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Meine Erfahrungen mit der YpsoPump Insulinpumpe nach einem Monat

https://nerdjunk.de/meine-erfahrungen-mit-der-ypsopump-insulinpumpe-nach-einem-monat/

Vor knapp einem Monat war es so weit. Mein Wechsel der Insulinpumpe wurde genehmigt und nun trage ich die YpsoPump fast 4 Wochen. Vor dem Wechsel hatte ich schon in mehreren Beiträgen geschrieben, dass ich nicht unbedingt ein Fan der Pumpe bin und dennoch es mal versuchen möchte. Einzig aus dem Grund, weil meine inzwischen alte Pumpe für meinen Alltag nicht die richtige Wahl war.

Die T-slim X2 ist und bleibt eine wirklich fantastische Pumpe in meinen Augen, passt aber leider nicht in meinen Alltag.

Sofern ihr ein wenig nachlesen wollt, bevor es zu meinen Erfahrungen geht, könnt ihr das bei den folgenden Beiträgen tun:

Der Anfang

Der Start der YpsoPump war, um ehrlich zu sein, leichter als gedacht. Obwohl die T-slim sehr klein war, ist die YpsoPump hier noch einmal ein kleines Stück kleiner. Fühlt sich nicht nur angenehm an, sondern ist auch spürbar im Alltag. Dadurch, dass man sie selbst nie im Alltag anfassen muss, verschwindet sie in einer kleinen Seitentasche und man merkt gar nicht, dass sie überhaupt da ist.

Gesteuert wird die Pumpe über das Handy. Damit der Algorithmus funktionieren kann, muss die Pumpe immer in Reichweite des Handys sein. Laut Hersteller werden hier Reichweiten von bis zu 6 Metern angegeben. Die Verbindung selbst klappt tadellos und ich habe hier zum Glück keine negativen Punkte feststellen können. Der Algorithmus passt die Abgabe des Insulins bis zu 180-mal am Tag an und hat schon in den ersten Tagen ohne Lernzeit seine Arbeit super erledigt.

Fairerweise muss ich hier sagen, hat mir meine Diabetologin eine Woche Schonfrist gegeben und mich von der Arbeit freigestellt. Einfach, damit der Algorithmus sich ein wenig anpassen kann.

Erstaunlich empfand ich, dass meine Standardabweichung kleiner geworden ist. Das heißt, die Schwankungen zu meinem Wunschwert haben sich um 70 % verringert. Auch die Zeit in meinem Wunschbereich wurde fast zu 100 % konstant gehalten. Ein Tag hatte ich eine Zuckerkurve, die so gerade war, dass ich ein Lineal hätte anlegen können und ich hätte nichts gesehen. Einfach nur toll.

Positiv überrascht vom Inserter

Einige werden jetzt vielleicht denken, dass ich einen an der Waffel habe. Wie kann man nur von etwas positiv überrascht sein, was einem eine Nadel in den Bauch rammt? Es ist im Grunde ganz einfach.

Der Inserter übernimmt eigentlich den schwersten Teil des Wechselns des Infusionsset. Bei vielen Pumpen muss das Infusionsset per Hand gestochen werden. Für Leute, die etwas zaghafter sind, kann das schon mal etwas schmerzlich werden.

Nicht aber mit dem kleinen Zubehör. Dieser setzt die Nadel so schnell, dass der Körper gar nicht mitbekommt, dass gerade eine Nadel gelegt wird. Selbst gibt der Inserter ein dumpfes Klack ab und alles ist vorbei. Ich merke so absolut nichts. Kein Ziepen oder wehtun, wie das bei dem Infusionsset von der T-slim war. Absolut fantastisch in meinen Augen.

So toll das Ganze auch ist, so habe ich auch etwas Negatives über das Infusionsset selbst zu berichten. Es ist angenehm zu tragen und hält bei mir richtig gut. Dadurch, dass man die Pumpe selbst nie anfassen muss, braucht man sich darüber auch keine Gedanken zu machen. Einzig bis zu dem Zeitpunkt, an dem du das gute Ding wechseln musst.

Ich trage selbst lieber Stahlkanülen, da diese nicht undicht werden können. Ganz im Gegensatz zu denen aus Teflon. Die Nadel selbst wird durch einen kleinen Plastikaufsatz fixiert. Dieser hat einen kleinen Krater bzw. eine Vertiefung, die 360 Grad um die Nadel führt. Somit liegt hier kein flaches Stück auf der Haut auf wie bei der alten, sondern mit einer Vertiefung. Durch das Tragen selbst drückt sich die Haut in diese Vertiefung und hinterlässt optisch einen Krater beim Entfernen. Die eingedrückte Haut ist auch für mindestens 1 Stunde nach Entfernen so schön hart, als hättest du hier eine Kruste auf der Haut. Es bleiben unschöne rote Flecken, die erst nach einer Woche langsam verschwinden. Ich muss alle zwei Tage wechseln. Ihr könnt euch vorstellen, wie unschön das Ganze aussieht.

Kommen wir gleich dann zu meinem Alltag und wie sich die Pumpe hier geschlagen hat, als es wieder Richtung Arbeit ging. Es geht also weiter auf Seite zwei.

Ständige Hypos durch falsche Werte

Die Ernüchterung ging dann direkt am ersten Arbeitstag los. Bei etwas mehr Bewegung hat mich die Pumpe immer in den Unterzucker gespritzt. Was in meinen freien Tagen super funktioniert hat, ging einfach nicht bei körperlicher Bewegung. Selbst der Modus, der die Insulinmenge herunterregelt, sorgt dafür, dass meine Kollegen mich nicht nur einmal zur Seite nehmen mussten.

Nach ein paar Tagen war der Fehler auch soweit gefunden und der Start der Anpassungen konnte starten.

Zwei Fehler konnte ich für mich identifizieren. Zum einen die Kohlenhydrateinheiten für die Mahlzeiten. Diese waren sogar doppelt falsch für mich. Zum einen habe ich BE gelernt, dass 12 Gramm Kohlenhydrate entspricht. Pumpe aber rechnet in KH, was 10 Gramm Kohlenhydrate entspricht. Somit habe ich für das gleiche Essen viel mehr Insulin abgegeben als vorher. Hier war der Fehler wirklich nur bei mir, den ich selbst bei der Einrichtung nicht bemerkt habe.

Der zweite gravierende Fehler war, dass meine T-slim 3 Modi hatte und dort die Kohlenhydrateinheiten so angepasst waren, dass sie die Art wie die Pumpe die Werte korrigiert ausgeglichen haben. Ich habe somit das ausgeglichen, was die Pumpe bei mir nicht ausgleichen konnte.

Inzwischen bin ich so weit, dass ich langsam den Dreh raus habe, wie und wann ich den Modus der Pumpe wechseln muss. Ebenso habe ich, glaube ich, die Boluskorrekturen gefunden, die auch zu mir passen. Denke, in den kommenden paar Wochen sollte das auch angepasst sein.

