#followerPower needed, stellt euch vor:

Ihr seid neu auf #Mastodon. Ihr kennt zwar konventionelle Social Media, aber noch nicht so ganz das #Fediverse. Ihr seid Wissenschaftler:innen an einer dt. Uni.

Was muss ein Workshop leisten, damit ihr befähigt seid, auf Mastodon #Wissenschaftskommunikation betreiben zu können und wollen?

@neuSoM @idw_online @HRK_aktuell

@davidlohner

Zuhörer/Leser finden

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell hm, also beim Wollen würde ich sagen, dass das Faktoren sind, die Ihr nicht beeinflussen könnt, denn das legt an Stellenbeschreibung und explizite Anteile für WissKomm. Als Freizeit oder Überstunden mach ich das nicht.
@sonjdol guter Punkt. Wer sich aber hier registriert, hat vermutlich die erste Hürde zum "Wollen" bereits genommen
@davidlohner ja, wobei ich nicht für die WissKomm hier bin 😉
@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Interagieren, denn wir sind der Algorithmus.
Hashtags nutzen.
Und es ist etwas Geduld gefragt; der Anfang kann zäh sein.
@aoe wichtiger Punkt, vor allem für Personen, die in anderen Netzwerken schon große Reichweiten aufbauen konnten und die vermeintliche "Ruhe" nicht gewohnt sind.

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell vermitteln, dass hier alles viel ruhiger ist. Kein Like heißt nicht, dass der Beitrag nicht gesehen wurde.

Und dass Reposts mehr "wert" sind als Likes

@ieke oder Antworten! Es geht ja bei *sozialen* Netzwerken um genau das: Austausch zwischen Menschen. (imho)

@davidlohner iiih Menschen ;))

Aber tatsächlich sind metrics nun mal oft likes und Kommentare. Ungeachtet der Interaktion dabei.

@davidlohner

man sollte sich vllt auch angewöhnen den eigenen Post zu verschiedenen Uhrzeiten (oder an anderen Tagen) nochmal zu boosten (oder re-post). Zu unterschiedlichen Zeiten sind unterschiedliche Leute hier und es gibt keinen Algo der sagt "Dr. Luise Kuhfuß hat was vor 5h gepostet was für dich interessant sein könnte."

@davidlohner

Ich würde sagen dass man als typischer Sender nicht so viel Wert darauf legen muss auf einer großen Instanz zu sein.
Eine kleine, mittlere oder eigene ist sinnvoll.
Am besten eine die "passt" (z.b. vom eigenen Institut oder Land) oder eine wo man den Admins vertraut.

@neuSoM @idw_online @HRK_aktuell

@deusfigendi das ist richtig. Es gibt ja zahlreiche Instanzen für einzelne Fachrichtungen. Sich dort in den lokalen Timelimes umzusehen kann auch sehr hilfreich sein!
@davidlohner
Ja äh ich dachte das sei ggf. Ein sinnvoller Inhalt für einen Workshop. Viele Leute fragen sich ja wie sie sich für eine Instanz entschieden sollen.

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell
Hier sind ja schon einige Unis und Hochschulen...die können da sicher was zu sagen.
Z.B:
@unimainz
@uniinnsbruck
@Uni_Stuttgart
@ruhr-uni-bochum.de
@KIT_Karlsruhe
@Hochschule_Reutlingen

And th list goes on

@davidlohner Sehr große Frage für 500 Zeichen. Ich würde damit anfangen, Ziele zu definieren. Und dann, mit Blick auf die Eigenheiten des Fediverse, auf Zielgruppen und Ressourcen, die Wege zu ihrer Erreichung überlegen.

Deine Frage ganz klein beantwortet: Man sollte die richtigen Hashtags kennen und nutzen, sich darüber vernetzen, eigene Inhalte attraktiv aufbereiten und mit Inhalten anderer interagieren.

@neuSoM @idw_online @HRK_aktuell

@davidlohner
Vielleicht findet sich im Beitrag vom KIT etwas:
https://mastodon.social/@DFN/116362184644530180
@UlrikeHeiss Den hab ich ja mit geschrieben :-)
@davidlohner Das hat mir gerade jemand per PN gesteckt und es war mir ein bisschen peinlich. Ich hatte den Artikel nämlich seinerzeit gelesen, aber mir die Autor*innen nicht gemerkt. Sorry!
@UlrikeHeiss umso besser, dass du ihn als Antwort und Hinweis auf solche Fragen empfiehlst; darum gehts ja!

@davidlohner @UlrikeHeiss

Und gleich den Artikel nochmal geboosted!
🤓

@davidlohner @UlrikeHeiss

Auf Signal gibt es eine Gruppe
talk--fediverse-main-streaming⁩
Da kann eins solche Informationen auch verschicken.

talk-- ist eine "untergruppe" von "fediverse-main-streaming⁩", die Gruppe kann aber nur gelesen werden.

Mir sind diese "Nur Poster" Gruppen auf Signal alle suspekt. Irgendwie haben die den Sinn von social.media nicht begriffen! IMHO

@coastgnu kenn ich, bin in mehreren dieser gruppen drin :-D @UlrikeHeiss

@davidlohner @UlrikeHeiss

Hab dich an deinen Herzchen dort wieder erkannt …
😉

@davidlohner habe ich die Frage richtig verstanden? Du möchtest wissen was ein Workshop leisten muss, damit Studierende und Mitarbeitende einer deutschen Universität im Fediverse Wissenschaftskommunikation betreiben?
@WildRover Mehr Mitarbeitende als Studis (noch). Aber ja, so meinte ich die Frage 🙂

@davidlohner Pardon me for answering this in English. One reason I think so many plant scientists went to Blue Sky over Mastodon was because they were not looking for a community, but looking for a broadcasting network. So I think the most important thing about #SciComm here is that other comm - community. This means investment in being here & building relationships. It means being part of building the community.

So hashtags help, etc. but if the attitude is one of broadcasting without

@davidlohner investment in being here, in learning about others as much as talking here, then it is likely to be a failure.

The reward is the same as the "punishment" - a lack of an algorithm. You will be able to communicate what you want as long as it doesn't violate your instance's rules. Unlike Facebook, Twitter, Tik Tok, etc., it's not hiding what you write (muting, blocking is an individual decision), but neither is it promoting it. Your community decides what it is interested in boosting.

@davidlohner You will have more independence here in what you see of others and what you yourselves post. You can be a bit more listened to when it comes to shaping what the Fediverse becomes. Given how many institutions around the world are showing ethical problems and signs of other strains, it's exciting to possibly build new ways of doing things, including #SciComm

Secondarily, I'd echo what others say about using a couple hashtags, I'd emphasize how important it is to learn how to create

@davidlohner alt text & image description for accessibility. In fact, if you do this, it makes people MORE likely to boost your post.

They also have the nice option here of using alt text/image description even for videos. All part of making communication, including science communication, more accessible. Which increases your educational reach as well as helps you (I have to really think about my botanical and chemistry terms when describing some images, for instance).

@ml thanks for your insights. I'd second that *community* should be the most important aspect of being on *social* media.

@davidlohner You're welcome!

And if they're looking for more tech independence - to not be at the whims of monopolistic multinational corporations, the Fediverse is also a good choice as long as one researches which instances to join. Or, even better, forms one's own servers, owned by the universities in question.

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell
+1 für Hashtags, Alt-texte, Interaktion und Community, sorgfältige Wahl des Servers und Zeit.
Zusätzlich Starterpacks und andere Aspekte des Fediverse (neben Mastodon) - z. B. Bonfire, peertube, pixelfed. Oder gar (zusätzlich) Blogs mit ActivityPub, um contentformatunabhängig Beiträge teilen und vor allem wiederauffindbar zu machen (findable).
@neuSoM @idw_online @HRK_aktuell @davidlohner

Ein Workshop?

Evtl. im Sinne wie sieht die Technik, die Struktur aus.
Hinweise auf Unterschiede bei den Apps.

