#TUM:
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Satellitendaten zeigen einen schnelleren Anstieg des Meeresspiegels um 40 Prozent zwischen 2010 und 2012.

.. wichtigen Beitrag zu einer Studie ..geleistet, die den Wasserschwund an Land, die Erwärmung der Ozeane und den Anstieg des Meeresspiegels untersucht hat.
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https://www.ed.tum.de/ed/news-single-view-start/article/meeresspiegel-steigt-abrupt-an/

5.2.2026

#Argo #BEAST #BreakPoint #DiscoTimes #EO #Erdbeobachtung #Erdsystemforschung #ESA #GMSL #GRACE #GRACEFO #Klimawandel #Meeresspiegelanstieg #NAO #PDO #Raumfahrt #Satelliten #SLCCI #Software

Meeresspiegel steigt abrupt an

Satellitendaten zeigen einen schnelleren Anstieg des Meeresspiegels um 40 Prozent zwischen 2010 und 2012. TUM-Forschende haben einen wichtigen Beitrag zu einer Studie der Europäischen Weltraumorganisation ESA geleistet, die den Wasserschwund an Land, die Erwärmung der Ozeane und den Anstieg des Meeresspiegels untersucht hat.

TUM School of Engineering and Design

Overtaking without catching up

https://www.youtube.com/watch?v=DhVOkm8B9z4

Linux and the entire open source movement have reached a breakpoint in recent years. With Ollama and Deepseek, at the latest, it is now definitively and indisputably the absolute cutting edge of technology in all areas of software. For companies, research institutions, and social players in general, it is no longer a question of whether to support this amusing anarcho-nerd project; rather, it is necessary to use it in order to remain competitive. Even German civil servants will soon be driving their ox carts with Linux, even if no one will tell them so they don't wake up (history teaches us that an awakened German civil servant poses a real danger to the surrounding communities).

Ten years ago, as an interested friend of the movement, it was still possible to be well informed about which projects were currently underway, but today that is impossible. FOSS has penetrated all areas, and the supervillains haven't noticed. They can't be that super. We have taken over power because it is a completely different kind of power than the classic power structures, which are and always have been centralized. It is possible to create a democratic world without kings, without parliaments, without plenary sessions, and still, or precisely because of this, address individual issues, even if they contradict each other.

This is a completely new way of looking at the world, and we are part of it. Before his dementia, Žižek always said, “The key is to cut off their balls.” And at some point, they look down and wonder where their balls are. And even though it's already too late, they haven't even noticed their castration and are still wandering around like zombies.

https://word.undead-network.de/2026/02/03/ueberholen-ohne-einzuholen/

#foss #oss #linux #opensource #power #freedom #politics #democracy #powertothepeople #community #ollama #deepseek #breakpoint

Überholen ohne einzuholen

https://www.youtube.com/watch?v=DhVOkm8B9z4

Da hat er wohl recht, der @TheMorpheus Linux und die gesamte Open-Source-Bewegung haben in den vergangenen Jahren einen Breakpoint erreicht. Spätestens mit Ollama und Deepseek ist es endgültig und unbestreitbar die absolute Hochtechnologie in allen Bereichen, was Software betrifft. Es ist auch für Unternehmen und Forschungseinrichtungen oder allgemein gesellschaftliche Player keine Frage mehr, ob man das lustige Anarcho-Nerd-Projekt unterstützt, sondern man muss es nutzen, will man irgendwie konkurrenzfähig bleiben. Selbst die deutschen Beamten fahren ihre Ochsenkarren bald mit Linux auch wenn man es ihnen nicht sagen wird, damit sie nicht aufwachen (die Geschichte lehrt uns, dass ein aufgewachter deutscher Beamter eine echte Gefahr für die umliegenden Gemeinden darstellt).