Bin ich zufrieden?

Hier kann ich euch sagen, ich bin nicht unzufrieden. Da ich derzeit noch in der Lernphase des Algorithmus bin und auch noch keine endgültigen BE-Faktoren habe, da diese einfach nicht gestimmt haben, bin ich sehr positiv gestimmt. Alleine die Art und Weise, wie die Pumpe funktioniert, hat mich zu einem kompletten Umdenken gebracht. Dadurch, dass die Pumpe nun alles von sich aus korrigiert und auch lernt, ist es umso wichtiger, alles Gegessene einzutragen, damit es hier keine Probleme gibt. Gravierend ist es auch bei kleineren Snacks, bei denen wir uns auf die Nährstoffangaben verlassen müssen. Hier hatte ich dann plötzlich einen so extremen Blutzucker, dass ich hier locker auch ein komplettes Mittagessen hätte essen können.

Dann gibt es hier noch so ein paar andere kleine Dinge, die sowohl gut als auch so lala sind. Der Batterietausch zum Beispiel ist einfach, schnell und in 10 Sekunden erledigt. Vorteil bei der Arbeit, da man hier nicht den Akku laden muss und erst einmal 30 Minuten außer Gefecht ist. Genauso ist die Batterie etwas komisch. Diese sollte ca. 3 Wochen halten. Bei mir ist diese nach 7 Tagen leer. Gefühlt leert sie sich jeden Tag um 20 % und ab 40 % lässt sie sich viel Zeit und ist dann von jetzt auf gleich leer.

Der komplette Tausch der Patrone und des Infusionssets dauert keine 3 Minuten. Was absolut genial ist, da man dies einfach zwischendurch machen kann. Die befüllbaren Patronen und das passende Zubehör für unterwegs sind schon gut gemacht. Zu den mindestens 20 Minuten bei der T-slim kein Vergleich.

Transportbox für eine Patrone und BatterieVorratsbox für die befüllten Patronen

Selbst die von mir im Vorfeld als negativ angesehene Größe von 160 Einheiten ist kein Problem. Durch den Algorithmus habe ich pro Tag, wenn nichts außer Kontrolle gerät, 10-15 Einheiten weniger Insulin, das benötigt wird. Dies gleicht die Differenz von knapp 80 Einheiten zu der alten Patrone komplett aus.

Ein weiterer Pluspunkt, den ich nach ein paar Tagen bemerkt habe, ich bin allgemein fitter. Dadurch, dass der Blutzucker nicht so schwankt, fühle ich mich nicht wie vom Lkw überfahren. Kann wieder recht gut durchschlafen und habe weniger Durchhänger. Sollte das so bleiben, sehe ich positiv in die Zukunft.

Danke für eure Rückmeldungen

Zum Abschluss möchte ich mich hier noch einmal bei euch bedanken. Habe zahlreiche Anfragen und Rückmeldungen von euch bekommen, was mich sehr gefreut und überrascht hat. Was als eine kleine Idee gedacht war, hat sich zu dem am meisten aufgerufenen Bereich entwickelt. Euer Vertrauen, eure Situation zu schildern und um Ideen und Erfahrungen anzufragen, hat mich positiv überrascht.

Vielen lieben Dank für diese tolle Erfahrung und den Support. Ich hoffe, euch weiterhin mit ein paar nützlichen Informationen versorgen zu können.

Quellenangaben:

  • Bilder alle von nerdjunk.de selbst erstellt.

#blutzucker #chronischKrank #diabetes #diabetesTyp1 #dmp #hba1c #insulin #insulinpumpe #lebenMitDiabetes #therapie #zuckerkrank

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Der erste Tag mit der YpsoPump

https://nerdjunk.de/der-erste-tag-mit-der-ypsopump/

Gestern war es so weit, und ich habe endlich die technische Einweisung in die neue Pumpe bekommen. Nach dem nicht ganz so guten Start war die Schulung umso besser. Zwar nicht ohne Probleme, aber dazu später etwas mehr. Wie einige wissen, bin ich hier mit gemischten Gefühlen hin, da ich mich von meiner T-slim X2 ungern trennen wollte. Da meine neue Pumpe zum vereinbarten ersten Termin nicht versendet worden ist, hat es mich noch mehr verunsichert, als ich ohnehin schon war.

Das ist sie nun die neue…

Die ersten Schritte

Wie ein kleines Kind habe ich mich erst einmal über die Lieferung hergemacht. Das Zubehör war soweit komplett und man konnte direkt mit der Schulung beginnen. Interessant für mich war hier auch, dass der Applikator mitgeliefert worden ist. Infusionsset und natürlich dann noch das Reservoir für das Insulin. Das war es. Nicht viel, aber für die ersten 15 Tage war es schon einmal genug.

Was als Erstes folgte, war die Erklärung der Pumpe und zu meinem Bedauern der erste Kontakt mit dem Touchdisplay der Pumpe. Dieser fühlte sich genauso an wie die Pumpe. Ziemlich träge und langweilig, um ehrlich zu sein. Kein Vergleich zu der T-slim X2. Dort flutschte einfach alles wie von Zauberhand. Die ganzen Eingaben für das basale Insulin dauerten Ewigkeiten.

Stellt euch einfach vor, ihr habt ein teures Handy, aber das Touchdisplay hat die Qualität eines Tablets aus dem 1-Euro-Laden. Oft war nach einem Nervenzusammenbruch dann endlich ein Wert eingegeben und man durfte zum Nächsten.

Grundsätzlich fühlte sich der Rest der Pumpe ziemlich wertig an, kommt aber auch nicht von der Haptik an die alte heran. Vielleicht bin ich diese einfach nur inzwischen so gewohnt, dass ich hier keinen objektiven Blick mehr habe.

Kanüle, Inserter und das Infusionsset

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Kanüle selbst war die von mir bevorzugte Variante in 6 mm als Stahlkanüle. Ungewohnt war sie trotzdem in der vorliegenden Form. Hier gab es im Gegensatz zu der alten nur ein größeres Pflaster, welches die Kanüle an Ort und Stelle hält, während bei der alten diese zweigeteilt war. Dort war die Nadel an ein kleines Pflaster gehängt und der Punkt zum Abkoppeln an einem zweiten Pflaster. Dies war praktisch, falls die Pumpe herunterfällt oder man am Schlauch hängen bleibt. So zog man nicht direkt an der Nadel. Vielleicht nur ein kleiner Punkt, aber ein ziemlich praktischer. Auf der anderen Seite war dies bei der neuen nicht wichtig, da man alles übers Handy steuert.

YpsoPump eigenes Infusionsset trägt den netten Namen Orbit, was auch ziemlich passt. Einmal angekoppelt am Körper, kann man den Schlauch 360 Grad drehen. Dies soll verhindern, dass sich der Schlauch zu sehr verheddert und Knickstellen bekommt. Im Bild oben ist dies der durchsichtige Bereich. Es ist jetzt ganz nett, aber nichts Berauschendes. Hätte man sich auch sparen können. Der Orbit selbst ist ziemlich gewölbt, was ihn ein wenig vom Körper abstehen lässt. Sollte man etwas zu tief stechen, kommt einem die Hose eventuell öfter in die Quere. Das Ankoppeln kommt mir auch etwas schwieriger vor als bei den alten, aber es ist wahrscheinlich nur reine Gewohnheit.

Meine positive Überraschung war definitiv der Inserter. Dieser soll das Legen der Kanüle, also der Nadel, erleichtern. Ich habe die letzten 4 Jahre das Ganze per Hand machen müssen und habe öfter so doof gestochen, dass es richtig weh getan hat. Sofern etwas Widerstand da war, auch aufgehört und so weiter. Der Inserter umgeht das Ganze, indem er dir die Nadel unter die Haut jagt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kanüle einlegen. Kleber freilegen. Inserter spannen, anlegen und auf den Knopf drücken. Fertig.

Der erste Versuch hat mich echt Überwindung gekostet. Und wisst ihr was? Ich habe absolut nichts bemerkt. Ein recht leiser Klack und es war vorbei. Kein Schmerz. Kein Autsch. Nichts. Einfach klack und drin. Die 10 Minuten Mut sammeln zum Durchdrücken waren es nicht wert. Absolute Superklasse. Liebe ich jetzt schon ungemein.

Koppeln und los geht es

Schön wäre es. Das Koppeln des Sensors und des Transmitters haben knapp 1 Stunde gebraucht. Problematisch waren hier die Übungsdaten, die an einen virtuellen Sensor und einer virtuellen Pumpe gekoppelt waren. Nachdem dieser nach Millionen von Versuchen endlich gelöscht war, ging es dann relativ flott und die Magie durfte starten.

Endlich konnte es losgehen. Mit dem Aktivieren des Auto-Modes gebe ich dem Algorithmus die Kontrolle über die Abgabe des Insulins. Dieser passt das Insulin alle 8-12 Minuten an den Verlauf des Blutzuckers an.

War hier zwar ziemlich skeptisch, doch die ersten 24 Stunden waren der Hit. 100 % im Zielbereich bei mir. Die größten Ausrutscher, die ich hatte, waren die, als ich vergessen habe, der Pumpe zu sagen, dass ich ein paar Kohlenhydrate zu mir genommen habe. Zum Glück war es nicht viel, aber es hat gelangt, den Algorithmus zu testen. Dieser hat auch hervorragend funktioniert und hat den Zucker zwar recht langsam, aber dafür kontinuierlich in Richtung Zielwert gebracht.

Auch das leidige Thema Dawn Phänomen hat die Pumpe gut gemeistert. Zwar war der Blutzucker höher als bei der alten, aber hier muss man der KI Zeit geben zum Lernen.

Laut der netten Auswertung war die Pumpe gestern auch 98 % der Zeit mit dem Handy verbunden und der Algorithmus aktiv. Handy war die meiste Zeit bei mir in der Hosentasche und die Pumpe auf der gegenüberliegenden Körperhälfte. Die Verbindung klappt hier also bis jetzt auch ohne Probleme.

Positiv empfand ich auch, dass die Pumpe wohl ein Update bekommen hat, was die Schnelligkeit der Abgabe des Insulins angeht. Diese wird um einiges langsamer abgegeben als die Modelle, die ich zum Begutachten hatte. Zum Glück, weil ich das Ganze als einfach zu unangenehm empfunden habe.

Positiv beeindruckt

Nach dem ersten Tag kann ich schon einmal einen recht positiven Eindruck verkünden. Wenn ihr euch mal das unten gezeigte Bild anschaut, werdet ihr verstehen. Der blaue fette Verlauf im Bild ist die Abgabe des Insulins. Die Menge an Änderungen hätte ich nie schaffen können. Werde es auch nie schaffen können. Somit ist meine Hoffnung am ersten Tag bestätigt worden, dass eine ständige Anpassung besser wäre für mich als das Starre von vorher.

Wochen kann es dauern, bis der Algorithmus gelernt hat und auch ich muss aufpassen, dass ich ihn mit den richtigen Daten füttere. Einfach mal blind etwas eintragen, wie bisher ist leider nicht. Falsche Daten bedeuten schlechte Korrekturen und Werte. Daran muss ich mich gewöhnen. Immerhin übernimmt nun die Korrektur jemand anderes.

Jetzt heißt es für mich auch mal alltägliche Dinge erledigen und die Pumpe im normalen Leben testen. Für diese Woche habe ich noch Schonfrist bekommen, doch ab nächster Woche geht es wieder auf die Arbeit. Die Gefahr, eventuell doch Hypo zu werden, ist nicht gerade klein. Hier hoffe ich, dass CamAPS FX sich schnell anpassen kann.

Praktischer Nebeneffekt war aber auch, dass ich weniger Insulin für den Tag gebraucht habe. Mein Zucker war konstant und ich war nicht so hungrig. Fühle mich momentan auch um einiges wacher und fitter. Ohne die ganzen Achterbahnfahrten ist das Leben gar nicht so übel.

Sobald ein paar Wochen ins Land gezogen sind, werde ich euch ein Update der Situation geben. Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt, wie es gestartet ist.

#chronischKrank #diabetes #diabetesTyp1 #erfahrung #hba1c #insulin #insulinpumpe #ypsomed #ypsopump #zuckerkrank

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Entscheidung wegen Insulinpumpe endlich getroffen. Warum fällt mir das so schwer?

https://nerdjunk.de/entscheidung-wegen-insulinpumpe-endlich-getroffen-warum-faellt-mir-das-so-schwer/

Ihr kennt das bestimmt, auch wenn etwas Neues ansteht und ihr euch zwischen Dingen entscheiden müsst. Dabei meine ich nicht unbedingt die kleinen Entscheidungen, ob lieber Brötchen oder Brot zum Frühstück.

In den letzten paar Wochen ist mir wieder klar geworden, wie schwer mir einige Entscheidungen liegen. Dabei ist es egal, welcher Grund. Ich hätte am liebsten immer mehr oder weniger alles, weil es in mein Leben gut hineinpassen würde. Weniger aber, dass ich es unbedingt benötige oder gar nutzen müsste. Die ständigen Abwägungen, was wohl besser wäre, treiben mich manchmal in den Wahnsinn. So habe ich hier im wahrsten Sinne des Wortes wieder ein paar schlaflose Nächte gehabt, bis ich mich endlich zu einer Entscheidung durchringen konnte.

