BM24: Helden und Anti-Helden

Das Bild oben zeigt die Zuhörer an einem der kurzen 20 Minuten Interviews von namhaften Autoren, die ihre neuen Bücher vorstellten. Siehe weiter unten. Viel zu wenig Platz für so viel Begeisterung und Interesse der Buchmesse-Besucher. Wenn eine(r) aufstand und zum nächsten Termin hechtete, begann der Kampf um den begehrten Plastikhocker…

Sparen, koste es, was es wolle

Die angestammte ARD-Bühne, auf der die Autoren zu ihren Büchern befragt werden, war dieses Jahr zur ARD/3Sat/zdf-Sammel-Bühne umfunktioniert worden. Die jeweiligen TV-Stationen zeichnen die Veranstaltungen auf und senden sie zeitversetzt nach der Buchmesse.

Das war ein Vorgeschmack. Wer es noch nicht mitbekommen hat, man überlegt, einige Sender künftig zusammenzulegen:

Was für ein Murks.

Man braucht keine 3 regionalen NDR oder RBB-Sender. Da könnte man jede Menge Geld an Verwaltung und Ressourcen sparen, wenn man die zusammenlegt. Aber das inhaltliche Spektrum von arte, 3sat und zdf ist doch unterschiedlich, sodass ein Zusammenstreichen in jedem Fall zu einer Minderung der Sendequalität führen wird. 3sat ist zudem der einzige Sender, der auch manchmal österreichische Sendungen in Deutschland sichtbar macht. Aber das scheint nicht gewünscht zu sein. Denn:

Würden mehr Deutsche österreichische Nachrichten sehen, dann wüssten sie, dass es im Nachbarland ganz normal ist, als Rentner 87,1 Prozent des letzten Netto-Gehalts zu erhalten; deutsche Rentner müssen im Vergleich dazu laut OECD mit nur 52,9 Prozent auskommen.

Österreich hat also ein deutlich höheres Rentenniveau als Deutschland. Die Durchschnittsrente ist dort monatlich um gut 400 Euro höher als in Deutschland.

Diskussionen über die Rentenhöhe sind übrigens in Österreich in der Gesellschaft nicht vorhanden…

Frank Schätzung: Helden

Frank Schätzing (links) erzählt, wie sein Buch entstand. Rechts im Bild Literaturkritiker Denis Scheck.

„Helden“ ist der Titel des zweiten Bandes von Frank Schätzings Trilogie über das Mittelalter. Klingt vorerst nicht so spannend, wir haben genug Probleme und Herausforderungen heute, über die es sich zu schreiben lohnte. Aber der smarte, studierte und ehemalige Werbemanager weiß, wie man die heutigen Themen so verpackt, dass man einerseits nicht aneckt, und trotzdem genau das alles rüberbringt, was man sagen möchte. Ein wenig wie Stanisław Lem, der seine Regimekritik zeit- und ortversetzt in Science Fiction packte…

Und so freut man sich auf einen erneuten 1000 Seiten Schmöker, der wie seine Vorgängerbücher ausgiebig und gut recherchiert ist. Zwar gibt es schreibtechnisch bessere Autoren als Schätzing. Stimmt. Manches ist zu lang, einiges einfach zu viel. Aber seine jahrelange fundierte fachliche Recherche zu den Sujets, über die er schreibt, macht trotzdem jedes seiner Bücher unbedingt lesenswert.

Er erzählt, dass ihm auffiel, dass nur Männer übers Mittelalter schrieben. Und daher auch die Rolle der Frauen nur aus ihrer Sicht primär bekannt ist. Aber, so Schätzing, wenn man tiefer gräbt, und etwa auch herausfindet, dass die einfachen Frauen sogar Geschäftsinhaberinnen waren, dann ändert das die Sichtweise. Nur die Adeligen wurden verheiratet, zum Wohle des Einkommens und des Standes. Die arbeitenden Frauen hatten wesentlich mehr Rechte und Freiheiten. Diese Recherche – wie so viele andere – floss natürlich in seine Figuren mit ein.

Yuval Noah Harari: Nexus

Harari hier im Interview auf der ARD/3sat/zdf-Bühne im Gespräch mit Thea Dorn.

Ein weiterer Ehrengast (nicht aus Italien) war Yuval Noah Harari. Sicher auch denen, die seine Bücher nicht gelesen haben, zumindest per Namen bekannt. Der Historiker befasst sich in seinem jüngsten Buch „Nexus“ mit den aktuellen Themen Macht, information und Wahrheit und ordnet sie zeitgeschichtlich ein. Für ihn ist Geschichte nicht das Studium der Vergangenheit, sondern das Studium des Wandels. Sie lehrt uns, wie sich Dinge verändern, was gleich bleibt und was neu ist. 

