'Was sich dreht (kein Rad!)'
Britische Elite-FallschirmjĂ€ger bei ihrer VorfĂŒhrung an der ZigerMeet-Airshow.
#FotoVorschlag #Airshow #parachute #Fallschirm #sky #ZigerMeet #Mollis
'Was sich dreht (kein Rad!)'
Britische Elite-FallschirmjĂ€ger bei ihrer VorfĂŒhrung an der ZigerMeet-Airshow.
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Absetzflugzeug abgestĂŒrzt
In Coffee County, rund 60 Meilen sĂŒdlich von Nashville, USA, stĂŒrzte am Pfingstsonntag, 8. Juni 2025, eine DHC-6 Twin Otter mit Crew + (vermutlich) 20 Springern an Bord kurz nach dem Start vom Regionalflughafen Tullahoma ab.
Skydive Tennessee in Tullahoma
Obwohl nicht so bekannt in europĂ€ischen Springerkreisen wie Z-Hills, DeLand oder Skydive Perris, ist der Sprungplatz in Tullahoma Schauplatz einiger groĂer Rekorde. Pilot Mike Mulligan und seine (High Altitude) Flugzeuge werden zumindest Springern, die öfter in USA auf Boogies (Skydiver Treffen) sind, ein Begriff sein.
Die Twinotter* mit der Kennung N166DH hob mittags gegen 12:30 Uhr Ortszeit vom Tullahoma Regional Airport ab und stĂŒrzte kurz darauf auf eine nahegelegene Wiese. Wie Videoaufnahmen der Tennessee Highway Patrol zeigen, wurde das Flugzeug dabei schwer beschĂ€digt: AuffĂ€llig ist das stark in Mitleidenschaft gezogene Heck, dessen Teile abgebrochen auf dem Boden liegen. Das Areal rund um die Unfallstelle wurde von EinsatzkrĂ€ften mit gelbem Absperrband gesichert.
Es gab keine Todesopfer. Nach Angaben der Stadt Tullahoma sowie örtlicher Behörden ĂŒberlebten alle Insassen den Absturz. Vier Personen mussten jedoch mit schweren Verletzungen in KrankenhĂ€user gebracht werden.
Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Ermittler der Federal Aviation Administration (FAA) sowie des National Transportation Safety Board (NTSB) haben die Untersuchungen aufgenommen. Augenzeugen berichteten, dass das Flugzeug nach dem Abheben nicht an Höhe gewann und dann plötzlich zu Boden stĂŒrzte.
Soweit die (bisher bekannten) Fakten.
Anmerkungen Flugundzeit
* Eine de Havilland Canada DHC-6, in Pilotenkreisen normalerweise als (Twin) Otter bezeichnet, gibt es auch mit nur einem Triebwerk. Also als Single Otter.
Die ist allerdings maximal im Seaplane Betrieb in Kanada fĂŒr KurzflĂŒge auf nahegelegene Inseln im Einsatz. FĂŒrs Absetzen von Fallschirmspringern, die schnell auf 4 Kilometer Höhe ĂŒber Grund kommen wollen, sind aus LeistungsgrĂŒnden nur die Twins im Einsatz. Deshalb kĂŒrzen Springer den Namen noch weiter ab und sagen einfach: Otter.
Zum Unfall
Da ich bekannterweise nicht ĂŒber Unfallursachen spekuliere, ist das Folgende mit Vorsicht zu genieĂen. Aber immerhin ist es von den Fakten getrennt. đ
â
Positiv am Unfallausgang ist, dass alle ĂŒberlebt haben. Das muss einem Absetzflugzeug-Absturz knapp nach dem Abheben nicht unbedingt der Fall sein.
Aber schon seit etlichen Jahren â man hat aus UnfĂ€llen gelernt â gibt es auch in Absetzfliegern eine Anschnallpflicht beim Start (je nach Flugplatz/Flugzeug(-EigentĂŒmer) bis 1000 oder eher 1500 FuĂ ĂŒber Grund). Schon allein die Gurte im Flieger anzubringen und sie beim gedrĂ€ngten Sitzen auf dem Boden oder einer harten Bank irgendwie sicher am Gurtzeug festzumachen (ohne dass man versehentlich einen âGriffâ auslöst), ist eine Herausforderung.
Dass es fĂŒr den Fall der FĂ€lle aber lebensrettend sein kann, sieht man.
Leider ist zurzeit die Anzahl der Menschen an Bord nicht offiziell bestĂ€tigt. Die könnte aber einen Hinweis darauf geben, ob die Maschine ĂŒberladen war, was leider bei Ansetzfliegern so ab und an vorkommt. Mit 16 Springern an Bord wĂ€re dies (vermutlich) keine anzunehmende Ursache.
Wasser im Tank â Aussetzen der Leistung beim Abheben â könnte nach lĂ€ngerem heftigen Regen auch möglich sein. In den letzten Wochen gab es in den USA heftige StĂŒrme, gerade in der Mitte der USA, mit Hurricanes und Hagel und Starkregen. Wie gesagt, es/mir ist nicht bekannt, ob dies auf Tullahoma zutrifft. Zurzeit reine Spekulation.
Und es gibt natĂŒrlich auch noch jede Menge anderer GrĂŒnde, warum ein Flugzeug knapp nach dem Abheben abstĂŒrzt. Lastenverschiebung?
Die Annahme eines Stalls (Strömungsabrisses) liegt jedoch sehr nahe.
Es bleibt â wie stets đ â die Frage: WARUM?
© beide Bilder: Tennessee Highway Patrol
#Absturz #Crash #Fallschirm #Fallschirmspringen #Flugunfall #HelgaKleisny #highwayPatrol #Skydive
Ein Flug, der MaĂstĂ€be setzte
Starman ist nicht nur ein ziemlich bekannter David Bowie Song, ein John Carpenter Science Fiction Film (1984), sondern seit heute auch der Name dreier flieg-springerischer Weltrekorde.
Am 27. MĂ€rz 2025 sprang der Wingsuit-Pilot SebastiĂĄn âArdillaâ Ălvarez ĂŒber dem West Tennessee Skydiving Center aus einer Piper Cheyenne 400LS in einer Höhe von 41.470 FuĂ ab. Das ist höher als die meisten kommerziellen Flugzeuge fliegen. Pilot des Absetzflugzeugs war Michael Mullins.
Innerhalb von 30 Sekunden erreichte Ălvarez eine Geschwindigkeit von 550 km/h â mehr als 150 km/h schneller als der bisherige Wingsuit-Geschwindigkeitsrekord. In den 11 Minuten, die er in der Luft verbrachte, legte er 53,45 Kilometer zurĂŒck, was den bisherigen Streckenrekord fast verdoppelte.
Dieser Flug war jedoch mehr als nur ein Rekordversuch. Ălvarez kombinierte Geschwindigkeit, GleitfĂ€higkeit und eine prĂ€zise Kontrolle, um alle drei Rekorde in einem einzigen Flug zu brechen â eine bemerkenswerte Leistung.
Vorbereitung und Technologie im Fokus
Der Sprung war das Resultat von zwei Jahren sorgfĂ€ltiger Vorbereitung. Ălvarez arbeitete intensiv an seiner körperlichen Fitness und seiner technischen Ausstattung, um den extremen Bedingungen in dieser Höhe standzuhalten. Er trug ein speziell entwickeltes Sauerstoffsystem und einen maĂgeschneiderten Wingsuit, der mit aerodynamischen Erweiterungen ausgestattet war, um die Gleitleistung zu verbessern. Diese Innovationen halfen ihm, bei extremen Temperaturen und geringer Luftdichte die Kontrolle zu behalten.
âDie Bedingungen waren sehr anspruchsvollâ, sagt Ălvarez, ein ehemaliger Pilot der Air Force mit fast zwei Jahrzehnten Erfahrung im Wingsuit-Fliegen.
Die Herausforderung des perfekten Flugs
Die Schwierigkeit des Fluges lag nicht nur in der Geschwindigkeit oder der Strecke, sondern auch in der Balance zwischen diesen drei Faktoren: Geschwindigkeit, Distanz und Flugdauer. Alle drei Rekorde gleichzeitig zu brechen, ohne die Kontrolle zu verlieren, erfordert eine prÀzise Flugtechnik.
