Liebe #Bahnbubble,

wenn im Nachtzug-Liegewagen die Steckdosen abgeschaltet werden, funktioniert mein #CPAP (#Atemtherapiegerät) nicht und der Schlaf ist unterbrochen.

Wo wird beim #Nightjet #NJ40421 #Amsterdam - #Wien umgekoppelt, die Lok gewechselt o.ä., so dass man mit Stromausfällen rechnen muss? Wo bleibt dieser #Nachtzug länger stehen, ggf. mit Stromabschaltung?

Und wo bei der Rückfahrt mit dem #NJ40490 Wien - Amsterdam?

Der #ÖBB-Kundenservice ist leider keine Hilfe.

Boosts willkommen!

@n8schicht spannendes Problem. Hat das ein DC Eingang dann wäre Akku ja ne Option (oder inverter aber die sind meist etwas schwerer) als usv

@eckes Gerade mal nachgeschaut: Das zum Gerät gehörende "Power Supply for Medical Use" sagt: DC Output 37V 2,5A. Gibt's da was Passendes (nach Möglichkeit leicht, preiswert, klein, schnuckelig)?

Löwenstein medical als Hersteller des CPAP-Geräts bietet keinen Akku oder USV an.

Das wohl einzige akkubetriebene CPAP-Gerät auf dem Markt (anderer Hersteller) kostet a) ~1000 € und ist b) vergriffen, daher keine Option für einen Urlaub.

@n8schicht Bei der Hinfahrt Lokwechsel vermutlich zunächst in Köln, und in Nürnberg werden die Wagengruppen aus Amsterdam und Hamburg nach Ziel Wien und Innsbruck neu gemischt. Da gibt es dann wahrscheinlich keine dauerhafte Stromversorgung wegen der Rangiererei, die ca 30 Minuten dauert laut Plan.
Ohne Gewähr.
Zurück wahrscheinlich ähnlich.
@n8schicht falls es noch Thema ist: derzeit wohl kein Lokwechsel mehr in Köln. Aber weiterhin Rangieren in Nürnberg, wobei es da eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, dass der Teil aus Amsterdam an der Lok bleibt. Aber wie immer ohne Gewähr.

@n8schicht solche Infos zur Verfügung zu stellen ohne dass Betroffene ewig danach suchen müssen, gehört auch zu #Barrierefreiheit
Und dann die Zügezusammenstellung so zu konzipieren dass es keine Unterbrechung der Stromversorgung gibt, auch...

Barrierefreiheit ist mehr als eine Rollstuhlrampe.

Es gibt da bei den Verkehrsunternehmen sehr viel Luft nach oben...

@HoernchenCecile Die Infos, die das Netz hier in wenigen Stunden zusammengetragen hat (Dank an alle!), hat der ÖBB-Kundenservice auch nach sieben Wochen nicht liefern können. Da ist in der Tat sehr viel Luft nach oben ...

So wie die ÖBB Rollstuhlplätze anbieten, so könnten sie auch Plätze für CPAP-Nutzer mit unterbrechungsfreier Stromversorgung anbieten. Ich bezweifele allerdings, dass sie diese Barriere schon erkannt haben ...

@HoernchenCecile @n8schicht 100% durchgängige Stromversorgung auf den Steckdosen von Amsterdam nach Wien ist technisch aktuell sowieso nicht möglich.

In Zevenaar schaltet die Lok, die den Zug von Amsterdam nach Köln zieht, von 1500 V Gleichstrom (Niederlande) auf 25 kV 50 Hz Wechselstrom (Betuweroute) um. Das geht nicht nahtlos. Da ist kurz der Strom weg.

An der deutsch-niederländischen Grenze schaltet sie um von 25 kV 50 Hz (Betuweroute) auf 15 kV 16,7 Hz Wechselstrom (Deutschland) um. (1/x)

@HoernchenCecile @n8schicht Wieder kurz der Strom weg.

Mindestens einmal ist der Strom auch deswegen weg, weil die Lok den Stromabnehmer wechseln muß, weil zumindest in den Niederlanden unter Gleichstrom ein anderer verwendet werden muß als in Deutschland.

