Das, was derzeit in #Niendorf, #SchleswigHolstein, an der #Ostsee getan wird, kann nur als #Tierquälerei bezeichnet werden.

Selbstverständlich ist der Versuch, ein Leben zu retten, an sich lobenswert.

Vielmehr jedoch wäre es notwendig, #Unterwasserlärm, das heißt, #Schiffsverkehr (Geschwindigkeit, Häufigkeit), sowohl im Fracht- und Fähr- als auch im Privatverkehr, sowie militärische Manöver, zu reduzieren und die #Fischerei mindestens stark einzuschränken.

#Buckelwal 1/n

Es fehlen für die bundesdeutschen #Küsten Protokolle, was bei Strandungen derlei großer #Meeressäugetiere zu tun ist.

#Bartenwale verirren sich auch mal, ja, aber es gibt keinerlei historischen Hinweise auf eine Häufigkeit, wie wir sie in jüngerer Zeit erleben. Das heißt, dass #anthropogene, also, von Menschen herrührende, Gründe bestehen.

#Buckelwal 2/n

Klar können wir argumentieren, dass wir es dem Walbullen schuldig sind, ihm zu helfen. Doch das geschieht nicht. Der Wal befand sich schon zu Beginn seiner Strandung in einem kritischen Zustand. Er war und ist in Netzreste verfangen (Oder hat ihm etwa wer ein Abschleppseil um die Brust gelegt?!? - Das wäre schlimm!) und seine Haut war schon am Montag (wegen des niedrigen Salzgehaltes) in Auflösung begriffen.

#Buckelwal 3/n

Seitdem wurde er von #Motorbooten, #Schiffen der #Küstenwache, mindestens einem #Taucher und einem #Bagger und #Hupen drangsaliert. Seine #Haut, wenn nicht schon von #Pilzen befallen, besteht nur noch aus Fetzen, sodass #Bakterien und andere Erreger ungehindert eindringen können. Sein Brustkorb ragt inzwischen weit heraus (weiter als noch vor einigen Tagen), was deutlich darauf hinweist, dass er hungert und Fettreserven abbaut, vermutlich verschärft durch den enormen #Stress.

#Buckelwal 4/n

Wale können über Hunderte Kilometer miteinander kommunizieren. Der #Lärm muss für ihn schier unerträglich sein.

Es gab von Anfang an nur drei Alternativen:

1) Den #Walbullen in Ruhe zu lassen hätte ihm "natürliche" Umstände verschafft, was in Anbetracht der vermutlich anthropogenen - oder zumindest anthropogen verschärften - Ursachen für das "Verirren", zu denen möglicherweise auch die Folgen des #Klimawandels zu zählen sind, ethisch nicht tragbar gewesen wäre und nicht ist.

#Buckelwal 5/n

2) Ein #Wal dieser Größe lässt sich genauso wenig "sanft einschläfern", wie er sich aufpäppeln ließe. (Das ist mit kleineren #Tieren oft sehr gut möglich - wird aber vor allem bei jenen #Arten, von denen viele #Menschen immer noch meinen, die #Individuen essen, melken, ausbeuten, ermorden, häuten zu müssen, leider, relativ betrachtet, in den seltensten Fällen gemacht.)

#Buckelwal 6/n

Die einzige Möglichkeit, die in anderen Ländern, in denen es häufiger zu #Strandungen kommt, angewandt wird und im Übrigen auch in Deutschland täglich sowohl bei #Wildtieren, die dem #Jagdunrecht unterworfen werden, als auch bei größeren Tieren zum Beispiel in (allesamt abzuschaffenden) #Zoos, angewandt wird, ist das "#Euthanasieren" durch Erschießen.

Dies muss jedoch unbedingt so geschehen, dass ein #Wal nicht noch länger weiterlebt. 10 #Sekunden sind da schon viel zu lang.

#Buckelwal 7/n

Es fehlt an #Veterinärmedizinerïnnen dazu und vor allem an #rechtlichen #Grundlagen, da die #Jägerïnnenschaften und das #Jagdunrecht, gerade in Anbetracht des #internationalen #Schutzstatus von #Großwalen, aber auch im Fall aller anderen Wildtiere, denkbar ungeeignet sind.

Die #Rechtsgrundlage muss sich ändern - in Deutschland, aber sicher auch und gleich besser dazu in der #EU.

#Buckelwal 8/n

3) Solche Rettungsaktionen sind eine Frage der #Priorität und der #Ethik, nach der wir #leben wollen. Es sind sicherlich viele Menschen derzeit #ehrenamtlich im Einsatz, jedoch ja auch viele, die dafür bezahlt werden, bzw. werden ohnehin #Gelder aufgewandt. Es werden auch sehr große Tiere täglich (aus Gründen des #Profits - leider! -, um ein Wesentliches weniger zur #Auswilderung) rund um den Globus gekarrt, verfrachtet und geflogen - auch #Zahnwale und #Haie.

#Buckelwal 9/n

Da absehbar ist, dass dies nicht der letzte Fall eines "verirrten" Wals sein wird, ist dringend anzuraten, entsprechende Hebe- und Transportmöglichkeiten zu schaffen, die schnell zum #Einsatz kommen können.

Denn während dieser Tage ein völlig irrsinniger #Castortransport von #Jülich in das technisch unzureichende Zwischenlager für #Atommüll nach #Ahaus unter "Schutz" von 2400 Polizistïnnen verbracht wurde, ...

#Buckelwal 10/n

... hätte der #Walbulle innerhalb weniger Stunden mit #Kran und #LKW (mit entsprechendem Transportbecken) oder gar per Schiff via NO-Kanal von der #Ostsee zur #Nordsee gefahren werden können.

#Menschen transportieren #Rotorenblätter und halbe #Brücken. Es gibt #technisch gesehen also keinen Grund, warum gestrandete #Wale nicht auch transportiert werden sollten.

Es mangelt an #Infrastruktur, #Rechtsgrundlagen und speziell geschulten #Veterinärmedizinerïnnen und #Einsatzkräften.

#Buckelwal 11/n

Ja, der #Buckelwal hätte schon am Dienstag erlöst oder, besser, befreit sein können.

Ich wünsche ALLEN Tieren Alternative 3). Das gilt auch für Angehörige invasiver Arten.

Doch stattdessen setzen Regierungen und entsprechende Wählerïnnengruppen alles daran, Alternative 3) gegen Menschen einzusetzen.

#VerkehrteWelt #RassismusBekämpfen #SpeziesismusBekämpfen

#WDC, #GRD, #SeaShepherd, ... das geht so nicht. Wir müssen das ändern!

#Buckelwal 12/12