¯\_(ツ)_/¯
@nblr das ist mir eine viel zu undemokratische Haltung. Die Politik ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft - die Politik sind immer auch ein bisschen wir. Von ihr nichts zu erwarten, ist ein Ausklinken aus der Idee der Demokratie für mich. Unvorstellbar deswegen.
Dazu kommt: Alle anderen Protestformen werden von den Medien ignoriert. Die in diesem Land die vierte Gewalt darstellen.
Ich kann mich gut aufregen - aber zuerst über die Politik, dann die Medien und irgendwann kommt die LG.
@Kadda @nblr In einer Demokratie sollte die Politik ein Spiegel der Gesellschaft sein. Das Parteisystem und der "Dienstweg" ordentlicher Politikerkarrieren stellen durch ihre soziologischen Strukturen einen veritablen Filter dar und konditionieren das Personal.
Wenn man einen echten Spiegel der Gesellschaft wollte, müsste man die Besetzung der Parlamente auslosen.
@nblr Wenn ich mir anschaue, was bei Corona aus den Öffentlich-Rechtlichen kam und was aus den Nischen, waren die Öffentlich-Rechtlichen erstaunlich gut.
Auch die Selbstkontrolle funktioniert — nicht perfekt, aber deutlich besser als bei den privaten.
Eine der Plattformen, bei denen ich dachte "ja, informierte Nische! So soll das!" hat inzwischen (leider) gezeigt, wie wertvoll der explizitem Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen doch ist: https://www.draketo.de/politik/nachdenkseiten-abschiedsbrief
@ArneBab @nblr @Kadda Bei den ÖRR würde ich mir halt mal wünschen, wenn die "Präsentation" der Formate etwas – äh – ansprechender wäre. Mediathek ist ja schön und gut, aber die ÖRRs sind halt nach wie vor im "lineares Programm"-Denken verhaftet.
Was ich mir wünsche wäre so eine Art Öffentlicher Mediendienst (vgl. C3-VOC) den z.B. kommunale Theater nutzen können, aber auch freie Kunstschaffende ("independent Filme") um damit Richtig Gutes produzieren zu können.
@ArneBab @nblr @Kadda Ausserdem fände ich es mal gut, wenn das, woran sich die Gegener des ÖRR eigentlich stören, den Beitragsservice (dessen MX bis letztes Jahr immer noch auf mail.gez.de gezeigt hat *hrhr*), abschaffen würde.
Die ursprüngliche Begründung für das Beitragssystem (sicher stellen von Staatsferne und unabhängige Berichtserstattung) wurde ja durch die Propagandatrolle auf YT & Co ad absurdum geführt.
Zweckgebundene Steuer in einen transparenten Medienfond und gut.
@datenwolf Youtube hat für mich das Gegenteil gezeigt: dass eine private Plattform ohne festgelegten gesellschaftlichen Auftrag diese Aufgaben eben nicht erfüllen kann.
Die GEZ ist deswegen immernoch wichtig, weil dadurch Staatsferne für ein Programm mit explizitem Informationsauftrag gesichert wird. Wir brauchen eher noch stärkere Trennung der jeweils aktuellen Regierung von den ÖRR.
Was ich wichtig fände wäre die komplette Verbannung von Werbung aus dem ÖRR ⇒ Unabhängigkeit.
@datenwolf Worauf ich hoffe sind die Pläne für mehr creativecommons-Lizensierung der Inhalte der ÖRR.
Und was ich mir wünsche ist ein Ende der unsäglichen Depublikationspflicht — wenn sie endlich CC lizensieren, werde ich das halt selbst in die Hand nehmen (weil ich das dann darf). @nblr @Kadda