Die Wahl welche Qual es werden soll

Meine Insulinpumpe: Tslim X2 von TandemQuelle: https://diaexpert.de

Sind wir mal ganz ehrlich. Objektiv betrachtet ist es eigentlich absolut egal, was ich nehme. Alleine die Tatsache, dass ich mir ein Gerät aussuche, um täglich 24 Stunden eine Nadel im Bauch zu haben, ist jetzt nicht wirklich die angenehmste Sache. Allerdings benötige ich aber ein Gerät, welches zu mir passt und vor allem, mit dem ich mich wohlfühle. So seltsam es in diesem Zusammenhang auch klingt.

Eine Überlegung, die mich wirklich lange beschäftigt hat, war der CamAPS FX Algorithmus von der YpsoPump. Dieser ist meiner momentanen Pumpe überlegen. Ein absoluter Höhepunkt in meinen Augen, da dieser kontinuierlich alles anpasst und eigenständig die Raten anpasst. Zwar schafft meine Pumpe auch, die Raten anzupassen, aber nicht in diesem Ausmaß.

Aber soll ich euch etwas sagen? Es ist nicht die YpsoPump geworden. Ich werde ganz simpel bei meiner alten Tandem Tslim X2 bleiben. So simpel wie es klingt, ist es leider nicht gewesen.

Meine Gründe um bei der Tslim X2 zu bleiben

Ich könnte euch natürlich jetzt sagen, dass mir die Tslim X2 einfach besser gefällt. Dem ist auch so, sonst würde ich nicht bei der Pumpe bleiben. Aber ein großer Punkt bei der Sache bin ich selbst. Doch bis man das selbst einmal verstanden hat, kann es dauern.

Egal, wie gut der neue Algorithmus ist, denke ich nicht, dass er die Fehler des Menschen korrigieren kann. Dabei bin ich selbst recht oft der Schuldige, wenn der Zucker mal nicht so will. Sei es durch einen kleinen Snack oder durch das vergessene Protokollieren der Mahlzeiten in der Pumpe. Ebenso ein wichtiger Punkt ist natürlich die Arbeit. Diese schwankt bei mir von absolut nichts bis Hardcore. Dies kann sich jederzeit ändern. Auch wenn hier die YpsoPump die Nase vorn hätte, was Dosierung angeht, so macht das die Tslim X2 genauso. Nur eben nicht ganz in der Häufigkeit.

Ob die Ypso meine Werte noch einmal verbessern könnte, sei mal dahingestellt. Sollte es so sein, hätte ich aber mehr negative Dinge, die mich so richtig nerven würden.

  • Insulintank hat nur 160 Einheiten. Tslim X2 hat 240. Bei 50–70 Einheiten pro Tag müsste ich öfter die Pumpe befüllen.
  • CamAPS FX läuft über das Handy. Sobald das Handy nicht in Reichweite ist oder ich es vergesse, habe ich keine automatischen Insulinmengenanpassungen. Bei meiner läuft alles auf der Pumpe. Sollte ich die vergessen, habe ich echt ein Problem.
  • Tslim X2 kann man einfach mit ein paar Updates neue Funktionen hinzufügen.
  • Tslim X2 hat einen Touchscreen mit allen wichtigen Informationen. Benötige dann nicht das Handy.
  • Beim Wechsel müsste ich wieder eine Generation zurück, was Sensor anbelangt. Das möchte ich aber nicht.
  • Insulinabgabe ist angenehmer bei der Tslim X2. Ich bin ein Schisser, wenn es darum geht, mir was zu injizieren.

Zwar bin ich bisher nicht zu 100% sicher, ob es die richtige Entscheidung ist, doch ich werde bei ihr bleiben. Sie hat wirklich einen guten Dienst bis jetzt getan. Ebenso die Firma VitalAire, die sie vertreibt. Fühle mich da gut aufgehoben und denke, die nächsten 4 Jahre werde ich auch noch gut überstehen.

#chronischKrank #diabetesTyp1 #insulinpumpe #therapie #typ1 #vitalaire #zuckerkrank

Hallo liebe Nerds,

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Heute geht es um:

Wenn man seine Meinung einem Diabetiker gegenüber lieber für sich behalten sollte

Es ist inzwischen eine Weile her, als wir hier das letzte Diabetes-Thema hatten. Auch heute geht es weniger um den Diabetes an sich, sondern eher, wie andere Menschen mit ihm umgehen. Oder sagen wir, wie sie glauben, damit richtig umzugehen.

Wir hatten da schon einen eher lustigen Beitrag, was manche Menschen als die einzig wahre Meinung ansehen. Sofern ihr Interesse habt, könnt ihr den […]

Hier geht es direkt zum Beitrag:

https://nerdjunk.de/wenn-man-seine-meinung-einem-diabetiker-gegenueber-lieber-fuer-sich-behalten-sollte/

#Diabetes #SocialLive #SocialMedia #Zuckerkrank

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Sorry Dexcom – G7 Glukosesensor ist einfach Mist

https://nerdjunk.de/sorry-dexcom-g7-glukosesensor-ist-einfach-mist/

Dies wird zwar nicht der längste Beitrag im Blog, aber dafür einer, der mir so richtig auf die Nerven geht. Vor ein paar Wochen habe ich schon geschrieben, dass mein Sensor der Firma Dexcom in einer neuen Version endlich für mich greifbar ist. Inzwischen ist der 4 Sensor am Arm und ich hasse das Ding. Schöner kann ich es nicht sagen, außer dass ich den Sensor bis jetzt in keiner Weise zu lieben oder zu schätzen gelernt habe. Genau das möchte ich euch kurz erzählen.

Positives zuerst

Vielleicht könnt ihr euch noch an diesen Beitrag erinnern?

–> Ich bekomme ein Glukosesensor Update und warum ich mich darüber freue

Dort habe ich euch erklärt, dass ich mich über zwei Funktionen so richtig freue. Zum einen, der Start des Sensors ist um einiges kürzer. Statt wie bisher 2 Stunden zu warten, ist der neue in 30 Minuten einsatzbereit. Alleine diese kürzere Startzeit ist Gold wert. Besser ist aber nur noch die 12-Stunden-Toleranzzeit, die man bekommt, wenn der Sensor seine endgültige Laufzeit erreicht hat. Nach genau 10 Tagen ist Schluss mit dem Sensor. Ein Wechsel musste dann wirklich geplant werden. Bei der neuen Version hat man gemütlich noch 12 Stunden extra, bis man ihn wechseln muss. Erleichtert die Planung um einiges und nimmt viel Stress weg. Beide Funktionen sind wie erhofft sehr positiv und sind so praktisch wie gedacht. Wären da nicht die anderen Probleme.

Zeitersparnis gleich null

Das Setzen des Sensors ist in ein paar Sekunden erledigt. Da man hier keine zwei Teile benötigt wie beim alten, ist dies mit einem Knopfdruck erledigt. Nach dem Setzen auf den Oberarm aktiviert sich der Kleine von allein. Genau hier fangen jetzt die Probleme an.

