#news ⚡ Trump sieht sich im Iran-Krieg im Zeitplan „Wochen voraus“: US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht widersprochen, wonach die Ziele der Vereinigten Staaten im Iran-Krieg nicht erreicht... https://hubu.de/?p=319231 | #irankrieg #trump #wochen #zeitplan #hubu
Trump sieht sich im Iran-Krieg im Zeitplan "Wochen voraus" - Hubu.de - News & FreeMail

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht widersprochen, wonach die Ziele der Vereinigten Staaten im Iran-Krieg nicht erreicht seien. "Doch, habe ich, und zwar Wochen früher als geplant", schrieb Trump am Samstag auf seiner Plattform "Truth Social".

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@lars
#Kleinanzeigen ist voller #Ganoven. Seit #Wochen werden wir aus unbekannten Gründen #ausgesperrt
Wir haben schon zig-fach nach dem Grund gefragt. #Null-#Reaktion.

#TorstenSträter sagt wegen #Erkrankung alle Auftritte ab.

Der #Komiker hat aufgrund einer "längerfristigen #Regenerationsphase" alle #Auftritte bis #Ende #März abgesagt, teilte sein Management mit. Für die nächsten #Wochen waren #bundesweit zahlreiche Auftritte des 59-Jährigen geplant. #Sträter sollte mit seinem aktuellen #Bühnenprogramm "Mach mal das große Licht an" etwa in der Kölner #LanxessArena auftreten.

#news ⚡ Ärzte erwarten deutlich steigende Grippe-Zahlen in kommenden Wochen: Nach dem frühen Start der Grippewelle in diesem Jahr rechnet der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereini... https://hubu.de/?p=306784 | #grippezahlen #wochen #hubu
Ärzte erwarten deutlich steigende Grippe-Zahlen in kommenden Wochen - Hubu.de - News & FreeMail

Nach dem frühen Start der Grippewelle in diesem Jahr rechnet der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Christian Karagiannidis, mit deutlich steigenden Fallzahlen in den kommenden Wochen.

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Die #Trypanophobie ...
... hat es mir da nicht so leicht gemacht bei meinem
#Impfmarathon.

In den letzten
#Wochen:

#Hepatitis, letzte #Impfung - check
#Grippe - check
#Covid - check
#Gürtelrose - check

#Impfen hilft

Ein #Rückblick auf die letzten #Wochen. Wir waren in verschiedenen #Arma3 #Missionen und auch im der #Ausbildung unterwegs.

Am #Dienstag trainieren wir einen #Hinterhalt und am #Freitag spielen wir #Blood and #Sand. Wie jeden #Mittwoch spielen wir #ArmaReforger

@ArmaPlatform

#news ⚡ Bilger sieht Koalition vor entscheidenden Wochen: Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der Union, sieht die Koalition von SPD und Union nach der ersten Sommerpause vor ein... https://hubu.de/?p=292417 | #bilger #koalition #wochen #hubu
Bilger sieht Koalition vor entscheidenden Wochen - Hubu.de - News & FreeMail

Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der Union, sieht die Koalition von SPD und Union nach der ersten Sommerpause vor einer Phase wichtiger Entscheidungen. "Wir wissen in allen drei Koalitionsparteien, dass wir eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben und uns darum kümmern sollten, Probleme zu lösen und die richtigen Entscheidungen zu treffen", sagte Bilger im Berlin Playbook-Podcast (Montag) des Nachrichtenmagazins POLITICO. Das Treffen der Unionsspitzen am Montagnachmittag sei "seit Wochen geplant" und keineswegs als Krisensitzungen zu werten.

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Liebe Kunden,
noch zwei Wochen bis zum Umzug nach Trechtingshausen.
Letzte Vorbereitungen sind getroffen, Kisten gepackt.
Spannung und Vorfreude steigt täglich.

#umzug #wochen #vorbereitungen #kisten #gepäck #packen #spannung #vorfreude #trechtingshausen 🏠 😍

Vier Wochen, ein Thema: Der Engagement Cycle von The Green Line

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

“Für mich ist The Green Line eher ein Community-Informations-Service als eine klassische journalistische Organisation.” Anita Li ist die Gründerin von The Green Line, einem Lokalmedium aus Toronto in Kanada. Als die Journalistin das Projekt startete, wollte sie eine neue Art der Berichterstattung etablieren. Mitten während der Corona-Pandemie wollte Anita einen Gegenpol zum “passiven Konsum von belastenden Nachrichten” schaffen und Menschen ermutigen, „selbst aktiv zu werden”.