Nexus bedeutet Verbindung. Schon im ersten Kapitel beginnt Harari mit der Frage: Was ist Information? Und beantwortet sie mit: Information ist nicht Wahrheit sondern Verbindung. Unwahre Informationen – Lügen, Fiktionen, Fantasien – verbinden die Menschen oft viel effizienter miteinander als die Wahrheit. Darum beobachten wir im Laufe der Geschichte einen Anstieg der menschlichen Verbundenheit, aber keinen entsprechenden Anstieg der Weisheit.

Es gibt viele weitere kluge Aspekte im Buch mit dem Untertitel: Eine kurze Geschichte der Informationsnetzwerke von der Steinzeit bis zur künstlichen Intelligenz. Man sollte es lesen!

Heldin Swift

Der nächste Held und Trend (nicht nur) auf der Buchmesse ist eine Heldin und heißt Taylor Swift. Die schöne, kluge Sängerin, die sich von der Männerwelt im Musikbusiness nicht unterbuttern ließ, hat allein auf Instagram 283 Millionen Followerinnen und Follower. Ihre Fans nennen sich Swifties und hatten natürlich auch auf der Buchmesse einen Treffpunkt. Auch Swift trägt so dazu bei, dass Jugendliche wieder gerne und mehr lesen.

Trend: Light Novel

So ein Buch hatte ich schon beim Durchgehen der Hallen in Händen und hatte es mir angesehen: Der Inhalt bestand aus einer Mischung von Texten und Manga-Zeichnungen. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Konnte nichts damit anfangen. Wieder weggelegt. Vergessen.

Erst ein Panel von JNC Ninja in The Arts+ (A Book is a Film is a Game), einige Tage später, brachte Licht ins Dunkel. Der Mischmasch aus Roman und Manga war gewollt und hatte System. Die neue Buchkategorie nennt sich Light Novel – Manga mit mehr Text. Sozusagen der Übergang von gezeichneten Mangabüchern zu textlastigen Büchern.

Light Novels

sind Romane, die relativ kurz sind, dafür umfassen die Reihen oftmals mehr als 20 Bände. Thematisch sind sie überwiegend Fantasy-Romane. Am Anfang jedes Bandes finden sich einige farbige Illustrationen, ergänzt von schwarzweiß Illustrationen zwischendrin. Alles im Manga/Anime-Stil. Kennzeichnend sind auch ihre mehrzeiligen und skurrilen Titel.

Light Novels sind Mangas, nur mit mehr Text. Damit perfekt für Manga-Fans, die mehr “richtige Bücher” lesen sollten… 🙂

Trend: Trese – A Book is a Film is Game

Mangels einschlägiger Sprachkenntnisse und noch nie dort gewesen, waren die Philippinen bisher nicht Teil meines Lebens. Das änderte Ferdinand Benedict „Budjette“ Tan, Schöpfer der le­gendären Trese Comics.

Der quirlige Autor, für den Innehalten die Höchststrafe zu sein scheint, erzählte seine Lebensgeschichte, die in einer Welt spielt, in der Kreaturen und Monster aus der philippinischen Mythologie in der menschlichen Welt existieren. Und wie daraus die von ihm (Autor) und Kajo Baldisimo (Zeichner) erstellte Anime-Serie über Alexandra Trese entstand.

Trese ist eine Detektivin, die Verbrechen im Zusammenhang mit Okkultismus aufklärt.

Budjette Tan zuzuhören und zuzusehen ist alleine schon eine Wucht. Wie aus den 30 Cent Animes („wir wollten die Geschichten ja verkaufen, also mussten sie günstig sein“) eine preisgekrönte Horror-/Krimi-Comicserie entstand, die mittlerweile von Netflix verfilmt und in viele Sprachen besetzt wurde, erzählt er so lebendig, das man gespannt wie ein Flitzebogen auf die Umsetzung ist.

Eine neue Welt, zumindest für mich, die es zu entdecken gilt. Tan machte so richtig Lust darauf.

Die Kinder-Hörfunk-Helden

Die Münchner Kinderrunde probte im Pressezentrum für ein späteres reales Interview mit einem Autor. Die Fragen dazu sind vorgegeben. Etwa: Wie war es für dich ein Kinderbuch zu schreiben? War das dein erstes Buch für Kinder? Kannst du die Hauptperson … des Buches etwas beschreiben?
Verbringst du selbst auch gerne Zeit in einer Bibliothek?
Wie viele Bücher hast du zu Hause oder nutzt du lieber E-Books?

