Unsere Weiterführende Schule hat die Hausaufgaben abgeschafft.
Es gibt höchstens noch Vokabeln lernen, Bücher lesen oder Langzeithausaufgaben wie Präsentationen anfertigen. Also alles was im Unterricht nicht wirklich geht.

Es gab eine Gruppe aus Lehrer und Schülern die mal evaluiert haben das Hausaufgaben eigentlich bringen. Und die Erkenntnisse waren: Nicht so viel.

Nicht jedes Kind hat die gleichen Voraussetzungen für die Erledigung (eigenes Zimmer, ruhiger Arbeitsplatz, Hilfe bei Fragen, verschiedene Verpflichtungen)
Zudem geht eine Menge Unterrichtszeit für das Überprüfen der Hausaufgaben drauf. Zeit die man anders verwenden könnte.
@nerdherz an der IGS von K1 gibt's auch keine Hausaufgaben im eigentlichen Sinne, statt dessen zwei zusätzliche Stunden, in denen die Kinder die Aufgaben vor Ort machen (PerLe). Scheint für ihn gut zu funktionieren.
@nerdherz ich selbst hatte ab der Oberstufe kein einziges Mal mehr Hausaufgaben (selbst) gemacht. Hat auch geklappt^^

@cybso @nerdherz Jetzt muss man allerdings genau schauen, was untersucht wurde.

Wenn die SuS die HA sowieso meist abgeschrieben haben bringen sie tatsächlich nicht viel.

@eingemaischt ich glaube auf das Abschreiben hatte ich in der Oberstufe auch irgendwann verzichtet. Bei Erwachsenen Schülern war es den meisten Lehrern wohl ziemlich egal.

@nerdherz

@cybso @nerdherz in der Oberstufe habe ich realisiert, dass wenn ich zu Beginn der Stunde noch einmal aufstehe um ein Fenster zu öffnen, zu schließen, etwas am Licht schalte oder etwas runter gefallenen aufzuheben, zählte das als + bei der mündlichen Note und wurde bei mündlichen Hausaufgabenkontrollen dann ausgelassen.

@cybso @eingemaischt @nerdherz Mein Mathelehrer hat mir in der 12. Klasse (ich war grad frisch 18, lol) nen Hinweis nach Hause geschickt. Hausaufgaben nicht gemacht. Mein Dad hat mich komplett verwirrt angerufen, warum die Schule ihn mit so einem Scheiß beschäftigt 😂

Hat den Mathelehrer nicht gefreut, dass er danach das Gespött des Lehrerzimmers war 😂

@Laird_Dave @cybso @nerdherz In Deutsch habe ich _einmal_ meine Hausaufgaben in der 12 gemacht. Weil ich das Thema spannend fand, aber wusste, dass ich Nachholbedarf habe und üben musste (Nachholbedarf hatte ich immer - das mit dem spannend war neu ;-) ).

Was soll ich sagen: War zufällig der einzige mit HA, habe eine Freistunde bekommen (alle anderen mussten HA nachholen in der Stunde) und habe eine gute Note in der Klausur gehabt. WinWinWin.

@nerdherz
Bei uns sind häufig, ohne zu übertreiben, wirklich ganze Unterrichtsstunden dafür draufgegangen, Hausaufgaben zu überprüfen.
Vor allem in Mathe, wo dann einer aus der Klasse an der Tafen stand und Hausaufgaben hinschreiben sollte, damit andere ihre überprüfen konnten.

In Biologie ähnlich, nur dass niemand dafür an die Tafel musste.

Es war allerdings nicht so, dass Lehrkräfte wirklich die Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens verteidigen konnten, war einfach für sie weniger Arbeit.

