Zwischenfazit nach ein paar Wochen Rummel hier: Ich bin wirklich Fan, vom Prinzip begeistert und 'da draußen' sehr missionarisch unterwegs.
Der Flair von neuen Aufbrüchen im Netz, kein Kommerz, alles bewegt sich.

Was ich aktuell spannend finde: Entscheidungsfindung.

Mastodon gehört niemandem, kein Unternehmen hat die Macht, faktisch entscheiden die jeweiligen Admins. Müssen und können sie und wir vertrauen ihnen, wenn wir uns für Instanzen entscheiden.

Das ist erstmal eine ok'e Basis.

🧵

Gleichzeitig ist aber immer problematisch, wenn einzelne für alle entscheiden und dabei kein Mechanismus existiert, um Entscheidungen, die alle (oder einzelne) betreffen, in Frage zu stellen. Das ist bei den großen Plattformen so und das ist hier so.

Mastodon oder die einzelnen Instanzen werden früher oder später demokratisiert werden müssen, wenn es den eigenen Ansprüchen genügen will. Wie das dann aussehen kann - Vollversammlungen, ..

Vereinssitzungen, Liquid Irgendwas - liegt an uns, oder? (Das ist übrigens auch Politik, not sorry to say.)

Aktuell werden Entscheidungen über den Code getroffen. Code is law … Wäre an der Zeit zu überlegen, ob es immer das Beste ist, was (oft nicht sehr diverse) Entwickler*innen-Communities entscheiden. Die meinen es vermutlich gut, keine Frage, aber wahrscheinlich fehlt trotzdem die eine oder andere Perspektive.

Sehr gespannt, wie das weitergeht. Wenn Mastodon gut sein soll, ..

muss sich da was ändern.

Auch Teil des Zwischenfazits:

So kuschlig, wie Mastodon von manchen beschrieben wird, finde ich es hier nicht.

Tatsächlich ist das Klima hier nicht weniger rau als ‚drüben‘, ganz individuell für mich eher noch mehr, muss ich sagen. Ich komme damit zurecht, ich finde normal, dass wir uns nicht alle immer liebhaben und ich mag auch kontroverse Debatten. Mir ging’s nur um das Selbstbild, das ich hier und da wahrnehme, und das teile ich ich nicht.

@anneroth Ich hätte auch gern noch mehr Transparenz oder Entscheidungshilfe, was die Instanzen angeht. Vermutlich gehen die meisten beim Registrieren nach Themen-/Geografie-Fokus, aber erfahren erst später, wie sich die lokalen Regeln unterscheiden, wie viele Menschen wie viel Zeit reinstecken (und ob sie Backups machen).
@wortfeld @anneroth Ich auch. Bin immer noch auf der Suche nach einer local timeline, in die ich passe und die mir gefällt. Aber vielleicht hat das auch einfach keine Eile, solange Twitter noch zuckt. 😞

Was die Backups und Moderation angeht, sollte alles, was auf joinmastodon.org gelistet ist einigermaßen OK sein https://joinmastodon.org/covenant

Auf instances.social findet man natürlich alles mögliche, da muss man zur Not den Admin fragen.

