Grafik des Tages.
@avatter Da ist so viel falsch dran. Aber nicht inhaltlich.
@avatter diese ganzen Kosten sind doch nur durch die doofen Umweltschützer entstanden. Hätte man den ganzen Kram, der jetzt in Gorleben rumsteht, einfach in die Asse gekippt, Deckel drauf, wäre das ganze Problem zeitnah und preisgünstig erledigt gewesen!
@Frau_Ilka @avatter Falsch nicht die Asse sondern Gorleben war der Plan. Aber auch das wäre nicht ohne Folgekosten geblieben.
@Lord_Othmar das ist mir bekannt. Aber hätte man nicht so ein Bohei um Gorleben gemacht, sondern das hochradioaktive Zeug seit den 70ern gleich mit in die Asse geworfen, hätte man einen Haufen Geld gespart. Vorsichtshalber: das ist ironisch gemeint, was nicht bedeutet, dass nicht ein Populist demnächst mit genau dem Argument um die Ecke kommt. @avatter
@Frau_Ilka @avatter
Alles viel zu teuer! Einfach in der Nordsee verklappen und sich über billigen Atomstrom freuen. Ein paar Jahre werden die Fässer schon halten. Und danach... Pffff... PaL (Problem anderer Leute).
@avatter der Vollständigkeit halber sollte man dazusagen, dass es einen Fonds gibt, in den Kernkraftwerkbetreiber einzahlen müssen, und aus diesem Fonds fliesst Geld ans Bundesumweltministerium.
Wie aber das Verhältnis von tatsächlichen Kosten zu Zahlungen der Betreiber ist weiss ich nicht, man bekommt sehr unterschiedliche Antworten...
@wiesodennblos @avatter Die ursprüngliche Idee war tatsächlich, dass die AKW -Betreiber die Kosten der Endlagerung vollständig zahlen. Durch den Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie wurden die Betreiber aber jedesmal nochmal etwas mehr von der Verpflichtung für die Kosten der Endlagerung aufzukommen befreit (quasi Entschädigung für die vorzeitige Stilllegung der AKWs). Der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg ist halt die denkbar teuerste Lösung.
@wiesodennblos @avatter Ursprüngliche Haftung zu 100% und Rückstellungen der Unternehmen in Höhe von 38,3 Mrd.für Entsorgung. Bund schlägt hälftige Aufteilung der Finanzierungsverantwortung vor im Ausgleich für 17 Mrd. EUR zuzüglich eines ca. 35%igen Risikoaufschlags (~24Mrd.) 2016 „Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung“ --> Bund Haftung zu 100% für Entsorung. Im Gegenzug Klageverzicht Unternehmen bezüglich entsorgungsbezogenen Klagen infolge AKW-Ausstieg.
@wiesodennblos @avatter Ursprünglich geschätzte Entsorgungskosten von 48 Mrd.
@tanglahat @wiesodennblos @avatter Für 100.000e von Jahren? 🤔🧐 Echt jetzt? 😒
@wiesodennblos @avatter 24 Mrd an KENFO (Fonds) (Bund) und AKW Betreiber haben sich der Haftung entledigt.
@wiesodennblos @avatter 2021 zusätzliche Entschädigungszahlungen in Höhe von 2,4 Mrd an die AKW Betreiber.

@tanglahat seit dem Start 2017 bis Ende 2021 hat der Fonds insgesamt 2,4 Mrd ans BMU gezahlt.
Das entspricht dann der Entschädigung (und wohl grob ein fünftel der Kosten die in der Zeit angefallen sind.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Fonds_zur_Finanzierung_der_kerntechnischen_Entsorgung

@avatter

Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung – Wikipedia

@wiesodennblos @avatter Die Betreiber haben 2017 24 Milliarden in einen Fonds eingezahlt, für den eine Verbrauchsstiftung errichtet wurde. Damit haben sie sich von der Entsorgung freigekauft. Seitdem bezahlt alles der Bund.

Das Geld wird von der Stiftung in allerlei Kapitalmarktprodukte angelegt, um mit den zusätzlich erwirtschafteten Renditen die Entsorgung "bis Ende des Jahrhunderts" finanzieren zu können. Ohne 80 Jahre weiteres Wirtschaftswachstum geht diese Rechnung nicht auf. Aber immerhin soll das Portfolio bis 2050 klimaneutral sein. 🥳

Laut der Seite des Fonds zahlt die Stiftung jährlich "einen dreistelligen Millionenbetrag" für Zwischen- und Endlagerung. Von 2017-2024 insgesamt 4,5 Mrd. Euro.

https://www.kenfo.de/der-fonds/ueber-den-kenfo

KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung

Der KENFO ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, die durch Gesetz gegründet wurde, um die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland sicherzustellen.

