Wer Big Tech meidet, sollte auch sein Aktien-Depot überdenken

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Wer Big Tech meidet, sollte auch sein Aktien-Depot überdenken

Du nutzt kein Google mehr, hast WhatsApp gelöscht und dein Browser sendet keine Daten an Microsoft. Glückwunsch, du hast den…

@kuketzblog Zum FSTE All World schreibst du „Breiter, aber mit entsprechend mehr politischem und wirtschaftlichem Risiko.“

Ist das nicht genau anders herum? Durch die breitere Streuung werden politische und wirtschaftliche Risiken in einzelnen Länder, Regionen, Wirtschaftsbereichen abgeschwächt?

Politisch weniger stabil als ein ewig demokratisches Amerika… Aber der Traum ist ja ausgeträumt.

@flx Ich schreibe das aufgrund der Schwellenländer, die darin enthalten sind. Aber ja, kann man auch anders sehen. 🙂
@kuketzblog es gibt auch noch den MSCI ACWI. Hat einen ähnlichen hohen US Anteil wie der FTSE.
Man kann auch eine der beiden mit einem STOXX Europe kombinieren um die US Gewichtung weiter zu reduzieren.
Und natürlich BIG Tech meiden, damit ihre Marktkapitalisierung sinkt und somit auch Ihre Gewichtung in Indizes.
@benny @kuketzblog Beim ACWI sind auch 59% USA. Und Nvidia, Apple, Microsoft, Google und Amazon machen zusammen die obersten 14% aus.
@kuketzblog @arti @benny Dann schau Dir mal den L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF an.
@macking @benny @kuketzblog Naja, ICH bin mit meinen Investments ganz zu frieden. Aber ich schei$ da auch auf Ethik. Bespare z.B. auch MSCI Europe Utilities (in dem mein Arbeitgeber auch vertreten ist).
@arti @kuketzblog ich weiß. Ist aber weniger als beim MSCI World und nur minimal höher als beim FTSE.
So lange man nicht komplett auf USA verzichtet will, muss man halt andere ETFs beimischen.
Am Ende muss es jeder für sich selbst entscheiden ☺️
@benny @kuketzblog Ich bin ja so einer, der fest an das Platzen der „KI“-Blase glaubt. Daher habe ich zwar noch den FTSE im Portfolio, bespare den aber nicht mehr aktiv. Zur Zeit geht bei mir alles in MSCI Europe Utilities und Amundi DivDAX. Und dann zocke ich immer Mal gerne mit Einzelaktien. An Netflix habe ich letzten Monat ne Stange Geld verdient. Heute morgen habe ich einen größeren Posten Gabler Group gekauft – was wahrscheinlich ein Fehler war. Stand jetzt habe ich 12% meines Invests verbrannt. 😂
@kuketzblog in dem Beitrag steckt leider so viel Falsches, dass es schwierig ist es zu kommentieren. In Kürze: Aktien kauft man i. d. R. nicht vom Unternehmen, sondern anderen Aktienbesitzern. Bei ETF spielt dazu noch Creation & Redemption eine Rolle. Und Diversifikation ist der einzige Free Lunch. Davon abzuraten ist nun wirklich problematisch.
Usw...

@Barqu Wenn etwas falsch ist, dann korrigiere ich das. Nur brauche ich dazu ausreichend Hinweise.

Wo steht bspw. das ich von Diversifikation abrate?

@kuketzblog der Beitrag empfiehlt "Ex USA" oder Stoxx Europa-ETF, d. H. Verzicht auf das, was nach Marktkapitalisierung ca 60% des investierbaren globalen Aktienmarktes ausmacht. Das ist ein herber Verlust an Diversifikation, wie auch dein Vergleich seit 1994 aufzeigt.

Nebenbemerkung: ~30 Jahre sind glücklicherweise zu kurz, um abzuleiten "Wer auf ex-USA-Strategien setzt, zahlt dafür also einen realen Preis."
Ob es in den nächsten 30 Jahren auch so laufen wird, ist vollkommen unklar (Markteffizienzhypothese). Es gibt dazu sehr schön aufbereitete Blogbeiträge von Gerd Kommer.
Ich würde dir wirklich ans Herz legen dich bei Kommer oder vergleichbar einzulesen.

@Barqu OK. Und was ist nun falsch im Beitrag? Ich kenne Kommer übrigens.

Ich empfehle dort auch nichts, sondern zeige Alternativen auf mit Warnung vor Renditeverlust.

Ich würde dir empfehlen den Beitrag nochmal richtig zu lesen. Auch der Hinweis, dass es in Zukunft anders laufen kann ist dort drin.

@kuketzblog Nun, wie schon erwähnt, ist es falsch zu sagen, dass Ex-USA Rendite kostet.
Ebenso hatte ich bereits erwaehnt, dass bei einem Aktienkauf i. d. R. der Verkäufer nicht das Unternehmen ist.
Falsch bzw. Missverstaendlich ist es zu behaupten, wer einen Index kauft, kauft mehr von großen Unternehmen. Der relative Anteil ist der gleiche, nur absolut ist es mehr, und das ist auch sinnvoll so, weil man logischerweise nicht den gleichen Absolutbetrag in Tante Emmas Würstchenbude (sinnbildlich gesprochen) investieren kann oder will, wie in einen Global Player. /1

@kuketzblog 2/ Die Aussage "Wer passiv investiert, folgt automatisch einer Logik, die bereits sehr große Konzerne noch stärker gewichtet." ist also falsch und beinhaltet zudem noch die falsche Voraussetzung, dass passives investieren gleichbedeutend mit MSCI World (o. ä.) wäre - man kann genau so "passiv" in die von dir vorgeschlagenen Indizes investieren, nur verzichtet man dann halt wie erwähnt auf den einzigen Free Lunch.

