
Mehrere Parteien im Bundestag fordern, syrischen Flüchtlingen Erkundungsreisen in ihre Heimat zu erlauben. "So können sich die Menschen vor Ort selbst ein Bild davon machen, ob sich für sie eine dauerhafte Rückkehrmöglichkeit eröffnet", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD, Sebastian Fiedler, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Der Deutsche Städtetag rechnet mit einer Regelung, die syrischen Fachkräften ermöglicht, unabhängig von der Lage im Heimatland in Deutschland zu bleiben. "Wir wissen, dass zahlreiche aus Syrien geflüchtete Menschen zwischenzeitlich im deutschen Arbeitsmarkt angekommen sind", sagte Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) dringt darauf, dass die Bundesregierung an ihrem harten Kurs in der Syrien-Politik trotz der jüngsten relativierenden Äußerungen des Bundeskanzlers festhält.

Luise Amtsberg, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Berichterstatterin der Grünen zu Syrien und Nahost, hat die Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einer Rückkehr des Großteils syrischer Geflüchteter scharf zurückgewiesen. "Die Aussage von Friedrich Merz, dass innerhalb der nächsten drei Jahre `rund 80 Prozent` der in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer in ihr Herkunftsland zurückkehren sollen, ist nicht nur realitätsfern, sondern zynisch", sagte Amtsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).
Anstatt eine Quote zur Ausweisung von #Syrern zu fordern, sollte die #CDU im Interesse der Wirtschaft und der Integrationsleistungen auch von uns Bürger:innen lieber genau hingucken. Wer arbeitet, Steuern zahlt, deren Kinder hier zu Schule gehen, sollte bleiben dürfen. Spart auch sehr viel Geld bei der Anwerbung ausländischer Kräfte. Wir brauchen nicht nur Uniabsolventen, sondern auch den Lieferfahrer.
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/csu-migrationspolitik-syrer-100.html
Über die Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien wurde in der Union zuletzt viel diskutiert. Nun kommt von der CSU ein neuer Vorstoß: Die meisten Syrer müssten zurückkehren, fordert sie - und wird dafür als populistisch und unchristlich kritisiert.
Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt in der Debatte über die Abschiebung von Syrern vor ungewollten Folgen. Syrer seien mittlerweile eine der drei größten Ausländerpopulationen in Deutschland, sagte Werding am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur.