David Irving ist der wohl bekannteste Holocaustleugner - in Österreich wurde er 2006 verurteilt

Er verharmloste Hitler als „den größten Freund der Juden im Dritten Reich“, spielte die Opferzahlen herunter und leugnete den Holocaust, der Brite David Irving.

Deutschlandfunk

@derAchteSchwabe @salome wenn dies zutreffen würde, dann hätten wir #AOC und/oder #BernieSanders im Weißen Haus, aber die pissen die #AmericanOligarchy zu sehr an...

Hierzulande hat @tagesschau das mit dem #MediaBlackout bzw. #Nichtberichterstattung / #Leugnen von #Protesten seit langem raus...

#KI generierte #Bots werden in der Lage sein, so individuell zu #kommunizieren wie ein menschlicher #Gesprächspartner. In den falschen Händen sind diese #Technologien höchst gefahrlich. Sie können gezielt eingesetzt werden. um eine #Regierung zu destabilisieren oder eine #Opposition zu schwächen, um #Ängste zu schüren oder #Risiken zu #leugnen, um einen #Krieg zu rechtfertigen oder um #Kriegsverbrechen vorzutäuschen.

https://www.dumont-buchverlag.de/buch/elisa-hoven-das-ende-der-wahrheit-9783755811404-t-7711

Das Ende der Wahrheit?

Wem oder was können wir noch glauben? Digitale Neuheiten wie Social Bots oder Deepfakes, aber auch Täuschungen durch Medien und

DuMont Buchverlag

Tja...Die werden sich noch wundern.

Guten Morgen zusammen ☕️ 

#klimawandel
#Völkerwanderungen
#Leugnen
#5vor12

Ich vermute, #Grundvoraussetzung dafür den #menschgemachten #Klimawandel zu #leugnen ist nicht dass der eigene #Stammbaum ein #Kreis ist, aber es ist sicher #hilfreich!

@stargazer @tagesschau

Wieauchimmer:
#Zahlen und #Fakten lügen nicht. Und man will nur das hören, was man "gerne" hören möchte. Egal wie man es nennt: #Zuzug, #Eintritt oder #Einwanderung. Sie sind in den #Sozialsystemen - auch das lässt sich nicht #leugnen. Die #ARD hat jedoch kein #Werturteil damit abgegeben, was #NIUS sofort machen würde. Also alles im "#grünen" #Bereich. Auch dass #Scholz den #Zuzug begrenzen will ist #Fakt.

#örr #narrative #afd #migranten

Ich habe als Freiwilliger nach der Katastrophe im Artal getan was ich konnte. Ich habe getan was nötig war. Ihr denkt der #Starkregen in eurer #Region war #heftig? Denkt darüber nochmal nach. Ihr habt #Bock den #Klimawandel zu #leugnen? Ich habe da keinen Bock drauf und stelle dem den #Geruch #verwesender #Leichen entgegen.

Am vergangenen Wochenende wurde der SPD-Europakandidat Matthias Ecke in Dresden brutal angegriffen und zusammengeschlagen. Er musste im Krankenhaus operiert werden. Wir wünschen ihm gute Genesung. Doch leider müssen wir auch über die Reaktionen im Netz reden. Denn die physische Gewalt auf der Straße wird durch verbale Gewalt im Netz vorbereitet. Auch und vor allem in AfD-Gruppen.

SPD-Politiker ins Krankenhaus geprügelt: Der Angriff auf Matthias Ecke

Matthias Ecke steht auf der Liste der SPD für die Europawahl auf Platz 10. Dementsprechend ist er gerade mitten im Wahlkampf. Auch am Freitagabend war er in Dresden-Striesen unterwegs um Wahlplakate aufzuhängen. Dabei wurde er von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und verprügelt. Er trug so schwere Verletzungen davon, dass er noch am selben Abend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Glücklicherweise scheint Ecke auf dem Weg der Besserung zu sein, er will sogar wieder in den Wahlkampf zurückkehren. Doch leider war es das schon an guten Nachrichten.