@foyglgezang @wiesodennblos @avatter

anscheinend nicht die einzigen Einnahmen, heißt es doch "Mehr als eine Milliarde Euro an Einnahmen (2024:1,06) entfallen auf die Zwischenlagerung und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Die Verpflichtungsermächtigungen belaufen sich dem Entwurf zufolge im Einzelplan 16 bis zum Jahr 2028 auf 2,42 Milliarden Euro."

Das heisst was jetz luschige 400 Mio an Staatlichem Zuschuss ist, wird über die nächsten Jahre steigen?

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1015392

Haushalt 2025: Geringer Mittelaufwuchs im Umweltetat

Berlin: (hib/HAU) Ausgaben in Höhe von 2,65 Milliarden Euro im Vergleich zu 2,4 Milliarden Euro in diesem Jahr sieht der Etatentwurf für den Bundeshaushalt 2025 (20/12400) im Bereich...

Deutscher Bundestag
@avatter danke für die Grafik. Hilft mir beim reden. Bildlich ist manchmal besser als verbal

@avatter Bildbeschreibung:

Ein Tortendiagramm der Ausgaben des Bundesumweltministeriums im Jahr 2024.

Vom Gesamtbudget von 2,4 Mrd. Euro wurde 1,43 Mrd. - mehr als die Hälfte - für radioaktive Abfälle, nukleare Sicherheit und Strahlenschutz ausgegeben.

Die einzelnen Werte, nach Größe geordnet, in Euro:
• Zwischenlagerung und Endlagerung radioaktiver Abfälle 1,144 Mrd.
• Umweltschutz 0,313 Mrd.
• Umweltbundesamt 0,18 Mrd.
• Bundesministerium 0,146 Mrd.
• Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz 0,138 Mrd.
• Naturschutz 0,146 Mrd.
• Bundesamt für Strahlenschutz 0,084 Mrd.
• Zentral veranschlagte Verwaltungseinnahmen und -ausgaben 0,084 Mrd.
• Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung 0,069 Mrd.
• Bundesamt für Naturschutz 0,056 Mrd.
• Verbraucherschutz 0,040 Mrd. EUR

@avatter warum zahlt nicht das Wirtschaftsministerium für den Atom-Müll? schließlich hat ja auch die Wirtschaft davon profitiert. Und nicht die Umwelt. Abgesehen davon, dass der Staat dafür grundsätzlich nicht mehr zahlen sollte.
@qualitywins weil das Umweltministerium für (die Verhinderung von) Umweltschäden zuständig ist. Wo das Geld herkommt ist eine andere Frage, aber die Zuständigkeit ist schon richtig so.
@avatter
@avatter Ich verstehe ja weiterhin nicht, wieso die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle im Staatshaushalt zu Buche schlägt und nicht in den Büchern der Energieunternehmen, die jahrelang Gewinn mit dem aus Kernkraftwerken generierten Strom abgeschöpft haben.
@mavori @avatter
Das gehört nicht zum Haushalt und sind auch keine Steuergelder. Das Geld stammt aus dem Atomfond KENFO in den die AKW-Beteiber seinerzeit 24Mrd eingezahlt hatten.
@avatter
Also ich bin dafür, dass die Unternehmen und die Bundesländern, die den Atom-Müll, wobei ich den medizinischen ausnehmen würde, verursacht haben, um sich so einen wirtschaftlichen Standort-Vorteil zu verschaffen, den Scheiß auch bezahlen.
Braunkohlerückbau und Kohle Ewigkeitskosten müssen auch so getragen werden.
@RoyAhoi @avatter … auch das tragen die nur anteilig… ein Finanzinvestor wie Kretinsky der die unter Einpreisung dieser Kosten defizitäre Braunkohlesparte von Vattenfall übernommen hat und da ordentlich Geld rausgezogen hat… ist spätestens zu dem Zeitpunkt weg, wenn da kein Geld mehr rausgezogen werden kann.
Alles was von staatlicher Seite getan wird, damit er das länger machen kann, vergrößert den Schaden.
@avatter wird es billiger wenn wir das Zeug beim Söder im Garten vergraben?
@avatter Billigste Energie und so...
@avatter ich dachte immer, dass die Gesamtkosten so bei einer halben Mrd lägen und dass sie filigran verteilt werden, damit niemand genau berechnen kann, wie teuer Atomstrom wirklich ist. Jetzt ist das also vllt nur ein Teil der Kosten und schon echt viel. Für unsere Kinder ist die kWh-Atomstrom unendlich teuer. 0 kWh für 1, x Mrd.
@avatter eigentlich gehören die Kosten doch in die Verantwortung des Energieministeriums? Wäre irgendwie ehrlicher
@razortide @avatter Eigentlich gehören die in die in die Bücher der Energieunternehmen.
@fidepus @avatter wäre es dann nicht besser zu verstecken gewesen? Dann wäre der Energiepreis halt höher..
@razortide @avatter Das ist die Idee. Mit realistischen Preisen, die alle Kosten beinhalten, hat Atomstrom auf dem Markt nämlich keine Chance und diese Debatte wäre schon viel früher vorbei. Warum sollen wir das mit Steuern tragen, während sich die Stromkonzerne die Gewinne einstecken?
@fidepus @avatter wird das nicht eh durch Merit Order wieder ausgehebelt?
@razortide Soweit ich das verstanden habe nicht. Die Atomkraftwerke erscheinen am Markt ja jetzt künstlich billig, weil die tatsächlichen Kosten nicht in den Preis einfließen. Mit Endlagerung, Versicherung, Rückbau, etc. wäre der Atomstrom so teuer, dass er am Markt gar nicht mehr zum Zug kommen würde.
@avatter wahnsinn! Woher stammen die Zahlen?

