Ich werde einfach nie verstehen, wie man sich mehr über die Letzte Generation aufregen kann, als über das Versagen der Politik.
¯\_(ツ)_/¯
@Kadda von “der Politik” erwarte ich nichts. Recht emotionslos. Gelegentlich kann man sich freuen wenn was gutes bei rum kommt. Wenn Aktivisten jedoch einem Anliegen das mir sehr wichtig ist einen Bärendienst erweisen, indem sie aus all dem was möglich ist, ohne Not schwer zu vermittelnde Aktionsformen ergreifen, dann ärgert mich das.
Inzwischen zwar auch immer weniger, weil ich langsam damit klar komme, dass Menschen allgemein halt nicht doll klug sind, aber immer noch mehr als Politikversagen.

@nblr das ist mir eine viel zu undemokratische Haltung. Die Politik ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft - die Politik sind immer auch ein bisschen wir. Von ihr nichts zu erwarten, ist ein Ausklinken aus der Idee der Demokratie für mich. Unvorstellbar deswegen.

Dazu kommt: Alle anderen Protestformen werden von den Medien ignoriert. Die in diesem Land die vierte Gewalt darstellen.

Ich kann mich gut aufregen - aber zuerst über die Politik, dann die Medien und irgendwann kommt die LG.

@Kadda Ausklinken aus der Idee der Demokratie triffts gut. Das Konzept Demokratie kann man sich auf Wiedervorlage legen, wenn Bildung & Medien mal funktionieren.
@nblr @Kadda
Es ist nicht DIE DEMOKRATIE die problematisch ist.
Unser System ist eine Form von Demokratie, die durch ihre Korruptionen besonders auch die Selbst-Korruption von Politikern viele Probleme hat.
Die "Repräsentative Demokratie" wählt "Fürsten" auf Zeit und damit ist es immer noch in der Entscheidungungsfindung ein Konstrukt welches "abgehobene" Minderheiten die Entscheidung übergibt.
Die Kontrollen werden dabei ausgehebelt und das Info-Chaos ist der Steigbügelhalter solcher Systeme.
@bob20220306 @nblr @Kadda Nicht die repräsentative Demokratie, sondern Du wählst. Müssen ja keine Fürsten sein. Und wenn alle, die sich einer Wahl stellen, blöd sind, kannst bzw. sollst Du selber antreten ( und für andere blöd sein).
@Hanstux @bob20220306 @Kadda So hab ich das im Sozialkundeunterricht auch gelernt. Dann war ich in zwei verschiedenen Parteien aktiv. Das hat mich radikalisiert.
Der Rest dazu ist hier schon gesagt:
https://chaos.social/@datenwolf/109403501035526964
datenwolf (@[email protected])

@Kadda @nblr In einer Demokratie sollte die Politik ein Spiegel der Gesellschaft sein. Das Parteisystem und der "Dienstweg" ordentlicher Politikerkarrieren stellen durch ihre soziologischen Strukturen einen veritablen Filter dar und konditionieren das Personal. Wenn man einen echten Spiegel der Gesellschaft wollte, müsste man die Besetzung der Parlamente auslosen.

chaos.social
@nblr @bob20220306 @Kadda Respekt. Ich wollte einmal in einer Partei mitarbeiten, fand aber den Erstkontakt so abstoßend, dass ich den Plan gleich verworfen hab. Aber ihr macht doch hier alle Politik, ohne in Parteien tätig zu sein, wenn ich das richtig sehe. Und auch nicht erfolglos.