Arbeiten bis zum tot umfallen?

#Finanzminister #Bayaz für weitere Erhöhung des #Renteneintrittsalter​s

Ein regulärer #Renteneintritt mit 67 Jahren wird aus Sicht des baden-württembergischen Finanzministers Danyal Bayaz (#Grüne) nicht dauerhaft zu halten sein. "Meine #Generation muss sich auf längeres #Arbeiten im #Alter einstellen - auch wenn wir unseren Wohlstand halten wollen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Ich halte das für viele Berufe auch zumutbar, da sich die #Arbeitswelt in den kommenden Jahren fundamental verändern wird, körperlich anstrengende Arbeit wird weniger, #Wissensarbeit wird mehr."
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https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/bayaz-rente-eintrittsalter-100.html #Rente

Noch länger arbeiten? BW-Finanzminister Bayaz hält Rente mit 67 für nicht mehr zeitgemäß

Von Jahr zu Jahr steigt das Renteneintrittsalter in Deutschland. Doch auch die bisherige Grenze von 67 Jahren wird laut BW-Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) auf Dauer nicht zu halten sein.

swr.online

Dazu gestern #verdi Baden-Württemberg

BW-Finanzminister Bayaz für weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters – #Fakten statt #Neiddebatte​n

ver.di Baden-Württemberg kritisiert die heutige Aussage des baden-württembergischen Finanzministers Danyal Bayaz (Grüne), die Rente mit 67 wäre nicht zu halten und die Menschen müssten im Alter noch länger arbeiten. Bayaz sagte unter anderem: „Manchmal bekomme ich angesichts heftiger Reaktionen bei der #Rentendebatte den Eindruck, dass in diesem Land vor allem #Dachdecker leben.“

Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Es stimmt, dass nicht alle Dachdecker sind. Aber das haben wir auch nie behauptet. Wir reden von #Erzieherinnen, #Pflegekräfte​n, #Müllwerker​n und vielen weiteren Berufen im #Dienstleistungsbereich. Alles Menschen, die ihre Jobs zu unserem Wohl gerne machen, aber es unter den belastenden #Arbeitsbedingungen nicht einmal bis zur heutigen #Rentengrenze schaffen. Für sie ist jede Verlängerung Richtung 70 faktisch eine dramatische #Rentenkürzung.“

Bayaz sagte weiter, es gebe bei der gesetzlichen Rente drei Hebel: Zum einen seien die #Rentenbeiträge schon recht hoch, mit einer Anhebung würde man #Arbeit nur noch viel teurer machen.

Gross: „Wir haben die niedrigsten Rentenbeiträge seit Jahrzehnten. Der #Beitrag ist seit 1997 von 20,3 auf 18,6 Prozent gefallen. Und seit den 90ern hören wir dennoch immer den gleichen #Soundtrack: Schon bald explodieren die Beiträge. Richtig ist, dass die Babyboomer irgendwann eine Belastung werden. Aber diese ist temporär und durch #Zuwanderung und moderate #Beitragssteigerungen finanzierbar.“

Infos zum Beitragssatz:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/188738/umfrage/entwicklung-des-beitragssatzes-in-der-gesetzlichen-rentenversicherung-seit-1990/

Bayaz weite: „Die #Rente mit 63 war ein Fehler mit Ansage. Sie steht nur wenigen offen und benachteiligt jüngere Generationen.“

Dazu Gross: „Die Rente mit 63 gibt es schon lange nicht mehr. Es ist eine Rente mit 45 #Versicherungsjahre​n, die schon bald nur noch mit 65 Jahren genommen werden kann. Und wer 45 Jahre gearbeitet hat, steht damit übrigens europaweit an der Spitze, noch vor den Isländern. Und hat über sechs Jahre mehr auf dem Buckel als der Schnitt der Deutschen. Diese ständige Neiddebatte, die suggeriert, da mache sich eine Generation auf Kosten der Jungen einen faulen Lenz, ist unsozial und ignoriert außerdem die #Fakten.“

Infos zur #Lebensarbeitszeit in Europa:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/633434/umfrage/lebensarbeitszeit-in-europa-nach-laendern/

Gesetzliche Rentenversicherung - Beitragssatz bis 2022 | Statista

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland liegt aktuell bei 18,6 Prozent.

Statista

Dazu der VDK Baden-Württemberg @VdK_Deutschland

Die Aussagen des baden-württembergischen Finanzministers Bayaz gehen an der #Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei. Der #VdK lehnt eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters strikt ab. Eine solche Maßnahme verschärft nur die #Altersarmut, da viele #Arbeitnehmer überhaupt nicht bis zur derzeitigen gesetzlichen #Altersgrenze arbeiten können. Man denke nur an die #Pflegekräfte und an alle anderen körperlich und psychisch stark belastende Berufe.

Die #Rentenkasse steht aktuell gut da. Die #Regierung plant sogar, den #Bundeszuschuss um 600 Millionen Euro zu kürzen. Die #Panikmache bezüglich der #Belastung der Rentenkasse durch den #Renteneintritt der #Babyboomer als Vorwand zu nutzen, um erneut bei den sozial Schwächsten zu sparen, wirkt dadurch mehr als unglaubwürdig.

Der #Sozialverband VdK fordert daher, dass die Politik die Herausforderung endlich richtig angeht, das gesetzliche #Rentensystem armutsfest auszugestalten. Ein erster Schritt wäre die #Sicherung des #Rentenniveau​s bei mindestens 50 Prozent. Mit der Schaffung einer #Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen müssen, also auch #Politiker, #Beamte und #Selbstständige, wäre ein weiterer solidarischer Schritt getan. Denn nur, wenn alle im selben Boot der „Rentenversicherung“ sitzen, wäre dies endlich gerecht.

https://www.vdk.de/bawue/pages/aktuelles/presse/87277/zumeldung_renteneintrittsalter

Zumeldung: Renteneintrittsalter

Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. unterstreicht die Kritik des ver.di Landesbezirksleiters Martin Gross und lehnt eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters strikt ab.