Eigentlich müsste man den Sensor nur mit dem Handy verbinden und los geht es. Leider scheitert das schon direkt mit der Eingabe des Codes zum Koppeln. Hier wird einmal ein QR-Code angeboten zum Scannen oder eine manuelle Eingabe eines vierstelligen Codes. Jetzt gibt es aber genau 2 Probleme.

  • QR-Code sorgt dafür, dass man in einem Loop landet. Nach dem Scannen kommt man zurück zum Anfang, in dem man aufgefordert wird, den Code zu scannen.
  • Manuelle Eingabe führt zwar weiter, aber der Sensor wird nicht gefunden. Keine Bluetoothaufforderung zum Koppeln. Schlimmer noch, es wird einfach nichts gefunden.

Auf der Suche nach dem Fehler schaut man natürlich erst einmal bei den Bluetootheinstellungen nach. Dort wird nichts gefunden. Sämtliche Geräte, die eine BT-Verbindung aufnehmen könnten, sehen den Sensor ebenfalls nicht. Also noch einmal in die Dexcom App und die Suche abbrechen. Direkt nach dem Abbrechen zeigt er mir den Sensor an, der bereit ist zum Koppeln. ENDLICH !!!!

Schnell die Nummer eingegeben zum Koppeln, nur um dann lesen zu können, das der Code nicht stimmt. Was nicht sein kann, da meine Insulinpumpe nun nach 3 Versuchen eine Verbindung aufgebaut hat, und mir sogar anzeigt, dass der Sensor da ist. Sensor am Handy entkoppeln und aus der Liste der Geräte löschen. App schließen und das Ganze von vorn. Was eigentlich nur ca. 5 Minuten in Anspruch nehmen sollte, dauerte inzwischen 1 Stunde an.

Mit jedem neuen Sensor fing dann das Spiel von vorn an.

Prüfen Sie ihren Sensor

Gefühlt lese ich diese Nachricht 100-mal am Tag. Sowohl meine Insulinpumpe als auch mein Handy verlieren ständig die Verbindung. Keine 30 cm Abstand und es kommt immer zu Verbindungsabbrüchen. Selbst bei direktem Weg ohne Barrieren klappt das Ganze nicht. Dexcom bekommt es einfach nicht hin.

Für mich unverständlich, dass es Dexcom nicht hinbekommt, die technische Seite zum Laufen zu bekommen. Immerhin haben wir mit Abbot und dem Freestyle Libre 3 ein ähnliches Produkt. Dort gibt zwar auch Probleme, aber da funktioniert das Grundlegende. Die Hälfte, der Sensoren, musste ich reklamieren. Von Komplettausfällen bis zu gar nicht möglich zu starten war alles dabei. Die zweite Hälfte lief auch nicht rund, aber da hatte ich keine Lust zu reklamieren und den Mist von vorn wieder zu erledigen.

Der Support ist Top und die Kulanz auch, das muss ich den Jungs lassen. Das Wissen, was Technik angeht, aber eher weniger. Was ich hier manchmal als Hilfestellung bekomme, war kurios.

Mein Rezept läuft nun ein Jahr. Das heißt für mich, ich habe reichlich Zeit, um abzuwarten, ob noch etwas am Sensor verbessert wird. Sollte dies nicht passieren, wird wohl der Weg zurück eingeschlagen. Selbst Frau Doktor, die den Sensor nutzt, geht wieder zurück zum Alten.

Das muss schon etwas heißen.

#chronischKrank #dexcom #diabetes #g7 #glukosesensoren #sensor #zuckerkrank

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Ich bekomme ein Glukosesensor Update und warum ich mich darüber freue

https://nerdjunk.de/ich-bekomme-ein-glukosesensor-update-und-warum-ich-mich-darueber-freue/

Vor knapp zwei Wochen war es endlich so weit. Meine Insulinpumpe hat ein Update bekommen. Dieses führt die Kompatibilität zu den Dexcom G7 Sensoren ein. Das heißt für mich endlich die neue Generation an Glukosesensoren nutzen zu können. Gerade auch zur richtigen Zeit. Meine Jahresversorgung war gerade zu Ende und ein neues Rezept musste her.

Einige werden sich vielleicht fragen, was daran so toll sein soll? Was macht die neue Generation besser als die alte Generation? Natürlich gibt es hier die üblichen Dinge, die jeder Hersteller in den Fokus stellt. Das wäre zum einen, dass die Genauigkeit gestiegen ist, was die Werte angeht und zum anderen auch, dass die Sensorgröße kleiner geworden ist. Diese ist nun deutlich kleiner als sein Vorgänger. Zwar nicht so klein wie die vom Konkurrenten, aber das ist für mich eigentlich eine Nebensache.

In meinen Augen sind zwei Dinge, die besonders wichtig sind oder für meinen Alltag sehr passend sind.

Auf diese will ich hier kurz zu sprechen kommen.

1. Sensor ist schneller startklar

Mein momentaner Dexcom G6 Sensor benötigt ganze 2 Stunden, bis er die ersten Werte sendet. In dieser Zeit wird dafür gesorgt, dass das kleine Filament, welches unter der Haut liegt sich mit Gewebsflüssigkeit tränkt. Der neue schafft das in genau 30 Minuten. 90 Minuten weniger als die jetzige Version.

Klingt auf den ersten Blick gar nicht so interessant. Für einen Diabetiker sind aber 2 Stunden eine verdammt lange Zeit. Stehe mit meinem Blutzucker oft auf Kriegsfuß und sollte ich dann den Sensor wechseln müssen, kommen die Probleme. In zwei Stunden kann viel passieren. Man fühlt sich, um ehrlich zu sein, einfach nackt. So im wörtlichen Sinne. Wenn man gewöhnt ist, seinen Glukosewert jede 5 Minuten ablesen zu können, so sind 2 Stunden eine verdammt lange Zeit.

Eine andere Situation wäre zum Beispiel, wenn der Sensor ausfällt. Wie schon einmal passiert bei einer Radtour. In solchen Fällen habe ich zwar immer einen Ersatz dabei, aber die 2 Stunden ohne Werte ist schrecklich. Beim Sport kann ich mich auch nicht wirklich auf mein Gefühl verlassen. Hier können durch den Sport einige körperliche Gefühle missinterpretiert werden. Sollte ich dann falsch reagieren, könnte es zu Problemen kommen. Das ist immer ein Hin und Her. Hier sind die 30 Minuten wirklich eine Wohltat. Egal, was man gerade macht, so kann man nachvollziehen, dass 30 Minuten schneller zu überbrücken sind wie 2 komplette Stunden. Hier kann man auch eine kurze Pause einlegen und die Zeit einfach in der Natur aussitzen.