@wiwiep @avatter Die Grafik stammt von Correctiv:

https://correctiv.org/spotlight-newsletter/extremwetter-organisiertes-ignorieren/#grafik-des-tages

Als Quelle wird dort nur BMUV angegeben. Müsste man also noch weiter suchen.

Extremwetter: Organisiertes Ignorieren

Flut, Dürre, Starkregen – dank Klimawandel nehmen Extremwetterereignisse zu. Doch wegen zu hoher Kosten versichern manche Kommunen ihre Gebäude nicht gegen Extremwetter. Auf den Kosten bleiben im Schadensfall die Steuerzahlenden sitzen. Was hilft?

correctiv.org

@wiwiep @avatter Basiert offenbar auf diesen Angaben:

https://www.bundesumweltministerium.de/ministerium/struktur/finanzen

Warum man bei Correctiv keinen Link zur Quelle einfügt, entzieht sich meinem Verständnis. Fürchtet man, weniger investigativ zu wirken, wenn das interaktive Original-Kuchendiagramm mehr Infos (absolute Werte) als die eigene Darstellung bietet?

Bundes-Mittel für den Umwelt- und Klimaschutz – 2026

Offizielle Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit - BMUKN

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
@katzentratschen Die Gesamt-Atomkosten wurden vom BMUV sorgfältig in den Farben und der Auflistung "versteckt"..
@katzentratschen Besonders charmant finde ich ja die Original-Überschrift "Bundes-Milliarden für den Umweltschutz".
Nicht zu Tode verstrahlt werden ist künftig das Erste, was mir bei Umweltschutz einfällt.
@kaltmamsell Jupp. Und man sollte offenbar im Allgemeinen genauer hinschauen, welche Bereiche welchem Ministerium zugeordnet sind und wie sich die Ausgaben aufteilen.

@avatter Danke für die schöne Grafik. Wo findet man sowas auf den Seiten des BMUV? Ich habe jetzt nur dieses gefunden:

- https://www.bundesumweltministerium.de/ministerium/struktur/finanzen

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@avatter

Kann die #Maus darüber nicht mal einen Film machen? Anhand dieser Zahlen sollten das doch sogar die rechten kapieren.

@avatter Es ist doch völlig falsch jetzt mit der AI/ KI und ihrem enormen Energiebedarf erneut auf Atomkraft zu setzen. Egal wo in der Welt.
@avatter Arrrr. Diese faulen Bürgergeldempfänger
@avatter Sag doch mal einer, Atomkraft lohnt sich nicht.... nicht.
@avatter
Da soll nochmal wer behaupten, dass Kernkraft irgendeine ökonomische sinnhaftigkeit hat.
@avatter Bundesministerium für Atommüll, Reaktorsicherheit und sonstiges Gedöns (Umwelt)
@avatter die Atomlobby ist ein Gesocks!
@avatter ja, dann sag ich Mal: vielen Dank #atomlobby
Da habt ihr uns ja ein ganz tolles Atomei gelegt.
@avatter The implied message from this graph, that this is all tax money, is incorrect. €805 million comes paid by the nuclear sector, via the KENFO fund.
@avatter ...denn Atomenergie ist die kostengünstigste Energiequelle wenn Mensch Gewinne privatisiert und Risiken vergesellschaftet. Das ist die erzählung die wir heute noch, oder besser wieder hören
#niewiedercdu
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@avatter Was für Unmengen an strahlendem Müll hat den der Bund...

Ich meine...

Das können ja keine Ausgaben für die Entsorgung von Abfällen aus der Privatwirtschaft sein, oder? ODER?

🤔