Man kann zum Beispiel sehr langsam fliegen und viel schweben, dann hat man zwar eine sehr gute Zeit, aber wenig Distanz und Geschwindigkeit. FĂŒr die Geschwindigkeit ist es normalerweise am besten, schnell zu sinken, um Energie aufzubauen, aber das macht die Zeit und die Distanz zunichte. Die Tatsache, dass alle drei Rekorde so gelangen, bedeutet, dass es ein sehr ausgewogener und effizienter Flug war.
Jet Streams, schmale Luftströmungen, die sich schnell durch die obere AtmosphĂ€re bewegen, waren der SchlĂŒssel fĂŒr seine Geschwindigkeit und sein Gleiten. In diesen extremen Höhen, bei brutaler KĂ€lte und Windgeschwindigkeiten von fast 200 km/h, war Ălvarezâ Flug ein echter Test fĂŒr seine körperliche und geistige Ausdauer. Bei einem Flug, bei dem jedes Gramm und jede Bewegung zĂ€hlt, stellte die dĂŒnne Luft in dieser Höhe, die nur ein Sechstel des Sauerstoffs auf Meereshöhe enthĂ€lt, eine zusĂ€tzliche Herausforderung fĂŒr die Atmung und die StabilitĂ€t dar.
Dieser Wingsuit Anzug ist physisch und technisch extrem anspruchsvoll zu fliegen. Er wurde modifiziert, um den besonderen Anforderungen der Mission gerecht zu werden. Die vergröĂerte OberflĂ€che und die FlĂŒgelspitzenverlĂ€ngerungen erfordern viel körperliche Kraft und Technik. Ălvarez hatte lange Zeit trainiert, mit dem Suit zu fliegen.
Um den harschen Umweltbedingungen entgegenzuwirken, trug Ălvarez wĂ€hrend des Fluges ein Sauerstoffsystem und einen speziell angefertigten Helm, der vor den brutalen Winden und den eisigen Temperaturen schĂŒtzt und einen stĂ€ndigen Fluss an Atemluft gewĂ€hrleistet. Ohne diesen Schutz hĂ€tten die Sauerstoffventile einfrieren können, was dazu gefĂŒhrt hĂ€tte, dass Ălvarez innerhalb von Sekunden das Bewusstsein verloren hĂ€tte und unkontrolliert in die Tiefe gestĂŒrzt wĂ€re. AuĂerdem trug er elektrisch beheizte Schichten unter seinem Wingsuit, um sich vor Erfrierungen zu schĂŒtzen.
Mehr als eine Mission
Die Starman-Mission zeigt, was möglich ist, wenn man sich mit Hingabe und Geduld einem Ziel widmet. Der Rekordflug ist das Ergebnis von harter Arbeit und innovativem Denken, aber auch von einer klaren Vision. SebastiĂĄn Ălvarez: âEs geht nicht nur um die Rekorde. Es geht darum, zu zeigen, dass mit der richtigen Vorbereitung und Technologie vieles möglich ist.â
FĂŒr ihn ist dieser Erfolg nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch eine Einladung an andere, ihre eigenen Grenzen zu hinterfragen. âGrenzen sind dazu da, ĂŒberschritten zu werdenâ, so Ălvarez.
SebastiĂĄn Ălvarez hat mit der Starman-Mission nicht nur seine eigenen FĂ€higkeiten unter Beweis gestellt, sondern auch gezeigt, wie wichtig Vorbereitung und technologische Innovationen im Wingsuit-Fliegen sind. Sein Flug bleibt ein bedeutender Moment im Luftsport und erinnert uns daran, dass groĂe Erfolge oft das Ergebnis von harter Arbeit und kontinuierlichem Streben nach Verbesserungen sind.
Das ist menschenmöglich ohne externen Antrieb, ohne Flugzeug
Geschwindigkeit
550 km/h
bisheriger Rekord: 397 km/h
Distanz
53,45 Kilometer
bisheriger Rekord: 29,06 Kilometer
Flugzeit
11 Minuten 1 Sekunde
bisheriger Rekord: 9 Minuten 31 Sekunden
©alle Bilder: Red Bull, Fotograf: Joerg Mitter
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