Echt jetzt?
Ich muss mal kurz zur springerpresse mit schlips verlinken:
Schon wieder der judenhass? Ist der mutmaßliche kinderfickerpuffstammgast Donald „i grab ‚em by the pussy cos i’m rich“ Trump etwa ein jude? Nicht juden sinds, die die ganze welt wie eine horde vampire auslutschen und nach gebrauch wegschmeißen. Milljardäre sinds. Ja, einige davon sind juden. Jeffrey Epstein zum beispiel. Aber das gemeinsame merkmal ist nicht irgendeine menschenrasse, nicht irgendeine religjon, nicht die haarfarbe, sondern zügellose habgier und großer reichtum, den man in fünfzig leben nicht mehr ausgeben könnte. Was die habgier noch lange nicht beendet. Es sind höchst asozjale psychopaten, deren kriminelle energie so unerschöpflich ist wie ihre gier. Und ihre freunde und komplizen sind die, die euch vor jeder kamera und vor jedem mikrofon erzählen, dass ihr zu wenig arbeitet und zu viel geld dafür bekommt — die die milljardäre werden niemals satt vom geld und scheißen auf das massenelend, das sie verursachen.
„Auf Instagram erleben wir ein bisher ungeahntes, schier endloses Ausmaß an antisemitischen Videos zur Epstein-Affäre“, sagt Grischa Stanjek, Geschäftsführer von Democ, WELT. Es handele sich um ein internationales Phänomen, Videos und Zuspruch kämen unter anderem aus den USA, Pakistan, Spanien oder Deutschland. Stetig kämen neue Videos und Hasskommentare hinzu, teilweise mit unverhohlener Sympathie für NS-Diktator Adolf Hitler
„Puh, das sind ja so böse verbrecher, da kriege ich ja sympatie für den mordfabrikerrichter und industriellen massenmörder Adolf Hitler!“ Wer diese fundamental unlogische sichtweise seiner dummen psyche selbst nicht bemerkt, ist teil des problems und würde bei geeigneter bestupsung durch propaganda jedem riesenarschloch von gewalttäter zujubeln, inklusive Jeffrey Epstein.
In der Hitler-Rede von 1940 wird behauptet, dass das intellektuelle, ökonomische oder politische Leben durch eine „satanische Macht“ übernommen worden sei und die Nation kontrolliere – ein klassisch judenfeindlicher Verschwörungsmythos
Das alte hebräische wort שָׂטָן, „satan“ war übrigens kein name, sondern ein ganz normales wort, das auch in anderen kontexten benutzt wurde, lange bevor es zur bezeichnung für das personifizierte böse, gefallene engel und dergleichen gezumpel wurde. Es hatte die ungefähre bedeutung „feind“. Wenn ihr satanische macht, also feindliche macht, sehen wollt, dann schaut euch milljardäre an! Das sind die satane. Oder die parteienoligarchien, die vorgeben, euch zu dienen, aber im bezahlten dienst eurer feinde stehen… 😁️
„Der Algorithmus nahm das Interesse an antisemitischen Interpretationen des Skandals wahr – und bedient es“, berichtet Stanjek. „Es wurde immer mehr: Epstein als Teufel, Hitler als Held.“
Willkommen in der S/M-welt von algoritmisch optimierten zeitleisten, die nur einen zweck haben: die aufmerksamkeit der nutzer an sich zu reißen, um mehr reibach mit der vermarktung von werbeplätzen zu machen! Sind sie nicht putzig, unsere unersättlichen milljardäre? Aber die technische grundidee haben sie sich direkt vom contentindustriellen jornalismus abgeschaut.
Ein dank an M. für den fröhlichen hinweis, was „satan“ eigentlich bedeutet. Von ihm habe ich auch, dass in der frühen jüdischen überlieferung der mischna und des talmud der „satan“ keine rolle spielt und kaum erwähnt wird. Die beschäftigung mit „satan“ ist ein relativ „modernes“ hobby der rabbis, das erst in jüngeren kommentaren zunehmend sichtbar wird. Die gewohnt fröhlich-zynische anmerkung „vermutlich haben sie es sich von den kristen und muslimen abgeguckt“ ist allerdings von mir. Schalömchen!
#Braunes #Dummheit #EpsteinFiles #Judenhass #Link #Mittelalter20 #Welt
Antisemitismus: „Epstein-Skandal könnte ähnliche Welle des Antisemitismus auslösen wie Corona oder 7. Oktober“
Infolge der Causa Epstein bricht eine Welle unverhohlenen Antisemitismus auf Instagram los. Eine Untersuchung stellt fest, dass „Hitler-Verehrung“ ein Millionenpublikum finde. Der Skandal um den Missbrauchstäter Epstein könne eine Antisemitismus-Welle wie nach dem 7. Oktober auslösen.