2. 12 Stunden Übergangszeit

Größenvergleich der beiden Sensoren
Quelle: https://prestigemedicalsupply.net

Eine Funktion, die für meine Lebensart besonders praktisch ist. Grundsätzlich ist es so, dass der Sensor nach seiner regulären Laufzeit (bei Dexcom 10 Tage) einfach ausgeht. Das heißt, man müsste auch im Auge behalten, wann er ausgeht. Für jemanden, der in Schicht arbeitet, ziemlich lästig, da man ihn dann vielleicht nicht tauschen kann. So kommt es auch bei mir oft vor, dass ich ihn tauschen muss, weil es bei der Arbeit nicht möglich ist. So verliert man im schlimmsten Fall bis zu 12 Stunden Tragedauer. Aber dies ändert sich nun mit der neuen Generation.

Nach dem Ende der Laufzeit gibt es jetzt die Möglichkeiten den Sensor für weitere 12 Stunden zu nutzen. Nicht nur das. Ihr könnt auch einen neuen Starten und diesen nutzen. So hat man theoretisch keine Fehlzeiten, was die Werte angeht. Wichtiger ist aber wirklich die 12 Stunden extra Zeit, die ihr bekommt diesen zu wechseln. Der Puffer, der dadurch entsteht, ist im Grunde ein fast komplett neuer Sensor im Quartal. Alleine das Gefühl zu haben, das man noch einen halben Tag hat, ihn zu wechseln ist eine wohltat.

Der kleine unwichtige Rest

Es gibt die kleinen Dinge im Leben, die einem zusagen, aber man nicht unbedingt erwartet.

Der alte Sensor bestand aus zwei Teilen. Einmal der Sensoreinheit und einmal einem Funkteil mit Batterie. Beim Wechsel musste man die Batterie in den neuen Sensor einlegen. Hier hat man sich beim Mitbewerber orientiert und spendiert nun jedem Sensor eine kleine Batterie.

Genau zweimal ist es vorgekommen, dass ich den Sensor verloren habe, weil er nicht mehr so gut geklebt hat. Somit war auch die Batterie für das komplette Quartal weg. Kann euch sagen, sich wieder in den Finger zu stechen, war eine Qual. Ganz besonders bei der Arbeit. Der kurze Blick auf die Smartwatch hat gefehlt, um zu sehen, wie der Blutzucker gerade steht.

Werde hier natürlich auch noch ein paar Worte auf dem Blog schreiben, wenn sie endlich angekommen sind. Mitte Juli ist es dann so weit. Da sind alle alten aufgebraucht und die neuen können zeigen, was sie können. Ich freue mich darauf.

#alltag #cgm #dexcom #diabetes #glukosesensoren #zuckerkrank

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Hypo Snacks – wenn der Diabetes mal wieder übertreibt

https://nerdjunk.de/hypo-snacks-wenn-der-diabetes-mal-wieder-uebertreibt/

Jeder Diabetiker kennt das Problem. Irgendetwas läuft schief, man hat zu viel Insulin gespritzt oder einfach sich verrechnet und die Bewegung unterschätzt. Der Zucker rauscht in den Keller und dann ist schnell handeln angesagt. In den meisten Fällen bemerkt aber ein Diabetiker, dass sein Blutzucker langsam zu niedrig wird und er dann etwas Kohlenhydrate zu sich nehmen muss. Aber was genau bedeutet Hypo und was passiert da genau?

Eine Unterzuckerung wird auch als Hypoglykämie oder „Hypo“ bezeichnet. Als Grenzwert zur Definition einer Hypo gilt größtenteils ein Blutzuckerspiegel von weniger als 50 mg/dl bzw. 3,5 mmol/l. Dabei kann der Blutzuckerspiegel so weit absinken, dass die Körperfunktionen nicht mehr aufrechterhalten werden können.

Bei den Werten muss man aber hier ein wenig aufpassen. Für mich selbst habe ich die Regel aufgestellt, den Blutzuckerspiegel bei 80-160 mg/dl zu halten. Da ich ein Abfallen auch recht spät merke (ca. 40 mg/dl) muss ich auch etwas genauer hinschauen. Sowohl beim Sport als auch Arbeit und im Privaten. Deshalb kann es auch schnell passieren, dass ich dann schnell aufzunehmende Kohlenhydrate zu mir nehmen muss. Hier ist aber auch jeder etwas anders.

Solltet ihr einen Diabetiker kennen und eines der folgenden Symptome bemerken, solltet ihr auch handeln. Meistens langt es hier einfach da zu sein und eventuell die Snacks zu reichen. Warum fragt ihr? Hier noch eine kleine Information.

Normalerweise benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Glukose (Zucker), um Energie zu produzieren, die für das Funktionieren des Gehirns und anderer wichtiger Organe notwendig ist. Wenn der Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, kann dies zu verschiedenen Symptomen führen, die von mild bis schwer verlaufen können.

Was kann also passieren, wenn der Zucker in den Keller rauscht?

  • Heißhunger
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Herzrasen
  • Nervosität oder Unruhe
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Verwirrung
  • Schwäche oder Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Krampfanfälle (in schweren Fällen)
  • Bewusstseinsverlust oder Koma (in schwierigen Fällen)

Oft ist es auch so, dass mehrere Punkte zutreffen, die ein gesunder Mensch auch hat. Man ist manchmal einfach ein wenig neben der Spur oder hat einfach Kopfschmerzen ohne gleich Hypo zu sein.

Was ihr nicht tun solltet bei einer Hypo

Die erste Reaktion vieler Mitmenschen ist es, Schokolade zu bringen. Auch wenn es nett gemeint ist, so bringt das dem Diabetiker leider nichts. Ebenso ein Vollkornbrot, weil das der Diabetiker essen darf. Die Schokolade hat zwar viel Zucker und hilft den Blutzucker hochzujagen, aber das Fett in der Schokolade sorgt dafür, dass dieser sehr langsam aufgenommen wird. Bis das ganze wirkt, ist der Diabetiker ohne weitere Hilfe ein Fall für den Leichenbestatter. Ebenso etwas mit Glasuren sollte man lassen. Hier das gleiche Problem.

Eine ganz einfache Regel ist, alles, was Fruchtzucker enthält oder flüssig ist, hilft am schnellsten. Traubenzucker ist hier der Klassiker schlechthin. Diesen sollte eigentlich jeder in der Tasche oder am Mann/Frau haben.

So der Idealfall. Ich gehöre zu den Menschen, die Traubenzucker hassen wie die Pest. Dieses extrem trockene Ding zu schlucken bringt mich immer zum Erbrechen. Kann weder den Geschmack noch die Konsistenz ausstehen. In meinem Fall habe ich daheim nur die Pulver Version, die ich in Eistee auflöse und dann herunterwürge. Ebenso bin ich auch eher der deftige Typ. Ich mag einfach wenig Süßes. Blöd, wenn man unterwegs ist und dann Hilfe benötigt. Dann wird es leider etwas schwieriger.

