Ich werde einfach nie verstehen, wie man sich mehr über die Letzte Generation aufregen kann, als über das Versagen der Politik.
¯\_(ツ)_/¯
@Kadda Überbringer von schlechten Nachrichten hat man in der Menschheitsgeschichte noch nie wohlwollend empfangen - ganz im Gegenteil.
@Hiker @Kadda Ja, genau. Eigentlich leben wir in einer verkehrten Welt: Nicht diejenigen, die die Klimakrise verursachen, sondern diejenigen, die darauf aufmerksam machen, landen hinter Gittern.
@Kadda so gar nicht 💁🏻‍♀️
@Kadda das trifft uns (und manche eben auch nicht) allenfalls in der zukunft, das andere ist jetzt.
@Kadda Die Politiker können die Leute ignorieren, den Stau in dem sie stehen (oder die Warteschleife in der sie hängen) nicht. Dann sind sie plötzlich selber betroffen.
@Kadda von “der Politik” erwarte ich nichts. Recht emotionslos. Gelegentlich kann man sich freuen wenn was gutes bei rum kommt. Wenn Aktivisten jedoch einem Anliegen das mir sehr wichtig ist einen Bärendienst erweisen, indem sie aus all dem was möglich ist, ohne Not schwer zu vermittelnde Aktionsformen ergreifen, dann ärgert mich das.
Inzwischen zwar auch immer weniger, weil ich langsam damit klar komme, dass Menschen allgemein halt nicht doll klug sind, aber immer noch mehr als Politikversagen.

@nblr das ist mir eine viel zu undemokratische Haltung. Die Politik ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft - die Politik sind immer auch ein bisschen wir. Von ihr nichts zu erwarten, ist ein Ausklinken aus der Idee der Demokratie für mich. Unvorstellbar deswegen.

Dazu kommt: Alle anderen Protestformen werden von den Medien ignoriert. Die in diesem Land die vierte Gewalt darstellen.

Ich kann mich gut aufregen - aber zuerst über die Politik, dann die Medien und irgendwann kommt die LG.

@Kadda Ausklinken aus der Idee der Demokratie triffts gut. Das Konzept Demokratie kann man sich auf Wiedervorlage legen, wenn Bildung & Medien mal funktionieren.
@nblr @Kadda
Es ist nicht DIE DEMOKRATIE die problematisch ist.
Unser System ist eine Form von Demokratie, die durch ihre Korruptionen besonders auch die Selbst-Korruption von Politikern viele Probleme hat.
Die "Repräsentative Demokratie" wählt "Fürsten" auf Zeit und damit ist es immer noch in der Entscheidungungsfindung ein Konstrukt welches "abgehobene" Minderheiten die Entscheidung übergibt.
Die Kontrollen werden dabei ausgehebelt und das Info-Chaos ist der Steigbügelhalter solcher Systeme.
@bob20220306 Repräsentative Demokratie hat den Vorteil, dass sich nicht alle immer über alles informieren müssen, sondern prüfen können, ob ihre gewählten Vertreter bein den Themen, die sie kennen, das richtige tun — und dann hoffen, dass sie in anderen Bereichen ähnlich kompetent entscheiden. Das reduziert das Problem der Informationsüberlastung — braucht aber Kontrollen wie Abgeordnetenwatch. @nblr @Kadda
@bob20220306 @nblr @Kadda Nicht die repräsentative Demokratie, sondern Du wählst. Müssen ja keine Fürsten sein. Und wenn alle, die sich einer Wahl stellen, blöd sind, kannst bzw. sollst Du selber antreten ( und für andere blöd sein).
@Hanstux @bob20220306 @Kadda So hab ich das im Sozialkundeunterricht auch gelernt. Dann war ich in zwei verschiedenen Parteien aktiv. Das hat mich radikalisiert.
Der Rest dazu ist hier schon gesagt:
https://chaos.social/@datenwolf/109403501035526964
datenwolf (@[email protected])

