Dirk

@dirvo
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Software developer, I mostly read here and sometimes write about #security, #dataanalysis, #UX, #dotnet #csharp, #design, #photography and some other things as well.
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"There's a theory that early Europeans started saying "brown one" or "honey- eater" instead of "bear" to avoid summoning them, and similarly my friend has started calling Alexa "the faceless woman" because saying her true name awakens her from her slumber"

Bei den Arztbuchungssystemen Jameda, Doctolib und seine Ableger wie Aaron geht es mir darum, das auf diesen Plattformen Gesundheitsdaten ahnungsloser Nutzer im Klartext vorliegen. Das muss ja auch so sein, da diese Daten ja vor- und weiterverarbeitet werden müssen, um Sprache in Text zu wandeln, Termine zu organisieren und die Infos an die Praxen weiterzuleiten. Dabei wissen die Plattformen sehr viel über die Patienten: Rufnummer, Adresse, E-Mail, Erkrankungsart, Behandlung, Medikamente und in den Metadaten sehr viele Informationen über Behandlungsmethoden und deren Verlauf.
Mit den Daten lassen sich dann KIs trainieren, bei Doctolib muss man das explizit ausschalten, wobei das nur ein Schalter ist, dessen Wirkung nicht geprüft werden kann. Aaron ist ein KI basierter Anrufbeantworter und der Betreiber träumt davon, ihn und die KI in die Behandlung direkt einzubeziehen. Die anfallenden Informationen wären sehr intim und prekär.

Bis 2021 hat Doctolib Daten an Facebook und Outbrain weitergegeben und verspricht Besserung.
Wenn ein Geschäftsmodell offenbar nicht nur auf dem Anbieten eines Dienstes sondern auch auf dem Verkauf von Daten basiert, ist das im Gesundheitssektor mehr als bedenklich. Eine Kontrolle ist nicht möglich und schon gar nicht, wenn mit dem Daten KIs trainiert werden sollen oder Aaron selbst eine KI ist (oder zumindest auf deren Website so angepriesen wird).
Eigentlich müsste die Regierung die Patienten vor diesen Möglichkeiten schützen, hat aber imho keinerlei Interesse daran, denn die Datenbank mit psychisch erkrankten Wesen muss ja gefüllt werden und ist sicher nur der Anfang. Dabei reicht es schon, wenn ich über Aaron ein Rezept für ein Antidepressiva bei meinem Doc bestelle.
Datensatz komplett. Wer Daten hat, hat Macht.

Ahnungslose Menschen werden qasi gezwungen, diese Portale zu nutzen und haben zu oft keine Ahnung, was sie dort hinterlassen.
Da ich nicht davon ausgehe, dass die Politik helfen wird, bleibt nur der Kampf jedes Einzelnen mit den Arzten und Praxen. Fragt nach Kommunikationsmethoden, die nicht darauf ausgelegt sind, konzentriert Gesundheitsdaten zu sammeln wie eMail, SMS, meinetwegen auch vertrauenswürdige Messenger oder Fax. Die Praxen müssen erkennen und erleben, dass es Wesen gibt, die diese Portale aus guten Gründen nicht nutzen wollen und werden.

Viel Kraft dabei!

https://de.wikipedia.org/wiki/Doctolib
https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/doctolib-und-jameda-terminbuchung-mit-hindernissen
https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/digitale-welt/apps-und-software/arzttermin-online-buchen-mit-doctolib-und-jameda-nicht-nutzerfreundlich-106560

Doctolib – Wikipedia

Was ich mir vom medialen Diskurs wünsche: Macht die vielen vielen Menschen mit Migrationshintergrund sichtbar, die zutiefst verstört sind von den aktuellen Entwicklungen. Viel zu oft wird über uns geredet, unser Leben wird in Zahlen gepresst: Wie viel wir der Wirtschaft bringen, ob unsere Fähigkeiten "gebraucht" werden usw.. Irgendwie hinterlässt das einen ziemlich bitteren Nachgeschmack. Ich will auch dann bleiben "dürfen", wenn der Arbeitsmarkt mich nicht "braucht". Ist das zu viel verlangt?