Unter der Leitung von Patricia Bodensohn gibt es für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren erste Einblicke in das Radiomachen. Alle sind eingeladen, dienstags bis samstags in den Radio-Alltag beim Radio Feierwerk und der Südpolshow hineinzuschnuppern. Seit über 20 Jahren ist Radio Feierwerk ein Teil der Münchner Kinder- und Jugendkultur und ein Bestandteil der Förderung junger Kunst, Musik und Kultur.

Auf der Frequenz 92,4 MHz, im Münchner Kabel auf 96,75 Mhz und im Internet gibt es jeden Samstag von 6 bis 24 Uhr und Sonntag von 7 bis 9 Uhr und von 21 bis 24 Uhr Sendungen. Am Vormittag Kindergartenhits, verschiedene Magazinsendungen für Grundschulkinder und ein Liveprogramm mit Kindern.

Teil 2: Antihelden

Leider ist nicht alles Gold, was glänzt, einen großen Namen hat oder viel Aufsehen erregt. Einige Beispiele.

Was der Mensch nicht braucht

Das sind keine Bücher, auch keine Spiele, sondern Musikboxen. Ja, genau. Einfache Musikboxen mit etwas Speicher darin. Ihr einziger Daseinszweck ist: Zwitschern…

Es sind keine WLAN-Radios oder Mobiltelefone, auf denen man sich von Techno bis Klassik mit 1000enden von Sendern das gerade Passende aussuchen kann.

Verschiedene Farben erhältlich. Für jedes Zuhause das passende Design. 25 Jahre Garantie!
2 Minuten Vogelgezwitscher. Wie ein Spaziergang im Wald. Entspannt und macht froh. Original Zwitscherbox. Natursounds für Zuhause.
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Geht’s noch?

Relaxsounds sind auf jedem WLAN-Radio oder Mobiltelefon selber aussuchbar, vom Vogelgezwitscher bis zum Regengeprassel oder Wind und Wellengeräusche. Was immer das Herz begehrt. Da braucht man doch keinen eigenen Staubfänger dazu?

Ein Staubfänger, der nur, Betonung auf NUR, Vogelgezwitscher abspielt?

So überflüssig wie ein Kropf.

Wie dumm sind deine Leser?

Dass es Bücher und Text mit einfacher Sprache bei der zunehmenden weltweiten Internationalität geben muss, bei der viele die Sprache des Landes nur schlecht oder gar nicht beherrschen, ist okay.

Aber dieses Buch schlägt dem Fass den Boden aus.

Nein, das ist nicht nur eine Illustration. Jede der nur 80 Dickpapier-Seiten ist auf diesem Informationsniveau. Inhaltlich nichts Neues.

Es geht – klar bei „Autorin“ Luisa Neubauer1 um den Klimaschutz. Ehrenwert und notwendig, keine Frage. Aber für dieses gebundene Buch – für das übrigens unnötigerweise Bäume gefällt werden müssen – Geld bezahlen?

Die gesamte Info hätte man auch auf einer Doppelseite unterbringen können. Sie braucht kein gebundenes, aufwändig hergestelltes Buch.

  • und zwei sehr kleingedruckten Co-Autoren ↩︎
  • ©alle Bilder: Flugundzeit

    Alle Beiträge zur Buchmesse 2024

    BM24: Die Trends

    BM24: Helden und Antihelden

    BM24: Die Buchmesse und Nachhaltigkeit

    BM24: Gastland Italien

    #BM24 #Buchmesse #BudjetteTan #helden #HelgaKleisny #JNCNinja #LightNovel #LuisaNeubauer #Nachwuchs #Schätzing #TaylorSwift #Trese #YuvalHarari

    Trese - Wikipedia

    BM24: Gastland Italien

    Jedes Jahr featured die Buchmesse ein anderes Land und stellt speziell dessen AutorInnen und Bücher vor. Die Ebene über dem Forum wird dabei vom Gastland selbst gestaltet und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich man den Platz nutzen kann. Mein Favorit bisher war Island (2011). Ein kreativer Traum zum Versinken und Abschalten und Entdecken…

    Ganz anders umgesetzt, aber mit derselben Wirkung hat dies dieses Jahr Italien geschafft. Wie ein römisches Herrscherhaus aufgebaut mit einem großen Atrium in der Mitte, von riesigen, massiven Säulen umgeben und an den Außenseiten viele kleine Räume, in denen Bücher, Ausgrabungen oder andere Kunstwerke ausgestellt waren. Und das alles in einem dunklen, leuchtenden Blauton gehalten. Bei meinem Besuch lieferte der Klavierspieler Agostino Penna die passende italienische Akustik zur opulenten Optik.