Die Täter konnten zunächst entkommen, einen Tag später stellte sich jedoch ein erster Tatverdächtiger der Polizei. Mittlerweile sind auch die anderen drei mutmaßlichen Beteiligten identifiziert. Die Polizei geht von einem rechtsextremen Motiv aus. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist es also wahrscheinlich ein weiterer Fall, in dem sich der in den sozialen Medien gezüchtete Hass in körperlicher Gewalt gegen einen Politiker entlädt. Das ist keineswegs ein neues Phänomen. Schon beim Mord an Walter Lübcke war im Vorfeld und auch hinterher der Einfluss sozialer Netzwerke auf rechte Gewalt ein zentrales Thema.

Und auch diesmal gab es in den einschlägigen, oft AfD-nahen Gruppen ein Spektrum an Reaktionen von Leugnung über demonstrative Gleichgültigkeit bis hin zu Zustimmung. Nur eins gab es natürlich nicht: Echte Solidarität. Wir haben für euch die verschiedenen Reaktionen der Rechten beispielhaft zusammengetragen.

AfD-Fans feiern und leugnen Angriff gleichzeitig

Wenig überraschend war unter den frühen Reaktionen von AfD-Fans wieder Schadenfreude ein weit verbreiteter Reflex. Unsere Kolleg:innen von „Die Insider“ haben beispielhaft ein paar Reaktionen unter einem mittlerweile gelöschten Post eines AfD-Kreisverbandes gesammelt:

Screenshot: Die Insider

Auch auf Twitter lassen, im Schutz der Anonymität, einige User ihrem Hass freien Lauf:

Screenshot twitter.com, Zusammenstellung und Unkenntlichmachung Volksverpetzer

Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass einige AfD-Fans schon so weit indoktriniert sind, das jede Nachricht, die nicht in das eigene Weltbild passt, schon reflexhaft in einen Verschwörungsmythos eingebettet wird. So behauptet eine Userin in einer Fangruppe der rechtsextremen Partei, der Angriff auf Ecke sei von einer „Theatergruppe“ inszeniert, auch andere sehen instinktiv sofort eine Inszenierung.

Screenshot: Die Insider

Auffällig ist aber auch: Offizielle Seiten und Personen der AfD selbst halten sich mittlerweile mit Schadenfreude oder direkter Leugnung der Vorfälle zurück. Sie sehen ja, dass diese Saat unter ihren Anhänger:innen ohnehin aufgeht. Daher zeigten ihre Reaktionen auf die Gewalt gegen Matthias Ecke zwei andere Muster: Täter-Opfer-Umkehr und Whataboutismus.

Reaktionen der AfD: Täter-Opfer-Umkehr

Jörg Urban, Vorsitzender des als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD-Landesverbandes Sachsen, verurteilt die Gewalttat auf Ecke pro forma. Diese scheinbare Solidarisierung wird aber im gleichen Atemzug relativiert, indem Urban die angebliche Schuld beim Opfer selbst sucht. Klassisches Victim blaming, das nur dazu dient, davon abzulenken, dass Stand jetzt mindestens einer der Täter einen rechtsextremistischen Hintergrund hat und die AfD schon seit langem zu einer Verrohung des gesellschaftlichen Miteinanders beiträgt. 

Screenshot twitter.com

Ähnlich verdreht Dennis Hohloch, Beisitzer im AfD-Bundesvorstand, die Situation. Während Matthias Ecke gerade erst die OP hinter sich hat, sieht der AfDler lieber sich und seine Partei als das Opfer.

Screenshot twitter.com

Auch Martin Hess, AfD-Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz bemüht sich schnell, der SPD-Chefin Saskia Esken eine Mitschuld an der Gewalt gegen ihren Parteigenossen zu geben.

Screenshot twitter.com

Besonders aktiv in der Täter-Opfer-Umkehr war auch Martin Reichardt, Vorsitzender der gesichert rechtsextremistischen AfD Sachsen-Anhalt. In seinen zahlreichen Tweets zum Thema versuchte er nicht einmal mehr, Mitleid vorzutäuschen, sondern hetzte wild gegen alles, was nicht auf AfD-Parteilinie ist.

