Liebesgrüße nach Toulouse oder: Nostalgie ist, was sie ist

Gestern rollte ich meinen Koffer zur Rezeption des Universitätshotels in #Philly, bekleidet mit einem T-Shirt für die „Black Death“ (die Veranstaltung, keine Band) und einer Punkweste mit dem Abbild eines queeren antifaschistischen Märtyrers. Ich hatte mich seit ein paar Tagen nicht rasiert, da werde ich manchmal etwas faul. „Die Reservierung läuft auf Margaret Killjoy“, sagte ich. Ich habe keinen Ausweis, auf dem „Margaret Killjoy“ steht, und ich hatte mich schon darauf eingestellt, erklären zu müssen, dass er mich bei Google nach einem Foto suchen könne, falls nötig. Der Mann zuckte nicht mit der Wimper, er überprüfte meinen Ausweis nicht, und schon hatte ich meine Schlüssel und war auf dem Weg in mein Zimmer.

Klasse ist eine seltsame Sache. Ich habe viel Zeit in Philly verbracht, nicht viel anders gekleidet und viel schlechter behandelt, aber jetzt war ich Gast der #Universität. Jetzt bin ich eine Schriftstellerin.

Ich bin nur für einen Tag in der Stadt, nur um vor einigen Studenten an der Universität zu präsentieren und vorzulesen, und eines der seltsamsten Dinge am Dasein als Performerin ist, dass ich vier Tage auf Reisen verbringen werde, um fünfzehn Minuten vorzulesen und vielleicht weitere sechzig Minuten zu reden. Gestern Abend habe ich die ARC (die Vorabausgabe) von Avalon, Rise von Madeline #Ffitch zu Ende gelesen, einen Roman über #Antifaschisten in einer Kleinstadt in den #Appalachen, die versuchen, sich gegen eine wachsende Bedrohung durch weiße #Supremacist​en in ihrem Landkreis zu organisieren. Es ist fantastisch. Ich kann es gar nicht genug empfehlen. Ich weiß nicht, ob Madeline jemals eine Figur geschrieben hat, die nicht zutiefst fehlerhaft und damit zutiefst menschlich ist, und dieses Buch ist ein Ensemble aus Versagern, das deutlich macht, dass der #Antifaschismus voller schrecklicher Menschen ist (genau wie überall sonst), aber dennoch eindeutig die richtige Seite ist.

(Merkt man, dass ich gerade daran arbeite, ihr einen Klappentext zu schreiben?)

Das Buch ist vor allem eine Geschichte über Menschen, über mehrere Generationen von Menschen, über den Kampf, der seit Jahrhunderten andauert. Aber es ist auch eine Insider-Kritik an allem, was uns unerträglich macht, wie zum Beispiel die Weißen, die so besessen von akademischen Interpretationen des #Antirassismus sind, dass sie ihre Freundschaften mit Schwarzen versauen. Wo die Antifaschisten versagen, ist dort, wo sie Nuancen aus der Diskussion herausglätten (oder sich so sehr um Nuancen bemühen, dass sie es den Faschisten einfach ermöglichen, sich zu organisieren).

Und es gibt darin eine Einstellung, auf die eine Figur immer wieder zurückkommt: #Nostalgie ist faschistisch.

(...)

Weiterlesen in meiner authorisierten Übersetzung des Textes "To Toulouse, With Love or: nostalgia is what it is" von Margaret Killjoy / @margaret

#Buchtipp #Toulouse #Anarchismus #TartesAuxLegumes

Ich möchte meiner Oberstufe ne Liste von Leseempfehlungen zum Thema Rassismus geben.
ZB exit racism (Ogette)
Deutschland schwarz-weiß (sow)
Desintegriert euch (Czollek)
Farbe bekennen (Ayim)
Schwarz wird großgeschrieben (Obulor)
Wir Strebermigranten (Smechowski)

Mir fehlen zB muslimische /türkische /arabische / asiatische /latinx - Perspektiven - kann jemand was empfehlen?

