Vorgestern war der Stichtag zum #PopularVote-Staatsvertrag. Die Vertragsstaaten haben nur 209 von 538 #Wahlmänner⁠n kontrolliert, also wird er zur #Präsidentschaftswahl 2024 sicher nicht mehr angewandt. Zuletzt ist im April #Maine beigetreten, was wegen dem dortigen #RankedChoice interessant ist. Beides ist nämlich eigentlich inkompatibel und nicht so klar, wie Präferenzen in Stimmen übersetzt werden sollen. Maine hat das nun für sich ausdrücklich definiert. #WahlThread #IRV #USA #USA2024 [1/7]
Es zählen also die Stimmen *nach* Stimmenübertragung an dem Punkt, wo noch 2 Tickets übrig sind. Aber nur dann, wenn kein Ticket von vornherein eine absolute #Mehrheit hat. Das heißt also, dass zusätzliche #Erstpräferenz⁠en national den Sieg kosten können, indem sie übertragene Stimmen entwerten. Popular Vote ist bei ungleichen Bedingungen letztlich auch nur ein künstliches Konstrukt. Weniger als 2 Tickets in der letzten Runde kann eigentlich nicht mehr passieren. [2/7]

Die gleichzeitige Streichung von mehr als 1 Kandidat, die für den Zweck einen Unterschied machen kann, ist abgeschafft worden. Und bei weniger als 3 Tickets findet von vornherein kein Ranked Choice statt. Bei #Patt zur Streichung wird gelost. (Patt am Ende wird übrigens bisher durch Abstimmung in gemeinsamer Sitzung von Abgeordnetenhaus und Senat aufgelöst.)

Im #Wahlgesetz hats bisher keine Sonderregelung bei absoluter #Mehrheit der Erstpräferenzen gegeben. [3/7]

Die Verordnung dazu hat aber in dem Fall keine Stimmenübertragung vorgesehn. 2020 ist deswegen weder staatsweit noch in einem #Wahlkreis eine Stimmenübertragung durchgeführt worden. Folglich waren die gemäß Wahlgesetz richtigen Stimmenzahlen unbekannt. Irgendwelche Stimmenzahlen müssen die Staaten im Certificate of Ascertainment der #Wahlmänner angeben; das waren 2020 in #Maine die Erstpräferenzen. Der Staatsvertrag bezieht sich letztlich bloß auf das, was die Gouverneurin da reinschreibt. [4/7]
Dass die #Präsidentschaftswahl 2020 gegebenfalls per Ranked Choice stattfindet, war erst kurz vor dem Wahltag entschieden. Es hat ein #Volksbegehren dagegen gegeben, wo strittig war, ob es genug Unterschriften gesammelt hat. Auch der Beitritt zum Popular-Vote-Staatsvertrag ist noch nicht wirklich in Kraft, weil wieder ein Volksveto dagegen läuft. Falls es bis 8. August genügend Unterschriften erreicht, gibts im November einen Volksentscheid dazu. [5/7]
#Alaska hat 2024 erstmals #RankedChoice bei einer #Präsidentschaftswahl. Da werden ausdrücklich nur dann Stimmen übertragen, wenn niemand eine absolute #Mehrheit der #Erstpräferenz⁠en hat. Außerdem ist die Abschaffung von Ranked Choice auf dem #Stimmzettel (2020 mit knapper Mehrheit eingeführt). [6/7]
#Volksentscheid⁠e zur Einführung von #RankedChoice gibts 2024 in #Nevada (2022 schon mit 53:47 angenommen, aber braucht doppeltes Ja) und #Idaho (beide ähnlich wie #Alaska mit 5er- bzw. 4er-#Stichwahl, aber ohne #Präsidentschaftswahl) sowie in #Oregon (ähnlich wie in #Maine). [7/7]