Meine zwei Alternativen, die bei mir funktionieren

Hier muss ich ungünstigerweise sagen, dass ich einen Kompromiss eingehe, mit meinen zwei Alternativen. Sie helfen zwar den Blutzucker schnell hochzujagen, haben aber keine wirkliche Substanz. Das heißt im Normalfall, dass der Blutzucker rasch steigt, dann aber genauso schnell wieder sinkt. Ein Zeitfenster von ca. 15-30 Minuten ist dann vorhanden, um etwas zu essen, welchen den Zucker stabilisiert, wie z. B. Brot oder ein Gebäck aus der Bäckerei.

Bei Vollkornbrot als Beispiel braucht der Körper länger, um die Kohlenhydrate aufzuspalten und aufzunehmen. Deshalb haben wir hier eine längere Versorgung mit Kohlenhydraten. So seid ihr auch einfach länger satt, wie der Volksmund sagt.

Snack Nr. 1

Die erste Wahl, wenn es für schnelle Kohlenhydrate geht, ist von Dextro Energy die Traubenzuckerdrinks. Diese sind zwar nicht wirklich günstig, aber da es im Jahr maximal 1-2 mal vorkommt, dass ich Hypo werde, sind die Kosten gut überschaubar. Geschmacklich zwar nicht mein Fall, da es einfach nur mega süß ist. Der Dextro Drink ist auch flüssig, was mir sehr wichtig ist. Es gibt auch Sportler Gel, welches so verdammt zäh ist, dass es ein Graus ist diese zu schlucken. Meistens legt sich das Zeug einfach wie ein Film über den ganzen Mund, welches man einfach nicht loswird. Die Dextros dagegen sind schnell geöffnet und heruntergeschluckt. Mit 18 Gramm Kohlehydrate ist es auch gut für den Diabetiker zum Berechnen. Vor allem der Traubenzucker wirkt schnell und das ist genau, was wir brauchen.

Meine erste wahl wenn es schnell gehen muss

Die ungewollte Nummer 2

Die zweite Wahl ist bei mir Haribo. Habe immer die unten abgebildete Box in meiner Tasche und fülle immer meine Seitentasche nach, wenn es nötig ist. Bei der Arbeit esse ich diese gerne, wenn ich merke, dass der Zucker langsam sinkt. 2-3 Stück helfen ihn ein wenig zu stabilisieren. Sie wirken zwar nicht so schnell wie der Traubenzucker, aber in 2-3 Minuten sehe ich bei mir, wie der Zucker langsam steigt. Hier muss man nur aufpassen nicht zu viel zu essen, da es sonst schnell passieren kann, dass er zu hoch steigt. Auch hier wenig Substanz vorhanden.

Allgemein zum puschen

Kleiner Ratschlag von mir

Solltet ihr wirklich jemanden sehen, der gerade Hypo wird, versucht nicht ihn mit Essen zu füttern, von denen ihr glaubt, dass sie helfen. Fragt am besten nach, ob alles in Ordnung ist und ob ihr helfen könnt. Diabetiker sind zu 95 % auf das meiste vorbereitet und brauchen keine Belehrungen, wie ich es schon mehrmals erfahren habe. Kleine Dinge wie Tasche reichen oder helfen eventuell etwas zu öffnen, weil dies vielleicht nicht mehr so einfach ist durch das Zittern hilft wunder. Traubenzucker, Säfte, Limonade sind die erste Wahl, da sie schnell helfen. Wie schon erwähnt, sind dies nur schnelle Hilfen. Damit der Zucker stabilisiert wird, ohne dass er nach kurzer Zeit wieder sinkt, muss man lang anhaltende Kohlenhydrate zu sich nehmen. Hier wäre z. B. ein Stück Brot, Brezel, Sandwich eine gute Wahl zum Anbieten. Sollte er nichts benötigen, kann man sich auch dazu setzen und mit ihm warten, bis alles wieder gut ist.

Mich würde natürlich interessieren, ob ihr schon einmal den Fall hattet, einem Diabetiker zu helfen? Oder habt ihr eventuell schon einmal Erste Hilfe leisten müssen? Schreibt mir gerne eure Erfahrung oder eure Meinung in die Kommentare.

#alltag #chronischKrank #diabetes #zuckerkrank

Es gibt ein kleines Update auf dem Blog

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Sinnlose Ratschläge, um meinen Diabetes Typ 1 zu heilen

https://nerdjunk.de/sinnlose-ratschlaege-um-meinen-diabetes-typ-1-zu-heilen/

Ihr kennt doch bestimmt solche Tage, an denen ihr aufsteht und euch denkt, dass heute eigentlich alles nur gut werden kann. Gut, ich gebe zu, solche Tage habe ich eigentlich gar nicht, aber ich hoffe einen solchen noch erleben zu dürfen. Bevor ihr euch verseht, steht schon der nächste Mensch vor euch und möchte euch Wege aufzeigen, wie ihr euren Diabetes loswerden wollt. Da kann ich nur sagen, hiermit ist mein Tag auch dann wirklich gerettet.

Aber Spaß beiseite.

Es kommt immer wieder vor, dass mich Menschen ansprechen, weil sie meine Insulinpumpe sehen. Dabei ist wirklich der Großteil nur interessiert, wie das Ganze funktioniert. Ebenso natürlich, wenn Sie meinen Glukosesensor sehen. Dabei entstehen oft Gespräche, die sogar mir gefallen. Ihr wisst alle, ich bin nicht gerade jemand, der gerne redet. Für viele ist es einfach ungewohnt, dass jemand mit einer Nadel im Bauch an einem Schlauch verbunden durch die Gegend läuft. Dabei kommen auch Fragen, wie mich das Ganze in meinem Leben behindert und ob es mir in irgendeiner Art und Weise geholfen hat, mein Leben, leichter zu führen. Manchmal hat man auch Glück und es steht ein weiterer Diabetiker vor einem, mit dem man sich ein wenig austauschen kann. Lästern gehört auch dazu. Immerhin teilen wir das gleiche schwere Schicksal, von ungebildeten Menschen umzingelt zu sein. Ja, der Diabetes ist nicht das Problem.

Doch leider gibt es dann auch die Kategorie Nummer zwei. Menschen, die grundsätzlich alles besser wissen. Oft muss man aber sagen, dass da eigentlich kein Wissen hinten dran ist. Vielleicht sind ja einige der Ratschläge ja gut gemeint, doch bedauerlicherweise wird es mit der Zeit doch ein wenig anstrengend.

Genau um diese Menschen soll es hier in diesem Beitrag gehen beziehungsweise deren Ratschläge und wie ich meinen Diabetes am besten heile. Wir reden nicht nur von verbesserten Blutzuckerwerten, sondern um eine komplette Heilung. Als ein sehr höflicher Mensch lasse ich solche Gespräche natürlich über mich ergehen, stimme mein Gesprächspartner zu und versuche so schnell wie möglich, das Gespräch zu beenden. Zu meinem Bedauern klappt es enttäuschenderweise nicht so oft.