Edit: als Beispiel: ein passives Invest in einen Small Cap Index führt ganz offensichtlich nicht dazu, dass man sehr große Konzerne noch stärker gewichtet, oder?

@Barqu Korrigiert. Sollte nun klarer sein.

"Der Effekt: Wer passiv in einen marktkapitalisierungsgewichteten Welt-Index investiert, beteiligt sich automatisch an der Kapitalkonzentration bei Big Tech – ganz ohne es aktiv zu entscheiden."

@Barqu "Nun, wie schon erwähnt, ist es falsch zu sagen, dass Ex-USA Rendite kostet."

Wo steht das? Du kritisierst Dinge, die ich so nicht geschrieben habe.

Meinst du diesen Satz? "Wer auf ex-USA-Strategien setzt, zahlt dafür also einen realen Preis."
Für die Vergangenheit ist das korrekt. Ansonsten bitte die Info-Box beachten:

»Zukünftige Entwicklungen lassen sich natürlich nicht vorhersagen – vielleicht dreht sich das Bild, vielleicht auch nicht.«

@kuketzblog ja, der Satz ist gemeint. Wenn es um die Vergangenheit ginge, dann ist das Wort "zahlt" falsch, denn das bezieht sich nicht auf die Vergangenheit, sondern Gegenwart.
Aber auch für DIE Vergangenheit ist der Satz falsch. Für EINEN ausgewählten Zeitraum der Vergangenheit war es so. Für einen anderen Zeitraum war es anders.
So oder so: was soll es so einen Satz da hinzuschreiben um dann "versteck" in einer Infobox zu sagen: Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht.
Was soll der Leser damit anfangen?
Ich möchte mich allerdings nicht weiter mit Klein-Klein aufhalten, sondern noch mal auf die 2 eigentlichen Probleme zurück kommen:
@kuketzblog 1.) Wenn Person A eine Aktie an Person B verkauft, wandert davon kein Cent in die Taschen des Unternehmens (ja, es gibt weitere Effekte und Spezialfälle, aber so flach wie der Beitrag ist, dürfte das kaum gemeint sein und wird ja auch nirgendwo auch nur angerissen)
2.) Diversifikation ist der einzige Free Lunch und davon abzuraten 60% der globalen Marktkapitalisierung zu ignorieren, stellt sich gegen jede seriöse Erkenntnis der Finanzwissenschaft. Das empfinde ich generell als hoch problematisch und in der gemachten Form unredlich. Und wozu das ganze? Siehe Punkt 1 - für eine Fehlannahme.

@Barqu Nirgendwo wird von Diversifikation abgeraten. Wirklich nirgendwo.

Aber da man das offenbar herauslesen kann, habe ich extra nochmal "Rendite und Diversifikation leiden" eingeführt bzw. überarbeitet.

@kuketzblog Jetzt ist es besser und dies soll auch mein letzter Kommentar sein: ändere doch bitte noch 70% (entspricht US Anteil im MSCI World, der aber bekanntlich keine EM (und keine SC enthaelt)) auf 60% ab (Referenz: ACWI IMI. Und damit immerhin 99% der globalen Marktkapitalisierung).
@kuketzblog Ich möchte deinen Abschnitt »Die Rendite leidet« in Frage stellen. Es gibt nicht nur ethische Gründe, auf US-Aktien zu verzichten. Ich sehe die USA als Failing state, der in den Faschismus abdriftet. Darunter wird auch irgendwann die Rendite leiden. Du betrachtest aber nur historische Werte aus stabileren Zeiten.

@chpietsch Daher ja die Hinweis-Box darunter:

"Zukünftige Entwicklungen lassen sich natürlich nicht vorhersagen – vielleicht dreht sich das Bild, vielleicht auch nicht."

@kuketzblog Wollte grad schreiben, dass man bei den "ex USA"-Fonds aufpassen muss, dass sie tatsächlich keine US-Unternehmen enthalten (bei synthetischer Replikation kann ein Index auch teilweise oder komplett mit indexfremden Aktien abgebildet werden), weil mir das bei meiner letzten Hauruckaktion, mich aus den USA heraus zu ziehen aufgefallen war, dass einige Ex-USA-Fonds doch beträchtlich in US-Aktien investiert waren. Aber das scheint aktuell kaum noch der Fall zu sein. 🙂
@kuketzblog Aktienbesitz ist eh kriminell. Andere für das eigene arbeitslose Einkommen schuften zu lassen, wie abscheulich!
@kuketzblog
Ich kann keinen 'FTSE All-World ex USA' finden. Auch der Link führt zum "normalen" 'FTSE All-World'.
@kuketzblog @XORNOT Musst du einen von Ishares, UBS, Xtrackers oder Amundi wie zum Beispiel den Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C oder Amundi MSCI World ex USA ETF nehmen.
Faire Fonds – Für eine sozial und ökologisch orientierte Altersvorsorge

@kuketzblog
was mich in diesem Zusammenhang ebenfalls deutlich nervt, das ist, dass die Banken als ökologische Nachhaltigkeitsfond eben jene mit Google, Apple, Microsoft, Meta verkaufen. … (nichts von kleinen Agrarkollektiven, Recycling-Unternehmen oder erneuerbaren Energien)

Und dann noch mit der Warnung: Achtung, Böse, das ist eine Hochrisikoanlage, die man nur auf ausdrücklichen Wunsch und entgegen der Beratung verkaufen könne.

… einfach nur verlogen. So, wie der zu Grunde liegende Kapitalismus. Ich bezweifle langsam, dass man in diesem System noch irgendwie "das Richtige" tun kann.

Wie bei Adorno: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen."