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Faktencheck

Manipuliertes Video: Straßenmusiker singt kein migrationsfeindliches Lied, sondern „Last Christmas“

Ein Video, das AfD-Politiker Maximilian Krah auf X teilte, erweckt den Anschein, als singe ein Straßenmusiker ein migrationsfeindliches Lied. Das stimmt nicht, der Mann sang „Last Christmas“. Das Lied im Video wurde ausgetauscht.

von Kimberly Nicolaus

04. Oktober 2024

Dem Video, das den Straßenmusiker Satre zeigt, wurde nachträglich eine andere Tonspur eingefügt. Im Original singt Satre eine Coverversion von „Last Christmas“ (Quelle: Tiktok; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Video zeige einen Sänger, der in England auf der Straße ein migrationsfeindliches Lied singe.

Aufgestellt von: viralem Tiktok-Video Datum:
11.08.2024

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Manipuliert
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Manipuliert. Dem Video wurde nachträglich eine andere Tonspur hinzugefügt. Im Originalvideo singt der Straßenmusiker Satre eine Version des Weihnachtsliedes „Last Christmas“.

Bei abendlicher Straßenbeleuchtung spielt ein Mann Gitarre. Er singt zu Lewis Capaldi’s Melodie von „Someone You Loved“ vor dutzenden Passantinnen und Passanten auf Englisch: „Das Vereinigte Königreich ist im Arsch, und es gibt niemanden, der mich retten kann. […] Ich packe besser meine Koffer, denn ich haue ab. Rüber nach Polen, wo die Straßen sicher sind. […] Wo sind die Kinder, keine Frauen in Sicht, nur Männer auf diesen Schiffen. Hört auf, das Geld zu geben.“ 

Die Szene ist in einem Video zu sehen, das Maximilian Krah, AfD-Politiker und fraktionsloser Abgeordneter im EU-Parlament, am 19. September auf X teilte. Sein Beitrag wurde mehr als 1.100 Mal geteilt – das Video hat er aus einem englischsprachigen X-Beitrag, der mehr als 18.700 Mal geteilt wurde. 

Doch das Video ist manipuliert. Der Mann sang etwas ganz anderes – das Weihnachtslied „Last Christmas“. 

Maximilian Krah veröffentlichte einen X-Beitrag mit einem manipulierten Video. Die Tonspur wurde nachträglich geändert. Im Original sang der Mann eine Version von „Last Christmas“. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt Straßenmusiker Satre – im Original singt er „Last Christmas“ von Wham!

In dem X-Beitrag von Krah ist erkennbar, dass das Video von Tiktok stammt. Über eine Stichwortsuche mit den Worten „The UK is fucked up song“ finden wir dort mehrere Videos, die den Straßenkünstler zeigen. Ein Tiktok-Profil veröffentlichte es schon am Abend des 11. August 2024 mit dem Kommentar „True words“. 

Auf demselben Profil fand sich bis Anfang Oktober eine zweite Version des Videos. Darin hieß es: „Das Original … brillanter Straßenmusiker in London“, aber die Tonspur war eine andere. Der Mann sang in diesem Video: „You gave it away, this year, to save me from tears, I’ll give it to someone special“ – die Zeilen von „Last Christmas“ der britischen Band Wham!

Welches ist das Original? 

In den Videos ist erkennbar, dass der Sänger eine Pappe in seinem Gitarrenkoffer aufgestellt hat. Darauf steht der Künstlername Satre. Eine Google-Suche nach dem Namen führt zu einem schwedischen Singer-Songwriter, der laut seinem Instagram-Profil häufig mit Cover-Songs in den Straßen Londons auftritt. 

Wir haben ihn bei Instagram kontaktiert. Er antwortete: Das Video mit der Tonspur „The UK is fucked up“ zeige seinen Auftritt. Doch es sei erkennbar, dass er in einem anderen Tempo spiele als die Tonspur suggeriert und Hintergrundgeräusche fehlten. „Ich spiele ‚Last Christmas‘ im Original“, schreibt Satre.

Tonspur im Video wurde mit der Tiktok-Funktion „Song verwenden“ durch eine andere ersetzt 

Tatsächlich ist bei Tiktok erkennbar, dass der Ton dem Video hinzugefügt wurde. Ein Klick auf das Symbol unten rechts im Video führt zu 140 weiteren Videos, die dieses Lied als Tonspur verwenden (Stand: 2. Oktober 2024) – und auch zu dem Original-Song. Das Lied stammt aus einem Tiktok-Video eines Nutzers, der bei Tiktok völlig andere Lieder singt als Satre. 

Das virale Tiktok-Video (links) enthält eine Tonspur (grüne Markierung), die – wie im rechten Bild zu sehen – 140 weitere Videos auf Tiktok nutzen. Sie stammt nicht von dem Straßenmusiker Satre, sondern von einer anderen Person (gelbe Markierung). (Quelle: Tiktok; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Warum die Tiktok-Funktion „Song verwenden“ Wegbereiter für Desinformation sein kann, erklären wir in diesem Artikel. In diesem Fall erreichte das manipulierte Video mehr als 2,5 Millionen Aufrufe – das Original erhielt nur knapp 17.000.

Der Tiktok-Nutzer, der beide Videos veröffentlicht hat, kommentiert unter der manipulierten Version: „Ich habe nur ein Video gemacht und darin diesen Straßenmusiker verwendet.“ Er fordert dazu auf, dem Musiker zu folgen, von dem der Ton im Video ist. Davon wird in den Beiträgen auf X nichts erwähnt.

Auf unsere Anfrage an die Person hinter dem Tiktok-Profil, warum sie das Video mit einer falschen Tonspur veröffentlichte, erhielten wir keine Antwort. Das Video, in dem der Sänger das Weihnachtslied singt, verschwand nach unserer Anfrage von Tiktok, der Fake ist dagegen weiter abrufbar. AfD-Politiker Maximilian Krah reagierte nicht auf unsere Frage, ob er seinen X-Beitrag mit dem manipulierten Video löschen wird.

Mitarbeit: Laura Seime
Redigatur: Sarah Thust, Steffen Kutzner

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Author: Kimberly Nicolaus

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-video-strassenmusiker-singt-kein-migrationsfeindliches-lied-sondern-last-christmas/

#christmas #enmusiker #manipuliertes #migrationsfeindliches #singt #sondern #video

Manipuliertes Video: Straßenmusiker singt kein migrationsfeindliches Lied, sondern „Last Christmas“

Ein Straßenmusiker singt „Last Christmas“ – das Video landet auf Tiktok. Dort wird dessen Tonspur gegen ein migrationsfeindliches Lied ausgetauscht.

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Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen erzielte die AfD in Sachsen 30,6 Prozent der Stimmen und 32,8 Prozent in Thüringen. In beiden Bundesländern stuft der Verfassungsschutz die Partei als rechtsextrem ein. Die Grünen hingegen erzielten Ergebnisse im niedrigen einstelligen Bereich. Offenbar aus Schadenfreude teilen Nutzerinnen und Nutzer – viele von ihnen augenscheinlich AfD-Sympathisanten – nach der Wahl ein Video, das die Grünen-Chefin Ricarda Lang mit bebender Lippe zeigen soll. „Jeder heulende Grüne macht mich glücklich“, schreibt dazu ein Nutzer auf X. „Hier seht ihr die Angst in Ricardas Gesicht, weil Sie bald arbeitslos sein wird“, ein anderer.

Auch der rechte Kommentator Ian Miles Cheong, der regelmäßig Desinformation verbreitet, teilte die Aufnahme, die sich außerdem auch auf Facebook, Youtube, Reddit und Tiktok verbreitet. Wie ein Nutzer auf X anmerkt, ist das Video aber manipuliert. Im Original bebt Langs Lippe nicht.

Die Originalaufnahme stammt aus dem ZDF-Morgenmagazin vom 2. September (Quelle: ZDF-Mediathek; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Original-Video von Ricarda Langs Reaktion auf die Landtagswahl stammt aus ZDF-Morgenmagazin 

In vielen der manipulierten Videos ist ein Wasserzeichen des X-Accounts „BB12_DE“ zu sehen. Dieser verbreitete es offenbar zuerst. Im Video ist das Logo des ZDF-Morgenmagazins zu sehen und die Uhrzeit 5:43 Uhr. Tatsächlich stammt die Aufnahme aus der Sendung vom 2. September, und zeigt Langs Reaktion auf die Wahlergebnisse (ab Sekunde 32).

Offensichtlich wurde das Video manipuliert. Das lässt sich leicht mit Filtern in Apps wie Tiktok machen. Dort gibt es einen Filter, der zu sehr ähnlichen Ergebnissen führt und ein Zittern der Unterlippe hinzufügt.

Ein X-Beitrag zeigt deutlich, dass das Video manipuliert wurde (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Politikerinnen, Journalistinnen und andere Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, werden immer wieder zum Ziel von Desinformation und rechter Hetze. Laut der Expertin Nina Jankowicz sollen sie so zum Schweigen gebracht und aus dem öffentlichen Leben ferngehalten werden. Auch Ricarda Lang war schon mehrmals Ziel von Falschbehauptungen.

Redigatur: Viktor Marinov, Alice Echtermann

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Author: Max Bernhard

https://www.bachhausen.de/reaktion-auf-landtagswahlen-afd-unterstuetzer-verbreiten-manipuliertes-video-von-ricarda-lang/

#landtagswahlen #manipuliertes #reaktion #ricarda #unterstutzer #verbreiten #video

Reaktion auf Landtagswahlen: AfD-Unterstützer verbreiten manipuliertes Video von Ricarda Lang

Nach den Landtagswahlen verbreiten AfD-Unterstützer ein manipuliertes Video, das Grünen-Chefin Ricarda Lang mit bebender Lippe zeigen soll.

correctiv.org

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Faktencheck

Manipuliertes Bild von Stabhochspringerin schürt Transfeindlichkeit bei Olympia

Auf Facebook und X verbreitet sich zu Olympia in transfeindlichen Beiträgen ein angebliches Foto der ehemaligen russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa. Doch das Bild hat weder einen Bezug zu Olympia noch ist es echt.

von Paulina Thom

06. August 2024

Noch vor dem Start des Stabhochsprung-Wettkampfs bei Olympia teilten Nutzerinnen und Nutzer online ein manipuliertes Foto einer ehemaligen Athletin (Symbolbild: Sven Hoppe / DPA / Picture Alliance)
Behauptung

Ein Foto zeige eine Stabhochspringerin mit Penis bei Olympia 2024.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook und X Datum:
26.07.2024

Quelle

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Manipuliert
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Manipuliert. Das Originalfoto ist mehr als zehn Jahre alt und zeigt die damalige russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa. Der Penis wurde nachträglich in das Foto montiert.

Auf Facebook und X kursiert in transfeindlichen deutschen und englischsprachigen Beiträgen ein Foto. Es soll angeblich eine Stabhochspringerin bei den Olympischen Spielen 2024 mit männlichen Geschlechtsorganen unter der Sporthose zeigen. Allein auf Facebook wurde ein Beitrag mit dem Bild mehr als 4.000 Mal geteilt. Auch über den Whatsapp-Bot von CORRECTIV.Faktencheck wurde das Bild mit der Bitte um Überprüfung eingereicht. 

Unter dem Bild sind abwertende und transfeindliche Kommentare. Einige Nutzerinnen und Nutzer weisen aber auch darauf hin, dass das Foto gefälscht sei und keinen Bezug zu den aktuellen Olympischen Spielen in Paris habe – und zwar aus gleich mehreren Gründen. 

Auf Facebook wurde dieses manipulierte Foto mehr als 4.000 Mal geteilt (Quelle: Facebook; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Foto von russischer Athletin Jelena Issinbajewa hat keinen Bezug zu Olympia und wurde manipuliert

Für eine Manipulation spricht etwa, dass sich das Blau der Sporthose genau an der Stelle vom restlichen Blau unterscheidet, an der sich angeblich ein Penis abzeichnet. 

Zudem trägt die Athletin ein Shirt, auf dem „Russia“ steht. Bei den Olympischen Spielen 2024 dürfen russische Sportlerinnen und Sportler nach dem Großangriff Russlands auf die Ukraine nur unter neutraler Flagge teilnehmen. Nach Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees ist jegliche Aktivität oder Kommunikation in Zusammenhang mit der Nationalflagge, der Hymne, dem Emblem oder anderen Symbolen der Russischen Föderation verboten. 

Eine Bilder-Rückwärtssuche bestätigt die Manipulation: Sie führt zu mehreren Medienberichten mit demselben Foto. Demnach stammt es von der Nachrichtenagentur Reuters. In deren Bilderdatenbank ist das Originalfoto auffindbar, es zeigt die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa bei den damaligen Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau am 13. August 2013. 

Bereits 2016 verbreitete sich die gefälschte Version des Fotos in Sozialen Netzwerken. Issinbajewa ist mittlerweile keine aktive Spitzensportlerin mehr, 2016 gab sie ihren Rückzug bekannt.

Das Foto der Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa aus 2013 (links) wurde nachträglich bearbeitet (rechts) (Quelle: Pinterest / Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Issinbajewa ist Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, in ihrer Funktion aber umstritten. Sie sei seit Jahren Unterstützerin Putins, diene als Majorin im russischen Militär und leugne das russische Staatsdoping, wie Medien berichten

Es ist nicht das erste transfeindliche Foto, das sich im Kontext der Olympischen Spiele verbreitet, wie wir hier berichteten. 

Alle Faktenchecks zu Olympia 2024 finden Sie hier.

Redigatur: Gabriele Scherndl, Kimberly Nicolaus

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Author: Paulina Thom

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-bild-von-stabhochspringerin-schuert-transfeindlichkeit-bei-olympia/

#manipuliertes #olympia #schurt #stabhochspringerin #transfeindlichkeit

Manipuliertes Bild von Stabhochspringerin schürt Transfeindlichkeit bei Olympia

Ein Foto der ehemaligen russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa wurde nachträglich bearbeitet – es hat keinen Bezug zu Olympia.

correctiv.org

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Das Olympische Komitee habe Lia Thomas aus dem Schwimmwettbewerb der Frauen ausgeschlossen, ohne die Gründe für diese Entscheidung zu nennen, schreibt eine Nutzerin auf X. „Ich frage mich warum“, heißt es im Beitrag weiter; darunter ist ein Foto der trans Schwimmerin Thomas zu sehen, auf dem sich unter ihrem Badeanzug ein Penis deutlich abzeichnet.

Das Foto wurde allein auf X fast 400.000 Mal gesehen, es verbreitet sich auch auf Instagram und Facebook – nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf vielen anderen Sprachen. In den Kommentaren finden sich zahlreiche transfeindliche und beleidigende Kommentare. 

Der Beitrag auf X ist in mehrfacher Hinsicht falsch – erstens ist der Name von Thomas darin falsch geschrieben, zweitens ist der Grund für ihren Ausschluss öffentlich bekannt und drittens ist das Foto selbst manipuliert.

Unter diesem Instagram-Beitrag mit dem manipulierten Foto von Thomas häufen sich transfeindliche und beleidigende Kommentare (Quelle: Instagram; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Originalfoto aus dem Jahr 2019 belegt Bildmanipulation

Lia Thomas ist eine trans Frau, die laut der New York Times 2019 ihre Geschlechtsangleichung mit Hormontherapie begann. Vor 2021 schwamm sie für das Männerteam der Universität von Pennsylvania. Danach erfüllte sie die Hormontherapie-Anforderungen der National Collegiate Athletic Association, die in den USA Universitätssport reguliert, um für das Frauenteam zu schwimmen. Dort gewann sie 2022 auch einen Titel.

Danach führte der Weltschwimmverband World Aquatics neue Regeln ein. Demnach werden trans Athletinnen nur dann in der Frauenklasse zugelassen, wenn sie sich bis zum zwölften Lebensjahr oder mit Eintreten der Pubertät einer Hormontherapie unterzogen haben. Kritiker bemängeln, dass diese Bedingungen kaum eine trans Person erfüllen könne. In Deutschland ist eine solche Hormontherapie erst ab einem Alter von 16 Jahren möglich. 

Gegen diese Regeln des Weltschimmverbands zog Thomas vor den Internationalen Sportgerichtshof, scheiterte aber.