@Kadda @nblr In einer Demokratie sollte die Politik ein Spiegel der Gesellschaft sein. Das Parteisystem und der "Dienstweg" ordentlicher Politikerkarrieren stellen durch ihre soziologischen Strukturen einen veritablen Filter dar und konditionieren das Personal. Wenn man einen echten Spiegel der Gesellschaft wollte, müsste man die Besetzung der Parlamente auslosen.

chaos.social
@nblr @bob20220306 @Kadda Respekt. Ich wollte einmal in einer Partei mitarbeiten, fand aber den Erstkontakt so abstoßend, dass ich den Plan gleich verworfen hab. Aber ihr macht doch hier alle Politik, ohne in Parteien tätig zu sein, wenn ich das richtig sehe. Und auch nicht erfolglos.
@nblr
Ich treffe manchmal unser MdB. Das geht zwanglos, er lädt dann einfach in irgendeine Kneipe ein. Und dann kann man diskutieren. Und eben Einfluss nehmen.
Und da kommen dann... So 3-9 Leute. In einem Wahlkreis mit fast einer halben Mio.
@Kadda
@Kadda @phil_s Glaube auch ehr an die vielen kleinen Dinge, die jeder für sich bewegen kann. Damit meine ich jetzt nicht nur die tägliche Wahl des Verkehrsmittels oder beim Einkaufen, sondern Dinge mit geringem Aufwand und vergleichsweise großer Wirkung. Sachverhalte schlüssig erklären z.B. - das sind Entscheidungsträger oft gar nicht gewöhnt - dass da jemand ohne Agenda und Gewinnabsichten kommt. Das kann in dem Gebiet z.B. im besten Fall eine Immunisierung gegen Klimawamdel-Leugner bewirken.

@Kadda @nblr In einer Demokratie sollte die Politik ein Spiegel der Gesellschaft sein. Das Parteisystem und der "Dienstweg" ordentlicher Politikerkarrieren stellen durch ihre soziologischen Strukturen einen veritablen Filter dar und konditionieren das Personal.

Wenn man einen echten Spiegel der Gesellschaft wollte, müsste man die Besetzung der Parlamente auslosen.

@Kadda @nblr Aber die Ereignisse der letzten 3 Jahre haben in mir ernsthafte Zweifel aufkommen lassen, ob ein echter 1:1 Spiegel der Gesellschaft – so wie sie zur Zeit existiert – überhaupt wünschenswert ist. Damit Demokratie überhaupt funktioniert ist ein gewisser Bildungsstand – im Sinne Humboldt'scher Erkenntnis – notwendig, den unser aktuelles Schulsystem nicht zu vermitteln in der Lage ist.

@Kadda @nblr Wir haben es zur Zeit in der Politik mit einem regelrechten "Bootstrapping"-Problem zu tun:

Damit wir den für eine ordentliche Demokratie erforderlichen Bildungsstand erreichen sind erstmal erhebliche Investitionen in das Schul- und Ausbildungsystem erforderlich. Das Sozialgefüge muss wieder-/aufgebaut werden. Aber diese Entscheidungen müssen von der Politik getragen werden, die dazu aber nicht in der Lage ist, solange es am Bildungsstand und Sozialgefüge mangelt.

@datenwolf @Kadda Ein schwer zu lösendes Problem. Deswegen sind Initiativen wie Chaos-macht-Schule oder der Verstehbahnhof wichtig, weil sie nicht nur - wie z.b. die Tafeln - eine Versorgungslücke schließen, nicht nur Menschen mit krisenwichtigen skills ausstatten, sondern auch Werte vermitteln und positiv auf das Sozialgefüge wirken.
@datenwolf @Kadda Aye. Für die Medienlandschaft gilt ähnliches. Über die vergangenen zweidrei Jahrzehnte haben sich da Metriken eingespielt die sehr ungesund sind. Aufmerksamkeitsökonomie, Lohn, die Art der Werbefinanzierung, diesdas. Das ist momentan am besser-werden. Das Aufkommen von crowd-gefundeten Publikationen macht Freude. Die Republik z.b.
Findet leider alles noch in einer Nische der Informierten statt. Die Leute da verstehen auch die Anliegen von LG. Ausserhalb dieser Nische? Hahanein.

@nblr Wenn ich mir anschaue, was bei Corona aus den Öffentlich-Rechtlichen kam und was aus den Nischen, waren die Öffentlich-Rechtlichen erstaunlich gut.

Auch die Selbstkontrolle funktioniert — nicht perfekt, aber deutlich besser als bei den privaten.

Eine der Plattformen, bei denen ich dachte "ja, informierte Nische! So soll das!" hat inzwischen (leider) gezeigt, wie wertvoll der explizitem Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen doch ist: https://www.draketo.de/politik/nachdenkseiten-abschiedsbrief

@datenwolf @Kadda

Kritik an den Nachdenkseiten und ein Abschiedsbrief

Verstreute Werke von ((λ()'Dr.ArneBab))

@ArneBab @nblr @Kadda Bei den ÖRR würde ich mir halt mal wünschen, wenn die "Präsentation" der Formate etwas – äh – ansprechender wäre. Mediathek ist ja schön und gut, aber die ÖRRs sind halt nach wie vor im "lineares Programm"-Denken verhaftet.

Was ich mir wünsche wäre so eine Art Öffentlicher Mediendienst (vgl. C3-VOC) den z.B. kommunale Theater nutzen können, aber auch freie Kunstschaffende ("independent Filme") um damit Richtig Gutes produzieren zu können.

@ArneBab @nblr @Kadda Ausserdem fände ich es mal gut, wenn das, woran sich die Gegener des ÖRR eigentlich stören, den Beitragsservice (dessen MX bis letztes Jahr immer noch auf mail.gez.de gezeigt hat *hrhr*), abschaffen würde.

Die ursprüngliche Begründung für das Beitragssystem (sicher stellen von Staatsferne und unabhängige Berichtserstattung) wurde ja durch die Propagandatrolle auf YT & Co ad absurdum geführt.

Zweckgebundene Steuer in einen transparenten Medienfond und gut.

@datenwolf Youtube hat für mich das Gegenteil gezeigt: dass eine private Plattform ohne festgelegten gesellschaftlichen Auftrag diese Aufgaben eben nicht erfüllen kann.

Die GEZ ist deswegen immernoch wichtig, weil dadurch Staatsferne für ein Programm mit explizitem Informationsauftrag gesichert wird. Wir brauchen eher noch stärkere Trennung der jeweils aktuellen Regierung von den ÖRR.

Was ich wichtig fände wäre die komplette Verbannung von Werbung aus dem ÖRR ⇒ Unabhängigkeit.

@nblr @Kadda

@datenwolf Worauf ich hoffe sind die Pläne für mehr creativecommons-Lizensierung der Inhalte der ÖRR.

Und was ich mir wünsche ist ein Ende der unsäglichen Depublikationspflicht — wenn sie endlich CC lizensieren, werde ich das halt selbst in die Hand nehmen (weil ich das dann darf). @nblr @Kadda

@ArneBab @nblr @Kadda Genau das meine ich doch. YT hat doch geradezu gezeigt, dass das Argument "Staatsferne → Qualität & keine Propaganda" hinfällig ist.

Das Problem mit dem Beitragsservice ist, dass sich da ein intransparenter Klüngelsumpf gebildet hat, der das Ganze politisch sehr angreifbar macht. Das wirst Du auch nicht mit "mehr GEZ" los.

Ausserdem haben die ihre Datenbestände nicht richtig im Griff (für Sie getestet).

@datenwolf Nein, Youtube ist eine Privatfirma mit Gewinn (=Zeit binden) als einzigem echten Ziel. Youtube hat gezeigt, dass Privatmedien nicht ausreichen. Die Lektion sollten wir für die Zeitungen auch endlich lernen …

(und wir brauchen nicht "mehr GEZ", sondern "Werbung raus" — die Werbung macht höchstens 1€ aus und ist nach offizieller Begründung drin, weil sonst bestimmte Personengruppen für Werbung ja gar nicht erreichbar wären ⇒ "ja, genau, das ist doch der Punkt!")

@nblr @Kadda

@datenwolf Frag dich mal, wie dick der Klüngelsumpf bei Youtube ist. Die zeigen das nur nicht. Du merkst es, wenn du dir anschaust, wie scheinbar beliebig Youtuber demonetarisiert werden:
Wann immer ihre Inhalte einem der größeren Werbekunden nicht passen ⇒ Klüngel, aber legal, weil "sind ja unsere Kunden, denen wir eure Aufmerksamkeit ganz legal verkaufen".

@nblr @Kadda

@datenwolf Ich will nicht, dass jemand Geld dafür zahlen kann, dass ich etwas sehe.

Das ist nämlich Propaganda, ganz legal gelenkt durch die, die Geld dafür ausgeben.

Ich will selbst die Leute bezahlen, die erstellen, was ich konsumiere (und mache das auch; über Patreon, liberapay und manchmal sogar SEPA — danke @tazgetroete und @shinmera ! )

ublock origin hilft auf youtube gegen viele der Exzesse, reicht aber nicht.

@nblr @Kadda

@ArneBab @nblr @Kadda Ich glaube Du misverstehst mich: Auf YT läuft so viel Propaganda und auf den Privaten so viel Schrott, dass die Realität gezeigt hat, dass die immanente Staatsferne von YT und Privat eben kein Garant für Propagandafreiheit ist.

Der ÖRR der prinzipbedingt wesentlich näher am Staat dran ist dagegen produziert ein wesentlich neutraleres Programm.

@datenwolf da habe ich dich wirklich falsch verstanden, ja 🙂

Ich sehe da zwei Dimensionen:

- Staatsferne
- Gesellschaftlicher Auftrag

Die reine Staatsferne ohne Auftrag funktioniert nicht, das haben die privaten hinlänglich gezeigt.

Der Gesellschaftliche Auftrag ohne Staatsferne funktioniert allerdings auch nicht, weil dann die aktuelle Regierung zu viel Zugriff hat.

Sobald der Finanzminister sagen kann „wenn ihr das bringt, ist nächstes Jahr euer Geld weg“ fehlt Staatsferne.
@nblr @Kadda

@nblr
Mach mal einen Vorschlag, was sie deiner Meinung nach machen können. Ziele nach Prio:
1. die Politik macht endlich was.
2. die Menschen machen endlich was um die Politik zu bewegen
3. die Menschen bzw. Medien reden wenigstens darüber, damit das Thema aktuell bleibt.

@Kadda

@nehrka @Kadda Wenns denn nur so einfach wäre.

@nblr
Hätte ich auch nichts dagegen.

Vieles ist einfach zu abstrakt oder "gefühlt" zu weit weg, als dass sich die Leute genötigt fühlen sich damit zu beschäftigen.

@Kadda

@nblr @Kadda ohne Not?
@Hanstux @Kadda Befürchtete schon, dass der Einschub nicht allgemeinverständlich ist. Damit ist gemeint, dass es zahllose mildere oder zweckmäßigere oder anschlussfähigere Aktionsformen gibt.
@nblr @Kadda das sehe ich auch so @nblr.
Der Florian Klenk hat dazu einen Artikel verfasst, der es für mich gut auf den Punkt bringt. https://www.falter.at/maily/20221122/selbsterhohung-im-klimaopferkostum
Trotzdem sind mir die Klimakleber lieber als die Klimaleugner. Und leider hat auch der Klenk die mär von der Gefährdung durch die klebeaktionen unreflektiert übernommen.
@Kadda weil die Aktionen der Letzten Generation ganz schlicht sinnlos sind. Ja, die Politik versagt beim Klimawandel, das ist unbestritten. Aber daran ändert die Letzte Generation (was sie nicht sind!) nichts - letztlich beruhigen sie nur ihr eigenes Gewissen.
@herwigb wenn ich sehe, wie stark die Klimaproteste auf einmal in den Medien sind, halte ich „sinnlos“ für eine verfehlte Diagnose.
@Kadda sinnlos weil es nichts bringt in Bezug auf den Klimawandel. Es sind nachwievor jene Politiker zuständig, die nichts zuwege bringen. Und gesteigertes Medieninteresse ändert nichts daran.