#FediLZ #antirassismus #rassismus #antira #bücher

Revolutionäre Vorabenddemo in Witten 2026

Nach 10 Jahren Vorabenddemo in Bochum geben wir die Fackel weiter: 2026 geht’s nach Witten.

Den Zuständen keine Ruhr! – Wir bleiben Antifa!

Gemeinsam – solidarisch – kämpfend.

Wir wollen nicht aufgeben, wir wollen nach vorne kommen. Weiterhin gemeinsam, solidarisch kämpfen! Auch wenn sich jetzt gerade viele ins Private zurückziehen, unpolitisch werden, Angst haben, vor den Rechten einzuknicken, die Augen verschließen, sie gewähren lassen, sagen wir: Wir bleiben Antifa!

Ja ja, es ist alles scheiße. Die Nachrichten sind scheiße, die Wahlergebnisse sind scheiße, die Zukunftsprognosen sind scheiße. Man will das alles nicht mehr hören, Gespräche verstummen, wenn es um aktuelle gesellschaftliche Themen geht oder man verfällt in Ironie und Polemik. Es ist zum verzweifeln. 

Und ja, Verzweiflung und Frust haben ihre Berechtigung und auch dieses Empfinden darf Raum fordern. Was nicht passieren darf, ist, dass wir uns darin verlieren oder gar geschlagen geben. Denn genau das, gehört zu den Strategien faschistischer Machtergreifung, das Bild eines überstarken Gegners zu kreieren. Vereinzelung, Vereinsamung und das Gefühl von Aussichts und Machtlosigkeit ersticken Gegenwehr gezielt. 

Nicht mit uns, darauf haben wir keinen Bock! Wir stehen miteinander, füreinander ein. Freude, Fürsorge und Gemeinschaft sind Teil des Widerstands! 

Dabei sehen wir uns in der Tradition antifaschistischer und linker Kräfte im Ruhrgebiet. Ob es die großen anarchistischen und kommunistischen Gewerkschaften des 19. Jhr. waren, der Aufstand der roten Ruhr Armee für eine Befreiung der Arbeiter*innen im Jahr 1920, der offene und klandestin organisierte Widerstand im Nationalsozialismus, die großen Streikbewegungen im 20. Jhr., die Hausbesetzungen in den 90ern oder die vielfälten Proteste gegen die Neue Rechte. Auch wenn die Situation und Lebenslage noch so schlimm war, gab es immer Menschen, die Haltung zeigten, aufgestanden sind, sich organisiert haben und für eine bessere Welt gekämpft haben. Sie inspirieren uns! 

Das heißt für uns auch, uns historisch nicht nur an unseren Vorbildern zu orientierensondern immer wieder auch die Systematik und Struktur faschistischer Aufschwünge der Vergangenheit zu analysieren, um erkennen und transferieren zu können, welche Mechanismen gegen uns wirken und wie wir sie bekämpfen können

Also lassen auch wir den Zuständen keine Ruhr! Glauben wir an unsere Kraft und Cleverness. Gehen wir gemeinsam, solidarisch, kämpfend auf die Straße. Verbreiten wir unsere Inhalte von einer sozialen, feministischen und antifaschistischen Welt. Verbinden wir unsere Kämpfe, gehen konkrete Probleme an, entwickeln Strategien, um die Faschist*innen und den kapitalistischen Normalzustand zurückzudrängen, und stellen ihnen unsere Welt des Friedens, der Freiheit, der Freundschaft und der Gerechtigkeit entgegen. Denn trotz aller Widerstände, wir bleiben Antifa!

Raus zur revolutionären Vorabenddemo in Witten!

