"Mit Gott gegen die Demokratie". Einladung zur Lesung mit Arnd Henze am 8.4. in Oldenburg. Gemeindezentrum Nikolai, HundsmĂŒhler Str. 111 19:30 Uhr
"Mit Gott gegen die Demokratie". Einladung zur Lesung mit Arnd Henze am 8.4. in Oldenburg. Gemeindezentrum Nikolai, HundsmĂŒhler Str. 111 19:30 Uhr
Heilige Macht? Wenn der Glaube politisch missbraucht wird.
Die beiden fragen danach, wo Grenzen liegen, die Christinnen und Christen nicht mehr mitgehen können, wo klarer Widerspruch nötig ist und wo umgekehrt vielleicht auch eine gewisse Hysterie entsteht, die mehr unterstellt als tatsÀchlich zu beobachten ist. Wie gross ist der reale Einfluss solcher Strömungen? Und wie lÀsst sich zwischen legitimer politischer Verantwortung von Kirche und problematischer religiöser Vereinnahmung unterscheiden?
In der Folge geht es ausserdem um die politische Kraft christlicher Hoffnung: Was kann der Glaube fĂŒr Gesellschaft und Politik tatsĂ€chlich bedeuten, ohne selbst ideologisch zu werden? Und was ist in diesem Spannungsfeld die Aufgabe der Kirche?
Nebenbei erfahrt ihr auch, warum Manuel ĂŒbers Wochenende eine Nacht fast durchgearbeitet hat â und warum Stephan vom anbrechenden FrĂŒhling ganz verzaubert istâŠ
Zur Folge passen auch folgende weiterfĂŒhrende Hinweise:
Schlechte Presse fĂŒr Jesus: Glaube und Kirche in der Ăffentlichkeit
Anlass zum GesprĂ€ch ist ein viel diskutierter Artikel von Tamedia, der Konversionstherapien in Freikirchen thematisiert. Wir fragen: Was wĂŒrde ein Verbot solcher Praktiken tatsĂ€chlich verĂ€ndern? Aber vor allem: Was erwarten wir eigentlich von christlichen Kirchen im Umgang mit diesem Thema?
Die Diskussion fĂŒhrt uns weiter zu einer grundsĂ€tzlichen Frage: Wie soll Kirche ĂŒberhaupt in der Ăffentlichkeit auftreten? Wann und wozu soll sie Stellung beziehen? Soll sie sich zu politischen Themen Ă€ussern â und wenn ja, mit welchem Anspruch und mit welchem Ziel? Und ist das heute ĂŒberhaupt noch plausibel?
Nebenbei erfahrt ihr auch, wie Manus Urlaub gelaufen ist und warum Stephans Laufleidenschaft langsam wieder Fahrt aufnimmtâŠ
Ăber die Rolle der Kirche in sexualethischen Fragen haben Manuel und Stephan in einer frĂŒhen Folge von «Ausgeglaubt» schon einmal ausfĂŒhrlich diskutiert â du findest sie unter dem Titel «Gott interessiert sich nicht fĂŒr unser Sexualleben».
Mehr zum Hintergrund von Konversionstherapien könnt ihr im Artikel von Evelyne Baumberger «Fast zugrunde gegangen statt hetero geworden» erfahren â eine kluge Einordnung der aufwĂŒhlenden Netflix-Dokumentation «Pray Away».
⊠und ĂŒbrigens: Wenn ihr unseren Podcast mögt, könnt ihr fĂŒr den Publikums-Preis des Swiss-Podcast Awards hier fĂŒr uns abstimmen.
#Evangelikalismus #Evangelium #HomosexualitÀt #Kirche #Konversionstherapie #Politik
@confessio Danke fĂŒr diesen Hinweis. Und den booste ich gern. Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass ich als notorischer Evangelikalenkritiker (mit entsprechend kindlicher SchĂ€digung đ ) das mache!
Macht Macht böse? ⊠oder zeigt sie, was lÀngst da ist?
Gemeinsam unterscheiden die beiden zwischen einer psychologisierenden Perspektive, die auf Charakter, individuelle Entscheidungen und persönliches Begehren fokussiert, und einer systemischen Sicht, die Macht als Geflecht aus AbhĂ€ngigkeiten, LoyalitĂ€ten und stillschweigenden ĂbereinkĂŒnften versteht. Geht es um unterdrĂŒckte WĂŒnsche, die durch Macht durchgesetzt werden können â oder ist sexualisierte Gewalt eher Symptom und Eintrittskarte in verschworene Kreise, in denen Schuld, Schweigen und gegenseitige Erpressbarkeit Macht stabilisieren?
Neben diesen schweren Fragen erfahrt ihr in dieser Folge auch Erstaunliches und eher Unerwartetes: Neues ĂŒber Manuel als Handwerker, und warum er aktuell aussieht, als hĂ€tte er eine kleine, aber sehr böse Katze adoptiert â und was es mit den gemeinsamen FitnessplĂ€nen von Manuel und Stephan auf sich hatâŠ
Einen Beitrag von Johanna Di Blasi aus dem RefLab zum Thema gibt es hier.
#Charismatisch #Evangelikalismus #Grenzverletzung #Macht #MĂ€nnermacht #Missbrauch #Pfingstkirchen #USA
Vom Glauben reden â peinlich oder berĂŒhrend?
