Luftfahrt für Kinder

Kentucky ist ein amerikanischer Bundesstaat, der fliegerisch nicht gerade als erstes heraussticht. Gerade wenn zwei der näheren Teilstaaten die Carolinas sind. Da dachten sich einige im Kentucky Department of Aviation: Das kann man ändern!

So entwickelte das Luftfahrtministerium von Kentucky ein Luftfahrt-Malbuch für Kinder, das auf der Website der Behörde kostenlos heruntergeladen werden kann.

Das Malbuch enthält Seiten mit Fakten über die Luftfahrt – wie den ersten Flug des Wright Flyer I, Namen von Flugzeugteilen, Fluggeschwindigkeiten und die Namen von Flughafengebäuden.

Neben den Informationen über die Luftfahrt gibt es natürlich auch Fakten über die Luftfahrt in Kentucky. Wer weiß schon, dass Louisville, Kentucky, die zweitbestbezahlte Metropolregion für Flugzeugmechaniker und Servicetechniker in den USA ist?

Für Kinder heißt es: Male einen F-22 Raptor oder eine C-130 Hercules aus oder gestalte deine eigene Fluggesellschaft und dein Boarding Ticket. Es gibt mehr als ein Dutzend Malvorlagen und eine letzte Seite mit witzigen Fakten über die Luftfahrt in Kentucky, etwa die Anzahl der öffentlich zugänglichen Flughäfen im Bundesstaat und wie viele Flugzeuge täglich landen.

Lasst eurer Fantasie freien Lauf und lernt etwas über die Luftfahrt in Kentucky.

©alle Zeichnungen: Kentucky Department of Aviation

#HelgaKeisny #KentuckyDepartmentOfAviation #Kinder #kostenfrei #Malbuch

Nachhaltigkeit
Für eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Veranstaltung setzt die Frankfurter Buchmesse vielfältige Maßnahmen um. Beispielsweise können Besucher*innen ihre eigenen mitgebrachten Trinkflaschen an einer Trinkwasser-Zapfstelle auf der Agora kostenfrei auffüllen.

Soweit die Pressemeldung vorab. Das Bild zeigt die Praxis:

Eine – in Worten – EINE – Zapfsäule für (Zitat):

230.000 Besucher*innen, mehr als 4.300 Aussteller, mehr als 3.300 Veranstaltungen und ein ausverkauftes Festival des Lesens… 

Jo mei. Das hatte ich mir schon vorab gedacht, dass eine Trinkwasser-Zapfstelle ein Tropfen auf dem heißen Stein werden würde.

Augenauswischerei.

Wer hat auf der Buchmesse Zeit, sich lange für ein Glas Wasser anzustellen? Glücklicherweise haben sich das wohl mehrere gedacht, und haben – wie ich – auf das kostbare Nass verzichtet. Aber vielleicht hatten die zahlreichen Restaurantbetriebe sich gegen mehr gewehrt. Vermutung. Ansonsten kann das doch keiner mit gesundem Menschenverstand als Nachhaltigkeitsaktion bewerben…

Der rote Teppich

Es geht noch besser. Die nächste groß angekündigte Nachhaltigkeitsaktion in der Pressemeldung der Buchmesse:

Weitere Maßnahmen sind ein weitgehender Verzicht auf Gangteppiche…

Das Bild der Realität dazu:

An den Hauptlaufwegen in den großen Hallen gab es also nur mehr mittig einen roten Teppich. Was dazu führte, dass viele große Verlage vor ihrem Stand einen (beigen) Teppich ergänzen ließen. Vermutlich gegen guten Aufpreis…

Das Ganze ist also primär eher eine zusätzliche Einnahmequelle als eine Nachhaltigkeitsaktion. A la das Zettelchen in den Hotels, dass sie die Handtücher aus Nachhaltigkeitsgründen nicht mehr tauschen. Würde diese Aktion den Hotels Mehrkosten verursachen, hätten sie sie nie durchgesetzt. Nachhaltigkeit hin oder her.

Augenauswischerei.

Damit das nicht in die falsche Kehle kommt: Ich bin für Nachhaltigkeit und würde etwa sehr gerne auf alle kostenfreien Zeitungen dieser Welt verzichten, die trotz Aufkleber immer wieder den Briefkasten zumüllen; auf alle Kriege verzichten, die Unmengen an CO2 in die Luft pusten. (Abgesehen von allem anderen Unheil).

Aber ich mag es nicht, wenn man mich vergackeiert. Wenn man sparen will und das zusätzlich für die Natur und die Welt einen Vorteil bringt – bitte sehr. Nur zu. Aber nicht mit falschen Vorwänden. Das ist respektlos.

Die kleinen Fläschchen

Hier gibt es kein Foto. weil ich (normalerweise) mich nicht wie Spiegel Redakteure darüber auslasse, was der Interviewte mir zu trinken oder Essen angeboten hat. (Zumeist nix). Zunächst nun das umwerfend Positive.

Die Zuordnung der Verlage zu den Hallen wechselt gerne von Jahr zu Jahr. Das ist normal. Dieses Jahr aber hatte man echt das Gefühl, dass die Zuordnung per Würfel erfolgte. Gut, dann sieht man vielleicht etwas Neues, das man im alten Hallentrott sonst nicht beachtet hätte. Auch gut.

Genauso wechselte der Platz des Pressezentrums in den letzten 20 Jahren, in denen ich die Traummesse für Schreiberlinge, Illustratoren, Filmemacher und Gamer besuchte. Die schlimmste Location und komplett daneben war vor einigen Jahren ein runder offener Gang im Conference Zentrum über dem Maritim.