Aber nun viel Spaß mit den Tipps, wie ihr euren Diabetes heilen könnt (IROOONNNIIIEEEEE)

Mach doch eine Keto-Diät

Ganz oben auf der Liste ist die sogenannte Keto-Diät. Kurz zusammengefasst, soll es bei der Keto-Diät darum gehen, die Kohlenhydrate auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei soll der Körper, die ihm benötigte Energie durch Abbau von Fett gewinnen. Dabei kommt man in den Zustand der sogenannten Ketose. Wichtig hierbei ist, dass dies nicht die lebensbedrohliche Ketoazidose ist, wie viele glauben. Jeder normale Mensch kommt über Nacht auch in den Zustand der leichten Ketose. Immerhin braucht der Körper auch beim Schlafen Energie, um weiter funktionieren zu können. Sofern ihr nachts nicht ein halbes Schwein futtern wollt, ist dies der beste Weg für den Körper.

Grundsätzlich ist der Vorschlag an sich ja nicht wirklich schlecht überlegt. Problem an der Sache ist ja nur, dass durch eine Diät definitiv keine defekte Bauchspeicheldrüse wieder anfängt zu funktionieren. Da ich auch körperlich arbeiten muss, wäre für mich eine reduzierte Kohlenhydrate-Aufnahme gleichzusetzen, mit einer dauerhaften Erschöpfung. Sollte durch die Arbeit mein Blutzucker so weit nach unten fallen, müsste ich direkt auf Kohlenhydrate setzen. In meinem Fall wäre das insbesondere Traubenzucker. Die Ration eine Unterzuckerung zu beheben, wäre grob gesagt, 50 % der Kohlenhydratmenge, die man bei der Keto-Diät zu sich nimmt. Aber das ist eigentlich unwichtig, da der Ratgeber dies für absoluten Humbug hält und er sich hier sicher ist, dass der Diabetes komplett geheilt wird.

Lasse dir Würmer einsetzen

Diesen kleinen Ratschlag habe ich bis jetzt nur einmal bekommen. Ich habe schon sehr viel in meinem Leben gehört, aber dass ich mir Würmer einsetzen soll, damit mein Diabetes verschwindet, war mir neu. Anscheinend musste ich bei der Aussage wohl sehr verdutzt geschaut haben, sodass mir direkt die Erklärung hinterher gereicht worden ist.

Hintergrund dieser Therapie soll es wohl sein, dass man sich ganz bestimmte Würmer in den Darm einsetzen lässt. Dabei muss es auch natürlich eine ganz spezielle Spezies sein, sonst würde das Ganze nicht funktionieren. Die Würmer würden mir dann einfach die Hälfte der Kohlenhydrate selbst verputzen. Wie die Würmer das hinbekommen sollen, kann ich euch nicht sagen. Laut Aussage essen sie wirklich nur die Hälfte. Somit muss mein Körper auch weniger Zucker aufnehmen in Form von Kohlenhydraten und mein Körper gewöhnt sich wieder an einen normalen Zuckerhaushalt.

Wie einige Menschen dazu kommen, dass man sich freiwillig Würmer einsetzt, ist fraglich. Das meine kaputte Bauchspeicheldrüse dadurch auch nicht wieder anfängt zu arbeiten, ist glaube ich selbsterklärend. Fakt ist leider, dies wurde mir wirklich so erzählt. Die Person war auch Felsenfest überzeugt, dass dies funktioniert, da es in einem wissenschaftlichen Magazin einen Beitrag dazu gab. Was für ein Magazin so etwas abdruckt, ist für mich auch fraglich. Aber um ehrlich zu sein. Ich wollte da nicht weiter hinterfragen.

Ohne Insulin wird dein Körper merken, dass er produzieren muss

Bei diesem kleinen Ratschlag konnte ich mich ungünstigerweise nicht mehr ganz zurückhalten. Für die Diabetiker mit Typ 1, wie ich es einer bin, wäre dies gleichzusetzen mit einem Todesurteil. Leider war in diesem Fall der Ratgeber so fest davon überzeugt, dass dies die einzig wahre Lösung wäre, dass er sämtliche Einwände von mir abgelehnt hat. Für die Person stand Fest, dass man den Körper dazu zwingen kann, noch mal Insulin zu produzieren.

Eine kurze sehr oberflächlich gehaltene Erklärung, warum man dies als Todesurteil ansehen kann

Unser Körper beziehungsweise unsere Bauchspeicheldrüse reguliert durch das Hormon Insulin unseren Blutzuckerspiegel. Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aufgefangen und in die Körperzellen eingelagert werden kann. Dort wird dieser Zucker dann vom Körper als Fett gespeichert. Dies dient dann im Notfall als Energiereserve. So die ganz grobe Umschreibung.

Ohne das Insulin wäre diese Regulierung gar nicht mehr möglich. Da der Typ 1 Diabetiker kein Insulin mehr produziert, fehlt hier das Insulin komplett. Würden wir dann etwas essen, so würde unser Blutzucker immer weiter steigen. Der Körper könnte zum einen den Blutzuckerwert nicht senken und er bekommt Probleme, den Zucker zu verwerten. Also fängt der Körper an, Energie im Panikmodus zu produzieren. Dabei kommen wir dann in den Zustand der Ketoazidose. Sobald dieser Zustand erreicht ist, ist unsere Körperchemie, komplett entgleist. Die einzige Möglichkeit, da unbeschadet herauszukommen, ist die Gabe von Insulin. Dieses muss auch langsam zugegeben werden, um den Kreislauf nicht komplett zusammenbrechen zu lassen. Würden wir das Insulin wirklich stoppen, so hätten wir circa 3-5 Stunden Zeit, bis die Entgleisung anfängt.

Zum Glück ist in meinem Leben nur eine einzige große Entgleisung geschehen. Kann euch garantieren, das ist nichts, was ihr mal erleben wollt. Hoffen wir, dass niemand diesem Ratschlag folgt.

Diät halten, dann wird der Diabetes wieder besser

Diesen kleinen Ratschlag bekomme ich eigentlich relativ oft. Bei diesem bin ich eigentlich auch sehr tiefenentspannt. Liegt einfach nur daran, dass hier kein Hintergrundwissen vorliegt oder man die verschiedenen Typen von Diabetes verwechselt.

Sagt mir eure Meinung

Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Seid ihr auch Menschen, die gerne Ratschläge geben? Oder habt ihr sogar schon Ratschläge an chronisch kranke Menschen gegeben, ohne wirklich Ahnung zu haben? Oder glaubt ihr, dass die Menschen es eigentlich nur gut meinen. Schreib mir ruhig eure Meinung in die Kommentare.

Passend dazu gibt es natürlich noch ein Beitrag mit meinen Erlebnissen als Diabetiker. Schaut auch gerne hier vorbei:

#alltag #diabetes #gesundheit #zuckerkrank