Juhu Wochenende
Juhu? Wirklich?
Ein Wort, das sich falsch anfühlt.
Zu leicht für das, was gerade ist.
Zu leer für das Gewicht dahinter.
Sparmaßnahmen.
Sauber formuliert.
Wie etwas Vernünftiges.
Und doch heißt es nur:
Sie wird nicht mehr gebraucht.
31.3.
Kein Datum, ein Schnitt.
Vor Weihnachten noch notwendig.
Jetzt aussortiert.
Urlaubsvertretung. Nichts weiter.
Jetzt wird klar, was das bedeutet hat.
Sozialbereich.
Ein Wort, das sich selbst widerspricht.
Und ich?
Ich sitze im Zug.
Ich schaue raus.
Sehe nichts.
Alles bewegt sich, nur ich nicht.
Das Wochenende.
Gedacht für Erholung.
Jetzt nur kaputt.
Gedanken kreisen.
Immer wieder zurück.
Kein Ausweg darin.
Es ist nicht ruhig.
Es ist schwer.
Eine Leere, die drückt.
Als würde etwas auf mir liegen.
Und nicht mehr weggehen.
Ich sinke.
Langsam.
Aber ohne Halt.
Zerstört, ohne dass man es sieht.
Keine Risse.
Keine Brüche.
Nur innen alles weg.
Hohl.
Ausgebrannt.
Als hätte etwas in mir gebrannt,
bis nichts mehr übrig war.
Und jetzt stehe ich noch da.
Aber nur als Rest.
Eine Hülle.
Zu viel Platz.
Zu wenig Wert.
„Wird schon wieder.“
Ein Satz, der nichts hält.
Nur fällt. Immer wieder.
Es wird nicht besser.
Es wird enger.
Jeder Tag nimmt etwas mit.
Und gibt nichts zurück.
Bis nichts mehr bleibt.
Nur dieser Sitz.
Dieser Zug.
Diese Hülle.
Und dieser Gedanke, der sich einschleicht.
Nicht laut, nicht plötzlich.
Eher wie etwas, das schon lange da ist
und jetzt einfach wieder klarer wird.
Was wäre, wenn es jetzt endet.
Nicht später, nicht irgendwann.
Einfach jetzt.
Kein Kampf mehr.
Kein Müssen mehr.
Kein Weiter.
Nur Ruhe.
Stillstand ohne Druck.
Erlösung, ohne dass jemand etwas verlangt.
…
Und irgendwo darunter bleibt noch etwas.
Kein Hoffen, keine Kraft.
Nur dieses eine Versprechen.
Das noch hält.
Für heute..
#notjustsad