Konnte man als interessierter Freund der Bewegung vor 10 Jahren noch gut informiert sein, welche Projekte gerade am Start sind, ist das heute unmöglich. FOSS ist in alle Bereiche vorgedrungen und die Superschurken haben es nicht gemerkt. So super können die dann nicht sein. Wir haben die Macht übernommen, weil es eine ganz andere Macht ist als die klassischen Machtverhältnisse, die immer zentralisiert sind und waren. Man kann eine demokratische Welt bilden, ohne König, ohne Parlamente, ohne Plenum, und trotzdem oder gerade deswegen auf die einzelnen individuellen Dinge eingehen, auch wenn sie sich widersprechen sollten. Das ist eine vollkommen neue Art, die Welt zu betrachten, und wir sind dabei. Žižek hat vor der Umnachtung immer gesagt „Es kommt darauf an, ihnen die Eier abzuschneiden.“ Und irgendwann schauen sie an sich herunter und fragen sich, wo ihre Eier sind. Und obwohl es schon zu spät ist, haben sie ihre Kastrierung noch nicht mal bemerkt und zombien herum..

https://word.undead-network.de/2026/02/03/ueberholen-ohne-einzuholen/

#foss #oss #linux #opensource #power #freedom #politics #democracy #powertothepeople #community #ollama #deepseek #breakpoint

Netzpolitik ist Machtpolitik

Netzpolitik wird allzu oft als technische Detailfrage für Nerds verkannt. Doch dort verhandeln wir längst individuelle wie kollektive Freiheit, Hoheit und Macht.

Zwischen staatlichen Kontrollansprüchen und der Dominanz globaler Techkonzerne geraten die Interessen der Nutzer:innen ins Hintertreffen.

Netzpolitik ist längst keine Nischendisziplin mehr. Sie ist zu einem Feld geworden, in dem Macht ausgeübt, verschoben und abgesichert wird. Wer reguliert, überwacht oder moderiert, entscheidet nicht nur über technische Abläufe, sondern über die Bedingungen öffentlicher Kommunikation und die Hoheit über Technologien. Netzpolitik ist Machtpolitik: Das wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich.

Ein Blick auf die großen netzpolitischen Debatten des Jahres zeigt, wie wenig es dabei um technische Fragen im engeren Sinne geht. Abgesehen von Spartenmedien, spezialisierten Interessenvertretungen und Thinktanks spricht öffentlich kaum jemand darüber, mit welchem Werkzeug was wie umgesetzt werden kann. Stattdessen wird darüber diskutiert, wer wessen Verhalten beeinflussen, Daten nutzen und Aktivitäten beobachten darf.

Bipolare digitale Welt

2025 haben Tech-Konzerne ihre faktische Rolle als Regulierungsakteure weiter ausgebaut. Plattformen wie Meta, Google oder ByteDance entscheiden täglich über Sichtbarkeit, Reichweite und Sanktionen. Und sie haben gezeigt, wie opportunistisch die Plattformbetreiber sind, wenn es darum geht, diese Gatekeeper-Stellung und die mit ihr verbundene Macht zu erhalten. Quasi im Gleichschritt gehen sie den von Trumps neofaschistischer Administration eingeschlagenen Weg mit. Stiefel schmecken im Silicon Valley anscheinend besonders gut.

Änderungen an Empfehlungsalgorithmen, der gezielte Einsatz politischer Werbung oder die Verwendung sowie der Umgang mit generativer KI können Auswirkungen auf Wahlkämpfe und mediale Öffentlichkeit haben. Diese höchst relevanten Eingriffe in die politische Öffentlichkeit erfolgen ohne demokratische Legitimation, geleitet von den Interessen der Tech-Giganten. Staatliche Regulierung könnte dieses Problem mildern, birgt damit aber auch die Gefahr, selbst Einfluss zu nehmen, der sich von den Interessen der Bevölkerung unterscheidet oder gar zulasten der Grundrechte der Nutzer:innen geht.

Der Konflikt verläuft dabei regelmäßig nicht zwischen Freiheit und Regulierung, sondern zwischen unterschiedlichen Machtzentren. Der Kampf um die Hoheit über das Netz ist überwiegend bipolar. Staatliche Stellen versuchen, Kontrolle zurückzugewinnen, die sie im digitalen Raum verloren haben, und damit staatliche Interessen zu sichern. Das können Schutz der Nutzer:innen vor der Willkür der Plattformbetreiber auf der einen Seite, aber auch etwa die angebliche Sicherstellung der öffentlichen Ordnung durch die massenhafte Überwachung der Nutzerverhalten sein. Tech-Konzerne verteidigen ihre Deutungshoheit über Plattformregeln, Datenflüsse und Aufmerksamkeit. Primär motiviert durch ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen und die Maximierung ihrer Profitaussichten. Dazwischen stehen die Nutzenden, deren Rechte zwar nahezu gebetsmühlenartig beschworen, aber strukturell selten abgesichert werden.