Vom Glauben reden â das klingt einfach. Und ist doch erstaunlich schwer. Warum entschuldigen wir uns oft schon beim ersten Satz? Warum erklĂ€ren wir alles, kontextualisieren, differenzieren, und grenzen uns vorsorglich von evangelikalen Positionen ab, bis vom Eigenton kaum mehr etwas ĂŒbrig bleibt?
Wir reden darĂŒber, was es heisst, unter sĂ€kularen Bedingungen ĂŒber Gott zu sprechen: Wenn Glaube nicht mehr selbstverstĂ€ndlich ist, wird er nicht automatisch spannender, nur weil man ihn noch besser erklĂ€rt. Vielleicht braucht es weniger Fussnoten â und mehr Mut zur eigenen Stimme. Wir fragen, wo Absicherung notwendig ist, wo sie zur Grundhaltung wird, und wie reformierte Glaubenssprache wieder schlicht, verstĂ€ndlich und verantwortlich klingen kann.
Und weil das Leben zuverlĂ€ssig dazwischenfunkt: Manu merkt, dass er nicht mehr der Hauptverdiener der Familie ist. Stephan stolpert ĂŒber eine digitale SelbstĂŒberschĂ€tzung. Zwei kleine Reality-Checks, die erstaunlich gut zur grossen Frage passen: Wie spricht man ehrlich, ohne sich zu verstecken?
#Bekenntnis #Evangelikalismus #Evangelisation #Glaube #Mission #ReformierteKirche
Habt ihr es auch gesehen? Die Doku des ZDF ĂŒber so genannte #Christfluencer und ihre Verbindungen nach extrem rechts? Falls nicht. Hier in der Mediathek:
https://www.zdf.de/video/reportagen/die-spur-224/christfluencer-glaube-freikirchen-100
#Evangelikalismus und #Freikirchen sind teilweise anfĂ€llig fĂŒr rechte Ambitionen in Richtung #AfD und US-Rechte.
Und die christlichen Kirchen, was unternehmen die dagegen? Ich nehme nichts wahr.
Rechte Gottesbilder: Wie fromme Vorstellungen politisch brisant werden
Im «Hallelujah der Woche» erzĂ€hlt Stephan von einer berĂŒhrenden Begegnung: Sein Sohn freundet sich ganz selbstverstĂ€ndlich mit einem Jungen aus einer geflĂŒchteten Familie an â ein kleiner Moment, der zeigt, wie unkompliziert Offenheit eigentlich sein könnte.
Manuels «Stossgebet» dagegen hat mehr mit Druck zu tun: Er ringt immer noch mit einem ĂŒberfĂ€lligen wissenschaftlichen Aufsatz zum Thema christlicher Nationalismus und spĂŒrt den selbstverursachten Stress im Nacken.
Im «Thema der Woche» geht es um die Macht der Gottesbilder. Denn wie man sich Gott vorstellt â als strengen Kontrolleur, als patriarchalen Hausherrn oder als nationalen SouverĂ€n â prĂ€gt, wie man ĂŒber Gehorsam, Freiheit, Politik und gesellschaftliche Ordnung denkt. Manuel und Stephan zeigen, warum diese Vorstellungen politisch wirksam werden und wieso sie in vielen rechten Bewegungen eine zentrale Rolle spielen.
Sie sprechen ĂŒber die «Big-God»-Theologie des «neuen Calvinismus», die leicht in eine Sehnsucht nach starken FĂŒhrern kippt; ĂŒber patriarchale Hausordnungen, die Top-down-Gehorsam einĂŒben und spirituellen Missbrauch begĂŒnstigen; und ĂŒber christliche Nationalismen, die Gott zum Garanten einer «christlichen Nation» machen und Pluralismus als Bedrohung framen.
Zum Schluss betont Stephan, dass es doch eigentlich gerade zum Wesen reformierter Theologie gehört, Gottes UnverfĂŒgbarkeit festzuhalten: Gott darf nicht vor den Karren einer politischen Agenda gespannt werden. Wer Gottes Willen zu direkt in politische Programme ĂŒbersetzt, verrĂ€t diese theologische Grundintuition.
Genau hier liegt eine wichtige Gegenkraft zu autoritĂ€ren Gottesbildern: Ein Gott, der sich nicht vereinnahmen lĂ€sst, legitimiert auch keine unantastbaren FĂŒhrerfiguren, keine sakralisierte Nation und keine «göttliche Ordnung», die sich jeder Kritik entzieht. Die UnverfĂŒgbarkeit Gottes schĂŒtzt vor religiöser Ăbergriffigkeit â und öffnet Raum fĂŒr demokratische Verantwortung, Irrtumstoleranz und gemeinsames Ringen um das Gute.
Eine Folge ĂŒber die politische Sprengkraft theologischer Bilder â und darĂŒber, warum es entscheidend ist, wer unser Gottesbild prĂ€gt und welche Konsequenzen daraus folgen.
Hier ist ĂŒbrigens noch der versprochene Link zur von Stephan erwĂ€hnten Folge ĂŒber Peter Thiel und seine apokalyptische Theologie.
#Evangelikalismus #Kirche #Nationalismus #Politik #Rechtspopulismus #Reformiert #ReformierteKirche