Am Wochenende gehts

Aktuelle Probleme meiner Mediendiät

Linda Bresonik, Fussballweltmeisterin 2003 und 2007, ist in ihrer alten Heimat Essen öffentlich aufgetreten. Und mein Paywallbohrer funktionierte wieder nicht. Ihre grössten sportichen Erfolge errang sie, als die Mehrheit des Publikums noch gar nicht wusste, dass es leistungsstarken Frauenfussball gibt. Ich dagegen verehrte sie schon, als sie im Mittelfeld Regie führte. Erst später wurde sie zur offensivstarken Aussenverteidigerin umgeschult, scheiterte aber bei der Heim-WM 2011, die erstmals komplett im TV lief, an den späteren Weltmeisterinnen aus Japan. Keine Ahnung also, was die Gute heute zu erzählen hat. Die Funke-Mediengruppe hält es verborgen. Immerhin höchstens halb so schlimm, wie der Springerkonzern – der zog mehrere Jahre ihr Liebes- und Beziehungsleben durch seine Jauche.

Wiekommichdrauf? Paywalls. Die FAZ und die SZ haben eine missratene öffentliche Aktion von Max Schafroth/extra3/NDR digital vermauert. Dabei ist hier alles offen nachzulesen. Hier stellen sich die wesentlichen Fragen an den NDR, die Heimat der Wegmoderierer und quälend nervenden “Presenter”-Reportagen. Schafroth ist so ein “Presenter”, und sogar gelegentlich lustig, mit zweifellos starken Formschwankungen. Und darüber sind sie nun alle spektakulär gestolpert. Gibt es im NDR noch irgendjemand, die/der fachlich recherchiert, kulturelle Kompetenz und minimales Allgemeinwissen besitzt? Offenbar sind alle, die das mal hatten, schon in Rente. Nicht nur im NDR.

Womit ich beim eigentlichen Thema bin. Weil mittlerweile fast alle ARD-Radiowellen niedergebügelt (“formatiert”) sind und irritierende – also Gedanken auslösende“Ausschaltimpulse” dort total verboten sind, bin ich seit Jahrzehnten Deutschlandfunk-Hörer. Es aber mittlerweile auch leid. Am meisten quält mich neben der rechten – und da, wo sie nicht rechts sondern “grün” ist, umso kriegs- und aufrüstungslüsternen – aktuellen Politikberichterstattung das vormittägliche Call-In-Geschwätz. Das Billigste, was Radio machen kann: das Publikum, das weder Sprechen noch Radiomachen gelernt hat, auf sich selbst loslassen. Gecastet, wenn überhaupt, dann nur von billigen studentischen Hilfskräften im sendereigenen Callcenter. Nein danke, ich bin raus.

Stattdessen höre ich neuerdings alte Musikcharts auf YouTube, definitiv musikalisch und kulturell diverser als irgendwas, was im deutschen Formatradio noch durchgelassen wird. Gestern war ich bei den “Billboard Hot100” von 1971. Und siehe, diese Tina-Turner- und diese Aretha-Franklin-Version kannte ich noch gar nicht (ich war 14). Entdeckungen, die in deutschen Radioprogrammen illegalisiert wurden. Aus purer Ignoranz.

Gut, es gibt im DLF noch von Fachredaktionen gestaltete Programme. Das Medienmagazin @mediasres arbeitet journalistisch seriös. Wo gibt es das heute noch? Die Wissenschaftsredaktion ebenfalls, sie wurde aber gekürzt, und arbeitet nicht mehr jeden Wochentag aktuell, sondern muss, ähnlich wie die “Lange Nacht” oder “Essay & Diskurs” vermehrt Archivware wiederholen. Das verdanken wir den inkompetenten 16 deutschen Minsterpräsident*inn*en, die sich – ganz anders als beim “Deutschlandticket” – im AfD-Ähnlichkeitswettbewerb engagieren, und öffentlich-rechtliche Qualitätsprogramme, also solche, die journalistische Arbeit machen und also Geld kosten, offensiv bekämpfen. Denn sie könnten ja selbst Opfer davon werden. Wer will so aus dem Amt scheiden, wie Josefine Paul?