Kein Raum für Freiheitsrechte?

Wer digitale Freiheitsrechte verteidigt, gerät damit in eine doppelte Abwehrhaltung. Auf der einen Seite steht der Staat, der im Namen von Sicherheit, Ordnung, Jugendschutz oder der Bekämpfung von politischer Einflussnahme immer weitergehende Eingriffsbefugnisse fordert. In diesem Jahr wurde erneut über EU-weite Chatkontrolle, biometrische Überwachung im öffentlichen Raum und den Zugriff auf Kommunikationsmetadaten diskutiert.

Auf der anderen Seite stehen Konzerne, die sich als neutrale Infrastrukturbetreiber inszenieren, tatsächlich aber eigene Interessen verfolgen. Ihre Moderationsentscheidungen sind allzu oft intransparent, ihre Beschwerdewege ineffektiv und ihre Prioritäten wirtschaftlich motiviert. Wenn Plattformbetreiber Konten sperren, Inhalte herauf- oder herabstufen oder Nutzerdaten automatisiert entwerten, fehlt es in der Praxis an rechtsstaatlichen Garantien. Nutzer:innen sind Adressaten von Regeln, an deren Entstehung sie nicht beteiligt waren.

Wer bestimmt die Regeln?

2025 hat auch gezeigt, wie eng diese Machtfragen mit geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen verknüpft sind. Debatten über chinesische Plattformen, europäische Souveränität oder US-amerikanische KI-Modelle sind Fragen der nationalen und globalen Sicherheit. Es geht um Kontrolle über Infrastrukturen und Technologien. Wer die Plattform betreibt, bestimmt die Regeln. Wer die Daten besitzt, kontrolliert die Auswertung. Und derjenige, in dessen Land sich die Infrastrukturen befinden, hat die Souveränität, sie zu regulieren – oder nicht.

Eine um den Erhalt von Freiheitsrechten bemühte Netzpolitik kann sich deshalb nicht mit abstrakten Bekenntnissen begnügen. Sie muss konkrete Anforderungen stellen: rechtsstaatliche Verfahren auch auf Plattformen, effektive Transparenz über algorithmische Entscheidungen, einklagbare Nutzerrechte und klare Grenzen für staatliche Überwachung. Regulierung ist notwendig, aber sie muss sich stets im rechtsstaatlichen Rahmen bewegen. Das heißt, sie muss in ständiger Abwägung der verschiedenen betroffenen Grundrechte geschehen und immer wieder neu vor den Nutzenden erklärt und gerechtfertigt werden. Und sie darf nicht an private Akteure delegiert werden, ohne demokratische Kontrolle sicherzustellen.

Das Netz ist politisch und bleibt es auch

Der Rückblick auf das Jahr 2025 zeigt vor allem eines: Die Illusion eines unpolitischen Netzes ist endgültig vorbei. Wer TikTok, Instagram, WhatsApp und Co. heute immer noch primär als Unterhaltungsprogramme für Teenager sieht, hat in den letzten zwölf Monaten nicht aufgepasst. Entscheidungen über Moderation, Sichtbarkeit und Zugriff sind politische Entscheidungen. Sie verteilen Macht zwischen Staat, Konzernen und Nutzer:innen. Wer Netzpolitik weiterhin als technische Detailfrage behandelt, überlässt diese Macht anderen.

Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, digitale Räume so zu gestalten, dass sie demokratischer Kontrolle unterliegen, ohne staatlicher Totalaufsicht zu verfallen. Das ist kein einfacher Ausgleich, aber ein notwendiger. Denn wenn Netzpolitik Machtpolitik ist, dann ist die Frage nicht, ob Plattformen reguliert werden, sondern in wessen Interesse – und auf wessen Kosten.

Carla Siepmann schreibt seit 2022 frei für netzpolitik.org. Sie interessiert sich für Gewalt im Netz, Soziale Medien und digitalen Jugendschutz. Seit 2023 erscheint ihre monatliche Kolumne auf netzpolitik.org. Kontakt: [email protected], @CarlaSiepmann. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Netzpolitik ist Machtpolitik – Beueler-Extradienst

Kolumne Breakpoint: Netzpolitik ist Machtpolitik

https://netzpolitik.org/2025/breakpoint-netzpolitik-ist-machtpolitik/

Netzpolitik wird allzu oft als technische Detailfrage für Nerds verkannt. Doch dort verhandeln wir längst individuelle wie kollektive Freiheit, Hoheit und Macht. Zwischen staatlichen Kontrollansprüchen und der Dominanz globaler Techkonzerne geraten die Interessen der Nutzer:innen ins Hintertreffen.

