"Eigentlich begrüßen wir die Unabhängigkeit von Microsoft. Aber das Tempo ist viel zu hoch." Das sagt Michael Burmeister von der @NeueRichter, Neuen Richtervereinigung, Schleswig-Holstein morgen (8.4.) in den Kieler Nachrichten über meinen klaren Kurs Schritt für Schritt Linux einzuführen. Im Gegenteil, es geht darum, schneller digitale Souveränität zu erreichen. Gerade über Justizdaten und IT-Systeme der Justiz sollten wir volle Kontrolle haben - ohne Abstriche.

@dirkschroedter
Vielen Dank auch von mir für die schrittweise Einführung von Open-Source-Produkten in der Verwaltung, die nicht nur Kosten einsparen helfen, sondern und vor allem die Souveränität vieler Akteure, wie beispielsweise der EU, Deutschland und der Bundesländer gewährleisten soll und wird.

Nach meiner Auffassung sind die Diskussionen über das Tempo und die Größe der Änderungen einfach nur absurd, denn ich kann mich noch gut an die selben bzw. ähnlichen Diskussionen erinnern als es darum ging PCs in den Büros zu nutzen.
Und da waren die Änderungen wirklich riesig, wobei ich mich nicht entsinnen kann, dass da die Mitarbeiter*innen danach gefragt wurden, ob sie MS-DOS und MS-Word nutzen wollen. Das hatten sie einfach zu erlernen, basta, fertig, aus. Dann kam Windows und diverse andere Programme, E-Mails, das Internet und dann natürlich auch Social Media, die in den Büros genutzt wurden und werden, wobei die steten Versionsänderungen, die teilweise wirklich haarsträubend waren, nicht zu vergessen sind. Wurde da irgendjemand gefragt, ob er das nutzen will oder auch nicht - meines Wissens nach nicht.
Dagegen sind die Änderungen von Windows zu Linux marginal, wobei viele Nutzende nur in einem sehr geringen Maße mit dem Betriebssystem zu tun haben und zwar ganz unabhängig davon welches sie nutzen.
Deswegen könnte man den Wechsel auf Linux tatsächlich als einen Versionswechsel von Windows "verkaufen". 😉
Aber unabhängig davon, ob man Änderungen geil findet oder auch nicht - es geht hierbei um die Souveränität unseres Landes, der EU und den Schutz der Bürger*innen, die durch die Nutzung von Software aus der USA nicht gewährleistet ist.

@NeueRichter
Die Aussage von Dirk Schroedter
"Im Gegenteil, es geht darum, schneller digitale Souveränität zu erreichen. Gerade über Justizdaten und IT-Systeme der Justiz sollten wir volle Kontrolle haben - ohne Abstriche." kann ich nur zustimmen.
Und ich hoffe, dass die Neue Richtervereinigung in Kürze dieser ebenfalls nur voll zustimmen kann und wird. 😁