    Eine Traumstimmung.

    ©alle Bilder: Flugundzeit

    Alle Beiträge zur Buchmesse 2024

    BM24: Die Trends

    BM24: Helden und Antihelden

    BM24: Die Buchmesse und Nachhaltigkeit

    BM24: Gastland Italien

    #BM24 #Buchmesse #Gastland #HelgaKleisny #Italien

    BM24: Die Trends

    Im Gegensatz zur Automesse IAA – die ja mittlerweile Frankfurt den Rücken gekehrt hat – hat die Buchmesse über die Jahrzehnte nicht nur Trends schnell erfasst, sondern sie oft auch gesetzt1. Gedruc…

    FlugundZeit

    Nachhaltigkeit
    Für eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Veranstaltung setzt die Frankfurter Buchmesse vielfältige Maßnahmen um. Beispielsweise können Besucher*innen ihre eigenen mitgebrachten Trinkflaschen an einer Trinkwasser-Zapfstelle auf der Agora kostenfrei auffüllen.

    Soweit die Pressemeldung vorab. Das Bild zeigt die Praxis:

    Eine – in Worten – EINE – Zapfsäule für (Zitat):

    230.000 Besucher*innen, mehr als 4.300 Aussteller, mehr als 3.300 Veranstaltungen und ein ausverkauftes Festival des Lesens… 

    Jo mei. Das hatte ich mir schon vorab gedacht, dass eine Trinkwasser-Zapfstelle ein Tropfen auf dem heißen Stein werden würde.

    Augenauswischerei.

    Wer hat auf der Buchmesse Zeit, sich lange für ein Glas Wasser anzustellen? Glücklicherweise haben sich das wohl mehrere gedacht, und haben – wie ich – auf das kostbare Nass verzichtet. Aber vielleicht hatten die zahlreichen Restaurantbetriebe sich gegen mehr gewehrt. Vermutung. Ansonsten kann das doch keiner mit gesundem Menschenverstand als Nachhaltigkeitsaktion bewerben…

    Der rote Teppich

    Es geht noch besser. Die nächste groß angekündigte Nachhaltigkeitsaktion in der Pressemeldung der Buchmesse:

    Weitere Maßnahmen sind ein weitgehender Verzicht auf Gangteppiche…

    Das Bild der Realität dazu:

    An den Hauptlaufwegen in den großen Hallen gab es also nur mehr mittig einen roten Teppich. Was dazu führte, dass viele große Verlage vor ihrem Stand einen (beigen) Teppich ergänzen ließen. Vermutlich gegen guten Aufpreis…

    Das Ganze ist also primär eher eine zusätzliche Einnahmequelle als eine Nachhaltigkeitsaktion. A la das Zettelchen in den Hotels, dass sie die Handtücher aus Nachhaltigkeitsgründen nicht mehr tauschen. Würde diese Aktion den Hotels Mehrkosten verursachen, hätten sie sie nie durchgesetzt. Nachhaltigkeit hin oder her.

    Augenauswischerei.

    Damit das nicht in die falsche Kehle kommt: Ich bin für Nachhaltigkeit und würde etwa sehr gerne auf alle kostenfreien Zeitungen dieser Welt verzichten, die trotz Aufkleber immer wieder den Briefkasten zumüllen; auf alle Kriege verzichten, die Unmengen an CO2 in die Luft pusten. (Abgesehen von allem anderen Unheil).

    Aber ich mag es nicht, wenn man mich vergackeiert. Wenn man sparen will und das zusätzlich für die Natur und die Welt einen Vorteil bringt – bitte sehr. Nur zu. Aber nicht mit falschen Vorwänden. Das ist respektlos.

    Die kleinen Fläschchen

    Hier gibt es kein Foto. weil ich (normalerweise) mich nicht wie Spiegel Redakteure darüber auslasse, was der Interviewte mir zu trinken oder Essen angeboten hat. (Zumeist nix). Zunächst nun das umwerfend Positive.

    Die Zuordnung der Verlage zu den Hallen wechselt gerne von Jahr zu Jahr. Das ist normal. Dieses Jahr aber hatte man echt das Gefühl, dass die Zuordnung per Würfel erfolgte. Gut, dann sieht man vielleicht etwas Neues, das man im alten Hallentrott sonst nicht beachtet hätte. Auch gut.