Aber ich schweife ab. Heute morgen war der DLF gut hörbar. Das Wochenendjournal von Vivien Leue, Klassik-Pop-etcetera von Tricia Tuttle, und Zeitzeugen im Gespräch mit Ulrich Schneider, direkt bei mir nebenan in Oberhausen aufgewachsen – alles tippi-toppi. Und morgen ist er es auch. Ich freue mich samstags schon auf “Essay & Diskurs” und den “Sonntagsspaziergang”. Jetzt müsste nur noch eine Programmdirektion die Onlineredaktion ihre Arbeit machen und die Manuskripte nachlesbar stellen lassen. Aber das werden wohl erst kommende Generationen gegen die Lobby der 3-4 Zeitungsmilliardärsclans (“Familienunternehmen”) durchsetzen …

Am Wochenende gehts – Beueler-Extradienst

#ジョルジア・メローニ #ドイツ語 #ラジオ
[Essay und Diskurs] La mamma italiana? - Meloni, Mutterschaft und die neue Rechte in Italien #essayUndDiskurs
https://podcastaddict.com/essay-und-diskurs/episode/215542458 via @PodcastAddict
Essay und Diskurs - La mamma italiana? - Meloni, Mutterschaft und die neue Rechte in Italien

Listen to Essay und Diskurs - La mamma italiana? - Meloni, Mutterschaft und die neue Rechte in Italien by Deutschlandfunk on Podcast Addict. Vom rechten Straßenkampf zur Mutterikone im Palazzo Chigi: Giorgia Meloni vereint Macht, Mutterschaft und Nationalstolz. Wie verbindet sich die Inszenierung weiblicher Autorität mit dem Aufstieg einer neuen, emotional aufgeladenen Rechten in Italien? Albath, Maike www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Podcast Addict

Essay und Diskurs: Arbeit an der Geschichte: Suchen nach uns selbst – Von Ralf Konersmann

Wie viel Vergangenheit steckt in der Gegenwart? Wer sich heute mit Geschichte beschäftigt, kann darauf eine Antwort finden. Allerdings darf die Geschichte nicht darauf reduziert werden, gegenwärtige Narrative nur zu bestätigen.

https://www.deutschlandfunk.de/suchen-nach-uns-selbst-von-der-arbeit-an-geschichte-100.html

#EssayUndDiskurs #Geschichte #Hören #Radio #RalfKonersmann #Vergangenheit #Wissen

Wie viel Vergangenheit steckt in der Gegenwart, ist eine der wichtigen Fragen für Historiker

Wie viel Vergangenheit steckt in der Gegenwart? Wer sich heute mit Geschichte beschäftigt, kann darauf eine Antwort finden.

Deutschlandfunk

Luisa Neubauer hat im #DLF in #EssayUndDiskurs Raum für einen Radioessay bekommen.

Wichtig scheinen mir dabei eher die Nebentöne und das, was u.a. wie folgt formuliert wurde: "eine Antwort auf die Frage zu finden, wie das Abnutzen der Lebensgrundlagen nicht zunehmend die Menschen an sich abnutzt.".

https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-globale-zukunftsfrage-100.html

Denn diese zunehmende Entfremdung von der Welt spüre ich stark.

#FFF #KlimaKrise #KriseUndIch

Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft - aber keiner spricht mehr drüber. Warum ist das so?

Donald Trump, Russland, Gaza, Krieg, Rente, Wehrpflicht, Stadtbild - diese Themen haben 2025 dominiert: Und das Klima? Haben wir das vergessen?

Deutschlandfunk

#Technokratie. Die Renaissance einer politischen Bewegung.

Wenn #Krisen #Demokratie und #Markt erschüttern, feiern #TechnokratieVisionen ihr Comeback. Zwischen #TechBros, #ElonMusk und #SiliconValley-Utopien zeigt sich: Die Sehnsucht nach #Expertenherrschaft ist so aktuell wie gefährlich“ (DLF, #EssayundDiskurs // https://www.deutschlandfunk.de/technokratie-100.html) - und zerstört unsere #Demokratie.

Von Markus Metz und Georg Seeßlen | 7.12.2025

#dgiinfo #technokratischeDemokratie

Technokratie: Eine politische Bewegung erlebt eine Renaissance

Wenn Krisen Demokratie und Markt erschüttern, feiern Technokratie-Visionen ihr Comeback. Die Sehnsucht nach Expertenherrschaft ist so aktuell wie gefährlich.

Deutschlandfunk

Lange wenig #EssayUndDiskurs gehört, da die Qualität mit dem Ruhestand von Grefrath doch etwas nachgelassen hatte.

Der Sendung wieder öfters ne Chance gegeben und finde, sie wird wieder besser.

Heute fand ich Metz/Seeßlen, zum Thema #Technokratie durchaus hörenswert.

