Desertec 3.0 – grüner Wasserstoff in kolonialer Tradition

"Die Krisen, mit denen wir uns aktuell konfrontiert sehen, sind die logische Konsequenz eines Systems, das auf Wachstum basiert. Die Politik gibt zwar vor, die Ursachen davon bekämpfen zu wollen, doch tatsächlich verwaltet sie diese bloß und sorgt durch das Beschleunigen von Modernisierungsprozessen in der Wirtschaft dafür, dass gesellschaftliche Umbrüche nicht die Stabilität der bestehenden Machtverhältnisse gefährden. Nichts zeigt dies deutlicher als Maßnahmen, welche zur Abwehr der Klimakatastrophe propagiert werden.

Dabei bleibt nicht nur die Logik des permanenten Wachstums unangetastet, sondern werden auch globale Machtasymmetrien und Abhängigkeiten zwischen der Nord- und Südhalbkugel durch neokoloniale Großprojekte mit grünem Anstrich weiter zementiert und ausgebaut. Beispielhaft dafür ist Desertec 3.0, bei dem Deutschland eine Vorreiterrolle spielt...."

https://kanaille.noblogs.org/post/2022/11/06/desertec-3-0-gruener-wasserstoff-in-kolonialer-tradition/

#Energiepolitik #erneuerbareEnergien #Desertec #Klima #Kapitalismus #Neokolonialismus #Ausbeutung #Antireport #anticiv

Desertec 3.0 – grüner Wasserstoff in kolonialer Tradition – kanaille

Energiewende in kolonialer Tradition

Neue Rohstoffe, alte Ausbeutungsmuster
"Verschiedene Länder Südamerikas, darunter Peru und Chile verfügen über große Mengen dieser Rohstoffe. Doch in diesem Kontext entstehende extraktivistische Projekte haben teils gravierende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in den betroffenen Gebieten. Sophia Boddenberg hat die Region bereist und Stimmen aus der lokalen Bevölkerung, von Umweltaktivist*innen und Wissenschaftler*innen eingeholt."
https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/neue-rohstoffe-alte-ausbeutungsmuster/

Lithiumabbau für E-Autos raubt Dörfern in #Chile das Wasser
https://m.dw.com/de/zunehmender-lithium-abbau-verst%C3%A4rkt-wassermangel-in-chiles-atacama-w%C3%BCste/a-52039450

Kapitalismus und Umwelt: Zerstörung für Profite!
https://perspektive-online.net/?p=43284

#capitalism #Klimakrise #Greenwashing #Energiewende #Peru #Chile #indigenous

Chile, Peru: Neue Rohstoffe, alte Ausbeutungsmuster - NPLA

Sophia Boddenberg berichtet vom Extraktivismus in Lateinamerika für die deutsche Energiewende.

Nachrichtenpool Lateinamerika

Grüner Extraktivismus – das Geschäft mit Lithium, Kupfer, Wasserstoff

"Die Rohstoffe sollen zwar die ökologische Transformation unserer Gesellschaft voranbringen. Aber in den Herkunftsländern kommt es zu verstärkten Umweltbelastungen und zur Zerstörung von Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung. Die Rohstoffe werden fast ausschließlich zum Zweck des Exports auf den Weltmarkt gefördert. Ihre Bearbeitung und die Wertschöpfung finden hingegen überwiegend in den Zielländern statt – unter anderem in Deutschland."

https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/gruener-extraktivismus-das-geschaeft-mit-lithium-kupfer-wasserstoff/

#Energiewende #klimakrise #Lateinamerila #neokolonialismus #antireport #Mobilitatswende #fff #LetzteGeneration #endegelande #Klimabewegung

Deutschland, Lateinamerika: Grüner Extraktivismus - das Geschäft mit Lithium, Kupfer, Wasserstoff - NPLA

Deutschland setzt für die Energie- und Mobilitätswende auf den Import von Lithium, Kupfer und grünem Wasserstoff aus dem globalen Süden. Deren Abbau belastet dort die Umwelt.

Nachrichtenpool Lateinamerika
Debatte um Extraktivismus: Woher nehmen, wenn nicht ... (nd-aktuell.de)

Die Dekarbonisierung des Kapitalismus verbraucht enorme Ressourcen. Wie gewohnt kommen diese aus dem Globalen Süden, wo die sozial-ökologischen Konflikte zunehmen. Die Realität des »postfossilen Extraktivismus«.

nd-aktuell.de
@autonomysolidarity @ndaktuell Die #Energiewende hat den Kolonialismus nicht verursacht und wird ihn auch nicht beheben. Darum müssen und sollten wir uns extra Kümmern. Ein Lieferkettengesetz mit Zähnen wäre dabei hilfreich.
@denki @ndaktuell Nein, aber die "Energiewende", wie sie aktuell abläuft, wird (neo)koloniale Strukturen und die Ausbeutung von Menschen und Natur weiter verschärfen. Das ist nichts was extra abläuft sondern eben der gewünschte oder in Kauf genommene Effekt des gegenwärtigen Prozesses.
@autonomysolidarity @ndaktuell Die aktuelle Art des Lithium- und Kupferabbaus zerstört Ökosysteme; das steht nicht in Frage. Das passiert bei Rohstoffgewinnung und -transport oft: auslaufende Öltanker, Abholzung von Regenwäldern für den Sojaanbau, Überfischung. Das Phänomen ist in keinster Weise einzigartig für die Energiewende. Daher sollte es auch nicht nur für die Energiewende angeprangert und (hoffentlich bald) gelöst werden, sondern allgemein.
@denki @ndaktuell Es ist ja auch keine Kritik an einer Energiewende sondern an der Ausgestaltung, Art und Weise dieser Energiewende, die nun mal tief mit den Problemen Kapitalismus, Neokolonialismus, Techsolutionismus usw. verknüpft ist. Das ist ja alles keine Alternativlosigkeit und nicht die einzig mögliche Weise, wie eine Energiewende zu vollziehen wäre.