@wortfeld @anneroth

Mastodon Server Covenant for joinmastodon.org

@anneroth Ja, ich bin da auch eher zurückhaltend und denke, dass sich die „rauhe“ Debattenkultur noch verstärken wird, je mehr Nutzer:innen hierher kommen.
So lange es die Kultur in den Debatten noch gibt, ist ja alles gut.
@tastenspieler @anneroth Was ich hier halt gemütlicher finde, ist das Fehlen von Algorithmen, die Hass und Empörung wie ein Megafon verstärken. Entsprechend habe ich bisher kaum was davon in meinem Feed.
@anneroth
um die ganz abgedrehten einzufangen, wird IMHO ein benevolent dictator benötigt. Wenn Dir eine Instanz nicht gefällt, kannst Du Dir eine andere suchen und bleibst dennoch verbunden... mach das mal bei Twitter.
@anneroth
Was darf ich denn ich unter dem Begriff "Selbstbild" verstehen?
Ich empfinde es hier eher "urwüchsig", was ich aber auch nicht genau definieren kann. Hier sind ja überwiegend dieselben Menschen, die mich bei Twitter schon interessierten.
@anneroth Denke ich mir jedes Mal, wenn Menschen erwähnen, dass es hier „so viel angenehmer“ sei. Warum sollte? Warum sollte ein Technikunterschied unweigerlich zu einem Verhaltensunterschied führen? Kann, ja, liest sich aber oft nach einem Muss, nach einer Unausweichlichkeit. Will damit nicht infrage stellen, was diese Menschen empfinden und erleben, nur die Kausalität leuchtet mir nicht ein.
@subraumpixel die Technik ist nach anderen Parametern optimiert. Eben Interaktion statt Profit. Das verhindert nicht, dass es unterschiedliche Meinungen gibt und sich Leute auf die Füße treten, wie ich zb @anneroth gestern. Aber es verdient halt niemand Geld an Aufmerksamkeitsspiralen und Bandenbildung.
@benni @anneroth ernstlich habe ich gewisse Schwierigkeiten, diese Argumentationslinie zu verinnerlichen, weil mir das Aufmerksamkeitsspiralendingens auf Twitter nie wirklich begegnete. In meiner 3rd Party Timeline gibt es keine Trends, keinen Zwang/Sinn zur Aufmerksamkeitspflusterei (es sei denn man unterstellt dies Journalismus generell). Ich habe dort eine kuratierte Timeline und … that’s it.
@benni @anneroth Was jetzt übrigens keine Verteidigungsrede für Twitter sein soll. Weder will noch muss ich Twitter verteidigen, noch will oder muss ich Fediverse/Mastodon etwas absprechen. Es ist, wie gesagt, ein offener Findungsprozess in einem Wust aus technischen, ethischen, sozialen Argumenten, die so interessant wie verworren sind.
@benni @anneroth Uh, das „ernstlich“ sollte ein „vermutlich“ sein, da war autocorrect aber anderer Meinung 😖

@subraumpixel @anneroth oh doch, Technik macht auf jeden Fall einen Unterschied.

Gerade die Tatsache, dass andernorts Algorithmen entscheiden, was in deiner Timeline ganz vorne steht, macht einen immensen Unterschied.

Warum? Weil die Algorithmen nicht dein bestes wollen, sondern das beste für die Plattform. Und da sind hoch emotionale Beiträge eben wichtiger. Genau deshalb können sich Hater (oder Nazis, oder Verschwörungstheoretiker:innen) organisieren und ihre Hates nach vorne spülen.

@WandernAustria @anneroth Im 3rd Party client gibt es keinen Algorithmus und praktisch keine Trends. Ich sagte ja nicht, dass Twitter (web, 1st client) nicht bestimmte Verhaltensweisen begünstigt (it does), sondern dass ich dem hier begegneten „hier ist es kuscheliger“ skeptisch ggü stehe in dem Sinne, dass das einzig der Plattform an sich zuzuschreiben ist. UND: I could totally be wrong. Schaue mir das ja erst ein paar Tage an (siehe auch andere Antworten)

@subraumpixel @anneroth ich konnte mir mittlerweile viele Monate ein Bild machen und mir gefällt es hier sehr viel besser.

Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Bisher waren hier auch nur solche, denen bei Twitter einfach der Ton zu rau war.

Einzige Befürchtung meinerseits: genau diese Störer könnten dank größerem Publikum hier nun auch ihren Gefallen finden am Stören.

@anneroth @WandernAustria Das letzte ist ziemlich genau Grund für meine anfängliche Skepsis: vielleicht ist es auch nur die noch fehlende Masse an Menschen, die es „angenehmer“ macht. Ein Wohnzimmer, um in einem@oft benutzten Bild zu bleiben, skaliert eben nicht beliebig (abgesehen von den vielen anderen potenziellen Schwierigkeiten, die ein Netz an Wohnzimmern so mit sich bringen könnte). Aber: ich täusche mich auch wirklich gerne ;)

@subraumpixel @anneroth ich habe da die Hoffnung, dass die vielen kleineren Server da zusätzlich helfen, die Störer besser im Zaum zu halten.

Aber ja, insbesondere als Moderator (betreibe mit Freund ja eigenen Server) bin ich schon etwas gespannt, was da noch so alles kommt.

Nachdem ich schon ein Forum mit über 10.000 Mitgliedern betreut habe, weiß ich, dass das schon auch sehr anspruchsvoll sein kann.

@anneroth @WandernAustria Oh je, ein Forum, mein Beileid :) Forenerfahrung ist glaube ich so ein bisschen ein Faktor in meinen Vorurteilen, mit denen ich so zu kämpfen habe. So ein Forum brütet bisweilen schon enorme Betonköpfe aus und das, was man heute neudeutsch toxisches Verhalten nennt.