@Kadda so wie man sich über Greta Thunberg aufregt statt über das Globalversagen in der Klimapolitik.

So wie einige erst über Zahnweh jammern, statt über ihr Zahnputzversagen?

@Kadda
Das liegt daran das Menschen oft Ursache und Wirkung nicht verstehen wollen.

Daher gibt es dann auch oft eine Täter - Opfer umkehr.

Oder anders gesagt diese Aussage:

"Warum hat sie sich nicht rechtzeitig getrennt? Dann ist es doch kein Wunder was ihr passiert ist!"

Oder:

Somit ist auch der Wähler "selbst Schuld" was "ihre" Politiker so treiben.😉

@Kadda das Versagen der Politik betrifft nur Future-Me

Protest der mich jetzt gerade aktuell beeinträchtigt ist viel schlimmer und greifbarer. /s

Aber das ist ja gerade das: ich verstehe es. Große Probleme ignorieren wollen ist total menschlich und vorhersehbar.

Ich sehe halt auch nicht dass es besser werden würde. Und das obwohl das ein Teil des Kernversprechens indirekter, parlamentarischer Demokratie war. :-/

@Kadda
Weil es einfacher ist.

@Kadda Weil deren Protest vom Problem ablenkt, statt es im Protest aufzugreifen.

https://jacobin.de/artikel/narzisstische-weltrettung-just-stop-oil-van-gogh-ines-schwerdtner/

Narzisstische Weltrettung

Die Klimabewegung wird nicht radikaler, wenn sie sich an Straßen klebt oder Gemälde mit Suppe bewirft. Sie wird strategisch ratloser.

JACOBIN Magazin
@marv Neee, der Protest lenkt genau auf das Problem: Die meisten Menschen haben es in ihrem Alltag noch nicht begriffen, wie sehr wir den Planeten an die Wand fahren und wie absolut irrelevant es in diesem Kontext ist, ob man pünktlich zum Bürojob kommt, oder im Tedi rechtzeitig Weihnachtsdeko kaufen kann, wenn der Jetstream abreißt. Die Diskussion um die Protestform ist wie ein Stellvertreterkonflikt. Darin entblößt sich die ganze Kognitive Dissonanz, die Ignoranz, der Klassismus.
@Kadda

@boreana "Die meisten Menschen haben es in ihrem Alltag noch nicht begriffen"
Die meisten haben es begriffen. Das Problem sitzt in den Ämtern, Parlamenten, Vorständen. Nicht im Firmenwagen auf dem Weg zur Baustelle.

Klebt euch in den Grunewald, vor das Kanzleramt, blockiert den Bundestag. Stört die, die am Drücker sind etwas wirklich zu verändern, nicht die, die nur alle vier Jahre wählen können und so viel verdienen um sich gerade so Plastikmüll und Kadaver getöteter Tiere leisten können.

@boreana stört die Lieferantïnnen der Bundestagskantine, den Zugang zu Nobel-Restaurants ... Lernt aus der Geschichte des Protests. Die Masse sinnfrei zu treffen und gegen sich zu bringen hat in den letzten 60 Jahren Klimaprotest absolut nichts gebracht. Es entfacht ein Kampf innerhalb der unteren Schichten, während sich die Verantwortlichen achselzuckend im warmen Parlament darüber unterhalten, wie man die Proteste aufhält statt zu handeln, weil ALLE Beteiligten die Diskussion verschieben.
@marv "Stört die, die am Drücker sind": Das wurde ja bereits probiert. Aber damit die Gestörten sich ändern, muss die Gesellschaft diesen Gestörten die Legitimität ihres Verhaltens aberkennen, in dem Moment, wo auf Umweltzerstörerisches Verhalten aufmerksam gemacht wird. Aber das passiert nicht, weil die Masse nicht versteht, oder wahrhaben will, dass wir aufhören müssen, mit dieser Umweltzerstörung.