In Köln muß die Lok schon deshalb gewechselt werden, damit nicht bis Wien mit maximal 140 km/h rumgeeiert werden muß. Ich wüßte nicht, daß die österreichischen 1216 (Viersystemloks, 230 km/h Spitze) eine Niederlandezulassung haben. (2/x)

@HoernchenCecile @n8schicht Wenn du die Rangierarbeiten in Nürnberg verhindern willst, geht das nur mit

a) aus zwei zweiteiligen Zügen vier einteilige machen = mehr benötigtes Personal, mehr Trassengebühren, mehr benötigte Loks, weniger Passagiere pro zug = teurer

b) jeweils eine mögliche Verbindung opfern

c) Umsteigen mitten in der Nacht, und zwar auch für Schlafwagenpassagiere

(3/x)

@HoernchenCecile @n8schicht Garantiert 100% durchgängige Versorgung der Steckdosen von Amsterdam bis Wien kriegst du nur wie früher beim Talgo oder bei französischen TEEs: mit Dieselgeneratoren = Verbrauch fossiler Brennstoffe = CO₂-Ausstoß = klimaschädlich. Das ist entweder ein eigener Wagen, oder du hast unter einem Schlaf- oder Liegewagen einen Dieselmotor, der die ganze Nacht lang unter Vollast brüllt. Und du brauchst mindestens einen pro Zugteil.

(4/4)

@plan_von_der_bahn @n8schicht wären Akkus die bei Unterbrechung Strom liefern keine Lösung? Ev nur für einen behindertenabteil?
Ich kenne mich nicht aus, aber es muss doch Lösungen geben...

@HoernchenCecile @plan_von_der_bahn Die Wagen verfügen lt. @JeDi über Batterien. Allerdings werden die Fahrgaststeckdosen (an denen dann auch das CPAP-Gerät hängt) als Komfortfunktion betrachtet und darüber nicht abgesichert.

Die ÖBB müssten CPAP-Nutzung erst mal als ein Handikap begreifen, das nachtzugrelevant ist. Das scheint mir bisher nicht der Fall zu sein.

(1/2)

@n8schicht @HoernchenCecile @JeDi Batterien haben sie schon. Aber in dem Augenblick, wo auf der Zugsammelschiene (elektrische Heizleitung, wird von der Lok gespeist) keine Spannung mehr ist, geht sogar die Beleuchtung der Wagen auf Notbetrieb zurück. Das heißt, alle elektrischen Verbraucher gehen aus, die nicht sicherheitsrelevant sind.

Die Batterien haben einfach nicht die Kapazität, für längere Zeit lauter elektrische Verbraucher an Steckdosen zu versorgen. Da könnte Wunder was dranhängen.

@HoernchenCecile @plan_von_der_bahn Als Massnahme könnten IMHO diese Steckdosen (oder ein Teil davon) über die vorhandenen Wagenbatterien abgesichert werden.

Das erscheint mir sinnvoller als dass jeder CPAP-Reisende eine individuelle Lösung sucht.

Aber welche Initiative/welcher Verband fühlt sich berufen, bei der ÖBB dicke Bretter zu bohren?

(2/2)

@plan_von_der_bahn @HoernchenCecile @n8schicht die niederländischen Vectron müssten aber doch grundsätzlich bis Österreich durchfahren können (und das auch mit 200)? Allerdings wird in Köln rangiert - dort kommt nämlich der Zugteil aus Brüssel dazu.

@JeDi @HoernchenCecile @n8schicht Mal abgesehen davon, ob die NS-Vectronen eine Österreichzulassung haben, weiß ich nicht, ob die NS genug davon haben, daß immer einer davon den halben Tag in Wien rumstehen könnte. Meines Wissens sind die Teile hauptsächlich für die IC von/nach Berlin beschafft worden und nicht Massenware für NS Reizigers.

Die ÖBB haben wohl genügend 1216, um mal einen guten Kalendertag lang eine davon außer Landes zu haben, sofern die bis Köln durchlaufen.

@n8schicht @fraeuleinwusel Köln West, Frankfurt und Nürnberg. Außerdem zwei Systemwechsel nahe Emmerich und immer mal wieder Trennstellen.
@n8schicht Ich könnte mir gut den Einsatz einer Powerbank mit Wechselrichter wie z. B. https://www.chinahandys.net/blitzwolf-bw-pg1-powerstation-mit-462wh-im-test/ vorstellen.
@schrumpelnase Oha, 6 kg 🏋️ und 380 € 💶 für die vorgeschlagene Powerbank mit Wechselrichter
Das ist mir doch etwas zu viel ...
@n8schicht Hey, I make this journey quite regularly. Köln and Nürnberg are the places where you can lose power.

I'm a little surprised these devices don't have a small battery for interruptions! (Nothing you can do about that, I know)
@n8schicht @Kolkrabin Kennst Du jemanden, der weiterhelfen kann?
@n8schicht Da wäre eine USV nützlich.
Tunlichst *im* Zug irgendwo - das Umkoppeln wird ja nicht ewig dauern ...