The Green Line sieht sich selbst als Ratgeber, um in Toronto zurechtzukommen. Sie produzieren Artikel für ihre Website, verschicken mehrere Newsletter und veröffentlichen (Video-)Content für Instagram, YouTube und TikTok. Die frei verfügbaren Inhalte werden durch einen Mix aus Fördergeldern, Partnerschaften und freiwilligen Unterstützer*innen finanziert.

Für ihre Berichterstattung folgt das Medium einem bestimmten Engagement Cycle, der die Bindung zu The Green Line stärken, aber auch die Lesenden konkret zum Handeln motivieren soll: Jeden Monat fokussieren sie sich auf ein neues Oberthema. Dieses Problem wird dann konstruktiv, also mitsamt möglichen individuellen Lösungen, angegangen. Das gelingt The Green Line über vier Schritte:

Schritt 1 – Mit der Einführung eine gemeinsame Grundlage schaffen

Der Explainer führt in das Thema ein und dient als Basis für die nächsten Schritte. Jedes Thema wird von The Green Line mit Fokus auf die fünf eigenst entwickelten Aspekte der Lebensqualität in Toronto gewählt: Ernährung, Wohnen, Verkehr, Beruf oder Gesundheit.

Der erste produzierte Inhalt ist ein Artikel, der das konkrete Problem beschreibt. Er beantwortet Fragen wie: Was ist das Problem? Warum gibt es das Problem? Was sind die Auswirkungen auf mich? Diese Informationen verbreiten sie auch multimedial, drehen also beispielsweise auch ein Social-Media-Video dazu. Dieser Schritt dient als Basis des Engagement-Cycle.

Beispiel – Wohnungsräumung: The Green Line veröffentlichte als erstes einen Artikel, der das Problem der Wohnungsräumungen in Toronto erklärt. Darin wurde auch erwähnt, welche Rechte Mieterinnen und Mieter in solchen Situationen haben. Anknüpfend dazu hat die Redaktion auch ein TikTok produziert, was sich vertiefend mit den Rechten von Mieterinnen und Mietern befasst.

Schritt 2 – Mit einem Artikel erste Lösungsvorschläge vorstellen

Im nächsten Schritt des Engagement-Cycle folgt dann in der zweiten Woche ein Feature (eine Art Mischung aus Bericht und Reportage), welches mögliche Lösungen aufzeigt. “Dabei sehen wir uns klar als serviceorientierten Journalismus”, stellt Anita Li klar. Serviceorientierter Journalismus bedeutet für sie: “Dinge, die man nur sehr schwer googlen kann. Also sehr gebündelte, sehr lokale Informationen.”

Das Feature beschreibt dann sehr handlungsorientiert, wie man mit gewissen Situationen in Bezug auf das Oberthema umgehen kann. Dabei versucht The Green Line wirklich detailliert auf einzelne Probleme einzugehen und einen Mehrwert zu schaffen: Mal geben sie Hilfestellungen, was bei bestimmten Behördenbriefen zu tun ist, ein anderes Mal erstellen sie selbst interaktive Karten mit kostengünstigen Essensmöglichkeiten.

Beispiel – Wohnungsräumung: Das Feature ist bei diesem Thema ein Artikel, der als Guide für alle Probleme in Bezug auf Wohnungsräumung fungiert, zum Beispiel: “Was passiert, wenn du einen Räumungsbescheid bekommst“. Dieser Artikel ist narrativ, also erzählend, geschrieben und verdeutlicht das Problem anhand einer Person.

Schritt 3 – Bei einer Veranstaltung gemeinsam neue Lösungen suchen

Die Veranstaltung in Woche drei hat immer eine “praktischen oder lustigen Mehrwert”. So hätten sie in der Vergangenheit schon Filmaufführungen, Konzerte oder Workshops organisiert. Bei diesen Events vernetzt sich die Community von The Green Line und erarbeitet zusammen mögliche, neue Lösungen für das Problem. Dafür laden sie neben ihrer Community, Fachleute, Organisationen oder Kontakte aus dem Artikel zu bestehenden Lösungsvorschlägen ein, um jeweils ihre Erfahrungen zu teilen.

Aus der Community besuchen durchschnittlich etwa 50 Menschen die Events, die größten Veranstaltungen haben aber bis zu 300 Teilnehmende angelockt. Nach jedem Event lässt The Green Line neue Besucher*innen ausgedruckte Umfragen mit Kontaktdaten ausfüllen. So bringen sie die Offline-Besucher*innen mit in die Online-Community. Auch über die Veranstaltung erscheint im Nachhinein ein Artikel/Blogbeitrag auf der Webseite. In diesem Schritt des Engagement-Cycle interagiert die Community wohl am stärksten und am direktesten mit The Green Line.