@nerdherz Ich habe die Hausaufgaben früher immer schnell in 5 Minuten zusammengeschrieben, und wenn ich es mal vergessen hatte, habe ich sie in der Pause vor der Unterrichtsstunde geschrieben. Und das meist fehlerfrei. Ich habe allerdings auch in der Schule fast gar nichts gelernt, weil mir das immer viel zu langweilig war, viel zu langsam, und weil ich mir in meiner Freizeit autodidaktisch Dinge angeeignet habe, oft viele Jahre bevor sie im Unterricht drankamen. Schon in Grundschulzeiten habe ich mich mit Mathe, Physik, Biologie und Chemie auf Mittelstufenniveau beschäftigt, einfach aus purer Neugier, und in Englisch war ich ab der Mittelstufe dem Rest weit voraus, weil ich meinen ersten Computer hatte, wo fast alles noch auf Englisch war an Software, und weil ich angefangen hatte, den britischen Soldatensender SSVC im Fernsehen zu sehen.
Aber gebracht hat mir das alles nicht viel. Meine Eltern dachten immer, daß ich irgendwas Großartiges werde, wei ich so schlau bin, aber aus mir ist nie etwas geworden, weil ich mit den ganzen Neurotypen nicht klarkomme und deshalb nirgendwo angeheuert werde.
@nerdherz ich war in den 90er/2000er Jahren auf einer Ganztagsschule und ab der 5. Klasse hatte ich keine Hausaufgaben mehr.
Dafür bis 17:00 Unterricht.
Regelunterricht bis 13:30 Mittagessen und danach bis 16:45 Unterricht.
Halte ich bis heute für ein gutes Konzept.
Ich weiß nicht wie es um die Ganztagsschulen heutzutage bestellt ist
@nerdherz
An der Schule meines Sohnes ist es ähnlich. Ich war Anfangs skeptisch, aber er ist jetzt in der 11. Klasse, bringt durchweg gute Noten nach Hause und hat echt was drauf. Also zumindest für ihn hat es funktioniert.
@khw das ist etwas, was mir tatsächlich Sorgen macht.
Mein Sohn will weiter zur Schule und sein Abi machen. Dafür muss er die Schule wechseln, weil unsere zuständige Schule nur bis zur 10. geht.
Danach müssen alle aus dem Gymnasialzweig zur weiter entfernten Schule. Und die haben soweit ich weiß noch Hausaufgaben. Wird also bei Wechsel wieder Thema. Und wenn man erstmal daran gewöhnt ist das es keine gibt... 🙄
@nerdherz Schau dir mal das Buch “Hausaufgaben nein danke” von Armin Himmelrath an. Da hat er schon vor Jahren zusammengetragen, was wissenschaftlich fundiert gegen Hausaufgaben spricht & es freut mich sehr, dass das wohl langsam in der Praxis ankommt… @khw

@lipow Danke, das werd ich tun.
Ich strebe nun auch mindestens eine deutliche Reduzierung in der Grundschule an.
Ich bin auch der Ansicht dass sich aktuell bei uns nicht mehr an die maximal 30 Minuten gehalten werden.

Mir kann keiner erzählen dass 3.-Klässler in 30 Minuten eine komplette Geschichte für Deutsch schreiben, dann noch mehrere Aufgaben für Mathe rechnen und Englisch machen. Da braucht man definitiv länger.

@khw

@nerdherz @lipow @khw
Wenn sich eine Mutter in holprigem, fehlerhaftem Deutsch über zu viel Hausaufgaben beklagt, fällt mir sofort ein, welch positive Wirkung es haben könnte, wenn täglich zu Hause ein wenig geübt würde. 😉

@johannludwig @lipow @khw ich glaube das es mehr bringt, wenn Kinder sich mit Stoff beschäftigen der sie tatsächlich interessiert und nicht mit vorgegebenen Hausaufgaben.

Mein Sohn ist nicht so gut in Englisch, weil er fleißig Hausaufgaben macht.

Und ich würde das Augenmerk bei meiner Tochter lieber auf die Vermittlung und Verbesserung von Inhalten legen, die sie noch nicht so gut beherrscht (wie z.B. 1x1) anstatt auf die Wiederholung von Dingen die sie schon kann.