In diesem Jahr war es das genaue Gegenteil. Echt feudal. Mit (für die ersten Tage zu wenigen) abgegrenzten Arbeitsstationen, Tischen zum seelischen und körperlichen Auftanken, Fauteuils und Sitzgruppen wie in einer First Class Lounge und abgeschlossenen Interviewkabinen. Und eigene Toiletten, die man sich nicht mit einer ganzen Halle teilen musste. Mehr kann ein Journalistenherz nicht begehren. Der Himmel auf Erden.

Aber: In diesem Bericht geht es um Nachhaltigkeit. Und darum kommt jetzt der Wermutstropfen. Wasser und Kaffee sind das Wichtigste, was der Journalistenkörper zum Funktionieren braucht.

7500 Journalisten waren laut Buchmesse gemeldet. Da war schon der große 40 Liter Plastikbottichspender nicht oft genug getauscht in den letzten Jahren. Dieses Jahr ging man (aus Nachhaltigkeitsgründen?) auf Mini-Glasfläschchen über.

Viertelliter, wenn’s hoch kommt. Die gab es denn auch nur am ersten Tag zur Eigenentnahme am Tischchen. Später erhielt man sie auf Nachfrage an der noblen Bar beim sehr freundlichen Personal. Umständlich (für alle) und aufwändig. Da traut man sich kaum, mehrmals zu fragen. Auf die 1 1/2 Liter kommt man so nicht pro Tag. (Ich habe die üblicherweise im Rucksack mit, was die Schlepperei (täglich im Schnitt 13 km) weiter erschwert.)

Als ich den freundlichen Kellner an der Bar darauf ansprach, meinte er nur: „Der Kunde, also die Buchmesse, wünscht das so…“

Also bitte. Bitte. Wenn es sein muss 🙂 weniger Noblesse, aber ausreichend funktionelle Wasserzapfstellen. Nachhaltigkeit hin oder her.
Toiletten sind dafür nicht so prickelnd.

Vielleicht lässt sich noch eine andere, tatsächlich nachhaltige Lösung finden, als der Aufwand mit den Minifläschchen…

Wer sagt da noch, dass früher mehr Lametta war? 🙂

Die offene Bühne der Schweizer Verlage…

Damit nicht schon der erste Beitrag nur Gemecker wird:

Jede Buchmesse ist anders.

Jede Buchmesse ist auch für jeden Teilnehmer (Aussteller, Besucher, Journalisten, Autor, Illustrator) anders.

Und diese war eine meiner schönsten.
Gute Gespräche.
Angenehme Atmosphäre.
Viele Anregungen.

Auf zur nächsten!

©alle Fotos der Buchmesse-Beiträge: FuZ

https://flugundzeit.blog/bm24-die-buchmesse-und-nachhaltigkeit/

#2024 #BM24 #Buchmesse #HelgaKeisny #nachhaltigkeit #Teppich #Wasser

BM24: Die Buchmesse und Nachhaltigkeit

NachhaltigkeitFür eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Veranstaltung setzt die Frankfurter Buchmesse vielfältige Maßnahmen um. Beispielsweise können Besucher*innen ihre eigenen mitgebra…

FlugundZeit

In diesem virtuellen, globalen Programm können Stipendiaten Medienprojekte entwickeln, die sich mit Aspekten von Planetary Health Futures befassen, einschließlich Fragen des Klimas, des menschlichen Wohlbefindens, der Beziehungen zwischen den Arten, der Demokratie, der sich entwickelnden sozialen Strukturen und der Sicherung der Bewohnbarkeit der Erde für Menschen und andere Lebensformen. 

Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juli 2024 um 11:59pm MST.

Das Stipendium steht Kandidaten aus der ganzen Welt offen. Jeder Kandidat erhält 6.000 US-Dollar sowie die Chancen zum Networking, Mentoring und öffentliches Engagement rund um die eigene Arbeit. Die Bewebungsfist endet am 14. Juli 2024.

Bewerbung

https://leonardo.asu.edu/programs/leonardo-imagination-fellowship

Da die Bewerbung und spätere Arbeiten mit eingeschlossen, zwar weltweit gelten, alle Kommunikation aber auf Englisch erfolgt, habe ich im weiteren den Originaltext hier ohne Übersetzung angefügt:

In this virtual, global program, fellows will develop experimental media projects exploring diverse aspects of Planetary Health Futures, including issues of climate, human well-being, interspecies relationships, democracy, emerging social structures, and safeguarding the Earth’s habitability for humans and other life forms. 

Applications are due on July 14, 2024 at 11:59pm MST.

Fellows will reflect on how their projects support, align with, and add complexity and nuance to the United Nations Sustainable Development Goals. They will also substantively engage with the notion of experimental media, charting new territory in areas like artificial intelligence, expanded reality, immersive storytelling, worldbuilding, and more. The projects upon which our fellows embark will embrace global perspectives and invite global participation, and demonstrate commitment to justice and equity.

Each fellow will produce a discrete media artifact, but also will be supported in collaborative, cross-disciplinary experimentation with practice and process throughout the fellowship period.

The fellowship runs from September 2024 through May 2025. This opportunity is open to applicants from anywhere in the world; each fellow will receive a stipend of US$6,000, plus networking, mentorship, and opportunities for public engagement around their work.

https://flugundzeit.blog/leonardo-imagination-fellowship/

#ASU #HelgaKeisny #LeonardoImaginationFellowship

Leonardo Imagination Fellowship | Julie Ann Wrigley Global Futures Laboratory™