsbild: Man stelle sich vor, das wäre der Chip eines Quantencomputers – dann liesse sich hier eigene Hirn zwischenspeichern (🇻🇪 Jose G. Ortega Castro 🇲🇽, Unsplash-Lizenz).

Anmerkung: Dieser Beitrag enthält Links zu Amazon. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

#TomHillenbrand

Das "Q" in "CompaQ" deutet an, dass die Firma illegale Quantencomputer vertreibt. Die Turing-Polizei überwacht das Verbot.

Wusste ich gar nicht 😂

#Thanatopia #Hologrammatica #TomHillenbrand #ScienceFiction

Es gibt einen neuen #Hologrammatica-Band von #TomHillenbrand: #Thanatopia.

Auch als Hörbuch von Luebbe Audio, wieder mit Oliver Siebeck als Sprecher.

https://www.youtube.com/watch?v=vZ59QtJFTfk&pp=ygUKdGhhbmF0b3BpYQ%3D%3D

#ScienceFiction #Audiobook

„Thanatopia - Aus der Welt der Hologrammatica,…“ von Tom Hillenbrand · Hörbuchauszug

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