@johannludwig @lipow @khw Klar kann man das alles hintendran hängen und zusätzlich machen.
Aber irgendwann sind die Kinder einfach durch und nicht mehr aufnahmefähig. Das sind keine Erwachsenen. Ich erlebe aber immer wieder das Erwachsene an Kinder die gleichen Anforderungen stellen wie an Erwachsene.
@nerdherz @johannludwig @lipow @khw Meinem Englisch hat es damals sehr geholfen, daß wir den britischen Soldatensender hatten. Und daß ich ein großer Science-Fiction- und Fantasy-Fan bin und deutsche Übersetzungen oft etwas mäh sind. Ansonsten interessiere ich mich halt für alle möglichen Themen und bin ein Fan von Logikrätseln, und ich kann das Basiswissen eines Wissensbereichs, den ich neu entdeckt habe, extrem schnell absorbieren. Was ich überhaupt nicht gut kann, ist mich auf irgendwas zu spezialisieren, das langweilt mich sehr schnell.
@LordCaramac Man könnte meinen du erzählst gerade von mir :D Das geht mir ganz genauso
@nerdherz Kind 3 mit adhs und LSR… jedes Wort damals eine Qual. Ganz zu schweigen von einer Geschichte.
@nerdherz @lipow @khw Ich habe schon komplette Kurzgeschichten in fünf Minuten geschrieben. Die Schrift war dann definitiv nicht mehr schön, aber noch leserlich. Aber ich war oft auch mit Klassenarbeiten nach der Hälfte der Zeit fertig und durfte dann den Rest der Zeit allein auf den Schulhof ohne die gräßlichen Mitschüler, das war großartig.

@nerdherz
Das... ist cool. Mein Sohn ist jetzt noch in der Grundschule am Fluchen wie ein Rohrspatz, dass er Dinge wiederholen soll, die er schon kann. Was mit seinem AuDHD echt ein Problem ist: Er sieht den Sinn dahinter nicht und er kriegt sich nicht motiviert. Zweieinhalb Stunden lang einen Wutanfall durchziehen fällt ihm leichter als 15min Mathe-Hausaufgaben machen. Und das ist jetzt kein genervtes Augenrollen oder Kritik, ich meine das sachlich-neurologisch. Es IST einfach so, war es bei mir in dem Alter und später auch.

In eurem System bräuchte mein Sohn die Anleitung dazu Sachen selbstständig nochmal zu üben, die ihm nicht zufliegen. Aber er würde unterm Strich total davon profitieren. Und wir als Eltern auch!

@momo @nerdherz
Menschen lernen unterschiedlich, bedingt durch persönliche Neigungen und Möglichkeiten. Was uns vereint ist das wir Tätigkeiten erlernen können. Um sie zu perfektionieren müssen wir diese Tätigkeiten üben/trainieren. Meine Aufgabe als Ausbilder ist es Neigungen und Fähigkeiten der AZUBIs zu erkennen und die benötigten Lerninhalte so zu vermitteln das der Einzelne sie versteht. Damit das funktioniert, will der Mensch das Warum und Wozu verstehen. 1
@momo @nerdherz
Du musst deine Hausaufgaben machen, reicht nicht.
Sie sind eine kleine Leistungsüberprüfung, damit der Lehrer sieht das der Schüler verstanden hat, oder nicht.
Streicht das Wort Hausaufgaben, es wird dem Zweck nicht gerecht. Und nein, diese Aufgaben muss man nicht machen. Alles freiwillig, nutz der Lernende diese Chance der Leistungsprüfung nicht, trägt er die Konsequenzen. Das versteht jedes Kind(und Mensch).2

@cojajo

#unterschiedlich PROBLEM: Wir VEGETIEREN, mit unverarbeitet-instinktiver BEWUSSTSEINSSCHWÄCHE (A,G, & "I"), im zeitgeistlichen Reformismus des stets gleichermaßenen imperialistisch-faschistischen Erbensystem WELCHES, nun im "FREIHEITLICHEN" Wettbewerb um die Deutungshoheit der wettbewerbsbedingt-konfusen Symptomatik von 1:5, AUF BEWUSSTSEINSBETÄUBUNG (m "A") mit Kompromissbereitschaft zur Kapitulation der SCHEINBAR einzigen Art des "Zusammenlebens" DISZIPLINIERT wird❗️

