@EvaLie "Die Daten werden jetzt bereits in den Rachen geworfen" - Also, ich habe noch keinem solchen Dienst ein Foto meines Gesichts oder meinen Klarnamen gegeben, geschweige denn einen Scan meiner Ausweisdokumente. Ob andere Leute das mit ihren Daten regelmäßig tun, oder ob diese Dienste auf anderem Wege an mein Gesicht oder meinen Namen kommen, ist 'ne völlig andere Frage.
Also noch mal: Wie soll das funktionieren, ohne daß jede_r Benutzer_in gezwungen ist, sensible Daten an unsichere Dienste zu übergeben?
Wie staatliche Stellen - Schulen, Gemeinden etc. - den erwähnten marginalisierten Jugendlichen helfen sollen (oder eher: wollen), wenn allenthalben rückschrittliche Politik auf dem Vormarsch ist, sehe ich leider auch kritisch.
Und ja, so, wie die so genannten "Sozialen Medien" jetzt überwiegend sind - gewinnorientiert, auf Verwertung/Verkauf von Daten ausgelegt, süchtig machend, proprietär, undurchsichtig, unsicher - sollte man sie nicht auf Kinder loslassen. Auf Erwachsene aber eigentlich auch nicht.
Was *wirklich* helfen würde, wäre, daß sich diese so genannten "sozialen Medien" ändern. Alterskontrolle macht an der Lage kaum etwas besser, aber vieles schlimmer. Wir lassen uns durch diese Art der Kontrolle auf Benutzer_innen- statt auf Dienstseite selbst immer mehr Freiheitsvektoren wegnehmen, statt uns weitere zu erkämpfen, was dann wiederum autoritären Machtmenschen (s.o.) in die Karten spielt. Ich bin es so leid. 😩
@markus_netzpolitik
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