Zu ideologischen Linien der #Technokratie habe ich einiges gelernt. Sehe aber einige Thesen auch kritisch: z.B. Coronapolitik sei vorrangig technokratisch gewesen und somit Verstärker des Rechtsrucks.

https://www.deutschlandfunk.de/technokratie-die-renaissance-einer-politschen-bewegung-100.html

Technokratie - Renaissance einer politischen Bewegung

Wenn Krisen Demokratie und Markt erschüttern, feiern Technokratie-Visionen ihr Comeback. Zwischen TechBros, Elon Musk und Silicon-Valley-Utopien zeigt sich: Die Sehnsucht nach Expertenherrschaft ist so aktuell wie gefährlich.

Deutschlandfunk

Was soll die Kunst?

Umsätze gehen zurück, Galerien schließen. Der Kunstmarkt verändert sich radikal. Und die Kunst sowieso. Das Zeitalter, in dem Kunst sich autonom erklärte, scheint vorbei zu sein, wenn Kunst sich etwa moralischen oder politischen Fragestellungen zuwendet. – Von Hilka Dirks

https://www.deutschlandfunk.de/essay-und-diskurs-124.html

#DLF #EssayUndDiskurs #Hören #HilkaDirks #Kunst #Kunstmarkt

Zwischen Politik und Identitätsdiskursen - Was soll die Kunst?

Umsätze gehen zurück, Galerien schließen. Der Kunstmarkt verändert sich radikal. Und die Kunst sowieso. Das Zeitalter, in dem Kunst sich autonom erklärte, scheint vorbei zu sein, wenn Kunst sich etwa moralischen oder politischen Fragestellungen zuwendet.

Deutschlandfunk

Heute seit langem mal wieder #EssayUndDiskurs im #DLF gehört, denn es ging um #FrantzFanon und somit um (koloniale) Gewalt, Gegengewalt und was das mit den Menschen (auch Tätern) macht.

Heute sind wir ja (zum Glück) privilegiert genug Gewalt weit von uns schieben zu können, deswegen ist Nachdenken darüber etwas aus der Mode gekommen, aber imho immer noch notwendig und fruchtbar.

https://www.deutschlandfunk.de/essay-und-diskurs-100.html

Bin absolut kein Fanon-Experte, aber ich fand die Sendung gut und hörenswert.

Gesellschaft - Essay und Diskurs

Freie Meinung, kluge Gedanken: "Essay und Diskurs" präsentiert zu Fragen der Gesellschaft, die aktuell diskutiert werden, ein eigenes Radioformat.

Deutschlandfunk

Wired:

„Zu anderen Zeiten wäre Yarvin womöglich ein obskurer Internet-Spinner ohne jede Außenwirkung geblieben, ein digitaler Joseph de Maistre. Stattdessen wurde er zu einem der einflussreichsten autoritären Vordenker Amerikas, einem Ingenieur des geistigen Quellcodes für die zweite Trump-Regierung.“

via Curtis Yarvin und die Versuchung der smarten Tyrannei | Essay & Diskurs (Deutschlandfunk)

Permalink: https://schoenswetter.servus.at/490/

#curtisYarvin #dlf #essayUndDiskurs #faschismus #podcast #technoFeudalism #trumpII

Der neue Reaktionär - Curtis Yarvin und die Versuchung der smarten Tyrannei

Der Philosoph Curtis Yarvi wünscht sich einen amerikanischen Autokraten. Seine autoritären Ideen treffen den Nerv der Zeit - und beeinflussen etwa J.D. Vance.

Deutschlandfunk
https://www.deutschlandfunk.de/notizen-aus-der-verkrempelten-welt-100.html
In unterhaltsamer Form eine kritische und sehr anregende Auseinandersetzung mit dem 'Fortschritt ' , wie er uns begegnet und wie wir ihn interpretieren.
Wenn ihr was zum Nachdenken haben möchtet, ist das ein guter Einstieg in die Relativität von für sicher gehaltenen Annahmen.....
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
#fortschritt #deutschlandfunk #EssayUndDiskurs
Was war noch der Fortschritt? - Notizen aus der verkrempelten Welt

Irgendetwas stimmt nicht in unserer Welt. Ständig wird uns versprochen, dass die Dinge besser werden. In Wahrheit werden sie – von Toastern bis hin zu Smartphones – vor allem komplizierter. Was ist das nur für ein merkwürdiges Fortschrittsversprechen?

Deutschlandfunk