@momo @nerdherz

@Sagittarius_59 @momo @nerdherz
Hast Recht das System und unsere Rolle darin hatte ich nicht erwähnt. Mir ging es hier nur ums Lernen, Lerntypen, Motivation, Didaktik und so’n Kram. Und wie wichtig es ist das Individium in den Vordergrund zu stellen und nicht Lerninhalte oder Aufgaben.
Alter Spruch:
“Alles was man soll, muss man wollen.”
@nerdherz
So mache ich das in meinem Unterricht schon seit Jahren, nachdem ich irgendeine Studie dazu gelesen habe, dass Hausaufgaben wenig bis nichts bringen.
Ich vermisse nichts. Und die Kinder und Jugendlichen haben auch so genug Stress.
@MiBro Ja, wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, gab es immer auch Lehrer*innen, die kaum oder gar keine Hausaufgaben gegeben haben. Würde nicht sagen, dass ich damit verbinde, dass man bei denen am wenigsten gelernt hätte oder in Prüfungen schlechter abgeschnitten hätte.
@nerdherz
@nerdherz Same here, haben wir uns auch bewusst ausgesucht. Keine Hausaufgaben und lernen in sog. Lernbüros, also selbstverantwortliches Erarbeiten eine Wochenplans für die Hauptfächer.
@nerdherz Mega!!! Erspart so vielen Familien so viel Stress und schlechte Laune
@nerdherz gute Idee,die ich vom Gefühl her unterstütze. Stellt sich nur die Frage, wie der Lernstoff während des Unterrichts vermittelt werden kann.
Ich sehe da schon in manchen Schulen das Problem, daß wegen äußeren Einflüssen der Lehrplan hinter her hinkt. Sind da Hausaufgaben nicht eine mögliche Lösung?
Kann das. Momentan nur aus Entfernung beurteilen, weil Kinder zu groß und Enkel zu klein 😉
@pemar @nerdherz
Bei HA soll das geübt werden, was im Unterricht Thema war. Problem: wer es im Unterricht nicht verstanden hat, kann es nicht üben. Wer es gut verstanden hat, muss es nicht üben. Nur wenige profitieren.
Ein Gegenentwurf ist der "Flipped classroom": die Schülys erarbeiten sich ein Thema mit guten (!) Materialien zu Hause, im Unterricht werden Fragen geklärt und geübt. Mich stört daran, dass es die Arbeitszeit nach Hause auslagert.
HA sollen nicht Ersatz für Unterricht sein.
@MiBro
Das mit dem #flippedclassroom finde ich ne gute Idee,kannte ich noch nicht.
Aber ja du hast recht, da wird Arbeitszeit nach Hause verlagert. Der Gegenentwurf wäre die #Ganztagsschule, so dass die #Kiddies, wenn sie #zuhause sind, wirklich #Freizeit haben
@nerdherz

@pemar @MiBro

Schön wäre es, wenns so wäre.
K2 geht in den Ganztag. Ursprünglich bis 15:40 Uhr mit AG-Zeit.
Aber ich musste sie abmelden, sie geht jetzt nur noch bis 14 Uhr mit eigentlich Hausaufgaben und Mittagessen.

Faktisch fällt die Hausaufgabenzeit aus, weil dann Matheförder, Frei-Day oder was anderes stattfindet.

Sie muss daher die Hausaufgaben jeden Tag zuhause zusätzlich machen. Und da war 15:40 Uhr einfach zu viel. Wenn das Kind 16 Uhr zuhause ist, ist da die Luft raus.

@nerdherz ist bei meinen Kindern auch so, aber ich finde es ganz ganz schlecht. Es steht nur 30 min. Lernzeit pro Hauptfach pro Woche zur Verfügung. Und dann gibt es immer ein "Lernziel". Wenn man das mit den Pflichtaufgaben im überfüllten und lauten Klassenraum nicht erreicht, muss man zuhause lernen – und das heißt bei uns: immer. Für gute Kinder mag das ein positives Konzept sein, für Kinder, die sich wirklich nochmal in den Stoff vertiefen müssten, ist es Mist.
@nerdherz Den Verzicht auf Hausaufgaben sehe ich positiv. Sind ja quasi unbezahlte Überstunden. 😉 Aber das funktioniert nur, wenn der reguläre Unterricht auch verlässlich stattfindet. Hier sind Hausaufgaben oft eine Form des Ersatzunterrichts und das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.

@hawkeye Darum ist es auch wichtig dass Eltern aktiv werden und mit Druck machen dass die Unterricbtsversorgung gegeben ist.

Es beschweren sich so viele über Unterrichtsausfall. Aber kaum jemand möchte dann was tun dass es sich ändert.
Es wird zu wenig in Bildung investiert.

Auch ein Thema gestern: Bücher sind zum Teil veraltet. Aber halt bis 2030 zugelassen und davor gibts keine neuen.
Und danach auch erst für NRW, weil die haben mehr Schüler.

@nerdherz Saugut! Wie habt ihr das hinbekommen, wie war der Prozess? Hier kommt die Aussage von der Schulleitung, dass so eine Änderung komplett für die ganze Schule gelten müsse, was das Vorhaben deutlich erschwert :(

@NilesDavis es gilt auch für die ganze Schule.
Der Antrag kam von den Schülern in der Gesamtkonferenz.
Daraufhin hat halt ein Lehrer mit Schülern eine Arbeitsgruppe gebildet um das Thema zu prüfen und etwas zu erarbeiten wie es künftig besser geht.
Das Ergebnis schrieb ich ja.

Es gibt Dinge die kannst du im vollen Klassenzimmer nicht lernen. Wie Vokabeln.
Oder halt nicht ausschließlich in der Unterrichtszeit machen. Wie ein Buch lesen.
Das bleibt.

@NilesDavis aber es fällt der ganze nervige Rest weg wie Mathe Buch S. 28 Aufgaben 1-5 und Englisch Seite 33 etc.

Die Abstimmung wurde von Eltern, Lehrern und Schülern unterstützt.
Auch die Schulleitung ist froh und sagte sie gibt schon keine Hausaufgaben mehr obwohl der Beschluss erst nach den Ferien in Kraft tritt.

@nerdherz lieben Dank für die Ausführung! Wir sind gerade am Anfang, aber Erfahrungen wie deine machen Mut!

@nerdherz

Perfekt.

Ich möchte zu gern wissen was eine Rückwärtsbetrachtung der Maßnahme in 10 und 20 Jahren ergibt.

Ich erwarte Zähneklappern, wenn man erkennen wird, für wen das nützt. Und daß es nicht allen gleich nützt.

Die Eltern der Letzteren beteiligen sich idR nicht an diesen Diskussionen. Die Interessen ihrer Kinder werden übersehen.

Nach woker Manier.

@nerdherz währenddessen hat die Grundschule meines Kindes die AGs in der "Ganztagsschule" abgeschafft, damit man da mehr Hausaufgaben geben kann.

Komplett skurril.

@Laird_Dave WTF?
Habt ihr mal in die Schulerlasse eures Landes geguckt ob das überhaupt geht?
In NDS gibt es Vorgaben dass Hausaufgaben so aufzugeben sind, dass sie in max. 30 Minuten alleine zu erledigen sind. Und es gibt auch Vorgaben dass der Ganztag so gestaltet werden muss, dass die Kinder dort ihre Hausaufgaben machen UND Zeit zur freien Entfaltung und Entspannung haben.

@nerdherz der Ganztag sieht leider so aus, dass die Kids Hausaufgaben machen und danach spielen. Die ganzen coolen Sachen (Englisch-AG, Töpfer-AG, Filzen, Kung Fu, you name it) sind jetzt alle weg.

Da das Kind nur noch bis zum Ende des Schuljahres diese Grundschule absitzen muss werd ich da jetzt kein Fass mehr aufmachen, im Gymnasium wirds besser.