Gestern Hausaufgaben mit der Enkelin (11J). Sie ist nicht ganz bei der Sache.
„Was ist denn los?“
„Bei uns in der Klasse haben fast alle Kinder ausländische Eltern oder Großeltern. Alle haben Angst vor der AxD. Wo sollen wir denn hin, wenn die Nazis hier regieren? Wir sprechen auch im Unterricht drüber, aber das macht die Angst nicht weg.“

Langes Gespräch dann. Scheiße. Wie sollen Kinder in dem Alter denn das alles überblicken und verstehen?

2025. Deutschland. Mein Zorn ist grenzenlos!

Manchmal sind es die alltäglichen Dinge, die zu großen Herausforderungen werden. Kürzlich brauchte ich eine neue Brille, wofür eine Sehschärfenmessung notwendig ist. Früher war das problemlos möglich: Mit einer Messbrille, bei der die Gläser ausgetauscht werden, konnte ich die Untersuchung direkt im Rollstuhl machen. Doch diese Methode wird immer seltener, verdrängt durch moderne Geräte wie Autorefraktometer. Diese sind zwar technisch fortschrittlich, erfordern aber eine bestimmte Sitzposition, die ich als Rollstuhlfahrer nicht einnehmen kann.

Ich habe monatelang recherchiert, Ärzte und Optiker abtelefoniert – ohne Erfolg. Selbst ein Termin, den ich über den Service meiner Krankenkasse in einer angeblich barrierefreien Praxis vereinbart hatte, brachte keine Lösung. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwar die Räumlichkeiten barrierefrei waren, die Untersuchung aber nicht, da das moderne Gerät meine Bedürfnisse nicht berücksichtigte.

Schließlich fand ich einen Optiker in meiner Nachbarschaft, der flexibel genug war, die klassische Messbrille zu nutzen. Doch auch das war nur durch Improvisation möglich: Meine Sitzschale musste auf einen Stuhl umgestellt werden, da die Anzeigetafel in einer festen Position montiert ist. Eine Lösung, die für mich persönlich funktionierte, aber weit entfernt von einer zugänglichen Standardlösung ist.

Diese Erfahrung zeigt, wie technologische Innovation bestehende barrierefreie Methoden verdrängen kann, ohne neue Alternativen zu schaffen. Barrierefreiheit darf kein nachträglicher Gedanke sein – sie muss von Anfang an mitgedacht werden, damit alle von Fortschritten profitieren können.

#Barrierefreiheit #Inklusion #Innovation #UniversalDesign #Technologie #Disruption #AccessibilityMatters

for those who believe nothing can get better: you don't have to get in the way of those who do
Wenn der Faschismus wiederkommt, wird er nicht sagen: "Hallo, ich bin der Faschismus!" sondern sich
- als Gewalt der Polizei,
- als geschlossene Grenzen,
- als Behördenwillkür,
- als Rückflugtickets in Briefkästen,
- als Schändung von Mahnmalen,
- als Reden, die mehr geschrien als gesprochen sind,
- als übertrieben jubelnde Anhänger,
- als verzweifeltes Kopfschütteln bei jeder Nachrichtensendung,
- als Fakes, die nun Wahrheit sind,
- als rechte Angriffe auf alles und jeden,
- als Angst vor realer rechter Gewalt und der politischen Meinung des Nachbarn
- sowie vor der panischen Angst vor dem Ausgang der nächsten Wahlen
darstellen.
Alle Welt redet von Barrierefreiheit. Und dann tauchen dieser Tage überall EC-Lesegeräte mit Touchscreen auf, bei denen wir blinden Menschen unsere PIN nicht mehr eigenständig eingeben können. Gerade gestern wieder beim Zahnarzt erlebt.
es schneit
es schneit
kommt alle aus dem haus
die welt
die welt
sieht hier in darmstadt immer noch zubetoniert und grau aus