@anneroth @WandernAustria @subraumpixel

Warum können eigentlich alle (früheren) Forenadmins das bestätigen? (Hand hoch, bei wem es nicht so war.)

Das angenehmere Diskussionsklima bei Mastodon liegt m. E. zu 30% am Algorithmus und ansonsten an der Sozialauswahl, die das Medium mit sich bringt. Die Leute hier wollen mehrheitlich gepflegten Austausch, kein Gemotze.

@anneroth Design by comitee hat halt auch seine Nachteile. Aber niemand hält jemanden ab einen demokratischen fork zu machen.

@anneroth da ist mein Gefühl ein anderes.

Hier kann man sehr viel mehr auf Augenhöhe diskutieren, ohne für die eigene Meinung unter jedem Beitrag zig Hater zu finden, wie es beim blauen Vogel der Fall war.

Das mit dem Einschränken durch die Software - was meinst du damit? Die Software ist im Gegensatz zu drüben für jede:n einzusehen, es gibt keine Algorithmen, die dir sagen, was wichtig sein soll.

Die Kuscheligkeit wird mit mehr Teilnehmer:innen abnehmen, da sind dann die Admins gefragt.

@anneroth Hm, ich glaub du hast da grade ein kernproblem gemeinschaftlicher und foederierter infrastruktur beschrieben. Ich versuche mal gedanken (nicht als loesungen sondern als weitere problemparameter) aufzuschreiben.

Das problem mit demokratischen prozessen ist hier jedoch vielschichtig.

Wir haben zum einen die spannung zwischen demokratie und technisch, wo dann z.b. verschiedene ebenen (moderation (anwendung) vs. protokol (technik)) eventuell getrennt betrachtet werden muessen.

@anneroth Das naechste die formung von demokratischen strukturen ueber hobbies / freiwillige arbeit (again: Hier keine wertungen; Ich sehe die spannung und das problem, und denke, dass deswegen einfache antworten wie 'brauchen mehr basisdemokratie' nicht einfach sind).

In wie weit kann z.b. ein demokratischer prozess ueber ein privates hobby gestuelpt werden? Muss die person mit dem hobby sich dem prozess fuegen, oder darf sie sich zumindest zurueckziehen?

Siehe auch: https://berthub.eu/articles/posts/anonymous-help/

Dear anonymous internet user asking for help.. - Bert Hubert's writings

Dear anonymous internet user, dear corporate employee hiding behind a gmail.com address, dear “GitHub account with a single issue”, Thank you for your interest in my free software, my project or the documentation I wrote for you. I am happy to hear you want to ask a question, have a problem, or perhaps even inform me of a new requirement you have. But with some small exceptions (do read on), I’m afraid I will not be able to help you.

Bert Hubert's writings

@anneroth Als beispiel:

Ich starte eine mastodon instanz als hobby/in my freetime. Die waechst, ich habe irgendwann 1k user. Die user organisieren sich und finden demokratisch, dass bestimmte feature aktiviert werden muessen, was fuer mich mehr (auch care! siehe pinned tweets... ) arbeit erfordert. Ich kann oder moechte diese mehrarbeit nicht leisten, und mich aus der administration zurueckziehen. Die user-base fuehlt sich nun jedoch erpresst, da sich keine alternativen ops finden.

@anneroth Da haben wir dann wieder ein recht klassisches basisproblem der systemadministration, welches unabhaengig von strukturen auftritt, i.e., das klassische visibility problem und mangelnde wertschaetzung fuer care arbeit in systemadministration. (siehe auch dieses paper: https://pure.mpg.de/rest/items/item_3384326/component/file_3384541/content );

Point being... die schaffung demokratischer strukturen in gemeinschaftlicher infrastruktur ist glaube ich nicht das schwerste problem, welches wir (auch gesamtgesellschaftlich) loesen muessen.