Verständnis für den Move hat hier niemand, die neue Schulleiterin ist entsprechend unbeliebt. Aber das Kind hasst die Grundschule eh, zu langweilig

@Laird_Dave @nerdherz
Das könnte auch ein Symptom des Lehrkräftemangels sein. Warum soll ich als Lehrkraft eine AG anbieten, wenn das nicht Teil der Stunden ist, für die ich bezahlt werde?
Betreuung nachmittags im Ganztag läuft normalerweise über Erzieher*innen, die anders bezahlt werden.
Edit: vielleicht ist das anderswo anders, aber in Berlin werden den Schulen Stunden gestrichen, und Extras wie AGs oder Teilungsunterricht fällt dann weg, um den Regelunterricht abzudecken

@MiBro Warum sind es denn unbedingt Lehrkräfte die AGs anbieten? Hier macht dass das Betreuungspersonal und evtl. Lehrer wenn sie wollen. Und sogar Eltern oder Großeltern dürfen AGs anbieten. Zumindest wurde uns gesagt, wenn wir eine Idee haben und was machen wollen, dann sollen wir das einreichen und dann wird das geplant insofern das Geld dafür stimmt (kommt ja immer drauf an ob man jetzt was wahnsinnig kostenintensives vorschlägt)

@Laird_Dave

@nerdherz @MiBro hier sind das auch nur teilweise Lehrerinnen gewesen, wenn die halt Spaß an nem Thema hatten. Die Filz-AG war das Baby der alten Direktorin. Als die ging war das natürlich als erstes weg. Die neue hat dann gleich alles andere mit eingestampft.

Sonst gabs hier Kooperationen mit Vereinen, die lokale Kung Fu Schule hat was gemacht, diverse andere Leute haben Sachen gemacht, in manchen Dingen war wohl die VHS involviert.

@nerdherz Als ich noch Lehrerin im Schuldienst war, waren die Hausaufgaben für mich das nervigste Kapitel überhaupt. Hatte auch nie den Eindruck, dass die richtig doll was gebracht hätten. Herzlichen Glückwunsch an eure Schule.
@nerdherz Ich hatte auch nie Bock auf Hausaufgaben, denke es muss intrinsisch kommen was einen interessiert, also von innen heraus und nicht von Außen aufgedrückt, zumindest nicht so viel. Viele Schüler sollen ja sehr unter Leistungsdruck leiden, also warum so viel aufdrücken, wenn wie im Post es nicht viel bringt.

@nerdherz Seit ich denken kann waren Hausaufgaben immer das, was in der Schule hätte gemacht werden müssen, was der Lehrer aber nicht geschafft hat.

Mein Kind hat vor seinem Schulabbruch noch ganze Nachmittage bis in die Nacht daran gesessen und stand kurz vorm burnout, weil er einen guten Abschluss schaffen wollte.
Es hätte ihm gut getan die Zeit zum Wiederholen zu haben.

@nerdherz sollten sie nicht dazu dienen, den Stoff der Schule nochmal wiederzukäuen, damit mehr hängen bleibt? Oder auch Verständnislücken aufzuzeigen, damit sie gefüllt werden können?

@energisch_

Dass das in der Vorstellung vieler Menschen dafür sorgen soll, heißt nicht, dass es das in der Praxis auch tut.
Ist vielen leider sehr egal.

Leider häufig bei vor allem konservativerer Argumentation der Fall, dass nicht danach geschaut wird, ob eine Begründung sinnvoll ist, sondern nur, ob man für das, was man ohnehin schon für richtig hält, eine Begründung (Ausrede) finden kann.

@nerdherz

@hauchvonstaub @nerdherz auf Hausaufgaben bezogen, bedeutet das natürlich, dass sie sinnvoll sein müssen, den heutigen Stoff festigen und dann auch geguckt wird, wo's hapert. Plus individuelle Nachhilfe, wenn's hapert.
@nerdherz 🤪 Also wir hier in Asien ... 🖖