Screenshot twitter.com

AfD-Narrative verfangen: Auch Fans hetzen mit Täter-Opfer-Umkehr

Die hohen Parteikader geben also die Richtung vor, die Fans im Netz folgen der Täter-Opfer-Umkehr nur zu gern. Die Folgen sind erschreckend.

Gleich mehrere User geben auf Twitter beispielsweise einfach Matthias Ecke selbst die Schuld, Opfer des Angriffs geworden zu sein, da er nach 22 Uhr plakatiert habe. Können Politiker:innen nun also allen Ernstes nur tagsüber auf die Straße gehen? Leben wir in Zeiten, in denen wir fürchten müssen, nachts von Rechts zusammengeschlagen zu werden? Widerlich, wie komplett bodenlose Behauptungen aufgestellt werden, die einzig und allein dem Zweck dienen, nicht der Wahrheit ins Gesicht schauen zu müssen, und zwar, dass Ecke keine Schuld an dem Angriff auf seine Person trägt. Hört sich selbstverständlich an, scheint es aber vielen Nutzer:innen mittlerweie nicht mehr zu sein.

Auch die Schuldumkehr gegen Saskia Esken hat sich im rechtsradikalen Milieu offenbar bereits etabliert:

Sehr auffällig ist auch, dass viele AfDler es nicht ertragen können, einmal mit ihrer Opferinszenierung nicht im Mittelpunkt zu stehen. Tatsächlich ist ein Kern des populistischen Diskurses der Partei, dass sie und nur sie selbst das Opfer von „denen da oben“ ist; wenn also Politiker:innen demokratischer Parteien angegriffen werden, versucht die rechtsextreme AfD möglichst schnell den Fokus wieder auf sich selbst als Opfer zu lenken.

Hier zum Beispiel Alexander Jungbluth, Europa-Listenplatz 5 der AfD:

Screenshot twitter.com

Ebenso würde der mutmaßlich russlandfinanzierte Europakandidat Petr Bystron am liebsten schnell wieder über den Eierwurf und Angriff auf einen AfD-Landtagsabgeordneten statt über den im Krankenhaus liegenden Matthias Ecke reden. Ein Wort der Solidarität für Letzteren verliert der AfDler natürlich nicht.

Oder auch nochmal Martin Reichardt, der sogar den angeblich politisch motivierten Angriff auf Andreas Jurca wieder auspackt (besonders perfide, weil hier auch Monate nach dem Angriff die AfD immer noch keinen Beweis für ihre Behauptung, Jurca sei Opfer politischer Gewalt geworden, bringen).

Screenshot twitter.com

Und auch diese Strategie verfängt so gut, dass manche Leute sogar bereit sind, im vorauseilenden Gehorsam die AfD gegen jegliche Kritik an genau dieser Umdeutungsstrategie zu verteidigen, so wie in diesem Beispiel:

Der Hass der AfD ist brutaler Alltag – und schlägt immer öfter zu

Man sieht: Die AfD fährt eine perfide zweigleisige Strategie. Die Parteikader, welche in der Öffentlichkeit stehen, distanzieren sich pro forma und lenken gleichzeitig mit Whataboutismen und Täter-Opfer-Umkehr von der Problematik ab. Parallel dazu labt sich der digitale rechte Mob voller Schadenfreude an der Gewalt oder tut sie im Stile klassischer Verschwörungsmythen als „inszeniert“ ab.

Die Verrohung der politischen Debatte ist erschreckend. Nicht, dass Gewalt gegen demokratische Politiker:innen erst in diesem Wahlkampf ein Thema geworden wäre, schließlich ist es bald fünf Jahre her, dass Walter Lübcke von einem Rechtsextremisten ermordet wurde. Doch wir sollten die Gewalt gegen Politiker:innen nicht zur Normalität werden lassen, sondern Rechtsextreme immer und überall problematisieren. Auch und gerade dann, wenn die AfD den Diskurs immer weiter eskaliert, immer hasserfüllter und schonungsloser gegen die Demokratie und ihre Vertreter:innen hetzt.