Und der größte Unterschied:
Wie man ohne Algorithmus seine Zielgruppe erreicht.

Zielgruppen Definition, aber das ist ja Grundlegend.
Unterscheiden zwischen Wissenschaftskommunikation und Kommunikation unter Wissenschaftler, hat so manch einer ein Problem damit.
Authentizität, wie zeigt man wer man ist, als Person, als Vertreter einer Fachrichtung, die wird man greifbar.
Wenn man Prof. Schmitt “et al" ist.


Aber das meiste ist nicht Fedivers spezifisch.
@davidlohner Was sind denn „konventionelle Social Media“? Also woher komme ich in dem Szenario denn her, bevor ich auf Mastodon stosse? @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell
@CerstinMahlow unter "konventionell" fasse ich Twitter, Facebook, Insta, TikTok, vllt auch von Blogs, Newslettern und klassischen Webseiten. Oder eben: Mastodon ist dein erster Einstieg überhaupt in diese Welt der öffentlichen Äußerungen.

@davidlohner Das ist ja ziemlich verschieden alles. Twitter von 2015 ist anders gewesen als „Twitter“ von 2025. Ich habe auch dort immer nur chronologische TL benutzt von meinen Kontakten. Für mich ist WissKomm auf Mastodon also identisch zu „Twitter wie es früher einmal war“ :)

Webseiten sind nicht auf Interaktion ausgelegt, Insta eher ja. Usw.

Vielleicht wäre gut zu zeigen, was „social“ in SoMe sein kann und warum das für WissKomm interessant ist. Auch wenn das Publikum am Ende tiktokt :)

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Ich bin zwar seit einer Weile nimmer in der Wissenschaft (und das war auch noch ausserhalb der Uni), aber ich weiß noch, dass teilweise Tooling zum Überzeugen der Verwaltung damals fehlten, sowie Argumentationszettel warum das Fediverse genau so als Kennzahl gelten soll wie die Ami Netzwerke. Also sowas wie Impactanalyse um den Kampf der Willigen gegen die Mühlen der Bürokratie zu erleichtern wäre sicher hilfreich (falls nicht schon vorhanden)
@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Tipps und Tricks wie man ohne die Algorithmen von Twitter und Co dennoch Reichweite erzielt. 🙂

@necrosis @davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Wuerde behaupten, "Reichweite" ist die falsche Metrik.

Wissenschaftliche Arbeit ist zeitintensiv, dann will man Feedback. Irgendwie will man ja doch wissen, ob man nur selber die ganze Sache fuer sinnvoll gehalten hat, selbst wenn man eigentlich ueberzeugt ist.

Fedi ist deutlich besser fuer Unterhaltungen. Wer ne Frage zum Thema stellt, bekommt meistens eine Antwort. Das statt Reichweite hervorheben?

@jens @davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Sowohl als auch. Für Wissenschaftskommunikation finde ich Reichweite unerlässlich.

Bullshit und Falschinformationen erreichen mehr Menschen. Dagegen kommt man ohne Reichweite ja auch nicht an. 🤔

@necrosis @davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Das ist ja auch OK, nur sind Fedi und Reichweite nicht wirklich kompatibel.

Das heisst ja nicht, dass niemand es sieht. Es heisst bloss, dass man Reichweite nur schwer messen kann, und die meisten "typischen" Mittel, sie zu erreichen, hier entweder nicht funktionieren, oder das Gegenteil bewirken.

Das muss m.E. klar werden.

@davidlohner
Erstmal den "Mythos Reichweite" thematisieren, und ich will hier ausdrücklich auf @viennawriter gleichnamigen Text verweisen, und damit dann #Fediverse einordnen und raten zum interagieren, nicht bloß senden.