@n8schicht darf ich fragen, welches Gerät du hast? Meines Wissens haben die eigentlich alle zumindest einen kleinen internen Akku, falls der Strom ausfällt, damit du zeit hast, wach zu werden und die Maske abzunehmen...

Ich persönlich hatte bis zum Sommer eine Resmed Stellar. Für die gibt es eine Powerstation. Mittlerweile hab ich Astral. Dafür gibt es auch Akkus. Ne freundin von mir hat Löwenstein Luisa, ebenfalls mit Akku.

@n8schicht Ergänzung: Astral und Luisa sind Geräte, dir nicht nur für CPAP eingesetzt werden, sondern auch für invasive Beatmung.

@n8schicht Rangiert wird in Nürnberg (00:57 - 01:39). Da werden die NJ umgruppiert.

Teilweise dürfte es in Köln noch einen Lok-Wechsel geben (der aber nach Fahrplan nicht lange dauern kann).

@uk
@n8schicht Bei meinem CPAP ist das so, dass das nach Stromausfall nicht wieder von selbst startet. Sprich das Problem ist: Die Länge oder Kürze des Ausfalls spielt daher keine Rolle, die Atemluft fällt dann gnadenlos aus.
@momo @uk Bei meinem gestrigen Test (Stecker gezogen und nach einigen Sekunden wieder verbunden) hat das Gerät nach dem länglichen Bootprozess wieder Atemluft gepumpt. Aber das nützt wenig, da man beim Ausfall wach geworden ist und die Maske abnimmt ...

@n8schicht
@uk

...sofern man wach wird. Ich weiss ich schlaf da so tief ich wach dann erst morgens auf und hab brüllende Kopfschmerzen wie nach ner Sauftour. Been there... 😭

@n8schicht Ich habe auch ein solches Gerät und suche schon länger nach einer Möglichkeit, das Teil vom Netz unabhängig zu machen. Die beste Lösung bisher stellt eine USV dar, wie sie eigentlich für PCs oder Server verwendet wird.

@tschapajew @n8schicht
Kleine USV wär da auch meine erste Idee. Einziger Nachteil: relativ schwer - die sind meist mit Blei-Gel-Akkus.

Ansonsten gibts noch große Powerbanks mit Wechselrichter - meist für Camping gedacht - da muß man aber auf jeden Fall darauf achten, daß sie auch Pass-Through-Betrieb kann - also Laden und Entladen gleichzeitig.

@n8schicht USV aus dem IT-Bereich muss man dann dahingehend modifizieren, dass sie nicht dauernd piepst, wenn der Saft weg ist. Das machen die nämlich, weil man ja eigentlich seine Systeme runterfahren soll. Kann man meist durch rauslöten des Piezo-Summers machen.
@n8schicht Einfach den Flieger nehmen. 😉
@n8schicht wie reagiert dein Gerät auf den Ausfall der Stromversorgung und was passiert wenn die Stromversorgung wieder da ist? Es gibt mehrere technische Gründe warum die Steckdosen in Zügen kurzzeitig keinen Strom liefern. Fahrtrichtungswechsel, Lokwechsel, Systemwechsel, Schutzstrecken usw. Das kann von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten Unterbruch bedeuten.
@railbeam Auch bei einem kurzen Ausfall hört das Gerät sofort auf, Atemluft zu pumpen. Bei meinem gestrigen Test (Stecker gezogen und nach einigen Sekunden wieder verbunden) hat das Gerät nach dem länglichen Bootprozess wieder Atemluft gepumpt. Aber das nützt wenig, da man beim Ausfall wach geworden ist und die Maske abnimmt ...
@n8schicht Hmmm, dann braucht es eine USV zwingend, wenn das Gerät selber nicht kurze Unterbrechungen überbrücken kann. Sonst wird das eine schlaflose Nacht....
@n8schicht Wohl zu komplex für den Kundendienst, viel kann ich aber auch nicht beitragen. Technisch dürften die Steckdosen - falls nicht Batteriegestützt - jedes mal ausfallen, wenn der Hauptschalter der Lok aus ist, also auch bei Schutzstrecken unterwegs kurz, aber sicher bei eventuellen Lokwechseln, wohl auch beim Systemwechsel der Lok im Granzbahnhof. Zusätzlich natürlich bei allfälligen Befehlen an den Lokführer (fahren mit gesenktem Stromabnehmer). Schwer in Zahlen zu sagen …
@n8schicht Wie wäre es mit einer mobilen USV? Ich weiß nicht was Du nutzt, aber das airmini braucht im Schnitt 6,3W. Da müsste schon eine Recht kleine Powerstation reichen um die Zeiten ohne Strom zu überbrücken.