Das Foto, das sich aktuell von Thomas verbreitet, ist manipuliert. Eine Bilderrückwärtssuche führt zu Medienberichten, die das Originalfoto enthalten. In einem sind als Urheber der Fotograf Hunter Martin und die Bildagentur Getty Images angegeben. Auf der Seite von Getty Images findet sich das Original – ein Bild von Thomas aus dem Jahr 2019 bei einem Schwimmwettbewerb. Das männliche Genital, das sich unter ihrem Badeanzug auf dem manipulierten Foto abzeichnet, ist auf dem echten Foto nicht zu sehen.

Das Originalfoto von Lia Thomson aus einem Yahoo-Artikel zeigt keine sich deutlich abzeichnenden männlichen Genitalien (Quelle: Yahoo / Hunter Martin / Getty Images; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Olympische Komitee steht in der Kritik, weil es die Entscheidung über die Teilnahme von trans Personen den einzelnen internationalen, für die verschiedenen Disziplinen zuständigen, Sportverbänden überlässt. Auch weitere trans Sportlerinnen, wie die französische Sprinterin Halba Diouf oder die amerikanische BMX-Fahrerin Chelsea Wolfe durften an den Olympischen Spielen in Paris nicht teilnehmen.

Redigatur: Max Bernhard, Uschi Jonas

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Originalbild von Lia Thomas bei der Bildagentur Getty Images, 16. November 2019: Link

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Author: Viktor Marinov

https://www.bachhausen.de/olympia-transfeindliche-beitraege-verbreiten-manipuliertes-foto-von-schwimmerin-lia-thomas/

#beitrage #manipuliertes #olympia #schwimmerin #thomas #transfeindliche #verbreiten

Olympia: Transfeindliche Beiträge verbreiten manipuliertes Foto von Schwimmerin Lia Thomas

Online verbreitet sich ein manipuliertes Foto von trans Schwimmerin Lia Thomas, auf dem angeblich ihr Penis zu sehen ist.

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Faktencheck

Manipuliertes Foto von Nancy Faeser – DFB-Trikot nachträglich eingefügt

Im Netz kursiert ein Foto, das Bundesinnenministerin Nancy Faeser zeigt, wie sie das pink-lila farbene Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Kamera hält. Doch das Foto ist ein Fake – die Hände und das Trikot stammen aus einem anderen Foto.

von Kimberly Nicolaus

19. März 2024

Dieses Foto von Bundesinnenministerin Nancy Faeser mit dem neuen Auswärts-Trikot der Nationalelf für die EM 2024 ist nicht echt, sondern wurde manipuliert (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Foto zeige, wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser das Auswärtstrikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die EM 2024 hält.

Aufgestellt von: Beiträgen auf X und Facebook Datum:
16.03.2024

Quelle

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Manipuliert
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Manipuliert. Die Hände und das Trikot wurden einem Foto der Deutschen Presse-Agentur entnommen, auf dem Bundestrainer Julian Nagelsmann zu sehen ist.

Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann präsentierte Mitte März auf einer Pressekonferenz die neuen Trikots der deutschen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2024. Bei Heimspielen wird das Team weiß tragen, bei Auswärtsspielen pink-lila. 

Das farbige Trikot sorgte in Sozialen Netzwerken für Diskussion, neben Lob fiel auch einiges an Kritik. Manche schrieben: „Auswärts ist ein Skandal! Dafür wird uns wieder die ganze Welt verspotten.“ Oder: „Wer die Idee mit dem pinken Trikot hatte, gehört gefeuert.“

Nun kursieren mehrere Beiträge auf X und Facebook mit einem Foto, das Bundesinnenministerin Nancy Faeser zeigen soll, wie sie das pink-lila farbene Trikot in den Händen hält. Die Beiträge erreichten hunderttausende Aufrufe. Einzelne kritisieren dabei eine „Politisierung“ des Fußballs.