Zu #wisskomm Befähigen ist nochmal ein anderes Brett. Account in soz med kommt meist vor Strukturierung mit Kommunikationszielen (ideelle und messbare). Helfen von "Was muss ich hier machen?" zu "Was ich hier machen will: ..." zu kommen.
@neuSoM @idw_online @HRK_aktuell

@davidlohner @neuSoM @idw_online @HRK_aktuell Ich finde Expectation Management sehr wichtig: Mastodon ist nicht Twitter/X (zum Glück) und ist meiner Meinung nach weniger hektisch und deutlicher ruhiger (was gut ist), was aber auch bedeutet: weniger Follower und Interaktionen. Aber Quantität ist nicht Qualität, wie @CoolSWEng in seinem Blog Post zeigt: https://www.spinellis.gr/blog/20230402/index.html
blog dds: 2023-04-02 — Twitter’s overrated dissemination capacity

@davidlohner @idw_online @HRK_aktuell

Viele Leute überzeugt es auch bei etwas mitzumachen, wenn klar wird, dass viele andere dort schon aktiv sind. Der berühmte Netzwerk-Effekt, Fear-of-Missing-Out FOMO oder Gruppenzwang.
Wir verweisen deshalb gerne auf die immer länger werdenden Listen von Mastodon-Accounts von #Hochschulen, #Forschungsinstituten, #Museen, #Bibliotheken, #Archiven, #Volkshochschulen@sabrinkmann von @54gradsoftware hat für sie ein Programm geschrieben, das die Listen jeden Morgen aktualisiert
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/institute-DE
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/museum-DACH
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/bibliotheken-DE
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/archive-DE
https://mastodon-listen.playground.54gradsoftware.de/volkshochschulen-DE
Er hat dort auch einen Schalter eingebaut, dass man mit einem Klick allen Accounts einer der Listen folgen kann. Das kannst Du z.B. auf dem Workshop den Teilnehmenden empfehlen.
Viel Erfolg!

Mastodon Listen

Listen von Mastodon-Accounts von z.B. Universitäten, Forschungseinrichtungen etc. Erstellt mit Daten von Wikidata.

@davidlohner Müsste man nicht den Kreis im #Fediverse etwas weiter stecken und auch andere Plattformen ansehen, ob die nicht viel geeigneter für Wissenschaftskommunikation sind?
@hiker ja, kann und sollte man. Ist aber für meinen Fall nicht die oberste Priorität.
@davidlohner
Ein Beispiel:
Wissenschaftliche Texte sind oft etwas länger. Wie will man das denn in ein Post bei Mastodon unterbringen, wo eine Zeichenbegrenzung von 500 Zeichen besteht? Andere Plattformen haben diese Beschränkungen nicht. Und Stücke-Posts sind auch wirklich keine Lösung.

@hiker die Wahl der Plattform/des Mediums ist ja immer auch eine Frage der Zielgruppe, beides (und weitere Dimensionen) bedingt sich gegenseitig; siehe z.B. hier https://www.wissenschaftskommunikation.de/die-zentralen-fuenf-dimensionen-der-wissenschaftskommunikation-48385/

Bei Mastodon anfangen ist für meinen konkreten Fall die technische Basis, von da kann man sich perspektivisch weiterentwickeln

Die zentralen fünf Dimensionen der Wissenschaftskommunikation

Welche Faktoren sollte man berücksichtigen, wenn man das eigene wissenschaftliche Thema gut vermitteln will oder wenn man eine Kommunikationsstrategie plant?  Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation hat die zentralen fünf Dimensionen –  Thema, Zielgruppe, Ziel, Medium, Stil und Format – in einem Werkzeug zusammengefasst, das bei der Orientierung in der Wissenschaftskommunikation helfen soll: Dem sogenannten NaWik-Pfeil. […]

Wissenschaftskommunikation.de
@davidlohner
Nein, das Fediverse ist die Zielgruppe, das eingesetzte Medium ist das Werkzeug, wie man sich in diesem Netzwerk bewegt.
Nochmals: Wenn ich da "Wissenschaftskommunikation" höre, dann meine ich da auch einen Anspruch über die Qualität des Werkszeugs zu vernehmen. Und Mastodon ist nun wirklich für diesen Anspruch an Textgestaltung die schlechteste Wahl.