#breakpoint #instagram #kolumne #meta #regulierung #tiktok #usa #netzpolitik

Credits: Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Clay Banks

#Breakpoint:

Wir alle sollten mehr übereinander wissen.

Auf #SocialMedia wird Reichweite massenhaft mit intimen Details erzeugt. Während wir Fremden beim Oversharing zusehen, verlieren wir den Blick für die Menschen, die wirklich zählen. Wir wissen nicht zu viel übereinander, findet unsere Kolumnistin: Wir wissen das Falsche über die falschen Personen.

Es gibt Momente auf sozialen Medien, die man so sonst nicht mit völlig Fremden erlebt:

https://netzpolitik.org/2025/breakpoint-wir-alle-sollten-mehr-uebereinander-wissen/#netzpolitik-pw

Breakpoint: Wir alle sollten mehr übereinander wissen

Auf Social Media wird Reichweite massenhaft mit intimen Details erzeugt. Während wir Fremden beim Oversharing zusehen, verlieren wir den Blick für die Menschen, die wirklich zählen. Wir wissen nicht zu viel übereinander, findet unsere Kolumnistin: Wir wissen das Falsche über die falschen Personen.

netzpolitik.org

Mehr oder weniger wissen?

Breakpoint: Wir alle sollten mehr übereinander wissen

Auf Social Media wird Reichweite massenhaft mit intimen Details erzeugt. Während wir Fremden beim Oversharing zusehen, verlieren wir den Blick für die Menschen, die wirklich zählen. Wir wissen nicht zu viel übereinander, findet unsere Kolumnistin: Wir wissen das Falsche über die falschen Personen.

Es gibt Momente auf sozialen Medien, die man so sonst nicht mit völlig Fremden erlebt: Wenn ein Creator auf TikTok erklärt, welche neue Sexualpraktik sein Leben verändert hat. Wenn eine Instagram-Story intime Beziehungskonflikte mit der Welt teilt. Oder wenn ein Video namens „Get ready with me, während ich erkläre, was es mit meinem veränderten Stuhlgang auf sich hat“ plötzlich auf der eigenen For-You-Page landet. In solchen Momenten taucht ein Meme zuverlässig in den Kommentaren auf: ein Screenshot eines New-York-Times-Artikels mit dem Titel „We should all know less about each other“.

Der Artikel aus dem Jahr 2021 beschäftigte sich eigentlich mit den Polarisierungsmechanismen politischer Internetbubbles. Heute steht der Meme-gewordene Satz hauptsächlich unter Videos, in denen Menschen über ihre Kinks sprechen oder den Streit mit ihrem Partner nachstellen. Solche Inhalte scheinen in den gängigen sozialen Medien immer populärer zu werden und ihre Aufrufzahlen sind oftmals höher als bei anderen Videos desselben Accounts. Intimität ist zur öffentlich handelbaren Ressource geworden.

Aus Tabus wird Reichweite

Besonders persönliche Inhalte klicken sich eben besonders gut. Was früher als Tabuthema galt, ist heute Reichweitenquelle. Je intimer der Inhalt, desto stärker die Reaktion des Publikums. Likes, Shares und Kommentare sind längst Teil einer Aufmerksamkeitsökonomie, in der Selbstöffnung taktisch eingesetzt wird.

Hierbei geht es mir explizit nicht um diejenigen, die über Sex, Verhütungsmethoden, ihre chronische Krankheit oder andere tabuisierte Themen aufklären. Wir sollten nicht aufhören, Themen sichtbar zu machen, nur weil diese angeblich als anstößig wahrgenommen werden könnten. Es geht um das gezielte Verkaufen einer vermeintlich realen eigenen Intimität. Sie ist nicht viel mehr als eine Währung, auf die unserer Voyeurismus einzahlt.