30. April 2026, 19 Uhr, Witten Hauptbahnhof

Antifa Witten

#1Mai #2026 #30April #Antifa #Antikapitalismus #Antirassismus #Bochum #RevolutionäreVorabenddemo #Witten
2/ linkes postkolonial-antirassistisches Kleidchen hüllen, mit keinem schlimmeren Kostenpunkt als eben Rassismus und kognitiven Schmerzen. Selbstverständlich fehlte es auch nicht an antisemitischen Ausfällen, das ist man sich dort schuldig.
Diese Elendsgestalten sind kein geringerer Feind als Nazis. #Dresden #Antirassismus #Postcolonial #KGruppen
1/ #Dresden #JorgeGomondai #Antirassismus
Ein Tag sacken lassen und nun zu Schluss gekommen: der KO-Auflauf zum „Gedenken“ (lies: zur Instrumentalisierung) Jorge Gomandais, des ersten Todesopfers rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung, zeigt v.a. eines. Die rassistische Unbekümmertheit und Selbstverständlichkeit, auf Schwarze Menschen für jedes beliebige westliche Bedürfnis zuzugreifen, sie zu benutzen und auszubeuten, erfreut sich lupenreiner Kontinuität und lässt sich problemlos in ein…

Wer schafft Wissen?
Kritische Auseinandersetzung mit Wissen(schaft) in Hebammenarbeit und Gynäkologie

Wissenschaft ist unabdingbar, das steht außer Frage. Dennoch fragen wir uns, worauf die Wissenschaft und unser Handwerk beruhen: Welches Wissen zählt und wessen Erfahrungen bleiben unsichtbar?

Gemeinsam wollen wir uns kritisch mit Wissen(schaft) in Hebammenarbeit und Gynäkologie auseinandersetzen. Dabei werden wir historische und aktuelle Machtverhältnisse in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Kolonialismus und Klassismus in den Blick nehmen.

Dies soll in Form einer Werkstattarbeit stattfinden. Werkstatt bedeutet: Wir sind selbst keine Expert*innen für das Thema, haben aber verschiedene Quellen gesammelt, die wir mit euch bearbeiten wollen. Es wird kein Vorwissen benötigt!

Wann? 14.4., 12-17 Uhr
Wo? Keimzelle, Magdeburger Straße 28, 06112 Halle/Saale
Kosten? umsonst, gerne eine Spende für die Raumnutzung

Anmeldung unter [email protected]

Wir sind eine Hebammenpolitgruppe aus Berlin/Leipzig/Halle und reflektieren kritisch unsere Arbeit in Bezug auf Machtstrukturen und Diskriminierungsverhältnisse.

https://hebflexion.qsdf.org/
https://www.instagram.com/hebflexion_berlin/

#Halle #HalleSaale #Feminismus #Kolonialismus #Antirassismus #Antira #Klassismus

Und noch ein "save the date"!

Denn auch im Barnim in Brandenburg gibt's Widerstand:
Kommt zur Demo GEMEINSAM GEGEN DIE BEZAHLKARTE!  

📆 14. April 2026
🕓 16:00 Uhr
📍 Marktplatz, Eberswalde
ℹ️ https://www.b-asyl-barnim.de/gemeinsam-gegen-die-bezahlkarte/

#Bezahlkarte #NeinZurBezahlkarte #BezahlkartenStoppen #Asylrecht #Menschenrechte #Antira #Antirassismus #Barnim #Eberswalde #Demo #Berlin #Brandenburg #Antirassismus #FluchtIstKeinVerbrechen #Asyl #solidarität #GleicheSozialeRechtefuralle #SocialJustice #Migration

Amadeu-Antonio-Stiftung: Kürzung beim Programm „Demokratie leben!“

Die Bundesfamilienministerin Karin Prien (von der CDU) hat nun angekündigt, Förderungen aus dem Programm "Demokratie leben" Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Bis zum Sommer will das Familienministerium eine neue Förderrichtlinie erarbeiten. Damit kö...

https://radiocorax.de/amadeu-antonio-stiftung-kuerzung-beim-programm-demokratie-leben/