Statt mit den Feinden der Demokratie zu reden, sollten wir lieber über sie aufklären. Wenn sie sagen, dass sie demokratische Politiker:innen „jagen“ wollen, dann sollten wir das ernst nehmen – und nicht erst, wenn es dann tatsächlich zur „Jagd“ kommt. Wenn sie einen Spitzenkandidaten aufstellen, der sich schon zuvor mit einem breiten Spektrum rechtsextremer Positionen präsentiert, dann sollten Demokrat:innen sich geschlossen dagegen stellen. Nicht, weil es ein politischer Konkurrent ist, sondern weil es ein Gegner der Demokratie ist.

AfD-Alltag: „Hirnlose Nachgeburt“, „Alte Drecksmade“, „Wixxer abknallen!“

Fazit: Rechtsextreme raus aus unseren Talkshows!

Leider beobachten wir weiterhin, dass die verbalen Exzesse der Rechtsextremen ohne Konsequenzen bleiben. In die Talkshows werden sie immer noch in schöner Regelmäßigkeit eingeladen, in vorauseilender Selbstzensur bleibt allzu direkte mediale Kritik immer noch oft aus und in den meisten sozialen Netzwerken können sie eh schalten und walten wie sie wollen. Der Fall Matthias Ecke und die digitale Reaktion darauf zeigt, dass die Demokratie sich gegen ihre Feinde wehren muss. Und zwar nicht nur mit Lippenbekenntnissen – sondern mit allem, was das Arsenal der wehrhaften Demokratie hergibt. Sei es ein Ausschluss aus Talkshows, sei es der Entzug öffentlicher Finanzen oder eben auch ein Parteiverbotsverfahren.

Erfolg! Bundesrat nimmt unsere AfD-Verbots-Petition an – so geht’s weiter!

Artikelbild: Matthias Ecke/SPD Sachsen/dpa; Screenshots DieInsider

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https://www.bachhausen.de/so-reagieren-afd-fans-auf-gewalt-gegen-ecke-feiern-leugnen-ablenken/

#ablenken #feiern #gegen #gewalt #leugnen #reagieren

In den Anfangstagen nach dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel wurden zwei kleine Jungen im Alter von je vier Jahren getötet – einer Israeli, einer Palästinenser. Beide lebten nur 23 Kilometer voneinander entfernt. In den sozialen Medien versuchten viele User:innen aber, beide dieser Todesfälle zu leugnen oder herunterzuspielen.

Der vierjährige Israeli Omer Siman-Tov wurde getötet, als Hamas das Haus seiner Familie auf einem Kibbuz angriff. Der vierjährige Palästinenser Omar Bilal al-Banna starb bei einem israelischen Luftangriff nahe Gaza-Stadt. Statt ihrer Tode zu gedenken, behaupteten pro-israelische Accounts in sozialen Medien, Omar sei eine Puppe gewesen, keine echte Person. Pro-Hamas-User:innen wiederum bezeichneten Omers Tod als Propaganda und „false flag“. Beides Leugnung von Todesopfern.

Überall sind es Zivilisten, die leiden

Desinformation und Propaganda haben massiv zugenommen seitdem der Nahostkrieg in Folge des Hamas-Terror-Anschlags vom 7. Oktober ausgebrochen ist. Das Leid der Zivilbevölkerung ist auf beiden Seiten unfassbar tragisch. Auf israelischer Seite wurden von den Hamas-Terroristen 1400 Zivilist:innen getötet. Auch auf palästinensischer Seite wurden bisher mehrere tausend Menschen durch israelische Angriffen auf Hamas-Ziele im Gazastreifen getötet – darunter auch viele Kinder. Auf Social Media ist derzeit besonders auffällig, wie sich sowohl Israel als auch Palästina gegenseitig vorwerfen, Tragödien in der Zivilbevölkerung lediglich vorzutäuschen.

In dem Zusammenhang trendet beispielsweise gerade regelmäßig der Hashtag „Pallywood“ – also eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Palestine“ und „Hollywood“, um großflächige Inszenierungen zu unterstellen. Seit Beginn des Nahostkrieges stieg die Anzahl von Posts, die das Wort benutzen, stetig an. Auf beiden Seiten gibt es aber nachweislich Desinformation und wird versucht, jeweils reale Todesopfer zu leugnen. Israel wird zu Recht kritisiert, wenn seine Repräsentant:innen in der öffentlichen Kommunikation die Taktiken ihrer Gegner nutzen.