Dabei werden nicht nur einwilligungsfähige Erwachsene zu Protagonist:innen eines digitalen Reality-Formats. Auch Kinder tauchen in viralen Challenges auf, obwohl sie der Veröffentlichung nicht zustimmen können.

Menschen mit Behinderungen werden für emotionalisierte Storytelling-Formate instrumentalisiert. Damit werden sie zum Material für algorithmisch optimierte Erzählungen. Warum manche Accountbetreiber scheinbar alles für die Likes tun und wem das schadet, durfte ich hier bereits vor über zwei Jahren aufschreiben.

Aber nicht nur gesellschaftliche Aspekte machen das ungefilterte Teilen intimster Details fragwürdig: Das massenhafte Sammeln und die zunehmende Verwertung von Daten durch Plattformbetreiber, etwa zum Trainieren ihrer generativen KIs, macht es unklug, allzu viele intime Informationen über sich zu teilen. Gerade gesundheitsbezogene, sexuelle oder reproduktive Inhalte gehören zu den sensibelsten Daten, die nicht leichtfertig in sozialen Medien veröffentlicht werden sollten – und gleichzeitig zu jenen, die oft besonders hohe Klickzahlen hervorrufen.

Inszenierte Intimität

Doch viele dieser „intimen Einblicke“ sind gar nicht intim. Sie sind Inszenierungen. Große Accounts produzieren Erzählungen über ihr Datingleben, ihre Konflikte oder ihre Sexualität, die eher an Mini-Episoden einer Soap erinnern als an Alltagserfahrungen. Professionalisierte Creator-Strukturen entwickeln Drehbücher und konstruieren Geschichten, die in erster Linie Engagement erzeugen sollen. Einem viralen Influencer zu folgen, ist heute das Gleiche wie eine Netflixserie zu schauen.

Wer regelmäßig viral gehen will, erzählt wahrscheinlich nicht mehr oft aus seinem Leben, sondern schreibt ein Drehbuch. Die angebliche Transparenz ist Kulisse. Die Millionen Follower:innen sehen ein ausgeklügeltes Skript und nicht das Leben einer realen Person. Das Ergebnis ist paradox: Wir meinen, viel zu viel von anderen zu wissen: zu intime Details in zu exhibitionistischen Geschichten. Tatsächlich wissen wir aber in Wirklichkeit weniger.

Während wir durch inszenierte Dramen scrollen, verlieren wir den Kontakt zu den Menschen, deren Alltag tatsächlich relevant wäre: Freund:innen, Familie, Kolleg:innen. Zwischen Lohnarbeit und vier, fünf oder sechs Stunden täglichem Doomscrolling lässt sich kaum noch die Zeit finden, reale Personen zu treffen und echte Gespräche zu führen.

Soziale Medien erzeugen eine doppelte Verschiebung: Erstens ersetzt der Konsum pseudointimer Inhalte die echte Auseinandersetzung mit realen Personen. Zweitens verschiebt sich unsere Wahrnehmung dessen, was „normal“ ist. Die dramaturgische Überhöhung sozialer Medien macht reale Erfahrungen unscheinbar. Warum sich für einen ehrlichen Austausch über Gefühle oder Beziehungen interessieren, wenn die Timeline mit Skandalen, Geständnissen und emotionalen Extremzuständen gefüllt ist?

Das Falsche von den Falschen

Vielleicht ist das eigentliche Problem nicht, dass wir „zu viel“ voneinander wissen. Sondern dass wir das Falsche von den falschen Personen wissen. Wir erfahren intime Details, die entweder künstlich produziert sind oder die niemals für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Und zugleich wissen wir immer weniger über die Menschen, die unser Leben wirklich ausmachen.

Wenn wir wieder mehr von den Menschen um uns herum wissen wollen, müssen wir uns weniger für die Schauspieler:innen in unseren Feeds interessieren. Und welche Details wir selbst auf Instagram oder TikTok teilen, sollten wir uns auch besser zweimal überlegen: Nicht aus Prüderie, sondern aus Selbstschutz vor Datensammlung, emotionaler Abstumpfung und um die Beziehungen zu pflegen, die nicht algorithmisch optimiert sind.

Es tut gut, mit Freunden über das eigene Datingleben zu quatschen, mit seinem Vater über die Gesundheit und mit der besten Freundin über den letzten Sex – und es stärkt die Beziehung, wenn sie das ebenso tun. Diese Zeit und Kapazität sollten wir einander einräumen. Auch wenn das ab und zu bedeutet, auf den Dopaminrausch via Instafeed zu verzichten.

