4/ Die Telefon-App von Vy ist Englisch da haben sie sich Mühe gegeben. Vorher hatte ich noch Spaß mit der Browser-Übersetzung.

Bei #VerbMobil nannten wir das „approximativ korrekt“ (= man ist nicht totally lost).

Platz in der Schlafwagen-Küche? Oder doch in der Handgepäckkabine?

#Bahn #amBodenBleiben

2/ Der Post in 1/ klang vielleicht etwas negativ. Das Bild zeigt den Aufbau des #VerbMobil-Systems. Es gab die so genannte tiefe Verarbeitung und statistikbasierte Verarbeitung. Tiefe Analyse ist symbolische #KI. Da waren drei Grammatiken drin. Für Englisch, Japanisch und Deutsch. Der Formalismus dafür war #HPSG. Da die Strukturen groß werden, die Ambiguität (schon im Sprachsignal) groß war, brauchte die tiefe Verarbeitung sehr viel Zeit. Auswertungen ergaben: Wenn die tiefe Analyse nicht ins Zeitlimit lief, war sie immer besser als die flache statistikbasierte Analyse.

Ich hatte mit der deutschen Grammatik 93% Abdeckung. Was der Rest war, war auch klar. Das sollte nicht in die Grammatik.

Nun ja. Das Problem der Maschinellen Übersetzung kann man wohl als gelöst ansehen. Geht so. Murakami und Kafka würde ich immer noch per Hand übersetzen, aber für alltägliche Kommunikation reicht es. Das geht ohne ein tieferes Verständnis der Texte.

(Ich hoffe ich werde jetzt nicht von Übersetzungswissenschaftler*innen und Übersetzer*innen verprügelt.)

#MaschinelleÜbersetzung

Kennt Ihr eigentlich #ShootingFish? Ich habe beim Aufräumen so eine DVD gefunden. Für die Jüngeren: DVDs sind Scheiben, die man gegen Stare in die Bäume hängt. Aber früher hat man Filme darauf gespeichert.

Wir haben den Film in den 90ern gesehen. Zusammen mit anderen Computerlinguist*innen. Das war sehr lustig, weil der Film von drei Betrügern handelt, die ein System zur automatischen Übersetzung an Investoren verkaufen wollten. Dabei saß eine Assistentin im Keller und hat so getan als wäre sie die Übersetzerstimme.

Das System hieß VerbiTec. WIr haben damals an #VerbMobil gearbeitet. Dem größten #KI-Projekt, das es in Deutschland jemals gab und gegeben haben wird. 911 Personen insgesamt an ganz vielen Unis und bei IBM und Siemens. Der Film hat sich uns wohl zum Vorbild genommen …

https://www.youtube.com/watch?v=vi4FsOzFZEs

Trailer: Shooting Fish

YouTube

Das finde ich mal wirklich gut: Unser KI-Experte hat was gebaut, mit dem man Stile ineinander überführen kann. Das finde ich wirklich beeindruckend. Leider werden mich die Monteure aus dem Bett klingeln, weil ich denke, dass sie 19:30 kommen. Im Original stand halb acht.

Ich habe übrigens in den 90ern in einem Übersetzungsprojekt (#VerbMobil) gearbeitet. Die Domäne war Terminvereinbarung und ein Dialog galt als Erfolg, wenn die Gesprächsteilnehmer*innen sich nicht um mehr als eine halbe Stunde verfehlt haben.

Dann wäre das hier kein Erfolg. =;-) #LLM #KI

1/ „Das DFKI, an dem etwa 1.500 Forschende überwiegend mit öffentlichen Mitteln arbeiten, wurde schon 1988 gegründet. Damit waren die Deutschen bei dem Thema eigentlich früh dran.“

https://taz.de/Kuenstliche-Intelligenz/!6086074/

Nun ja, nun ja. #KI war nicht immer das, was heute unter #KI läuft. Computerlinguistik war zum größten Teil symbolische KI. Es gab große Ontologien, die versuchten, menschliches Wissen zu formalisieren, so dass man mit logischen Schlussverfahren etwas daraus ableiten konnte. Expertensysteme.

Und schon nach dem Krieg wurde mit Machineller Übersetzung begonnen. Man dachte sich, wenn Turing die Enigma entschlüsseln konnte, müsste es auch möglich sein, maschinell zu übersetzen, denn letztendlich war das ja auch nur ein Dekodierungsproblem.

Irgendwann kam dann der ALPAC-Report und es gab den ersten AI winter. Komischerweise fehlt der in Wikipedia.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinelle_%C3%9Cbersetzung

Das war 1966. Also gab es schon damals KI.

https://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA

Weizenbaum hat auch 1966 #ELIZA geschrieben.

Auch symbolische KI. In #Prolog. Als er sah, wie Menschen darauf reagierten wurde er zum KI-Kritiker. Die #LLMs von heute sind sehr viel leistungsfähiger und sehr viel gefährlicher.

Ach so: Auf dem Bild ist Reinhard Karger vom #DFKI. Er hat immer die Demos von #VerbMobil gemacht, das auch im Bild zu sehen ist. Lief damals auf ner SUN Sparc Station.

VerbMobil war das größte KI-Projekt, das es jemals in Deutschland gab. Wahrscheinlich auch international. Eigentlich zu groß.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verbmobil

Ich habe mit Walter Kasper die deutsche Grammatik gemacht. #HPSG #Linguistik #Computerlinguistik

Künstliche Intelligenz: Die Deutschen waren früh dran

1988 entstand das Deutsche Forschungszentrum für KI – also lange Zeit vor Google, Amazon und Meta. Warum wurde ChatGPT dennoch in den USA entwickelt?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Lustiges aus der Welt des SPAMs: Werbung für ein Übersetzungsprogramm in ungrammatischem Deutsch. Einen „sofortigen Übersetzer“ wollte ich schon immer mal haben. Ich habe ja in den 90ern an einem Übersetzungsprojekt gearbeitet (#VerbMobil). Das Problem an der so genannten tiefen Verarbeitung (symbolische #KI) war damals, dass wir nicht sofortig genug waren.

#SPAM #MachinelleÜbersetzung #MÜ

@alex

I'm not at all surprised.

As a student, I worked at @DFKI. The team that experimented with statistical machine translation for the #VerbMobil project used to pin the most hilarious translation errors on their office doors. Sometimes, input and output had no semantic overlap whatsoever. When training data is misaligned, anything can happen.

PS: That was publicly funded research. If training data is a trade secret, no one can fix these mistakes but the original developers.

Meine #KI-"Karriere" begann als Hiwi im #VerbMobil-Projekt am #DFKI #Saarbrücken. Heute bin ich froh, dass ich nicht mehr in diesem Gewerbe tätig bin.

Warum, das beantwortet diese @[email protected]:
https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/die-geschichte-vom-denkenden-computer/-/id=660374/did=23715820/nid=660374/bvbde4/

#AI #DataMining #TextMining #Überwachung #Trump #privacy

Die Geschichte vom denkenden Computer | Wissen | SWR2

Künstliche Intelligenz hat Zukunft - aber keine Vergangenheit? Nahezu vergessen jene legendäre Konferenz von 1956, seit der Computer und bestimmte Programme künstlich intelligent genannt werden. Vorbei 1966, als der erste Computertherapeut die Menschen verwirrte. Man erinnert sich kaum an die 80er-Jahre, als Expertensysteme dieselben Hoffnungen und Ängste auslösten wie die künstliche Intelligenz heute.