Systematische Leugnung von Kriegstragödien im Nahostkrieg

In den Tagen nach dem Massaker der Hamas an israelischem Zivilist:innen vom 7. Oktober gab es in den sozialen Medien viele Posts, die die Taten der Hamas leugnen. Hamas-Vertreter:innen leugnen bis heute, dass ihre Soldat:innen gezielt Zivilist:innen attackierten. Auch deshalb schrieben wir diesen Faktencheck:

Doch, Hamas hat diese schrecklichen Terror-Taten begangen

Weltweit nutzen Influencer:innen ähnliche, widerwärtige Narrative, um das Leid zu leugnen. Hier ein indischer Influencer, der palästinensische Tote leugnet: 

Quelle

Das „Crisis Actor“ Narrativ

In den USA verbreiteten Verschwörungserzähler:innen schon regelmäßig das Märchen, dass „Crisis Actors“ bei „False Flag“ Operationen nach Amokläufen und Terroranschlägen eingesetzt würden, um diese vorzutäuschen und eine politische Agenda zu fördern. Es seien Schauspieler:innen, die die Tragödien nur inszenieren würden. Wer diese Verschwörungslügen verbreitet, will meist die eigene Mitverantwortung leugnen. Bekannte Vertreter sind der rechtsradikale Alex Jones und die Seite InfoWars. Sie behaupten z.B. der Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School sei inszeniert gewesen. Für die Eltern der Opfer muss die Negierung von tatsächlich erfolgter, unfassbarer Gewalt ein direkter Schlag ins Gesicht sein.

Die Eltern von zwei getöteten Kindern verklagten Jones wegen Verleumdung. Vor Gericht musste Alex Jones dann eingestehen, dass der Amoklauf „100 % real“ war und er seine Verschwörungsmythen frei erfunden hatte. 

Der Schadensersatz von 1,5 Milliarden Euro, zu dem das Gericht Alex Jones verurteilte, spiegelt auch wider, welches unermessliche Leid solche Verschwörungserzählungen bei den Angehörigen der Opfer auslösen. Und auch, wie viel Alex Jones mit solchen Lügen zuvor an Geld verdient hatte. 

Auch Russland setzt auf das Crisis Actor Narrativ: So behaupteten sie, das Opfer eines der mittlerweile über tausend Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen würde eine „Schauspielerin“ zeigen. Die Beauty Bloggerin Marianna war aber wirklich in dem Krankenhaus zur Entbindung und brachte kurz darauf ihr Baby zur Welt. Wir hatten das damals widerlegt:

Lawrow gibt Bomben auf Geburtsklinik in Mariupol zu, lügt über tote Zivilisten

Auch die israelische Regierung nutzt das Verschwörungs-narrativ

Auch im Nahostkrieg findet das Crisis Actor Narrativ weite Verbreitung. Hinter dem Kofferwort „Pallywood“, das seit Beginn des Nahostkriegs auf Social Media trendet, steckt der Vorwurf, palästinensische Schauspieler:innen würden die zivilen Tragödien nach Angriffen auf den Gazastreifen lediglich vortäuschen. Ziel sei, Mitleid mit den Palästinenser:innen zu erregen und Hass auf Israel zu schüren. Auf Social Media häufen sich derzeit Videos und Bilder, die angeblich belegen sollen, dass Berichte über Opfer der Zivilbevölkerung im Gazastreifen inszeniert seien. Viele dieser Beiträge sind jedoch einfach Fake.

In einem vielfach geteilten Beitrag ist die Rede von einem palästinensischen Blogger, der vorgäbe, durch einen israelischen Angriff verletzt worden zu sein und im Krankenhaus behandelt werde. Das Bild im Krankenhaus wird verglichen mit einem Video, das denselben Palästinenser zeigen soll, angeblich einen Tag später und gesund im Gazastreifen herumspazierend. Der Vorwurf der pro-israelischen Verbreiter:innen dieses Beitrages: die Palästinenser:innen würden Kriegstragödien lediglich inszenieren.