Beispiel – Wohnungsräumung: Die Redaktion hat verschiedene Organisationen zu einem Community-Abendessen eingeladen. Dazu gehören Vereinigungen für Mietende oder auch Rechtshilfe für Wohnraum. Diese Akteurinnen und Akteure haben dann jeweils praktischen Input gegeben, so zum Beispiel der Vertreter der Mieter*innenvereinigung: “Er hat erklärt, wie man gegen seine Vermieter*innen vorgehen kann, wenn die eigene Wohnung illegal oder unfair gekündigt wird.”

Schritt 4 – Mit einer Umfrage Feedback und Lösungen sammeln

Am Ende des Engagement-Cycle, also zum Abschluss eines jeden Themas, führt die Redaktion eine Umfrage in ihrer Community durch. Dabei fragt sie standardmäßig Name, Alter, Kontaktdaten und das Wohnviertel in Toronto ab. Darauf folgen Fragen zum Thema des Monats, beispielsweise welche Lösungen der Community noch einfallen. Auch diese Ergebnisse werden in einem Artikel auf der Website festgehalten.

Gleichzeitig dient die Umfrage dazu, neue Community-Mitglieder zu gewinnen, weitere Themen zu entdecken und Feedback zum Event zu bekommen.

Die Umfrage führt The Green Line mittlerweile mit beabee, einer von CORRECTIV entwickelten Software-Lösung für community-zentrierte Redaktionen, durch: “Früher haben wir Google Forms benutzt, aber das hatte zu große Datenschutz-Probleme”, so erklärt Anita Li den Wechsel, “wir wollen die Daten unserer Nutzer*innen so gut wie möglich schützen.” Außerdem mache beabee einen besseren Eindruck, weil es sich direkt auf der Webseite einbinden lasse, so bleibt die Markenidentität erhalten.

Beispiel – Wohnungsräumung: Im Beispiel der Wohnungsräumungen hat The Green Line seine Community nach ihren Erfahrungen, Lösungen und Wünschen gefragt. So konnten Lesende ihre eigenen Tipps teilen, aber auch gezielt auf fehlende Guides oder Hilfsmittel aufmerksam machen. Daran anknüpfend hat The Green Line einige der Tipps auf ihrer Website geteilt. Einen neuen, eigenen Guide haben sie in dem Fall nicht gestartet. In der Vergangenheit haben sie aber zum Beispiel schon selbst Karten mit öffentlichen Toiletten erstellt.

So schafft es The Green Line vier Wochen lang über ein Thema zu berichten, ohne dabei repetitiv oder abschreckend zu wirken. Jede Woche hat ihre eigene Perspektive auf das Thema und insgesamt ist die Berichterstattung konstruktiv. Sie zeigt Lösungen auf und motiviert die Lesenden selbst aktiv zu werden. All das gelingt über den ausgeklügelten Engagement-Cycle.

Dieses Fallbeispiel ist Teil des Angebots vom CORRECTIV.StartHub, der Anlaufstelle für alle, die ihr eigenes Community-zentriertes Medienprojekt im Lokalen starten wollen.

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Mehr Infos zum CORRECTIV.StartHub.

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Author: Anton Reckmann

#cycle #engagement #green #thema #wochen

Vier Wochen, ein Thema: Der Engagement Cycle von The Green Line

The Green Line schafft es, ein Thema über vier Wochen interessant zu halten. Das funktioniert nur mit einem ausgeklügelten Engagement-Cycle.

correctiv.org

Grüße aus der fossilen Vergangenheit: 10 Wochen Wirtschaftsministerin Reiche

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Schon die Klimapolitik der Ampel-Regierung hätte nach Ansicht von Expertinnen und Experten nicht gereicht, um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens – insbesondere das völkerrechtlich bindende Zwei-Grad-Ziel – einzuhalten. Die neue Regierung fällt mit ihrer Politik noch dahinter zurück, obwohl die Umsetzung des Pariser Abkommens auch in ihrem Koalitionsvertrag steht.