@anneroth (Und zu systemadministration und carework kann ich hoffentlich baldbald ein weiteres awesome paper sharen... *hibbel*)
@anneroth Letztendlich liegt die Entscheidung darüber, ob es hauptsächlich demokratische Instanzen gibt oder nicht, bei den Nutzern selbst. Jede Instanz, die eine einzelne Person führt, ist nicht anders als Twitter & Co. Auch beim Code muss man selbst entscheiden, wem man Vertrauen schenkt. Gemeinnützige Vereine sind eine Option, aber das Bedarf viel Eigeninitiative, die oft leider fehlt.
@anneroth Das Problem dabei ist: Wenn Coden mein Hobby ist, dann code ich, worauf ich Bock hab, nicht was irgendwer irgendwo beschlossen hat, was her muß, selbst wenn der Beschluss demokratisch gefasst wurde. Wenn ich Letzteres möchte, muß ich die Arbeit bezahlen, weil sie nicht mehr einfach nur Selbstzweck und Liebhaberei ist. Für mich ist das immer der Moment, wo mir der Spaß an der Arbeit abhanden kommt, wenn ich hauptsächlich FÜR andere arbeite und es nicht mehr primär Eigeninteresse ist.
@anneroth Problematisch ist dabei die Anspruchshaltung von "ich möchte, dass es so und so ist, aber die technische Umsetzung, also die Arbeit, muß jemand anders machen". Ja, nee, wenn du x,y,z möchtest, dann mach's halt selbst, is ja open source. Im CCC hieß es deshalb jahrelang: "Wer macht, hat Recht." Fand ich immer einen sehr pragmatischen Ansatz.
@levampyre
Ich meinte nicht Entscheidungen über Code
@anneroth Auch für Entscheidungen über Netikette, Governing, Moderation, etc. Features muß, wenn das im Rahmen eines IT Tools stattfindet, ggf. Code angefasst werden. Aber das ist nicht der Punkt. Mir ging es darum, dass die Umsetzung von Ideen Arbeit macht, egal welche Idee, egal welche Arbeit und dass diese Arbeit evtl. nicht unentgeltlich geleistet werden kann, möchte und/oder sollte.
@levampyre @anneroth kein Widerspruch: Features, für die sich niemand findet, müssen gegenfinanziert werden (Aufgaben generell). Aber das Gegenteil „wer macht hat Recht“ hat auch oft zu einem Zoo von Problemen geführt. Singles schreiben anderen Code als Eltern, und Eltern haben keine Zeit mehr zum Coden (merke ich leider). Motivation und Ressourcen sind also sehr ungleich verteilt eins das hat Konsequenzen. Besser man finanziert es.
@rstockm @anneroth Dass man als Eltern keine Zeit mehr für nix hat, unterschreib ich. Und ja, dass "wer macht, hat Recht" auch zu chaotischen Zuständen führen kann, eigentlich auch.
@anneroth Demnächst wird ja die neue Vollversion 4.0 von Mastodon erscheine. Da wird jetzt nix mehr neu implementiert, die ist im Release-Candidate-Stadium. Die gute Nachricht dabei ist: wenn die 4.0 erst mal draußen ist, geht das Brainstorming für die nächste Version los. Und das wird eine gute Gelegenheit sein, eine breite Diskussion über die Art der Feature-Findung und Feature-Entscheidungen bei einem solchen Projekt anzustoßen.
@anneroth das schöne am Fediverse ist doch gerade, dass jeder der will eine eigene Instanz aufbauen kann, sogar eigene Mastodon Derivate entwickeln oder ganz eigene Dienste über ActivityPub integrieren.
Dann gibt es vermutlich irgnedwann die klassischen Instanzen und experimentelle, basisdemokratische, anarchistische oder was auch immer. Genau wie die einzelnen Instanzen unabhängig im Betrieb sind, ist niemand auf eine zentrale Implementierung angewiesen.
@anneroth Heute ist ein medienhistorischer Artikel zum #Twexit Richtung #Mastodon erschienen, der ebenfalls einige deiner Punkte aufgreift. Vielleicht interessierts dich:
https://www.54books.de/von-twitter-zu-mastodon/
Von Twitter zu Mastodon – Gedanken über Medienaneignungen - 54books

von Robert Heinze Twitter ist ein schnelllebiges Medium. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass man dort die fünf Phasen der Trauer angesichts…

54books
@anneroth Find ich ne spannende Idee. Du meinst, es wird irgendwann größere Plattformen geben, die sich ihre Admins und Regeln „wählen“?
@anneroth Ich weiß nicht, ob das wirklich so kommen muss. Es kann bspw. auch sein, dass kommerzielle Anbieter das übernehmen. Der Vergleich mit email liegt dabei halt immer sehr nah. Natürlich gibt es da weniger (insb. interne) Kommunikation. Aber da läuft es ja auch. Und dazu kommt ja, dass man im Normalfall auch umziehen kann auf eine andere Instanz.
Aber ich hab zumindest auch schon überlegt, ob eine eigene Instanz nicht besser ist.
Schauen wir mal…
@anneroth Ich stimme dir zu, dass es eine gute Idee wäre, Nutzer*innen mitbestimmen zu lassen, ist aber glaub ich teilweise schwierig, weil derzeit viele Instanzen ja von einzelnen Personen gehostet werden und nicht von Gruppen. Stell dir einmal vor, du hostest eine Instanz, die sich so verändert, dass du dich dort nicht mehr wohl fühlst. Du kannst nicht einfach gehen, wenn der Server in deinem Wohnzimmer steht.