Quelle

Wie bereits andere Faktchecker:innen auch belegen konnten, ist diese Gegenüberstellung jedoch komplett gefälscht. Der Junge im Krankenhaus ist nicht diesselbe Person wie der Mann im Video. Das Video zeigt einen 25-jährigen palästinensischen Blogger, Saleh Aljafarawi. Er postet unter anderem über die Folgen der israelischen Bombardierungen für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Der Junge im Krankenhaus ist der 16-jährige Mohammed Zendiq. Er verlor sein Bein während einer israelischen Razzia im Flüchtlingslager Nur Shams, Westjordanland, am 24. Juli. Also bereits lange vor dem Kriegsausbruch.

Der Fake wurde unter anderem von Hananya Naftali verbreitet, ehemaliges Mitglied des Teams für Kommunikation und soziale Medien des israelischen Premierministers Netanyahu. Die fälschliche Gegenüberstellung teilte sogar die israelische Regierung auf X. Mittlerweile ist der Beitrag gelöscht.

Video zeigt sehr wahrscheinlich echtes Baby, keine Puppe

Ebenfalls vom X-Account der israelischen Regierung und von einigen deutschen Medien weiterverbreitet, stammt die Behauptung, die Hamas hätte den Tod eines Babys mit einer Puppe inszeniert. Für diese Behauptung gibt es jedoch keinerlei Belege. Viel wahrscheinlicher ist es, dass besagtes Video tatsächlich ein totes Baby zeigt. Es wurde vermutlich während einer Beerdigung für die Opfer aufgenommen, die in einem Gebäude getötet wurden, das am 12. Oktober von Luftangriffen getroffen wurde. Genauer gesagt zeigt es einen palästinensischen Mann, der ein in ein Leichentuch eingewickeltes Kind hält. Wir haben uns bewusst entschlossen, einen Screenshot des Videos an dieser Stelle nicht zu zeigen.

Mehrere Rechtsmediziner:innen bestätigtem unseren Kolleg:innen vom Correctiv-Faktencheckportal, dass alle Merkmale darauf hindeuteten, dass es sich im Video um ein echtes Baby handelt. Auch der Fotograf, der das Video aufnahm, konnte ausfindig gemacht werden. Er gab Correctiv gegenüber an, das Video am 12. Oktober 2023 im Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt aufgenommen zu haben. Diese Angaben stimmen auch mit zwei Bildern überein, die ein AFP-Fotograf vor Ort aufnahm.

Die „pallywood“-Vorwürfe existieren schon länger

Nicht nur im gegenwärtigen Nahostkrieg wird das Pallywood-Narrativ auf Social Media verbreitet. Bereits 2021, als es im Mai zu gewaltsamen Ausbrüchen zwischen Israel und Palästina kam, verbreiteten mehrheitlich Facebook- und Twitter-User:innen Fake News weltweit. Damals wurden Teile einer Nachrichtensendung des „Gaza Post“-Channels zweckentfremdet, um daraus den Fake zu basteln, Palästinenser:innen würden zivile Tragödien der Gewaltausschreitungen lediglich vortäuschen. In Wahrheit ging es in der Sendung jedoch um medizinisches Training für Ärzt:innen und das Video ist außerdem noch schon mehrere Jahre alt. Hier könnt ihr es ansehen. Das Video zeigt nur gestellte Szenen, aber trotzdem hier vorsorglich: Trigger Warnung.

Die Sendung zeigt demnach die Nachstellung eines Straßenunfalls mit mehr als 100 Verletzungen. Ziel war es also, medizinisches Training für Ärzt:innen der Organisation „Doctors of the World“ durchzuführen. Im Originalvideo von „Gaza Post“ ist sogar das Logo der Organisation erkennbar. Das Video der „Gaza Post“ stammt übrigens aus dem Jahr 2017.

Diese Bilder stammen aus einer Protestbewegung in Ägypten, im Jahr 2013!

Immer wieder werden reale Videos von politischen Aktionen oder medizinischen Übungen aus dem Zusammenhang gerissen, und damit wird behauptet, es würden Gewalttaten nur inszeniert.