9. Mai 2025: Reiche will neue Erdgaskraftwerke bauen

Drei Tage nach ihrem Amtsantritt kündigt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) neue Gaskraftwerke mit einer Leistung von mindestens 20 Gigawatt an. Diese müssen laut Koalitionsvertrag nicht einmal auf Wasserstoff umrüstbar sein – ein Rückschritt gegenüber den Plänen von Vorgänger Robert Habeck (Grüne). An der Umsetzbarkeit von Reiches Plänen gibt es erhebliche Zweifel: Denn der geplante Zubau ist nicht mit der Leitlinie der Europäischen Union (EU) für Energiebeihilfen vereinbar. Danach müssen die Mitgliedsstaaten nachweisen, wie groß ihr Bedarf an neuen Kraftwerken ist, bevor sie genehmigt werden können. Dies war der Vorgängerregierung für zehn Gigawatt gelungen, von denen die Hälfte nach acht Jahren auf Wasserstoff hätte umgestellt werden müssen. Das sieht Reiches aktueller Plan nicht vor. Eine neue Einigung mit der EU ist ihr bislang nicht gelungen. 

12. Mai 2025: Reiche nährt den Mythos vom Wärmepumpen-Zwang

Vor dem CDU-Wirtschaftsrat bekennt sich Reiche zur im Koalitionsvertrag geplanten Abschaffung des sogenannten „Heizungsgesetzes“: Deutschland brauche keine „Lex Wärmepumpe“. Gemeint ist das Gebäudeenergiegesetz – doch dieses sieht seit 2023 lediglich vor, dass neue Heizungen unter bestimmten Voraussetzungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen müssen. Auch Fernwärme, Solarthermie, Biomasse, wasserstofffähige Gasheizungen, Strom- und Hybridheizungen sind erlaubt. Dennoch fordert Reiche eine Woche später: „Schluss mit dem Zwang zur Wärmepumpe“. Die Ministerin verbreitet Falschinformationen und verunsichert Hausbesitzer, Heizungsbetriebe und Kommunen.

19. Mai 2025: Reiche empfiehlt Heizen mit Erdgas

Reiche spricht davon, die Energiewende zu „hybridisieren“. Das heißt: Haushalte, die bereits über eine Wärmepumpe und Solaranlage verfügen, könnten zusätzlich einen Gaskessel installieren, um mit Erdgas zu heizen, wenn Strom zu teuer ist. Was als flexible Lösung präsentiert wird, bedeutet letztlich: Fossiles Heizen wird fortgesetzt, trotz seiner klimaschädlichen Wirkung und vorhersehbar steigenden Preisen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird so gebremst. 

27. Mai 2025: Reiche will alte Heizkessel weiterlaufen lassen

Katherina Reiche will das „Betriebsverbot für Heizkessel abschaffen“. Damit dürften alte Anlagen für Öl und Gas unbegrenzt weiterbetrieben werden, trotz der gesetzlich verankerten Klimaneutralität bis 2045. Dieses Ziel steht im Koalitionsvertrag und ist als Bedingung für Geld aus dem Infrastruktur-Sondervermögen Teil des Grundgesetzes. 

24. Juni 2025: Günstigere Gaspreise auf Kosten des Klimaschutzes

Mit dem Haushaltsentwurf für 2025 plant die Bundesregierung eine folgenschwere Umschichtung: Die sogenannte Gasspeicherumlage, eingeführt 2022 als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine, soll nicht länger von Gaskunden getragen werden. Stattdessen sollen die Kosten künftig aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) gedeckt werden.

Mehr als drei Milliarden Euro würden ausgerechnet dem Topf entnommen, der eigentlich für klimafreundliche Technologien und den Ausstieg aus fossilen Energien gedacht ist. Fossiles Gas wird so künstlich vergünstigt – auf Kosten des Klimaschutzes. „Wir schaffen die Gasspeicherumlage ab – 3,4 Milliarden Euro – für alle“, sagt Reiche. Gemeint sind alle, die noch mit Erdgas heizen. 

25. Juni 2025: Strom bleibt teuer für Haushalte

Die Regierung bricht ein zentrales Versprechen aus dem Koalitionsvertrag: Die Stromsteuer wird nicht für alle gesenkt, sondern nur für Teile der Industrie. Bürgerinnen und Bürger zahlen weiter hohe Strompreise – ein Nachteil für klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen oder E-Autos. Ministerin Reiche verweist stattdessen auf die geplante Abschaffung der Gasspeicherumlage.

