@dirkschroedter "Gib mir Linux, aber bitte langsam."
Ja, ne, sorry. So funktioniert ein OS nicht. Aber Juristen, was will man erwarten...
(Quelle: selbst im öD tätig, Justiz-IT)
Irgendwie gibts ja auch bei jeder Umstellung in der IT eine große Welle der Empörung. Ich denke, das muss man aushalten und das Richtige tun - und dieser Kurs ist goldrichtig. Als ehemaliger Justizler (Richter u. Staatsanwalt) kann ich bestätigen, dass ich außer einem Schreibprogramm und einer Tabellenkalkulation nichts benötige. Die eiegentliche Arbeit läuft ohnehin in Fachverfahren und eAkte. Daher viel Aufregung um nichts aus Gründen ...
@dirkschroedter vielleicht bedarf es einfach einiger Übungsrechner und Betüddelung vor Ort (alias Floorwalker). Dass die Leute immer so ängstlich sind.
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.
Meine Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung sagt: Ganz viele Anwender wollen nicht mitgenommen werden. Die sitzen wie ein 3-Jähriger auf dem Hosenboden und plärren: "Will nicht!". Die könnte man nur mitnehmen, wenn man sie trägt.
Manchmal muss man die Leute ins Wasser werfen, damit sie schwimmen lernen.
Bei der zwangsweisen Umstellung auf eine neue Windoof-Version ist auch Umgewöhnung nötig, da droht aber niemand mit Klagen...
Ceterum censeo afdem esse damnandum
@dirkschroedter
Bin seit einem Jahr mit dem Firmenrechner (Laptop Framework 13' ) auf Ubuntu unterwegs.
Die zweithöchste Hürde ist - nach dem "Schock" der anderen Oberfläche - die Abhängigkeit von Software anderer Hersteller. CAD und Statik Software läuft nahezu ausschließlich noch auf Windows. Ich versuche die Brücke zu freecad, bin aber ansonsten eher leitend unterwegs und daher "frei". Afa und controlling nutze ich via remote desktop.
Am wichtigsten scheint mir aber, dass die User immer jemanden kontaktieren können, der ihnen spontan weiterhilft. Das ist sicher viel Personaleinsatz am Anfang, wird aber bestimmt einiges an Sorge nehmen 💪
Wir sind ein Ingenieurbüro aus Laboe. Ich finde es sehr gut, dass Ihr so voran geht!
wobei ich aus der Praxis sagen kann. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und ein sehr faules noch dazu. Wenn ich mir anschaue, wieviele meiner Kunden es nicht mal schaffen im Outlook ihr Display auf dreispaltig zu stellen...
@PatrikSchoenfeldt
Also, ich bekomme Einladungen per E-Mail (noch über einen Exchange Server - aber über IMAP) und öffne bzw. bearbeite diese in Thunderbird. Den Kalender, den ich dazu nutze, habe ich in unserer nextcloud.
Funktioniert alles prima.
(Es glauben viele, dass es Outlook sein muss. Das liegt ist auch an der traditionellen IT, die lieber bei MS bleibt, weil sie es oft besser kennt oder einfach gewohnt ist.
Unser IT Dienstleister unterstützt uns voll auf dem Weg weg von MS. Auch wenn es immer wieder mal eine neue Hürde zu überspringen gilt.)
@dirkschroedter
@alikatze @dirkschroedter Bei uns gibt es kein IMAP, nur Exchange über ein proprietäres Format. Andere Clients als Outlook habe ich schon damit verbunden, aber die Kalenderverwaltung (insbesondere Verfügbarkeitsstatus nach Kalender) ist leider nur mit Outlook zuverlässig.
Das ist eine extreme MS-Ausrichtung auf Serverseite, zeigt aber dass individuelle Umstiege auf Clientseite an mangelndem Support bei zentraler Unternehmens-Infrastruktur scheitern können. (Mein Workaround ist OWA im Browser.)
Welches Tempo?
Anbei der KN-Beitrag.
@dirkschroedter Bitte bleiben Sie unbeirrt auf Kurs.
Ausgerechnet SPD, Gewerkschaften und Personalräte sollten Ihren Kurs (den die CDU in anderen Ländern und im Bund leider vermissen lässt) voll und ganz unterstützen.
Es geht bei jedweder Souveränität um die Sicherung unserer demokratischen Werteordnung. Wir sitzen im selben Boot. Wer daran manipuliert, weil ihm die Nase (oder das Parteibuch) eines anderen Passagiers nicht passt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Oder handelt aus egoistischen Motiven korrupt.
Mein Aufruf an die Skeptiker: Lasst euch auf die Veränderung ein! Gestaltet mit!
Hmm, "zu schnell"? War das aus der Nutzendenperspektive oder von den Entwickelnden? Klar, bestehende Software auf Linux umzustellen und das auch noch so, dass es so funktioniert wie vorher, braucht schon seine Zeit.
Aber wenn alles grundsätzlich auf Linux läuft, wozu dann noch warten? Was soll in der Zeit passieren, die man dann wartet?
@dirkschroedter ich glaube, so ein Wandel ist immer "zu schnell" bis der Fall eintritt, mit dem der Wandel zu langsam war.
There is glory in prevention, Herr Schrödter! Und ich bin sehr froh über den Weg auf den Sie uns und das Land bringen!
Ich hoffe, die Richter*innen finden Wege und Unterstützung, damit sie den Weg mitgehen können.
@dirkschroedter Bitte schreiten sie in gleicher Geschwindigkeit weiter voran 😀👍 Auch als gutes Beispiel für alle Gemeinden, Kommunen, Städte.
M. E. könnte man den meisten Leuten einen Wechsel zu #Linux als #Windows Update verkaufen, sie würden es sowieso nicht verstehen. Seit Windows 1 😆 gibt es für User so viele Änderungen, daß ein Wechsel zu Linux kein Problem darstellen sollte. Genug funktionierende Hardware gibt es auch. Und immer mehr behördliche Fachverfahren migrieren zudem zum webstack.
@dirkschroedter @NeueRichter Es schaut so aus, als ob die Microsoft-Lobbyisten in Schleswig-Holstein gerade Überstunden machen. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es für so einen KN-Artikel (einer aus einer ganzen Reihe in der gegen OSS geschossen wird) sogar eine Prämie gibt…
#schleswigholstein #schleswig_holstein #oss #kielernachrichten
Stimmt.
Da bleibt selbst mir nichts übrig, als den Post eines CDU-Politikers zu teilen :)
ist nur zu hoffen, dass da nicht IRGENDEINE x-beliebige Distro genommen wird, sondern eine, die auch RELATIV unabhängig entwickelt wird. Mit Leuten, die auch selbst Sicherheitslücken stopfen und damit digitale Souveränität schaffen.
Sonst wird es so eine Sackgasse, wie vor 2 Jahrzehnten in München
@dirkschroedter @NeueRichter
@dirkschroedter
Eine große Migration ist auf vielen Ebenen komplex und die Kommentare der Richtervereinigung hören sich an wie erwartbare und normale Reaktionen zu einer Veränderung. Weiterhin viel Erfolg. Jedoch hängt dieser mittelfristig davon ab, dass sich weitere Behörden anschließen.
@dirkschroedter
Vielen Dank auch von mir für die schrittweise Einführung von Open-Source-Produkten in der Verwaltung, die nicht nur Kosten einsparen helfen, sondern und vor allem die Souveränität vieler Akteure, wie beispielsweise der EU, Deutschland und der Bundesländer gewährleisten soll und wird.
Nach meiner Auffassung sind die Diskussionen über das Tempo und die Größe der Änderungen einfach nur absurd, denn ich kann mich noch gut an die selben bzw. ähnlichen Diskussionen erinnern als es darum ging PCs in den Büros zu nutzen.
Und da waren die Änderungen wirklich riesig, wobei ich mich nicht entsinnen kann, dass da die Mitarbeiter*innen danach gefragt wurden, ob sie MS-DOS und MS-Word nutzen wollen. Das hatten sie einfach zu erlernen, basta, fertig, aus. Dann kam Windows und diverse andere Programme, E-Mails, das Internet und dann natürlich auch Social Media, die in den Büros genutzt wurden und werden, wobei die steten Versionsänderungen, die teilweise wirklich haarsträubend waren, nicht zu vergessen sind. Wurde da irgendjemand gefragt, ob er das nutzen will oder auch nicht - meines Wissens nach nicht.
Dagegen sind die Änderungen von Windows zu Linux marginal, wobei viele Nutzende nur in einem sehr geringen Maße mit dem Betriebssystem zu tun haben und zwar ganz unabhängig davon welches sie nutzen.
Deswegen könnte man den Wechsel auf Linux tatsächlich als einen Versionswechsel von Windows "verkaufen". 😉
Aber unabhängig davon, ob man Änderungen geil findet oder auch nicht - es geht hierbei um die Souveränität unseres Landes, der EU und den Schutz der Bürger*innen, die durch die Nutzung von Software aus der USA nicht gewährleistet ist.
@NeueRichter
Die Aussage von Dirk Schroedter
"Im Gegenteil, es geht darum, schneller digitale Souveränität zu erreichen. Gerade über Justizdaten und IT-Systeme der Justiz sollten wir volle Kontrolle haben - ohne Abstriche." kann ich nur zustimmen.
Und ich hoffe, dass die Neue Richtervereinigung in Kürze dieser ebenfalls nur voll zustimmen kann und wird. 😁