2013 drehten Protestierende in Ägypten ein Video, in dem sie sich als Leichen verkleideten. Im Jahr 2023 wird dieses Video nun im falschen Kontext geteilt, wobei behauptet wird, dass die Einwohner:innen von Gaza hier Todesfälle simulieren.

Ein thailändisches Kind hat sich letztes Jahr im Oktober ebenfalls als „Geist“ verkleidet – in einem großen Leinentuch. Nun wird das Bild auf Twitter geteilt – und so getan, als würde eine Inszenierung in Gaza zeigen. Dabei hat das Bild nichts mit dem Konflikt zu tun.

Fazit

In vielen Fällen werden solche Fakes geteilt, unter dem Vorwand eines „Faktenchecks“. Es wird suggeriert, dass man der Gegenseite Fake News nachgewiesen hätte. Nur – wir konnten keine Belege finden, dass diese Videos tatsächlich von Hamas-nahen Kanälen verwendet worden waren (natürlich sehen wir aber auch nicht alles). Das „Crisis-Actor Narrativ“ ist eines der widerlichsten Taktiken, die man sich in einem solchen Konflikt nutzen kann. Es ist unmenschlich und moralisch abstoßend. Es gibt keinerlei Rechtfertigung, es zu nutzen. Gerade israelische Regierungsaccounts machen sich damit unglaubwürdig – was wieder dazu führen wird, dass ihnen weniger Menschen glauben, wenn wieder Israelis Ziel von Angriffen sind.

Das aller-dümmste daran ist: Die Terrororganisation Hamas teilt ja wirklich Fakes, die man kritisieren und anprangern könnte! Es macht also überhaupt keinen Sinn, sich extrawelche auszudenken, und dabei reale Opfer zu verhöhnen und zu leugnen. Bitte teilt lieber echte Faktenchecks zu Hamas-Behauptungen. Zum Beispiel diese hier von uns:

Update Gaza-Krankenhaus: Wo auch Faktenchecker falsch lagen

Wie du die vielen Lügen zu Gaza durchschaust – 6 Faktenchecks

In einer früheren Version waren die Bilder der beiden Kinder nicht unkenntlich gemacht, wir bitten das zu entschuldigen. Artikelbild: Screenshots

The post Diese Toten sind echt: Wie Israel & Hamas zivile Opfer leugnen appeared first on Volksverpetzer.

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https://www.bachhausen.de/diese-toten-sind-echt-wie-israel-hamas-zivile-opfer-leugnen/

#diese #hamas #israel #leugnen #opfer #toten #zivile

Doch, Hamas hat diese schrecklichen Terror-Taten begangen

Die Terroristen von Hamas haben schreckliche Verbrechen verübt, wie die Ermordung von Säuglingen. Verharmloser versuchen diese Morde systematisch zu leugnen. Wir haben schweren Herzens die Belege zusammengetragen. Achtung Triggerwarnung!

Volksverpetzer

OMG, was kommt da für ein Wahnsinn auf uns zu?!!

Danke @mho und @empathroet

Mit Blick auf menschliches #Leiden und Finanzmärkte : Ist es eigentlich noch spekulativ, vorherzusagen, dass die Naturkatastrophen dieses Jahr desaströs ausfallen werden?

Quelle:
🌐 https://bildung.social/@empathroet/110525002861728684
🌐 https://climatereanalyzer.org/clim/sst_daily/

Und trotzdem gibt es noch kognitive Maulwürfe in der rechten Ecke bei #cdu #csu #fdp und #afd , die #leugnen, #lügen und in ihrer dekadenten #Komfortzone weiter machen wollen wie bisher 🤦🏼🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♀️

A. Hofmann :mastodon: (@[email protected])

Angehängt: 4 Bilder Der klimawissenschaftliche Fachterminus für das, was ihr hier seht, ist, soweit ich weiß: "Riesengroßer Clusterfuck!" 📷 #Klimakatastrophe #Meeresoberflächentemperatur https://climatereanalyzer.org/clim/sst_daily/ *Bild aktualisiert 📈 (22.06)

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