26. Juni 2025: Reiche stellt Deutschlands Klimaziel infrage 

Beim Tag der Industrie des Bundesverbandes der Industrie (BDI) nennt Katherina Reiche das Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien „völlig überzogen“. Ein Widerspruch zum Koalitionsvertrag: Dort ist die Rede von entschlossenem Ausbau der Erneuerbaren. Auch das deutsche Klimaneutralitätsziel 2045 steht in dem Papier, trotzdem stellt Reiche es bei der Tagung infrage. Zuvor hatte schon der sächsische Ministerpräsident, ihr Parteifreund Michael Kretschmer, eine Verschiebung gefordert. Anfang Juli schließt sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an: Erst in der Talkshow Maischberger, ein zweites Mal in der Generaldebatte des Bundestags am 9. Juli, als er anzweifelt, das Ziel so erreichen zu können, „wie wir es uns vorzeitig zusammen vorgenommen haben“.   

Katherina Reiche: Von der Politik in die Energiewirtschaft – und zurück

Die Brandenburgerin und Diplom-Chemikerin Katherina Reiche zieht 1998 das erste Mal in den Bundestag ein. 2009 wird sie Parlamentarische Staatssekretärin im Umwelt-, 2013 im Verkehrsministerium. Zwei Jahre später scheidet sie vor Ablauf der Legislaturperiode aus, um Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zu werden. Der unmittelbare Wechsel aus der Politik in einen Interessenverband sorgt für Kritik.

2019 wird bekannt, dass der Energiekonzern Eon sie zur Geschäftsführerin der Tochtergesellschaft Westenergie macht. Auch dieser neue Job wirft Fragen auf, weil zu der Zeit Eon und RWE den Energiemarkt neu aufteilen und die kommunalen Versorger, die Reiche bisher beim VKU vertrat, benachteiligen – ein Seitenwechsel zu einem kritischen Zeitpunkt also. 2025 kehrt Reiche in die Politik zurück: Am 6. Mai wird sie zur Bundeswirtschaftsministerin ernannt.

26. Juni 2025: Reiche-Ministerium vergibt Studie an industrienahes Institut

Das Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche vergibt den Auftrag für ein Monitoring des Strombedarfs ohne Ausschreibung an das früher auch von RWE und Eon mit finanzierte Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln EWI in Kooperation mit BET Consulting. Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe soll mit dem Gutachten der Strombedarf für 2030 de facto kleingerechnet werden: Zur Abschätzung des Bedarfs soll ausschließlich der aktuelle Verbrauch berücksichtigt werden. Wie sich klimafreundliche Technologien wie E-Mobilität, Rechenzentren, Speicher und Wärmepumpen sowie die Modernisierung des Wirtschaftsstandorts auswirken, spielt hingegen keine Rolle. 

2. Juli 2025: Regierung genehmigt risikoreiche Erdgasförderung in der Nordsee

Das Bundeskabinett stimmt für ein Abkommen mit den Niederlanden zur gemeinsamen Erdgasförderung vor der Nordseeinsel Borkum, obwohl noch Gerichtsverfahren dazu laufen. Das Abkommen stärke die Versorgungssicherheit und den Gasmarkt, sagt Reiche. Doch tatsächlich hält es Deutschland abhängig von Erdgas – trotz Umweltrisiken bei der Förderung im geschützten Wattenmeer und Millionen Tonnen CO₂ bei der Verbrennung des klimaschädlichen Gases.  

8. Juli 2025: Reiche kippt Vorrang für grünen Wasserstoff

Reiche will den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft deutlich beschleunigen – dabei aber grünen Wasserstoff nicht länger bevorzugen. Laut einem neuen Gesetzentwurf soll künftig jede Form von Wasserstoff gefördert werden, auch solcher, der mit fossilen Quellen produziert wird. Damit weicht die neue Regierung deutlich von den Plänen der Vorgängerregierung ab, die grünen Wasserstoff als zentral für die Energiewende erachtete. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Industrie mehrere Großprojekte für grünen Wasserstoff aus wirtschaftlichen Gründen absagt. Sie könnte fossile klimaschädliche Wasserstoffarten langfristig stärken. 

Während das Zeitfenster für die Erreichung der Klimaziele schrumpft und Extremwetter Milliardenschäden hinterlassen, bremst und verwässert die neue Bundesregierung den Klimaschutz. Womöglich kippt sogar die Abkehr von russischem Erdgas: Wie CORRECTIV berichtet, sind Reparaturen an der Pipeline Nord Stream 2 geplant. Zu einer möglichen Inbetriebnahme sendet die Bundesregierung derzeit widersprüchliche Signale.

Redaktion: Justus von Daniels, Annika Joeres  Faktencheck: Annika Joeres

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Author: Lena Schubert

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