Judith Hermann – Ich möchte zurückgehen in der Zeit (3)

Judith Hermanns Buch wühlt mich auf. Es gibt so viel zwischen den Zeilen zu lesen, gleichzeitig so viele offensichtliche Metaphern. In einem Interview wurde sie nach dem Verfahren befragt, mit dem sie dieses Buch geschrieben habe. Da ist z.B. die Tatsache, wie sie die Einsamkeit ihrer Suche in Radom gegen die familiäre Gemeinsamkeit mit der Schwester und deren Familie in Napoli schneidet. Eine Schwester, die den Großvater, den Elefanten im Raum, sorgsam umgeht und jegliches Gespräch über ihn verweigert. Überhaupt scheint sie im weiteren Verlauf zunehmend deutlich die Rolle der Zensur an sich zu verkörpern. Bei anderen Autor:innen könnte es schon ein bisschen zu viel sein, zu offensichtlich, zu bedeutsam, dass die Schwester in Napoli mit Mann und Kindern im Haus einer Toten lebt, deren Möbel und Geschirr benutzt, ohne dass irgendjemand in der Familie darüber redet, geschweige denn darüber nachdenkt und es merkwürdig findet. Es ist nützlich und praktisch, also ist es gut so.

Oder diese Szene mit der Schwester, die sie plötzlich aus einem scheinbar nichtigen Grund völlig außer sich, anschreit: „Es ist nicht immerzu alles traurig.“ Es liegt so viel in dieser Szene, dass es mir irgendwie falsch erscheint, das hier aufzulisten. Ich glaube sie spricht entweder für sich, oder man versteht sie eben nicht, überliest sie einfach.

Ich finde zwar nicht das Buch über die Unfähigkeit zu trauern, aber mir fällt ein Buch in die Hand, das mich als junge Frau sehr beschäftigt hat. „Schuldig geboren“ von Peter Sichrovsky. Ein Kind der Opfer hat darin Interviews mit Kindern der Täter geführt. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich damals auf dieses Buch gekommen bin. Es ist 1987 erschienen, da war ich 21 Jahre alt. Vielleicht habe ich es einfach in einer Buchhandlung gesehen und gekauft. Denn eigentlich gab es niemanden, mit dem ich über diese Themen reden konnte. Im letzten Kapitel von Ich möchte zurückgehen in der Zeit erzählt Hermann davon, wie die Eltern ihres Mannes eine Zeitlang vom Erdboden verschluckt scheinen. Sie berichtet, wie sie mit ihm am nächtlichen Küchentisch sitzt und wie sie sich Szenarien ausmalen. „Wir vermieden das Wort schwer und das Wort tot. Wir sprachen das einfach nicht aus, das war, was wir tun konnten.“ So dachten vermutlich alle Erwachsenen in meiner Familie: wir sprechen einfach nicht darüber. Das immerhin können wir tun.

Judith Hermann, so lese ich, wird von manchen Kritikern vorgeworfen, es gehe in ihrem Buch weniger um die Schuld des Großvaters, als um Hermanns eigene Befindlichkeiten. Sie wünschten sich mehr Recherche und warfen ihr sogar Verharmlosung vor. Das ist vermutlich die Art und Weise wie man auf jemanden reagiert, oder wie man auf ein Werk reagiert, das auf höchst persönliche Weise versucht mit einem Tabu zu brechen. Denn wie sonst sollte das redlicherweise gelingen? Eine ganze Gesellschaft richtet sich dermaßen im Verschweigen und Verdrängen ein, dass es keine Sprache für Schuld und Verantwortung gibt, und dann wird eine Autorin, die sich genau damit auseinandersetzt, zwar nicht dafür verantwortlich gemacht, aber man lastet ihr an, dass sie keine Lösung hat, sondern nur die Bereitschaft das Problem zu benennen und die Ratlosigkeit auszuhalten.

#JudithHermann #Kritik #Lesetagebuch #Opfer #Sprachlosigkeit #Täter

Sömmerda (ots) - Eine 43-jährige Frau ist Opfer eines Anlagebetruges geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Frau Ende Februar über eine Online-Werbeanzeige auf eine vermeintliche Investitionsmöglichkeit im Bereich Kryptowährungen ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126719/6235702

#Bank #Bargeld #Betrug #Börse #Ermittlungsverfahren #Frau #Gesetz #Internet #Kriminalität #Opfer #Wirtschaft

LPI-EF: Anlagebetrug - 43-Jährige verliert 3.000 Euro

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Parchim (ots) - Am gestrigen Nachmittag wurde ein älterer Mann in Parchim Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der Senior am Nachmittag einen Anruf von einem Mann erhalten haben, der sich als Kriminalpolizist ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6234407

#Bargeld #Kriminalität #Mord #Mülltonne #Opfer #Sicherheitskräfte

POL-HRO: Betrüger erbeuten 38.000 Euro Bargeld

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#news ⚡ Ehemaliger BND-Vize wird Opfer von Cyberangriff: Der Ex-BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven zählt zu den Opfern eines Cyberangriffs auf Nutzer der Messenger-App Signal. De... https://hubu.de/?p=318016 | #bndvize #cyberangriff #ehemaliger #opfer #hubu
Ehemaliger BND-Vize wird Opfer von Cyberangriff - Hubu.de - News & FreeMail

Der Ex-BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven zählt zu den Opfern eines Cyberangriffs auf Nutzer der Messenger-App Signal.