Wir alle sollten wieder mehr voneinander wissen. Darauf, auf sozialen Medien darüber zu posten, sollten wir hingegen verzichten.

Carla Siepmann schreibt seit 2022 frei für netzpolitik.org. Sie interessiert sich für Gewalt im Netz, Soziale Medien und digitalen Jugendschutz. Seit 2023 erscheint ihre monatliche Kolumne auf netzpolitik.org. Kontakt: [email protected], @CarlaSiepmann. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

Аппаратные брейкпойнты: для чего они нужны и как устроены в Linux

Всем привет! Наша группа занимается RISC-V Linux и загрузчиками в компании «Синтакор». Однажды перед нами возникла задача — реализовать поддержку аппаратных триггеров в ядре Linux и OpenSBI. Она стала началом исследования, в ходе которого я изучил смысл аппаратных триггеров с точки зрения отладчика, их устройство и использование для вотчпойнтов и брейкпойнтов, а также принял участие в совершенствовании поддержки аппаратных триггеров в RISC-V Linux и OpenSBI. Этими знаниями я хотел бы поделиться в статье. Покажу на примерах, как устроены брейкпойнты и вотчпойнты в отладчиках, сравню их программную и аппаратную реализации, покопаюсь в деталях их работы в ядре Linux. Начну с легкого способа сломать GDB, а к каким выводам он приведет, вы узнаете далее под катом. GDB хрясь!

https://habr.com/ru/companies/yadro/articles/968072/?utm_source=habrahabr&utm_medium=rss&utm_campaign=968072

#linux #riscv #breakpoint #perf

Аппаратные брейкпойнты: для чего они нужны и как устроены в Linux

Всем привет! Наша группа занимается RISC-V Linux и загрузчиками в компании «Синтакор». Однажды перед нами возникла задача — реализовать поддержку аппаратных триггеров в ядре Linux и OpenSBI. Она стала...

Хабр

Аппаратные breakpoint’ы: для чего они нужны и как устроены в Linux

Всем привет! Наша группа занимается RISC-V Linux и загрузчиками в компании «Синтакор». Однажды перед нами возникла задача — реализовать поддержку аппаратных триггеров в ядре Linux и OpenSBI. Она стала началом исследования, в ходе которого я изучил смысл аппаратных триггеров с точки зрения отладчика, их устройство и использование для watchpoint’ов и breakpoint’ов, а также принял участие в совершенствовании поддержки аппаратных триггеров в RISC-V Linux и OpenSBI. Этими знаниями я хотел бы поделиться в статье. Покажу на примерах, как устроены breakpoint’ы и watchpoint’ы в отладчиках, сравню их программную и аппаратную реализации, покопаюсь в деталях их работы в ядре Linux. Начну с легкого способа сломать GDB, а к каким выводам он приведет, вы узнаете далее под катом. GDB хрясь!

https://habr.com/ru/companies/yadro/articles/968072/

#linux #riscv #breakpoint #perf

Аппаратные брейкпойнты: для чего они нужны и как устроены в Linux

Всем привет! Наша группа занимается RISC-V Linux и загрузчиками в компании «Синтакор». Однажды перед нами возникла задача — реализовать поддержку аппаратных триггеров в ядре Linux и OpenSBI. Она стала...

Хабр

#Breakpoint: Lasst ihr #ChatGPT auch eure #Liebesbriefe schreiben?

Während generative #KI immer mehr in unseren #Alltag einsickert, drohen wir den Kern dessen zu verlieren, was uns sein lässt. Große #Sprachmodelle zu nutzen, mag praktisch sein, doch sollten wir darüber nicht vergessen, dass wir Menschen sind.

https://netzpolitik.org/2025/breakpoint-lasst-ihr-chatgpt-auch-eure-liebesbriefe-schreiben/#netzpolitik-pw

Breakpoint: Lasst ihr ChatGPT auch eure Liebesbriefe schreiben?

Während generative KI immer mehr in unseren Alltag einsickert, drohen wir den Kern dessen zu verlieren, was uns sein lässt. Große Sprachmodelle zu nutzen, mag praktisch sein, doch sollten wir darüber nicht vergessen, dass wir Menschen sind.

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