@boreana "Aber das passiert nicht, weil die Masse nicht versteht, oder wahrhaben will, dass wir aufhören müssen, mit dieser Umweltzerstörung."

Doch. Und zwar gewaltig. Die Ottonormalverbraucherïnnen haben es verstanden. Das zeigt sich in den Wahlergebnissen, das zeigt sich in der öffentlichen Diskussion abseits der Yellowpress.

Aber sag mir mal klar und direkt ohne hohle Phrasen und Strohmänner, was denn die Ottonormalbürgerïnnen deiner Meinung nach machen sollen?

@marv Nicht still sein. So wie die Rechten sehr schnell laut sind und damit den Diskurs prägen, muss der Protest und die Empörung über im Kontext der Klimakatastrophe illegitimes Verhalten groß und laut und unnachgiebig sein und darf nicht nur aus der Klimabewegung kommen. Und dafür braucht es ein Aufrütteln und Aufklärung der großen Wählermassen, damit die Politik Handlungdruck bekommt. Ein Weg.

@boreana Das perfekte Beispiel für gefühlte Realität. Danke dir.

59% aller Deutschen (src: Forsa) sorgen sich, dass sich der Klimawandel immer häufiger und stärker durch Naturkatastrophen auf den Alltag auswirkt.

64% laut NDR Umfrage (Angst vor Klimafolgen), 57% laut EIB Forschung (Klimawandel als größtes Problem), 80% laut Yougov (Reduzierung von Konsum zum Klimaschutz), ... die Liste geht weiter.

@marv Das "Danke dir" hättest du dir echt sparen können. Ich bin raus.

@boreana Ach komm. Das klingt jetzt echt nur nach einer Ausrede, weil du dir ersparen möchtest auf Basis von Fakten zu diskutieren.

> "Kognitive Dissonanz" ist ein Begriff?
War genauso passiv aggressiv, aber ich habe, den Fakten zur liebe, drüber hinweggesehen.

@marv Du attestierst meine Argumenten "gefühlte Realität" ohne verstanden zu haben was ich meine. Sonst hättest du nicht als Antwort die Statistiken zitiert. Meine Frage war ernstgemeint, weil ich nicht annehmen wollte, dass jeder den Begriff kennt. Ich nahm an, dass deine Frage vorher auch aufrichtig war. Sorry, der Austausch führt für mich zu nichts.

@boreana
Du sagtest, die Menschen Interessiere das (noch) nicht, sie hätten den ernst nicht realisiert: Widerlegt.
Du sagtest, die Menschen würden weiterhin Wegwerfdeko kaufen, den Konsum nicht anpassen: Widerlegt.
Du springst von Strohmannargument zu Strohmannargument um nicht zugeben zu müssen, dass der Protest falsch ist, da er aus Mitstreiter, Gegner macht.

Aber schön, dass du die Diskussion ohne einen einzigen Nachweise deiner Behauptungen verlässt. Tschüss. Viel Erfolgt trotzdem.

@marv Ich bleibe dabei. Die meisten verstehen Klimawandel, aber haben noch nicht begriffen, wie dringend das Problem ist. Wir haben jahrZEHNTELang in Richtung Politik protestiert. Es gab rekordbrechende Demos, und es tut sich nichts. Es gab Protest bei Konzernen und Industrie. Wir müssen jetzt, als verzweifelte Maßnahme, auch jeden durchschnittlichen Mitmenschen aktivieren, weil es kein klassisches "NiceToHave"-Thema ist, sondern unter ALLEM liegt.