Hubu.de - News & FreeMail

Hamm-Herringen (ots) - Eine 72-jährige Frau aus Hamm wurde am Mittwoch, 11. März, Opfer eines Goldkettendiebstahls. Gegen 11.40 Uhr sprach eine bislang unbekannte weibliche Person die Seniorin auf der Dortmunder Straße in Höhe des Engernwegs aus ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65844/6233993

#Frau #Opfer #Seniorin

POL-HAM: Unbekannte entreißen Seniorin Goldkette

Hamm-Herringen (ots) - Eine 72-jährige Frau aus Hamm wurde am Mittwoch, 11. März, Opfer eines Goldkettendiebstahls. Gegen 11.40 Uhr sprach eine bislang unbekannte weibliche...

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Stellungnahme zum 11. März 2026: Respekt ist Institutionelle Verantwortungsübernahme - Mit Fokus auf die Perspektive der Betroffenen

Die #Gedenkkultur an die #Opfer rassistischer/rechter und antisemitischer Morde und der Betroffenen von dieser Gewalt, gerät immer mal wieder ins Wanken. Da die Balance zu halten aus der Perspektive von Angehörigen der Opfer und von Betroffenen von Gewalt, gebührt hoher Anerkennung. Am Mittwoch, dem 11. März 2026, wird zum fünften Mal der „Nationale Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt“ begangen. Hier heißt es laut #Bundesregierung, soll unter anderem „die Situation der Betroffenen terroristischer und extremistischer Gewalttaten stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden.“

Die im Vorfeld dieser Gedenkfeierlichkeiten Geschehenen sind jedoch ein Spiegel der gesellschaftlichen Diskurse und damit der Verhältnisse.

„Stilles“ Gedenken?

Der 6. Jahrestag in Gedenken des rassistischen Anschlags in #Hanau am 19. Februar 2020 ist eine Reflektion hiervon. Die Stadt Hanau hat in diesem Jahr keine zentrale offizielle #Gedenkveranstaltung vorgesehen, stattdessen ein öffentliches stilles Gedenken an den Tatorten durchgeführt.

Warum? Weil Angehörige 2025 die Stadt für die deutlichen Versäumnisse beim Anschlag und dessen Aufarbeitung kritisierten. Dabei hatte ein #Untersuchungsausschuss im hessischen #Landtag aufgezeigt, „dass es rund um den Anschlag Versäumnisse und Pannen gegeben“ hat. Eine der Familien ist bereits vor das #Verfassungsgericht in #Karlsruhe gezogen.“

Konsequenzen gibt es bis heute nicht. Dass Hinterbliebene des Anschlags enttäuscht sind, ist nur allzu nachvollziehbar. Nicht so für die #Rathauskoalition von Hanau aus #FDP, #CDU und #SPD, „Derlei Gedenkveranstaltungen“ solle es nicht mehr geben“ – zumindest vorerst nicht. Was sich widerspiegelt ist: Kritik ist unerwünscht. Die Betroffenen sollten „dankbar sein“. Dankbar sein wofür? Adressiert werden Einzelne, doch gemeint sind alle, Betroffene mögen bitte „ihren #Hass überwinden“. Das ist Täter-Opfer-Umkehr: Nicht die #Rassisten, die #Nazis, die sich von der #Mehrheitsgesellschaft ermutigt fühlen, hassen, sondern die trauernden, verzweifelten Angehörigen, die es wagen, ihren Schmerz wütend und mutig zu äußern. Das ist eine Haltung, die Rassismus in #Staat und #Gesellschaft ausblendet und reproduziert.

(...)

Weiterlesen in der Stellungnahme der Burak-Ini zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt“ am 11. März#Antifa #Berlin #neukolln

Güstrow (Landkreis Rostock) (ots) - Die Ausgangsmeldung, die unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6232680 eingesehen werden kann, wird als bekannt vorausgesetzt. Nach Erkenntnissen aus den kriminalpolizeilichen Maßnahmen muss der ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6233606

#Gesetz #Internetwache #Kriminalität #Menschenrechte #Mord #Opfer #Politik #Regierung #Sicherheitskräfte #Sprechanlage #Wohnung #Zeugenaufruf

POL-HRO: Zeugenaufruf der Polizei Güstrow - 46-Jährige wird in eigener Wohnung zum Opfer einer Raubstraftat

Güstrow (Landkreis Rostock) (ots) - Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des schweren Raubes sowie der Freiheitsberaubung, nachdem eine 46-Jährige am Morgen des...

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@nataschastrobl.bsky.social
Ich kann dazu nur sagen: Wenn die der #cdu #Strategie ist um bei den Koalitionsverhandlungen einen auf #Opfer zu machen, dann wird die Konsequenz sein, dass nicht die #cdu mehr Stimmen kriegt, sondern die #AfD, die macht das schon länger und kann das noch besser!

Pfungstadt (ots) - Eine 80-jährige Pfungstädterin wurde am Montagmorgen (9.3.) Opfer eines Trickdiebstahls. Der Vorfall spielte sich gegen 8.30 Uhr in der Frankensteiner Straße ab. Die ältere Dame war zu Fuß unterwegs und wurde von einem Mann ...

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6233406

#Halskette #Kriminalität #Opfer #Tipps

POL-DA: Pfungstadt: Trickdiebe erbeuten Halskette / Polizei warnt und gibt Tipps

Pfungstadt (ots) - Eine 80-jährige Pfungstädterin wurde am Montagmorgen (9.3.) Opfer eines Trickdiebstahls. Der Vorfall spielte sich gegen 8.30 Uhr in der Frankensteiner...

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Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt am 11. März: Minister Reul ordnet Trauerbeflaggung an

Innenminister Herbert Reul hat für Mittwoch, den 11. März 2026, aus Anlass des Gedenktages für die Opfer terroristischer Gewalt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen, Trauerbeflaggung angeordnet.