Angehörige im Pflegefall: Debatte über 100.000-Euro-Grenze

Werden Kinder pflegebedürftiger Eltern weiter bis zu einem Einkommen von 100.000 Euro finanziell geschützt? Gesundheitsministerin Warken will diese Grenze streichen. Die Pflegebeauftragte der Regierung lehnt das ab. Von Kirsten Girschick.

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#Pflege #Warken

Angehörige im Pflegefall: Debatte über 100.000-Euro-Grenze

Werden Kinder pflegebedürftiger Eltern weiter bis zu einem Einkommen von 100.000 Euro finanziell geschützt? Gesundheitsministerin Warken will diese Grenze streichen. Die Pflegebeauftragte der Regierung lehnt das ab.

tagesschau.de

@tagesschau ich kannte einen jungen Mann, der zu seinem 18 Geburtstag die Nachricht bekommen hat, dass er wenn er Geld verdient für seinen psychisch kranken Erzeuger aufkommen muss. Natürlich war die Mutter alleinerziehend und die wenigen Male wo der Vater aufgetaucht ist, war er nur für gebrochene Versprechen gut.

Das hat keine motivierende Wirkung sondern ist schon eine Balast vor dem Start in das Berufsleben.

Wie soll er dann später Bafög zurück zahlen?

Wir haben eine unnötig unmenschliche Politik.

Sad.

@tagesschau Ersatzlos streichen? Darf ich auch von irgendwas leben oder muss ich dann 20 Jahre für die teure pflege aufkommen, in Armut leben bis ich selbst ein Pflegefall bin?
@tino76H @tagesschau das ist vermutlich das übliche legen der Messlatte - erstmal so tief wie mgl., um überhaupt eine Debatte der Grenze zu ermöglichen. Bei einer durschschnittlichen Belastung von ~3500 € Netto im Monat (Berlin) dürfe das Entfallen der Grenze praktisch eine Katastrophe auslösen. Das ist ihr ganz sicher bewusst.

@tagesschau Basiert diese Grenze nicht auf einem (inzwischen) uralten Urteil des Bundesverfassungsgerichtes?

Ich weiß noch, wie meinen Eltern "fiktive Einnahmen" durch ihre Wohnimmobilie angerechnet wurden, so dass sie mit weniger als 400 DM eine Familie ernähren sollten, bis dieses Urteil dem ein Ende setzte.

Aber es ist wie in der Pflege - die Zuzahlung bis 3000€ im Monat sind bei Rentenzahlungen von bis zu (theoretisch) 2500 € im Monat ja kein Ding.

Hier wird die Bevölkerung enteignet

@tagesschau das Vermögen der Kinder Pflegebedürftiger wird nicht zur Finanzierung heran gezogen. Das Arbeitseinkommen ist entscheidend. Diese Regelung schont einmal mehr die Überreichen. Beim Arbeitseinkommen sollte es eine Grenze geben, genau so sollte aber das Vermögen ab einer bestimmten Höhe (natürlich mit Ausnahme der selbstgenutzten Immobilie) heran gezogen werden.
@annyhartmann @tagesschau wenn alles immer so einfach wäre… Wir zum Beispiel hatten einen Handwerksbetrieb…. Keine Rente…. Unsere Vorsorge für das Alter ist ein Mehrfamilienhaus…. Mein Mann und ich haben das zusammen saniert. …. Wir leben in der selbstgenutzten Immobilie, und unser Mehrfamilienhaus sichert unser Einkommen. Und nun? Würde ich damit zur Pflege meine Eltern herangezogen hätten mein Mann und ich ein Problem. Dies ist nur ein Einzelfall. Es zeigt, wie schwierig Politik ist.
@BineSa @annyhartmann @tagesschau Hier ließe sich sicher mit der Einführung von Freibeträgen & der Berücksichtigung eigener Altersvorsorge (was bezogen auf Sozialleistungen, wie Grundsicherung ebenfalls nötig wäre) etwas regeln.
@BineSa @tagesschau ja, klingt schwierig. Aber sowas ließe sich alles regeln. Momentan werden einfach die hohen Vermögen immer geschont! Bei mehr als einer Mio könnte man das schon regulieren, ohne das jemand in Not gerät…
@annyhartmann @tagesschau ja, sinnvoller Gedanke. Die Pflegeversicherung ist für einige Menschen schon immer auch eine Erbschaftsschutzversicherung.
@tagesschau diese #bundesregierung ist auf #Raubzug bei normalen Bürger:Innen, #OmasHaus für #Pflege, das 👆 aber #Überreiche werden verschont und #Vermögenssteuer wird der Auftrag des #BVerfG ignoriert - es ist zum 🤮
@tagesschau Kein Angriff auf Kinder pflegebedürtiger Eltern.

@joergba @tagesschau

auch nicht, wenn sie stinkreich sind?

Zusammensetzung des Bruttogeldvermögens privater Haushalte in den Gebietsständen

Diese Tabelle enthält Daten aus der EVS zur Zusammensetzung des Bruttogeldvermögens privater Haushalte am 1.1.2008, 1.1.2013, 1.1.2018 und 2023

Statistisches Bundesamt

@joergba @tagesschau

an vermögen von €10.000 zu gehen, wäre unverschämt. im posting geht es aber um jahreseinkommen von €100.000 und darüber und DIESE herrschaften dürfen sich, wenn's nach mir ginge, ruhig etwas beteiligen. ich fände das nicht verkehrt. einerseits wollen die reichen bekanntermaßen nichts zur solidargemeinschaft beitragen, beim bekommen sieht's freilich anders aus. schluß damit! das geld ist für die, die es wirklich brauchen. aber da kommt immer weniger an. warum nur?🤔

@StefanHirsch @tagesschau Ok Einkommen . Habe ich mit Vermögen verwechselt.

@tagesschau

Mit den Deutschen kann man's machen 😁❗
Die wehren sich nicht 😜.

Diese Regierung versorgt Beamte und die eigenen Leute mehr als fürstlich. EUCH NICHT ⁉️ ... und viele wählen sie trotzdem.

#Schlachtviehmentalität #deutscheKultur #ich_kann_doch_nicht

@tagesschau man muss sich halt rechtzeitig reiche Eltern suchen. Am besten noch vor der Geburt. Kinderlose haben mal wieder Glück. Die Kosten für diese werden von den Kindern der anderen getragen. Was könnte man da wohl machen?
@tagesschau OK, wenn ich gut verdiene, nach SELBST finanziertem Studium, da sich die Eltern weigern, das zu zahlen (obwohl sie es könnten), für mein eigenes Alter versorge, soll ich für die Eltern zahlen ,die vollkommen bewusst eben nicht vorgesorgt haben, sondern im Gegenteil ihr Geld einfach nur verprasst haben?!?! Vater höherer Beamter, Mutter kaufsüchtig und ewig neidisch, haben Tochter und Schwiegersohn zu Lebzeiten angepumpt und wollen dann noch später Geld für Pflege haben? Geht's noch?
@tagesschau Geschont wird man natürlich nur bei Milliarden-Erbschaften oder gleich ganzen Unternehmen.
@tagesschau
Ihr müsst selbst auch für euer Alter vorsorgen.
Ätsch, wir nehmen euch das Geld weg.🤡

@tagesschau

Ich hab in den 90ern mal nen Punksong gehört - Refrain "Der Ar*** ist immer der kleine Mann"

@tagesschau

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2005/06/rs20050607_1bvr150896.html

Ich würde mir von der Presse die Einordnung dieses Vorschlags gegenüber dem Verfassungsgerichtsurteil wünschen.