"Menschen und Tiger können im selben Gebiet leben"
– Baiga Achanakmar Tiger-Schutzgebiet
Wie es wohl wäre, wenn wir hier in Westeuropa (und überall sonst auch) so respektvoll und friedlich mit großen Raubtieren leben würden, wie Indigene es u.a. in Indien mit Tigern tun? Wenn wir Wölfe, Bären, Haie, Orcas und Adler wie geachtete Mitglieder der größeren Gemeinschaft behandeln würden und unser Leben mit ihnen zusammen organisieren würden?
Auszüge aus dem Artikel:
"Es ist kein Zufall, dass so viele indigene Völker in den Tigerreservaten leben: Sie wissen, wie man Seite an Seite mit dem Tiger lebt und verwalten und schützen ihre Umwelt seit Generationen gewissenhaft. Sie sind die besten Naturschützer und Hüter der natürlichen Welt."
"Das Wechselverhältnis, in dem indigene Völker mit dem Wald stehen, basiert auf ihrem Respekt für die Kreisläufe der Natur und ihrem Verantwortungsbewusstsein gegenüber zukünftigen Generationen. Ihre Bräuche schreiben ihnen vor, dass sie nie mehr nehmen sollten, als sie brauchen, und nichts verschwenden sollten. Viele handeln nach dem Prinzip, der Natur zurückzugeben, was sie von ihr nehmen. Wenn sie hoch oben in den Bäumen Honig sammeln, behalten die Soliga einen Teil davon für sich selbst und hinterlassen den anderen Teil in Bodennähe für die Tiger, denn „Tiger können nicht auf Bäume klettern und Honig sammeln.“
Trotz der Behauptungen zahlreicher Naturschützer*innen, stellen Wildtiere keine Bedrohung oder Gefahr für indigene Völker dar. Sie lachen über die Unterstellung, sie hätten Angst vor dem Tiger, und erzählen uns, dass sie schon immer mit ihnen im Wald gelebt hätten. Viele indigene Völker wie etwa die Chenchu verehren den Tiger und sehen in ihm sowohl einen Gott, als auch ein Mitglied ihrer großen spirituellen Familie, die auch andere Tiere wie Panther und Bären umfasst. Andere, wie etwa die Baiga oder die Mising, sehen im Tiger einen Gefährten, mit dem sie sich den Wald teilen. Die Soliga erklären, dass sie keine Angst haben, wenn sie auf einen Tiger treffen. Selbst ein Soliga-Kind weiß, dass es ihn nur einen „großen Hund“ rufen muss – diese Beleidigung scheint auszureichen, ihn davonzujagen!"
Es geht außerdem darum, wie wichtig es ist, damit aufzuhören, Indigene aus ihren Gebieten zu vertreiben, um dort "Naturschutzgebiete" und "Tigerreservate" zu errichten.
https://www.survivalinternational.de/artikel/3472-indigene-naturschtzer-in-indiens-tigerreservaten
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