    Genauso wechselte der Platz des Pressezentrums in den letzten 20 Jahren, in denen ich die Traummesse für Schreiberlinge, Illustratoren, Filmemacher und Gamer besuchte. Die schlimmste Location und komplett daneben war vor einigen Jahren ein runder offener Gang im Conference Zentrum über dem Maritim.

    In diesem Jahr war es das genaue Gegenteil. Echt feudal. Mit (für die ersten Tage zu wenigen) abgegrenzten Arbeitsstationen, Tischen zum seelischen und körperlichen Auftanken, Fauteuils und Sitzgruppen wie in einer First Class Lounge und abgeschlossenen Interviewkabinen. Und eigene Toiletten, die man sich nicht mit einer ganzen Halle teilen musste. Mehr kann ein Journalistenherz nicht begehren. Der Himmel auf Erden.

    Aber: In diesem Bericht geht es um Nachhaltigkeit. Und darum kommt jetzt der Wermutstropfen. Wasser und Kaffee sind das Wichtigste, was der Journalistenkörper zum Funktionieren braucht.

    7500 Journalisten waren laut Buchmesse gemeldet. Da war schon der große 40 Liter Plastikbottichspender nicht oft genug getauscht in den letzten Jahren. Dieses Jahr ging man (aus Nachhaltigkeitsgründen?) auf Mini-Glasfläschchen über.

    Viertelliter, wenn’s hoch kommt. Die gab es denn auch nur am ersten Tag zur Eigenentnahme am Tischchen. Später erhielt man sie auf Nachfrage an der noblen Bar beim sehr freundlichen Personal. Umständlich (für alle) und aufwändig. Da traut man sich kaum, mehrmals zu fragen. Auf die 1 1/2 Liter kommt man so nicht pro Tag. (Ich habe die üblicherweise im Rucksack mit, was die Schlepperei (täglich im Schnitt 13 km) weiter erschwert.)

    Als ich den freundlichen Kellner an der Bar darauf ansprach, meinte er nur: „Der Kunde, also die Buchmesse, wünscht das so…“

    Also bitte. Bitte. Wenn es sein muss 🙂 weniger Noblesse, aber ausreichend funktionelle Wasserzapfstellen. Nachhaltigkeit hin oder her.
    Toiletten sind dafür nicht so prickelnd.

    Vielleicht lässt sich noch eine andere, tatsächlich nachhaltige Lösung finden, als der Aufwand mit den Minifläschchen…

    Wer sagt da noch, dass früher mehr Lametta war? 🙂

    Die offene Bühne der Schweizer Verlage…

    Damit nicht schon der erste Beitrag nur Gemecker wird:

    Jede Buchmesse ist anders.

    Jede Buchmesse ist auch für jeden Teilnehmer (Aussteller, Besucher, Journalisten, Autor, Illustrator) anders.

    Und diese war eine meiner schönsten.
    Gute Gespräche.
    Angenehme Atmosphäre.
    Viele Anregungen.

    Auf zur nächsten!

    ©alle Fotos der Buchmesse-Beiträge: FuZ

    https://flugundzeit.blog/bm24-die-buchmesse-und-nachhaltigkeit/

    #2024 #BM24 #Buchmesse #HelgaKeisny #nachhaltigkeit #Teppich #Wasser

    BM24: Die Buchmesse und Nachhaltigkeit

    NachhaltigkeitFür eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Veranstaltung setzt die Frankfurter Buchmesse vielfältige Maßnahmen um. Beispielsweise können Besucher*innen ihre eigenen mitgebra…

    FlugundZeit

    Nach dem #BurningMan2023 ist vor dem #bm24. Das Motto diesmal ist:

    Curiouser and Curiouser

    Und dazu gibt es auch wieder ein voluminöses Honoraria Programm. Lest, was diese NGO jedes Jahr zusammenbekommt, um die Kunst für das #DesertArt-Festival zu bestreiten.

    https://y.lab.nrw/bm24-honoraria

    Eindrucksvoll.

    \___
    #BurningMan #NewsFromTheHive #Art #Sculpture

    Introducing the 2024 Black Rock City Honoraria

    Burning Man Arts is thrilled to spark your curiosity about the artworks selected for the Black Rock City 2024 Honoraria Program! This program is just one of the many ways the global nonprofit Burning Man Project amplifies creative expression in...

    Burning Man Journal