@anneroth

Gegenrede

Bei "Code is Law", basierend auf FOSS, steht es allen frei, sich die Laws jederzeit anzusehen, in Frage zu stellen, Alternativen vorzuschlagen, sie zu instanzieren und den instanzierten Alternativen Mehrheiten zu verschaffen. Das ist gelebte Demokratie.

Ergo entscheidet der Markt in der freien Welt anhand tatsächlicher Bedürfnisse über die Fortentwicklung.

Die Implikation, hier gäbe hier auch Wissensmonopole, wie in der proprietären Welt "da drüben", finde ich schwierig.

@peter_koenig

Ich glaube nicht, dass der Markt ein gutes Modell für die Demokratie ist. Dabei gehen nämlich alle die unter, die nicht stark genug sind.

Meine Vorstellung von Demokratie basiert auf Grund- und Menschenrechten, nicht auf dem Recht des Stärkeren.

@anneroth

Marktwirtschaft, in der das knappe Gut nicht das Geld, sondern die Aufmerksamkeit ist, das ist der Markt, von dem ich rede.

Der neoliberale "Markt" ist natürlich geprägt von monopolisiertem Herrschaftswissen und willkürlich(!) bewertetem Geld.

In der Zeit des Überwachungskapitalismus ist das die konkrete Gefahr für unsere Freiheit, weil auch Demokratie & Frieden längst Handelswaren sind

FOSS und Fediverse brechen das auf, weil Alternativen zum "Law im Code" jederzeit möglich sind.

@anneroth

Ups, vielleicht etwas abstrakt formuliert - in dem knappen Textvolumen 😉

@anneroth
Ich sehe das nicht als den wesentlichen Vorzug ggü Twitter. Twitter wie ähnlcihe andere ist quasi Monopol, hat dadurch gewaltige Macht bzgl politischem Diskurs. Als damals Trump abgeschaltet wurde, wurde heftig diskutiert, warum eine Unternehmensleitung so in die us Demokratie eingreifen kann (dass man ihn als person hier weniger leicht verhindern könnte, klar). Das geht hier nicht.
@anneroth Der Punkt ist m.e. nicht dass die admins entscheiden, sondern dass es viele gibt, und alle nahtlos weiterziehen können. Hier gibt's nicht diese Monopol Struktur.
@anneroth Es ist wie aus einem verrauchten Death Metal Konzert in die frische Abendluft zu treten und über einem die sternenklare Nacht. Alles ist still, niemand furzt und es gibt noch keine einzige Ad.
@anneroth
Da gehe ich mit.... 👍🏻
@anneroth Genau. Und jeder könnte seinen eigenen Mastodon-Server betreiben. Das ist gar nicht mal so teuer.
@anneroth es sind aber auch einige Dinge verbesserungswürdig. Aber eins nach dem anderen.
@anneroth vielen Dank für Deine Einschätzung. Bin gerade den ersten Tag hier und finde es super Deinen Erfahrungsbericht zu lesen.
@anneroth bei der Auswahl oder Suche nach einer Instanz habe ich regional gesucht, darmstadt.social gefunden und war mit den Serverregeln einverstanden. Von Moderationsentscheidungen oder welche Linie der Admin @w4tsn fährt, habe ich nichts mitbekommen und mich nicht darüber informiert. Aber klar, das System ist natürlich vom grundsätzlichen Aufbau her undemokratisch.... könnte problematisch werden.
@anneroth als Admin habe ich mir sehr bald ein Team aus Moderator*innen aufgebaut, damit ich zum einen etwas kontrolliert werden kann und zum anderen Entscheidungen, die über das reine anbieten der Plattform hinaus gehen, nicht (allein) treffen muss. Als privater Anbieter habe ich allerdings im Gegensatz zu einem Verein die volle Verantwortung und den Besitz dieser Plattform inne, daher wäre eine e.V. Gründung ab einer gewissen Relevanz die logische Konsequenz denke ich
@anneroth Was diese Karte ganz gut unterstreicht: Das hier ist halt eine rein deutsche Suppe, der Internationalismus, den Twitter hat, geht hier völlig flöten.
https://umap.openstreetmap.fr/en/map/mastodon-near-me_828094#5/54.610/7.207
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