Faeser-Foto gefälscht – Hände und Trikot stammen aus Nagelsmann-Foto

Doch das Foto mit Faeser wurde manipuliert. Das belegt eine Bilder-Rückwärtssuche. Unter den Suchergebnissen ist ein Artikel der Tageszeitung Main-Echo. Darin ist ein Foto, das Bundestrainer Nagelsmann zeigt, wie er das Auswärtstrikot der DFB-Elf zeigt. Das Foto stammt von der Deutschen Presse-Agentur und ist in der Bilddatenbank Picture Alliance abrufbar.

Ein Vergleich des echten Fotos mit dem Foto, auf dem Faeser zu sehen ist, zeigt: Auf dem Faeser-Foto sind die Hände von Nagelsmann zu sehen. Die Trikot-Falten zwischen dem Adidas- und dem DFB-Logo sind ebenfalls identisch. Die Fälschung ist auch daran erkennbar, dass der Bereich um die Hände auf dem manipulierten Foto unscharf ist.

Ein Vergleich des Fotos mit Bundestrainer Julian Nagelsmann (links) und dem manipulierten Foto mit Nancy Faeser (rechts) zeigt, dass die Hände und das Trikot aus dem Foto von Nagelsmann stammen (Quellen: Boris Roessler / Picture Alliance / dpa / X; Screenshots, Markierungen und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Als Vorlage für die Bildmontage wurde ein Foto von Faeser genutzt, das das Bundesinnenministerium am 26. Januar 2023 auf Instagram und X veröffentlichte. Darauf verwies auf Anfrage auch ein Sprecher des Ministeriums. Ein Abgleich der Fotos zeigt, dass Faeser im Original-Foto kein Trikot, sondern ein Schild mit der Aufschrift „We remember“ in den Händen hält. 

Ein Vergleich des Originalfotos mit Bundesinnenministerin Faeser (links) und dem manipulierten Foto (rechts) zeigt, dass das „We remember“-Schild (grüne Markierung) für die Manipulation mit dem pink-lila farbenen Trikot der DFB-Elf ausgetauscht wurde (Quellen: Bundesinnenministerium / Instagram / X; Screenshots, Markierungen und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Redigatur: Steffen Kutzner, Gabriele Scherndl

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Author: Kimberly Nicolaus

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-foto-von-nancy-faeser-dfb-trikot-nachtraeglich-eingefuegt/

#eingefugt #faeser #manipuliertes #nachtraglich #nancy #trikot

Manipuliertes Foto von Nancy Faeser – DFB-Trikot nachträglich eingefügt

Auf X verbreitet sich ein Foto, das Nancy Faeser zeigt, wie sie ein Trikot der Fußball-Nationalmannschaft hält – eine Manipulation.

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Seit Wochen wird online Stimmung gegen die Großdemonstrationen gegen Rechtsextremismus gemacht, etwa mit manipulierten Bildern. Eines davon soll belegen, dass die Demonstrationen kleiner seien als berichtet. Doch das Foto ist alt und stammt aus der Türkei.

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Author: Matthias Bau

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-foto-einer-demo-stammt-aus-der-tuerkei-nicht-aus-deutschland/

#deutschland #einer #manipuliertes #nicht #stammt #turkei

Manipuliertes Foto einer Demo stammt aus der Türkei, nicht aus Deutschland

Um die Demos gegen „rechts“ zu delegitimieren, werden online gefälschte Fotos verbreitet. Eines davon ist von 2009 und aus der Türkei.

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Selenskyj auf allen Vieren, dazu der Text „Gegenoffensive in meinem Arsch“: Dieses Tattoo ließ sich angeblich ein Teilnehmer einer Netflix-Show stechen. Ein Video dieser Szene kursiert in Sozialen Netzwerken. Doch es ist gefälscht – im Original sind weder der Text noch das Gesicht von Selenskyj zu sehen.

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Author: Viktor Marinov

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-video-kein-schluepfriges-selenskyj-tattoo-in-netflix-show-gestochen/

#gestochen #manipuliertes #netflix #schlupfriges #selenskyj #tattoo #video

Manipuliertes Video: Kein schlüpfriges Selenskyj-Tattoo in Netflix-Show gestochen

Ein Selenskyj-Tattoo mit dem Text „Gegenoffensive in meinem Arsch“ auf Netflix? Nein, dieses Video ist manipuliert.

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